AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

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AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon melanie am 03.02.2010, 09:51

Hallo,

habe mal eine wichtige Frage!

Wie macht ihr das im Ausland (ausser Europa) wenn ihr ins Krankenhaus oder zum Arzt müsst? Es gibt doch für uns schwerst chronisch kranke KEINE Auslandskrankenversicherung! Wir waren im letzten Jahr für einige Wochen in des USA. Wurde dort schlimm krank, sodass wir die Reise abbrechen mussten. Dabei kam heraus das ich bei keiner Versicherungsgesellschaft eine Auslandskrankenversicherung bekommen würde, aufgrund meiner Erkrankung. Wusstet ihr das????

Liebe Grüsse
melanie
 
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon Nanna am 03.02.2010, 10:56

Hallo Melanie,
habe da keine Ahnung von, aber würde auf alle Fälle mal bei meiner Krankenkasse nachhaken,wie es zu regeln ist. Die helfen einem da bestimmt kompetent weiter!
Liebe Grüße
Nanna
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon Wandervogel am 05.02.2010, 19:28

Hallo
Also ich habe eine Auslandskrankenversicherung.

Man kann eine solche auch über viele gesetzliche Krankenkassen abschließen.
Desweiteren übernehmen die gesetzlichen KK (ist bei meiner so) die Kosten, die die Behandlung im Innland kosten würde, abzüglich einer Bearbeitungsgebühr.
Sprich ich sehe hier kein wirkliches Problem, "nur" dass man die Kosten eben vorstrecken muss, sprich vor Ort bezahlt und dann bei der KK einreicht und dann zurück erstattet bekommt.

LG
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon melanie am 07.02.2010, 11:53

Hallo,

also, habe mit meiner gesetzl. Krankenkasse gesprochen. Es ist ausssichtslos eine Auslandskrankenversicherung (ausser innerhalb Europa) zu bekommen. Das ist Fakt. Wenn ich nun in diesem Jahr wieder in die USA fliege ist es auf eigenge Gefahr.

Wandervogel, bei welcher gesetzl. Krankenkasse bist du denn? Wenn ich so eine Vereinbarung bzgl. der Auslandskrankenvers., wie Du sie hast, bekommen würde, wäre ich mehr als froh.

Liebe Grüsse
melanie
 
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon AM am 08.02.2010, 07:41

Hallo zusammen,
Klar kann man eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Auch mit cf. Das Problem ist nur, das sie keine Kosten übernehmen, wenn auf Grund einer bestehenden Krankheit, sprich in diesem Fall cf , etwas ist. Wenn ihr aber im Ausland einen Arzt findet, der bei der Diagnose Eurer dortigen Krankheit nicht cf schreibt, übernimmt sie es schon! Nur die Medikamente die ihr regelmäßig braucht, müßt ihr mitnehmen oder Euch schicken lassen! Ich habe meine Tochter auch noch zusätzlich beim ADAC versichert, so dass der evtl. Rücktransport geregelt war.
Liebe Grüße
Andrea
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon Luiise am 09.02.2010, 10:35

AM hat geschrieben:Klar kann man eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Auch mit cf. Das Problem ist nur, das sie keine Kosten übernehmen, wenn auf Grund einer bestehenden Krankheit, sprich in diesem Fall cf , etwas ist. Wenn ihr aber im Ausland einen Arzt findet, der bei der Diagnose Eurer dortigen Krankheit nicht cf schreibt, übernimmt sie es schon!


... per Vertrag können Leistungen aufgrund von Vorerkrankungen ausgeschlossen sein - von solchen Verträgen sollte man natürlich absehen.

Ich habe mich bei meiner Auslandskrankenversicherung erkundigt, was bei chronischen Erkrankungen zu beachten ist und mir wurde erklärt, dass es am besten sei, sich vom Arzt schriftlich bestätigen zu lassen, dass man reisefähig ist und keine Verschlechterung der Erkrankung abzusehen oder zu erwarten ist. Und um sicher zu gehen, dass es im Fall der Fälle keine Streitigkeiten gibt, wurde mir geraten, diese Bescheinigung vor Reiseantritt an die Versicherung zu faxen.

