CF und Haustiere

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CF und Haustiere

Beitragvon Jens am 31.07.2006, 16:32

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Schulische Leistung mit CF

Beitragvon Gast am 31.07.2006, 17:15

Lieber Jens!

Passt nicht so ganz zu Deiner Frage, aber die CFKinder u. Schüler , die ich bisher persönlich kennen gelernt habe, fallen durch ihre überdurchschnittliche Auffassungsgabe regelrecht auf.

LG
Joka
Gast
 

Beitragvon Carmeli am 31.07.2006, 17:29

Na wenn man sieht, wie viele hier studieren, dann ist die Frage ja vielleicht schon beantwortet.
Von nichts kommt nichts.

Gruß Carmen
Carmeli
 

Also sprach Konfuzius...

Beitragvon Heischeisch am 31.07.2006, 18:10

Hi Jens,

Prof. Warren Warwick von der Minnesota-Ambulanz sagt dazu (ich möchte es nicht aus dem Zusammenhang reißen, deshalb habe ich den Punkt fett markiert, der ein wenig zu Deiner Frage beisteuert):

I ask every patient, parent and spouse to tell me three good things about cystic fibrosis. Some have troubles but all rise to answer successfully. One mother took 4 days.

Examples of answers included:

- CF is treatable.
- With CF you do not have to worry about cholesterol.
- You meet wonderful families and friends.
- Having CF gives a better understanding of people who have other health problems.
- Having CF in the family has helped us enjoy every day and to appreciate our child.
- CF taught us not to take things for granted.
- CF helped us appreciate support from family and friends.

I always add three of my own answers, based on observations I have made while caring for over 1000 Patients.
- Children with cystic fibrosis are on the average smarter than other children.
- They have better lungs before they acquire the cystic fibrosis associated airway diseases.
- Cystic Fibrosis is not a disease.


Übersetzung:
Ich frage jeden Cf-Patienten, Elternteil oder Ehepartner nach 3 Dingen, die gut an CF sind. Einige haben damit Schwierigkeiten, aber am Ende gelingt es allen. Eine Mutter brauachte mal 4 Tage.

Beispiele von Antworten waren:

- Man kann CF behandeln.
- Als CFler brauchst du dich nicht um die Cholesterin-Werte zu sorgen.
- Man trifft nette Leute und Freunde.
- Wenn man selbst CF hat, hat man mehr Verständnis für Leute mit anderen Gesundheitsproblemen.
- Das Bewusstsein, CF in der Familie zu haben, hilft uns jeden Tag zu genießen und uns an unserem Kind zu erfreuen.
- CF hat uns gelehrt, nicht alles als selbstverständlich zu nehmen.
- CF hat uns gelehrt, Unterstützung von der Familie und von Freunden zu schätzen.

Ich ergänze noch drei meiner eigenen Antworten, die auf Beobachtungen während der Behandlung von über 1000 Patienten beruhen:
- Kinder mit CF sind durchschnittlich klüger (ohne Gewähr) als andere Kinder.
- Sie haben bessere Lungen, bevor die CF typischen Atembeschwerden auftreten.
- CF ist keine Krankheit.


Liebe Grüße
Roland
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Beitragvon Julia am 31.07.2006, 18:46

Hmm....klüger vielleicht was die Lebensweise und die Reife angeht.
Ich würde nicht sagen dass ich in der Schule besonders durch tolle Leistung aufgefallen bin. Wohl eher durch meine Fehlzeiten.
Allerdings habe ich trotz der vielen Fehlzeiten (wegen denen ich eigentlich nicht zum Abi hätte zugelassen werden dürfen) mein Abi gepackt.
Ich würde eher sagen....CFler leisten mehr als "gesunde" Schulkinder.
Während das gesunde Schulkind heimkommt, Hausi macht, bisschen lernt und dann Freizeit hat, muss der CFler noch eine Unmenge an anderen Dingen erledigen. Therapie, Arztbesuche, eventuell ein Mittagsschlaf wegen Erschöpfung,...!
Und dann nebenher noch die Schule! Das, finde ich, ist ne starke Leistung!!!!!!
Julia
 

Beitragvon nummerneunnichteingeloggt am 31.07.2006, 20:36

ich selbst habe sehr sehr viel gefehlt. komischerweise hat das sehr selten etwas ausgemacht, meine leistungen waren immer erstaunlich gut.
ich hab auch selten etwas unternehmen müssen um die fehlzeiten auszugleichen. meine umgebung fands erstaunlich, ich eher normal. wenn ich selbst mal drüber nachdenke, kann ich deren meinung nur teilen.

