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Kostenaufwendige Ernährung ALGII

BeitragVerfasst: 14.12.2004, 17:03
von Gast
Hallo!
Wir bekommen ab Januar ALGII.Für meinem Sohn (CF) lies ich das Beiblatt für kostenaufwendige Ernährung von unserem Arzt ausfüllen.Diese wurde Abgelehnt mit der Begründung das diese Krankheit nicht mit aufgeführt ist.Vieleicht hat jemand dazu andere Erfahrungen.
Danke

BeitragVerfasst: 16.12.2004, 12:18
von CR
Hallo,
nun ja, die Ernährung bei CF sollte hochkalorisch sein. Aber hochkalorisch heißt, nicht gleich kostenaufwendig. Man kann auch billig, dick werden.

Bei CF mit Untergewicht, gibt es die Möglichkeit der Verordnung von hochkalorischer Trinknahrung.

für Mehrbedarf gibt es einen §. siehe unten.

Ihr habt zwei Möglichkeiten. Entweder akzeptieren oder klagen und Widerspruch einlegen.

Gruß Carmen


BSHG § 23 Mehrbedarf

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(1) Für Personen, die1. das 65. Lebensjahr vollendet haben oder2. unter 65 Jahren und voll erwerbsgemindert im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung sind
und einen Ausweis nach § 69 Abs. 5 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch mit dem Merkzeichen G besitzen, ist ein Mehrbedarf von 20 vom Hundert des maßgebenden Regelsatzes anzuerkennen, soweit nicht im Einzelfall ein abweichender Bedarf besteht. Absatz 1 in der am 31. Juli 1996 geltenden Fassung gilt für Personen weiter, für die zu diesem Zeitpunkt ein Mehrbedarf nach dieser Vorschrift anerkannt war.

(1a) Für werdende Mütter nach der 12. Schwangerschaftswoche ist ein Mehrbedarf von 20 vom Hundert des maßgebenden Regelsatzes anzuerkennen, soweit nicht im Einzelfall ein abweichender Bedarf besteht.

(2) Für Personen, die mit einem Kind unter 7 Jahren oder die mit 2 oder 3 Kindern unter 16 Jahren zusammenleben und allein für deren Pflege und Erziehung sorgen, ist ein Mehrbedarf von 40 vom Hundert des maßgebenden Regelsatzes anzuerkennen, soweit nicht im Einzelfall ein abweichender Bedarf besteht; bei 4 oder mehr Kindern erhöht sich der Mehrbedarf auf 60 vom Hundert des maßgebenden Regelsatzes.

(3) Für behinderte Menschen, die das 15. Lebensjahr vollendet haben und denen Eingliederungshilfe nach § 40 Abs. 1 Nr. 3 bis 6 gewährt wird, ist ein Mehrbedarf von 40 vom Hundert des maßgebenden Regelsatzes anzuerkennen, soweit nicht im Einzelfall ein abweichender Bedarf besteht. Satz 1 kann auch nach Beendigung der in § 40 Abs. 1 Nr. 3 bis 6 genannten Maßnahmen während einer angemessenen Übergangszeit, vor allem einer Einarbeitungszeit, angewendet werden.

(4) Für Kranke, Genesende, behinderte Menschen oder von einer Krankheit oder von einer Behinderung bedrohte Menschen, die einer kostenaufwendigen Ernährung bedürfen, ist ein Mehrbedarf in angemessener Höhe anzuerkennen.

(5) In den Fällen des Absatzes 3 ist Absatz 1 Nr. 2 nicht anzuwenden. Im übrigen sind die Absätze 1 bis 4 nebeneinander anzuwenden; die Summe des insgesamt anzuerkennenden Mehrbedarfs darf jedoch die Höhe des maßgeblichen Regelsatzes nicht übersteigen.