@ Wandervogel: Die Differenz zwischen den Kosten, die im Ausland für eine Behandlung anfallen und dem Erstattungsbetrag, der sich nach der entsprechenden Behandlung im Inland richtet, kann durchaus mal größer ausfallen. Daher empfiehlt sich in jedem Fall eine zusätzliche private Versicherung.
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon melanie am 09.02.2010, 12:23

Hallo,

erstmal vielen Dank das sich einige von Euch diesem Problem widmen.

Also, ihr wisst ja wir waren im letzten Jahr für einige Wochen in die USA geflogen. Vor Reiseantritt war mein gesundheitlicher Zustand so gut das ich die Reise antreten konnte. Nach einer Woche ging es rapide bergab. Fieber, Sekrte ohne Ende, Muskelschmerzen usw. Das ganze kurz gefasst, meine Lufu hatte nur noch einen FEV1 von 34%. Daraufhin flogen wir auf eigene Kosten wieder nach Hause. In der Uniklinik sagte uns meine Ärztin das dies eine gute Entscheidung gewesen wäre, da wir ALLE Kosten hätten selber tragen müssen. Trotz AUSLANDREISEVERSICHERUNG!!!! Dies konnten wir nicht glauben. Wir reichten unser Anliegen an die Versicherung. Daraufhin erfolgte eine Ablehnung der Kostenübernahme. Aus diesem Grunde führte unser nächster Gang uns zum Rechtsanwalt. Dieser bestätigte uns das bei einer solchen Erkrankung (Muko) keine Auslandsreiseversicherung greift. Begründung, so steht es auch in den Allgemeinen Versischerungbedingungen: Die Versicherung greift nur wenn eine unerwartete schwere Erkrankung, Tod oder Unfall eintritt. Muko ist keine unerwartete schwere Erkrankung. Wenn ich mir natürlich das Bein breche oder ähnliches dann schon, aber in solchen Dingen, wie der Muko, nicht. Er sagte uns auch ganz klar, bei dieser Krankheit (Muko) ist eine Reise ausserhalb von Europa bei KEINER Versicherung versichert.

Liebe Grüsse
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon Esperanza am 11.02.2010, 17:50

Hallo,

ich habe mich wie Luiise direkt bei der Versicherung erkundigt und die haben mir schriftlich bestätigt, dass sie auch bei Vorerkrankungen zahlen, wenn man sich vor der Buchung und nochmals kurz vor Reiseantritt vom Arzt bescheinigen läßt, dass man reisefähig ist und mit einer Verschlechterung nicht zu rechnen ist.

Wäre mal interessant zu wissen, ob es Gerichtsurteile dazu gibt.

Gruß
Wolken waren da und
trotzdem schien die Sonne.
(Thomas Trescher)
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon Wandervogel am 14.02.2010, 07:29

melanie hat geschrieben:Hallo,

also, habe mit meiner gesetzl. Krankenkasse gesprochen. Es ist ausssichtslos eine Auslandskrankenversicherung (ausser innerhalb Europa) zu bekommen. Das ist Fakt. Wenn ich nun in diesem Jahr wieder in die USA fliege ist es auf eigenge Gefahr.

Wandervogel, bei welcher gesetzl. Krankenkasse bist du denn? Wenn ich so eine Vereinbarung bzgl. der Auslandskrankenvers., wie Du sie hast, bekommen würde, wäre ich mehr als froh.

Liebe Grüsse


Hallo Melanie

Ich bin bei der Aok. Dort ist eine Behandlung im Ausland gesetzlich geregelt. Es handelt sich dabei nicht um eine Auslandskrankenversicherung,sondern um die normalen Konditionen, die jede gesetzliche Kasse hat. Die Ausl.kr.vers. habe ich über den ADAC,hauptsächlich für den Krankenrücktransport.

Eine Urlaubsreise ist immer auf eigene Gefahr. Wenn der Gesundeitszustand so instabil ist, sprich wenn man von vornherein einen Krankenhausaufenthalt einplant, dann sollte man überlegen,ob man so eine Reise wirklich machen sollte. Dass Dir niemand zusagt,für den Fall des KH-Aufenthaltes die Kosten zu übernehmen, ist doch völlig klar, denn geplante Auslandsbehandlungen in den USA und anderen Ländern übernehmen die Kassen nicht.

Für den Fall einer Verschlechterung sollte man immer Notfallmedikamente (Antibiotika) mit nehmen und Rücksprache mit der Heimatambulanz führen.

