Adoption mit CF

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Adoption mit CF

Beitragvon Baddel am 24.08.2006, 18:36

Hallo,
meine Frau (CF) und ich haben den Wunsch, ein Kind zu adoptieren, da man ihr von einer Schwangerschaft abgeraten hat.
Hat jemand von Euch diesbezüglich Erfahrungen sammeln können und an wen richtet man sich in diesem Fall. In Deutschland soll dies ja nicht wirklich einfach sein.
Baddel
 

Beitragvon Heischeisch am 24.08.2006, 20:12

Hallo Baddel,

das sieht nicht so gut aus:
http://www.helpachild.de/index.php?opti ... &Itemid=48

Der vorletzte Punkt lautet keine Lebensverkürzenden Krankheiten.

Leider kann ich nicht sagen, ob diese Eigenschaft von beiden Partnern des adoptionswilligen Bewerberpaares mitbringen müssen. Ich hoffe, dass jemand dazu etwas genaues weiß.

Liebe Grüße
Roland
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Beitragvon Heischeisch am 24.08.2006, 20:27

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Beitragvon Jess am 24.08.2006, 20:51

Hallo

ich denke auch das dies leider ein sehr schwerer Weg werden würde. Ich habe im TV mal einen Bericht gesehn in dem eine Familie ein Kind aus dem Ausland adoptieren wollte und allein die ganzen Kriterien die sie erfüllen mussten waren der reinste Wahnsinn.

Gesundheitstests sind das A und O einer Adoption von daher wird es wohl mit einer CF nicht klappen. LEIDER!

Lieben Gruss und vielleicht findet ihr ja doch noch einen Möglichkeit

Jess
Jess
 

Beitragvon Carmeli am 24.08.2006, 21:56

Aus Erfahrung weiß ich, dass es auch CF-Frauen/Männer gibt, die ein adoptiertes Kind haben.
Ich denke, dass es der Einzelfall entscheiden sollte.

LG
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Julia am 25.08.2006, 09:27

Ich glaube.....die deutschen Vorschriften sind da ziemlich streng. So dürfen hier die Partner zusammenaddiert ein bestimmtes Alter nicht überschritten haben.
Aber ich kann mir vorstellen dass eine Adoption im Ausland (irgendwo weiter weg) nicht ganz so strengen Regeln unterliegt.
Julia
 

Beitragvon schurig am 25.08.2006, 09:40

Hi,
Es gibt ein Buch von Thomas Malenke

Partnerschaft und Sexualität
bei Mukoviszidose II

http://www.mukoviszidose.net/partnerschaft2.pdf

Darin gibt es einen Abschnitt über Adoption und Pflegschaft.
Es ist allerdings von 1997
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Beitragvon Miriam am 26.08.2006, 14:33

Hallo,
eine Alternative zur Adoption wäre die Übernahme eines Pflegekindes.
In manchen Fällen ist auch die Adoption durch eine einzelne Person (in euerm Fall der Vater!) möglich. Am besten wendet ihr euch mal vertrauensvoll an das Jugendamt in eurer Nähe, denn die Kriterien sind auch von Jugendamt zu Jugendamt verschieden. In Hessen durfte man z..B. nicht über 35 Jahre alt sein.

Viel Glück!!
und liebe Grüße
Miriam
Miriam
 

Pflegekind aufnehmen mit CF

Beitragvon Simona Hölting am 27.08.2006, 15:27

Hallo,

auch ein Pflegekind aufzunehmen ist nahezu unmöglich, wenn man CF hat.
Ich habe in Hamburg viele Jahre in der zentralen Pflegestellenvermittlung gearbeitet. Man darf bei der Aufnahme von Pflegekindern nicht vergessen, dass es nicht mit Adoption vergeichbar ist. Wenn man ein Kind adoptiert, ist es, als wäre es das eigene Kind, mit allen Rechten und Pflichten.
Wenn man ein Pflegekind aufnimmt, sind die Eltern, oder zumindest ein Elternteil, fast immer die Erziehungsberechtigten und bleiben es auch, wenn das Kind in eine Pflegefamilie kommt. Das bedeutet vor allem, dass die Pflegefamilien der leiblichen Mutter/Eltern ein Besuchsrecht einräumen müssen. Denn es soll hierbei grundsätzlich das Mutter/Eltern-Kind- Verhältnis aufrecht erhalten bleiben oder werden.

Was man ganz entscheidend auch nicht vergessen darf, die Pflegekinder kommen immer aus problematischen Familienverhältnissen, sonst würden sie ja auch nicht in eine Pflegefamilie kommen. Und dieses wiederum bedeutet auch, dass die meisten Pflegekinder eher problematisch sind oder problematisch werden können. Viele haben ganz erhebliche traumatische Erfahrungen hinter sich gebracht. Auch sind Pflegekinder meistens eher schon älter, also nicht unbedingt Säuglingsalter.