andere cfler kommen mir auch meist sehr sehr klug vor.
nummerneunnichteingeloggt
 

Beitragvon nummerneunnichteingeloggt am 31.07.2006, 20:46

alles in allem muss ich sagen, dass meine leistungen ohne fehlzeiten wahrscheinlich noch besser gewesen wären. mein gefühl sagt mir aber auch, dass meine sehr stark ausgeprägte faulheit einen negativeren einfluss auf meine noten hatte als die fehlzeiten.
nummerneunnichteingeloggt
 

Beitragvon Sakura am 31.07.2006, 21:28

Schulisch war ich eigentlich immer relativ gut, dafür was ich immer gefehlt hab. Und wie Nummerneun bin auch ich, von Natur aus etwas faul und hätte wahrscheinlich mehr schaffen können als ich tatsächlich geschafft habe.
Trotzdem war ich gutes mittelmaß, was mich selbst am meisten erstaunte, weil ich mir immer viel weniger zu traue als ich tatsächlich schaffe :wink:
Aber immerhin erlebt man so mehr positive Überraschungen als wenn ich von mir überzeugt wäre und das nicht einhalten könnte *lol*

Ob das mit dem IQ allgemein vergleichbar ist, weiß ich nicht, aber reifer sind CFler auf alle Fälle schon viel zeitiger als gesunde Schulkameraden. Einfach weil sie sich mit anderen Problemen auseinandersetzen müssen. Da ist ein Streit mit den Eltern eben nicht der Weltuntergang oder erster Liebeskummer, tolles Aussehen bzw. Wirkung auf andere usw. wobei diese alltäglichen Probleme ja noch dazu kommen. Das heißt ja nicht, dass CFler diese nicht haben, nur die haben eben auch noch schwerwiegendere Sachen (Therapie, ständige Arztbesuche, Untersuchungen + teilweisen schlechten Ergebnissen und wieder anschließender Therapie, manchmal auch mit schlimmeren Dingen wie TX usw...).
Im großen und ganzen schaffen CFler viel mehr als gesunde Kinder, da sie alles unter einen Hut bringen und meist nicht schlechter sind, teilweise sogar bessere Ergebnisse erzielen.
Sakura
 

Beitragvon Schlangenlady am 31.07.2006, 22:26

Ich glaube, daß man das wegen der unterschiedlichen Krankheitsverläufe und Therapiehäufigkeiten auch nicht wirklich verallgemeinern kann.
Ich persönlich habe als Kind praktisch null Therapie gemacht, hatte aber auch keine größeren Fehlzeiten. Nur beim Schwimmen/Sport hatte ich teilweise Befreiungen, sonst lief alles normal, ich hatte immer gute Noten (außer in Mathe :D ) und habe mein Abi mit 18 gemacht, mit 19 das Zeugnis erhalten, Durchschnitt 2,0.

Uli,44
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Beitragvon Ann am 01.08.2006, 05:51

Hi Jens,

mir haben die vielen Fehlzeiten (alle drei Monate 2 - 3 Wochen) auch nichts gemacht. Meine Noten waren immer durchwegs gut und in Deutsch sehr gut, was meinen Mitschülern natürlich nicht immer gefallen hat ;) Mir war aber immer wichtig, in meiner Klasse bleiben zu können und habe deshalb auch während der Krankenhausaufenthalte brav alle Hausaufgaben etc erledigt... ich weiss... Streberin *ggg*

Liebe Grüsse, Ann-Christin
Ann
 

Re: Also sprach Konfuzius...

Beitragvon Flow am 01.08.2006, 11:45

Heischeisch hat geschrieben:- Cystic Fibrosis is not a disease.

Übersetzung:
- CF ist keine Krankheit.