Und eine Kostendifferenz zwischen der Behandlung im Ausland vrs. jener in Deutschland sollte man für die Urlaubskasse auch einplanen.

Man kann die Risiken, die man sich selbst auferlegt nicht immer vorn weg absichern. Das ist das Leben.

LG
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon melanie am 14.02.2010, 21:27

Wandervogel hat geschrieben:
melanie hat geschrieben:Hallo,

also, habe mit meiner gesetzl. Krankenkasse gesprochen. Es ist ausssichtslos eine Auslandskrankenversicherung (ausser innerhalb Europa) zu bekommen. Das ist Fakt. Wenn ich nun in diesem Jahr wieder in die USA fliege ist es auf eigenge Gefahr.

Wandervogel, bei welcher gesetzl. Krankenkasse bist du denn? Wenn ich so eine Vereinbarung bzgl. der Auslandskrankenvers., wie Du sie hast, bekommen würde, wäre ich mehr als froh.

Liebe Grüsse


Hallo Melanie

Ich bin bei der Aok. Dort ist eine Behandlung im Ausland gesetzlich geregelt. Es handelt sich dabei nicht um eine Auslandskrankenversicherung,sondern um die normalen Konditionen, die jede gesetzliche Kasse hat. Die Ausl.kr.vers. habe ich über den ADAC,hauptsächlich für den Krankenrücktransport.

Eine Urlaubsreise ist immer auf eigene Gefahr. Wenn der Gesundeitszustand so instabil ist, sprich wenn man von vornherein einen Krankenhausaufenthalt einplant, dann sollte man überlegen,ob man so eine Reise wirklich machen sollte. Dass Dir niemand zusagt,für den Fall des KH-Aufenthaltes die Kosten zu übernehmen, ist doch völlig klar, denn geplante Auslandsbehandlungen in den USA und anderen Ländern übernehmen die Kassen nicht.

Für den Fall einer Verschlechterung sollte man immer Notfallmedikamente (Antibiotika) mit nehmen und Rücksprache mit der Heimatambulanz führen.

Und eine Kostendifferenz zwischen der Behandlung im Ausland vrs. jener in Deutschland sollte man für die Urlaubskasse auch einplanen.

Man kann die Risiken, die man sich selbst auferlegt nicht immer vorn weg absichern. Das ist das Leben.

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Hallo lieber Wandervogel,

ich schildere nochmals ganz kurz meinen Fall.

1. vor Reiseantritt war mein Gesunhheitszustand gut. So gut das ich die Reise bedenkenlos antreten konnte.

2. selbstverständlich hatte ich meine Reiseapotheke dabei, auch mein Antibiotika :o)

3. natürlich übernimmt die gestzl. Krankenkasse die Kosten, wenn es innerhalb von Europa ist

Ich finde jedenfalls keine AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG.

Ich bin in der Welt schon viel herumgereist und hatte noch NIE so schlimme gesundheitliche Probleme das ich die Reise abbrechen musste. Dies war das erste mal, weil es mir nämlich normalerweise recht gut geht mit meiner Krankheit.

Ich stelle mal eine Anfrage beim ADAC. Mich interessiert es ob diese beim Krankenrücktransport, bei Mukoviszidose, weltweit greift. Aber auf ihrer Internetseite steht schon der aussagekräftige, relevante Satz "unerwartete schwere Erkrankung". Mukoviszidose ist keine unerwartete Erkrankung. Trotzdem versuche ich es mal dort.

Vielen Dank, lieber Wandervogel

Liebe Grüsse
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon schurig am 22.02.2010, 12:10

Bin kein Anwalt, aber das Thema wird ja relativ oft bei allerleit Vorträgen beleuchtet.
Ist das nicht so:

Das entscheidende ist, dass die "Mukoviszidose" an sich nicht übernommen wird, also Dauermedikation, Routineuntersuchungen, planmäßige IV, PEG, Zusatznahrung. Das ist alles vorhersehbar.

Unerwartete Komplikationen hingegen schon. Das kann ein Darmverschluss sein, eine Lungenentzündung, muss man ja jetzt nicht alles aufzählen.
Eben das, was auch bei CF nicht zu erwarten war.