Menschen mit CF kommen in der Regel als Pflegeeltern nicht in Betracht, eben weil die Pflegekinder schon aus sehr komplizierten und problembelasteten Familien kommen. Das Risiko würde kaum ein Jugendamt eingehen, solch ein Kind an CF-Pflegeeltern zu "vergeben", auch wenn nur einer des Paares CF hat.

Ich persönlich gebe zu bedenken, dass hier das Pflegekind als oberste Priorität zu betrachten ist, und nicht der Kinderwunsch von CF-Frauen oder Männer. Man sollte bei solch wichtigen Entscheidungen unbedingt realistisch bleiben. Wie gesagt, das Kindeswohl steht hier an aller erster Stelle. Die Sozialpädagogen der Jugendämter schauen aus diesem Grunde auch sehr genau hin, wenn sie die Geeignetheit von Pflegeeltern prüfen. Ein Grund, Pflegeeltern abzulehnen ist z.B. auch der, dass ein Pflegekind als Alternative zum Adoptivkind gesehen wird.
So, dass war jetzt ein bißchen viel, aber ich hoffe, es hat zur Aufklärung beigetragen.

Liebe Grüße

Simona
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Beitragvon Gast am 27.08.2006, 20:17

versteh ich nich.
so ne bekloppte reglung mit der adoption und den pflegekindern. die vom amt sollen sich doch freuen das sich jemand um die kinder kümmern will. und selbst wenn mal ein elternteil stirbt ist da doch immer noch das zweite elternteil... und das kind hats bestimmt trotzdem noch besser als wenn es im kinderheim oder sonstwo aufwächst!

naja. dann zeugt euch eben ein kind, wobei dann eben ne große wahrscheinlichkeit besteht dass das kind krank is... aber es gibt ja bekanntlich viele cf-eltern mit gesunden kindern und man kann ja auch schon ziemlich früh untersuchen ob das kind krank ist oder nicht...

aber den i*** vom amt würd ich auf keinen fall in den a*** kriechen!

mgf, joui
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Pflegekinder aufnehmen mit CF

Beitragvon Simona Hölting am 28.08.2006, 06:40

Lieber Gast,

du hast absolut nichts verstanden..... und den Idioten vom Amt braucht man nicht in den Arsch zu kriechen, denn die haben eine große Auswahl an interessierten Pflegeeltern.

Aber noch mal zu Erklärung. Diese Regelung ist eigentlich ein Selbstschutz für die Pflegeeltern und für das Pflegekind.
Die Pflegeeletern sollen geschützt werden, vor wahrscheinlichen Überforderungen durch ein problematische Pflegekind. Denn mit CF hat man allgemein schon genug zu tun. Die psychologische Belastung durch ein Pflegekind kann enorm sein, vor allem wenn die Erziehungsberechtigten immer mit auf den Plan sein müssen (dass sind z.B. häufig Drogeneltern). Dieses wird allzu häufig auch von ganz gesunden Pflegeeltern völlig unterschätzt.

Das Pflegekind soll geschützt werden, indem es möglichst sofort in eine stabile Pflegefamilie kommt. Denn wenn es zu Problemen in den Pflegefamilien kommt, ist das Pflegekind zumeist das Leidtragende. Denn dann wird es "einfach" wieder zurückgegeben. So entstehen dann ständige Brüche in Beziehungsverhältnissen, was logischerweise einen noch erheblicheren Schaden zufügt, als dem Pflegekind ohnehin schon zugefügt wurde.

Abschließend möchte ich noch bemerken, dass ich mir selbst nicht zutrauen würde, ein Pflegekind aufzunehmen, auch wenn es mir mit meiner CF ziemlich gut geht.

Und wenn der eine oder andere ehrlich wäre, muss man wohl doch zugeben, dass meist ein egoistischer Grund vorliegt, ein Pflegekind aufzunehmen. Es geht vielen hauptsächlich darum, ein Kind, welches man selbst nicht bekommen kann, irgendwie zu bekommen. Da vergisst man leicht die tatsächlichen Probleme von Pflegekindern. Mit einfach mal nur ein Pflegekind aufzunehmen ist es jedenfalls nicht getan und man tut ihm damit nicht zwangsläufig etwas Gutes, nur weil man ein Kind aufnimmt.

So, jetzt habe ich wieder mehr geschrieben als ich eigentlich wollte.... liegt wohl daran, dass ich mich auf diesem Gebiet wirklichauskenne und da so einiges erlebt habe.