CF ist keine Behinderung :wink:


also bei mir ises so:
Ich leb mein Leben und mach was mir Spaß macht!
Daraus folgt das ich an sich NIE lerne...
Dazu dann häufig Fehltage(dieses jahr noch mehr wegen 2 op´s[die 2. weil der Arzt die Erste versaut hat -.-]) und dennoch komm ich auf nen Schnitt von 2,7 :roll:(fu Netzwerktechnik und Datenverarbeitung haben mich runtergezogen... Lernfächer halt^^)

Mein Klassenleiter meinte: "wenn du mal da wärst und ab und zu n Buch in die Hand nehmen würdest wärst der beste Schüler den ich in meiner laufbahn hatte." :lol:
Flow
 

Beitragvon meldav am 01.08.2006, 12:00

Grundschule war ziemlich gut, dann in der Realschule so eine 2 im Schnitt und im Wirtschaftsgymnasium dann eine 3 im Schnitt und in der Berufsschulue dann eine gute 2 im Schnitt. Hab damals allerdings noch nicht viel Therapie gemacht und ha nicht so oft gefehlt.
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Beitragvon Tese am 01.08.2006, 14:42

Hallo Leute!
Ich denke das bei den mesten(Zum mindest ist es bei mir so :lol: )die schulische Leistung nicht so sehr mit der Krankheit zusammmenhängt....Also wenn ich mich voll ins Zeug legen würde,würde ich warscheinlich auch ne Menge 1-er und 2 er schreiben....Da ich aber eher faul bin begnüge ich mich zureit mit 2-ern,3ern,und auch mal,4ern....:)
Natürlich,ist das nicht immer so....Es gibt auch bestimmt viele Menschen für die ist die Schule s..anstrengend,weil sie so viel Therapie,etc noch nebenher machen müssen.....
Tese
 

Beitragvon Esperanza am 01.08.2006, 15:15

Schwierigkeiten wegen den Fehlzeiten hatte ich keine. In den 10 Jahren Schule habe ich genau 11 Tage wegen Krankheit gefehlt, 10 davon in der Grund- und 1 Tag in der Realschule. Davon träumt wahrscheinlich so mancher nicht-CFler... :)

Probleme in der Schule hatte ich nie wirklich. Ich war höchstens im Mündlichen nicht so gut, aber schriftlich war meistens 1-2. Und ich kann definitiv sagen, dass ich recht wenig dafür lernen muss, wenn ich da sehe, was andere alles machen... :roll: Ob das jetzt von CF kommt oder nicht, weiß ich nicht, bei meinem Bruder ist es ähnlich und der hat kein CF.

Aber Sakuras Worten im zweiten Absatz kann ich mich komplett anschließen. Durch CF bekommt man einen ganz anderen Blick für die Wichtigkeit von Problemen. Mit 14 oder so habe ich mich auch immer gefragt, mit was für unwichtigen und unsinnigen Dingen sich eigentlich meine pubertären Klassenkammerade beschäftigen... :lol:

Grüße
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Beitragvon Elbow am 02.08.2006, 10:06

Hi Leute...
Also bei waren die Leistungen in der Schule eigentlich
immer ziehmlich gut - bis ich dann in die Pubertät
kam und dann massive Probleme hatte.
Z.B. bin ich in eine tiefe Perspektivlosikeit
gefallen. Ich wurde depressiv und meine schulischen Leistungen,
sowie alberne Dinge wie Anwesenheit waren mir sowas von egal.
Ich hatte immer die Gedanken - "ich werde eh keine 30, was soll ich mir da Gedanken über Beruf und Rente machen ?"
Leider hatte ich niemanden, mit dem ich darüber vernünftig reden konnte.
Zu meinen Eltern wurde der Kontakt immer schwieriger.
Ich hatte zwar viele Freunde und dadurch, daß ich öfter "sitzen geblieben"
bin, kannte ich nachher fast die ganze Schule. Aber die Leute hatten
entweder "zuviel" Respekt vor meiner Meinung oder ihnen war ihre Zukunft genauso egal.
Es hat lange gedauert bis ich aus dieser Situation herausgefunden habe.
Ich habe dann mein Fachabitur nachgemacht.

Ich denke die schulischen Leistungen bei CFlern aber auch bei
anderen Menschen hängen von den Zielen, Wünschen und der Disziplin
ab und nicht unbedingt von der Intelligenz.
Ich wünsche jedem von euch, die ihr noch in Schule, Ausbildung oder Studium seit, dass ihr euer Ziel im Auge behaltet und euch nicht
von gesundheitlichen Rückschlägen aus der Bahn werfen lasst.
Man kann auch mit gesundheitlich bedingten Fehlzeiten alles schaffen.

Ich bin übrigens jetzt 30 Jahre alt und bereue natürlich, dass ich soviel Zeit wegeworfen habe. Aber wenn man erstmal unten ist...
Elbow
 
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