Gruß
Michael
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon Wandervogel am 24.02.2010, 18:34

naja, es kann schon sein, dass die Versicherer die Muko ausschließen.
Aber wenn ich in den Urlaub fahre, dann versichere ich mich eigentlich nicht für die Muko (das ist ein im wesentlichen kalkulierbares Risiko) sondern gegen:
Unfälle, Krankenrücktransport, Blinddarmentzündung, sprich Dinge, die wirklich plötzlich auftreten können. Für eine Verschlechterung der CF sollte man andersweitig vorsorgen.

Ich denke, dass dieses ganze Gefrage bei den Versicherern ob man mit Mukoviszidose eine Versicherung bekommt oder nicht, nur kontraproduktiv ist. Es gibt tausend andere chronische Erkrankungen, deren Leute machen nicht so ein tam tam.

LG
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon mopel am 25.08.2010, 08:20

naja, es kann schon sein, dass die Versicherer die Muko ausschließen.
Aber wenn ich in den Urlaub fahre, dann versichere ich mich eigentlich nicht für die Muko (das ist ein im wesentlichen kalkulierbares Risiko) sondern gegen:
Unfälle, Krankenrücktransport, Blinddarmentzündung, sprich Dinge, die wirklich plötzlich auftreten können. Für eine Verschlechterung der CF sollte man andersweitig vorsorgen.

Ich denke, dass dieses ganze Gefrage bei den Versicherern ob man mit Mukoviszidose eine Versicherung bekommt oder nicht, nur kontraproduktiv ist. Es gibt tausend andere chronische Erkrankungen, deren Leute machen nicht so ein tam tam.



Hallo Wandervogel,

wie meinst du das " Für eine Verschlechterung der CF sollte man andersweitig vorsorgen" ??
Welche Vorsorge sollten wir mit Muko denn noch treffen vor so einer Reise??
Wenn eine Auslandsreisekrankenversicherung für uns wirklich nicht möglich ist.....wie sollen wir uns dann absichern?? Ok, wenn ich genug Geld habe ist mir das egal, aber wer hat schon so viel Geld um diese Fälle abzusichern. Und ok wir können zu Hause bleiben, anstatt in Urlaub zu fahren, aber wo kommen wir denn da hin?
Du nimmst das alles zu leicht finde ich.
Und wieso tam tam? Ist doch unser Recht wenigstens danach zu fragen.
Nimm es mir nicht übel, aber ich denke das was du da geschrieben hast kann nur jemand schreiben, dem es sehr gut geht mit muko.
mopel
 
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon Wandervogel am 25.08.2010, 17:43

wie meinst du das " Für eine Verschlechterung der CF sollte man andersweitig vorsorgen" ??
Welche Vorsorge sollten wir mit Muko denn noch treffen vor so einer Reise??


Hallo Moppel
Wenn ich in den Urlaub fahre, dann nehme ich immer alle Medikamente mit und auch ein (reichlich )Antibiotikum für den Notfall. Wenn ich 4 Wochen reise, dann sollte das Antibiotikum auch 4 Wochen reichen. Denn, das häufigste, wass bei CF passiert, ist ein heftiger Infekt. Die Telefonnummer meines Arztes habe ich auch griffbereit, um dann den Fall abzusprechen.
Ich persönlich habe eine Auslandskrankenversicherung über den ADAC. Aber solch ein Tam, tam gab es nicht wegen der Muko. Wenn halt ein schwereres Übel (Pneu) auftritt, dann habe ich Pech, das habe ich für mich so entschieden. Das ist meine Meinung. Ich persönlich wähle mein Urlaubsziel so aus, dass ich auch weitestgehend unabhängig bin, was eine unkomplizierte Sauerstoffversorgung angeht. Außerdem mache ich in den Ländern Urlaub, in denen ein Vertrag mit meiner Krankenkasse besteht. Denn meine KK übernimmt auch die Kosten einer Notfallbehandlung im Ausland. Die Auslandskrankenversicherung über den ADAC habe ich eigentlich nur für den Krankenrücktransport, denn den übernimmt meine KK nicht.

Wenn eine Auslandsreisekrankenversicherung für uns wirklich nicht möglich ist.....wie sollen wir uns dann absichern??


Wer sagt, denn, dass eine Auslandskrankenversicherung nicht möglich ist. Sie ist möglich, nur eben die CF ist ausgeschlossen.
Ich denke, dass man kein Drama aus einer Urlaubsreise machen sollte.