Liebe Grüße

Simona
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Beitragvon Esperanza am 28.08.2006, 14:40

Anonymous hat geschrieben:aber den i*** vom amt würd ich auf keinen fall in den a*** kriechen!


Die "I*** vom Amt" tun auch nur das, was ihnen der Gesetzgeber vorschreibt, das vergessen die Leute immer. Wenn du dich darüber beschweren willst, dann musst du das schon bei denen tun, die auch dafür verantwortlich sind. :wink:
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Beitragvon Gast am 28.08.2006, 20:41

@simona: was hat das denn jetzt mit der auswahl an interessierten pflegeeltern zu tun? ich mein damit nur, dass ich die leute vom jugendamt niemals anbetteln oder mein leben nach den ihren wünschen und vorstellungen umgestalten würde um von denen ein kind zugewiesen zu bekommen. wobei sich das ja als muko dann auch schon wie du selbst schreibst (nahezu) erledigt hat.
aber irgendwie wird dochdeutlich dass man als kranker benachteiligt wird. zb nur weil es einige cf-ler gibt die psychisch nich so ganz auf der höhe sind wird wieder verallgemeinert und einfach gesagt, das kann man keinen cf-ler zumuten. toll! na ja. außerdem bezog sich mein beitrag auch auf die anderen beiträge bezüglich einer adoption und nicht nur auf deinen!

@esperenza: aber die entscheidung wer zb adoptieren darf und wer nicht liegt doch bei denen. sonst würds ja nicht so ausnahmen wie carmeli irgendwo oben geschrieben hat geben, wo trotz lebensverkürzende krankheit ein cfler ein kind adoptieren kann?!

gruß, JOUI
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Beitragvon Esperanza am 29.08.2006, 15:17

Anonymous hat geschrieben:@esperenza: aber die entscheidung wer zb adoptieren darf und wer nicht liegt doch bei denen. sonst würds ja nicht so ausnahmen wie carmeli irgendwo oben geschrieben hat geben, wo trotz lebensverkürzende krankheit ein cfler ein kind adoptieren kann?!


Das sind Einzelfallentscheidungen, es wird mit Sicherheit Gründe geben, warum die einen ein Kind bekommen und die anderen nicht. Ich denke nicht, dass uns darüber ein Urteil zusteht, bevor wir nicht den (kompletten) Fall kennen.

Diese Kinder haben teilweise schlimmes erlebt oder wurden vernachlässigt. Wenn sie sich dann gerade wieder auf's neue auf eine enge Bindung zu ihren Pflegeeltern einlassen (was ja der Fall sein sollte) und dann wieder ein Elternteil stirbt, kann das die Kinder wieder um einiges zurückwerfen oder dazu führen, dass sie noch mehr Ängste haben. Ich denke nicht, dass in so einem Fall jemand -wie du oben beschrieben hast- sagen würde "Och, was soll's, hab' ja noch ein zweites Elternteil..." Mal etwas übertrieben ausgedrückt...

Abgesehen davon, ist es mit Sicherheit nicht leicht, zu entscheiden, wer geeignet ist und wer nicht. Man kann nie in die Leute reinschauen und ich kann es verstehen, wenn man da lieber einmal zu wenig ein Kind "vergibt" als einmal zu viel. Denn wenn was passiert, werden das Amt und der zuständige Sachbearbeiter in der Luft zerissen und in der Öffentlichkeit wissen es natürlich auch wieder alle besser.

Grüße
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Beitragvon Gast am 29.08.2006, 17:08

Hi,
wo stand denn, dass CFler es wegen psychischer Probleme nicht schaffen, sich um ein Kind zu kümmern? Ich habe das so verstanden, dass es rein um die körperlichen und zeitlichen Anforderungen geht, die ein Kind an seine Eltern stellt. Und da ist es eben extrem wichtig, dass vor allem kleine Kinder eine Bezugsperson da ist, die IMMER adäquat auf das Kind reagieren kann, also immer da ist und auch immer in der Lage ist, sofort auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen (ich habe das gerade für meine Entwicklungspsychologie-Prüfung gelernt). Man kann einem Kelinkind nicht vermitteln, dass man jetzt leider gerade inhalieren muss und es dann später tröstet. Das muss man sofort machen, sonst sieht ein Kleinkind den Zusammenhang zwischen dem Ereignis, das es zum Heulen gebracht hat und der späteren Tröstung nicht und fühlt sich allein gelassen, was, wenn sowas öfter vorkommen sollte, schon zu Problemen führen kann. Und ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob ich so für ein Kind da sein könnte, obwohl es mir sehr sehr gut geht.

Liebe Grüße,
Kathrin
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