Du nimmst das alles zu leicht finde ich.


Genau. Ich packe meine Sachen, wenn ich mit Auto reise, kommen meine beiden O2-Tanks ins Auto und ggfl. noch die eh geplante i.V.-Therapie und dann geht meine Reise los. Und wenn ich wegen der Muko krank werden sollte, dann entscheide ich, wenn es so weit ist. Ich verreise seit Jahren , verreise ca. 3 mal pro Jahr,fast immer ins Ausland und habe meine Auslandskrankenversicherung noch nie benötigt. Mein Notfall-Antibiotikum schon oft.

[quote]Nimm es mir nicht übel, aber ich denke das was du da geschrieben hast kann nur jemand schreiben, dem es sehr gut geht mit muko.[quote]

Genau, mir geht es sehr gut. Vielleicht auch aus dem Grund, weil ich nicht immer nur die CF sehe, sondern in den Urlabu fahre , um zu geniesen und nicht , um dort hauptsächlich eine starke Verschlechterung meiner CF zu erfahren. Und wenn ich so krank wäre, dass sich mein gesamtes Leben nur noch um die CF dreht, dann würde ich mit Sicherheit auch nicht ins Ausland reisen. Denn dieses Risiko kann niemand abdecken und dieses Risiko wäre mir persönlich dann viel zu groß. Auf so etwas hätte ich dann gar keine Lust. Wäre mir viel zu stressig.

Und noch ein Geheimtip. Im Gegensatz zu einigen anderen, die im Urlaub eher die Therapie herunter schrauben (manche verreisen zum Teil auch ohne Inhalationsgrät) mache ich meine Therapie im Urlaub genau so, wie sonst auch. Und ich suche mir für meine Reise ein Klima aus, was mir erfahrungsgemäß sehr gut bekommt. Das ist meine Versicherung. 100prozentigen Schutz gibt es eh nicht.

LG
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Re: AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Beitragvon tara am 31.08.2010, 19:42

Hallo,
hier die Antwort der ERV auf meine Frage, ob unser kleiner CF'ler Versicherungsleistungen erhalten würde:

Im Rahmen der Reisekranken-Versicherung besteht lt. unseren Bedingungen Versicherungsschutz bei akut eintretenden Krankheiten und Unfällen während der versicherten Reise.

Nicht versichert ist die Verschlechterung von bestehenden Erkrankungen, soweit sie vor Reisebeginn absehbar war. Bei einer chronischen Erkrankung (ausgenommen psychische Erkrankungen, Sucht- und Alkoholerkrankungen, sowie Dialysen), die nicht ständiger ärztlicher Behandlung bedarf (bei Krebserkrankungen innerhalb der letzten 2 Jahre kein Rezidiv eingetreten ist), besteht der Versicherungsschutz, wenn ab einer Woche vor Reisebeginn vom behandelnden Arzt ein Unbedenklichkeitsattest eingeholt wird.

Aus diesem muss hervorgehen, dass aus Sicht des behandelnden Arztes keinerlei Bedenken gegen die zu versichernde Reise bestehen und dass auf Grund des Reisezieles, der Reiseart und der Reisezeit mit keiner Komplikation zu rechnen ist. Diese Bescheinigung benötigen wir erst in einem möglichen Schadensfall.


Klärt das Ganze am Besten vorher per e-mail (schriftlich...), dann habt ihr keine Scherereien. Übrigens: Damit ihr eine Reisrücktrittsversicherung abschließen könnt, müsst ihr kurz vor Buchung euch auch so eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen lassen. Dann, frühestens 1 Woche vor Antritt der Reise noch einmal eine Bescheinigung, dann seid ihr im Ausland versichert inkl. Rücktransport. "nicht ständig ärzliche Behandlung" ist natürlich wieder ein bisschen schwammig. Soweit ihr nicht kurz vor der Reise oder sagen wir mal 3 Monate vorher ständig irgendeine Verschlechterung hattet, müsste es eigentlich gehen. Eine geplante i.V. kann man ja begründen. So zumindest bei der ERV 2009 und 2010 - ich lasse mir das jedes Jahr aufs Neue schriftlich bestätigen. Und wenn es meinem Kleinen nicht gut geht, dann würde ich sowieso nicht fahren!
Grüße Tara
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