Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

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Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

Beitragvon Holdemari am 13.12.2013, 13:14

Hallo,
ich wollte mal berichten und anderen Mut machen,die noch nicht den Antrag für einen Schwerbehindertenausweis gestellt haben.
Ich habe vor kurzer Zeit den Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen H für meinen 3,5 Jahre alten Sohn beantragt und siehe da: heute kam der Ausweis. 50% und das Merkzeichen H.
Hätte ich im Leben nicht gedacht,dass mehr als 40% bescheinigt werden.
Gruß :D
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Re: Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

Beitragvon cful am 27.01.2014, 09:36

hallo Holdemari ,

da sieht man mal wieder den unterschied - im osten muss man tot sein um 50% zu kriegen - im westen ist das Geld da !!!!!!!!!
Habe das bei kuren schon mitbekommen, wie unterschiedlich der SB-Ausweis vergeben wird.
Die einen haben 100% und sind so gut drauf das sie sogar 2 Jobs machen können !!!!!!!!!!!!!!!
ich selber muss mich mit lächerlichen 30 % mich abspeisen lassen . Widersprüche sind abgeschmettert worden - gemeinsam von Landratsamt und Kommunalen Sozialverband Sachsen.
Wenn man dann mal äußert dass Sie dass nicht aus der eigenen Tasche bezahlen müssen wird gleich mit Strafanzeige gedroht.

In meinen Augen ist das was die da machen "Rechtsbeugung im Amt"
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Re: Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

Beitragvon Dani am 30.01.2014, 09:05

Hallo,

wollte nur kurz mitteilen, dass es nicht an Ost oder West liegt wie die % vergeben werden.
Mein Sohn hat auch nur 40 % und Merkzeichen H und wir leben in NRW.
Ich denke ehr dass es von Versorgungsamt zu Versorgungsamt unterschiedlich ist.

Viele Grüße, Dani
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Re: Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

Beitragvon Wandervogel am 02.02.2014, 10:24

Hallo

Dem kann ich mich nur anschließen. Es kommt nicht auf Ost oder West an.

Ich lebe in ST (wie man sieht auch "Osten") und bin zufrieden mit 70% und G. Es kommt auf Deinen körperlichen Zustand, Lungenfunktion, Gewicht an. Ob Du Sauerstoff brauchst und ob Du durch die Muko schon Komplikationen hattest.

Wenn man Deine Beiträge liest, bist Du zumindestens vom Gewicht her gut eingestellt und doch sogar übergewichtig. Oder? So dass das Gewicht bei Dir eher nicht zur Erhöhung des GdB beitragen wird.
Wie ist denn Deine Lungenfunktion? Brauchst Du Sauerstoff? Wie hoch ist Dein täglicher Therapieaufwand. Welche Nachteile erleidest Du durch Deine Erkrankung genau? Das sind alles Dinge, die in die Beurteilung mit eingehen und den GdB ausmachen.

Außerdem sollte man auch nicht neidig sein, wenn ein kleines Kind einen höheren GdB hat, als man ihn persönlich als Erwachsener erhält. Denn es ist sehr schlimm, wenn so kleine Kinder auch in der heutigen Zeit trotz der ganzen modernen Therapiemöglichkeiten schon so schwer krank sind.

LG
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Re: Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

Beitragvon cful am 02.02.2014, 11:51

Ich wollte ja nicht drauf antworten aber jetzt muss ich Euch doch mal die Realität erzählen - ist meine nicht Eure !!!!!!!!!!!!!!!!

@ Wandervogel
wenn Du meine Beiträge gelesen hast weisst Du das ich nach einer sehr langen Leidensphase erst die CF-Diagnose mit 31 Jahren erhalten habe . Das es mir so geht (Übergewicht) liegt auch an meiner Disziplin und dem noch wirken der Medis !!!!!!
Die die mich vor der Diagnose gesehen haben sind über meinen jetzigen zustand schon positiv überrascht - wiegesagt derzeit FEV 1 55, RV 250 , MEF 25_9,4 - es ging auch schon mal besser FEV 1 von 80 - war nur im 2. Jahr nach der Diagnose !!!!!
Was mich so aufregt ist folgendes - das kannst Du ruhig auch als NEID bezeichnen !!!!!!!!!!!!
Wenn ich manche sehe die 100% SB haben aber noch voll arbeiten und (bei der REHA griegt man das schon öfters mit) Sportlich einen Marathon laufen können !!! - die 100% aber eben seit dem Kindesalter haben (Unbefristet) und wegen dieser Unbefristung nicht mehr abgstuft werden können dann regt es mich eben auf wenn ich mit meinem zustand, nicht mal 50 % erhalte !!!!!!

Wenn Du das gerecht findest - dein Problem !! Aber genau deshalb gibt es eben diese Ungerechtigkeiten !! Weil wir uns hier in Deutschland nicht gegen diese Verbrecher wehren !!sondern Sie auch noch wählen !!!! WEITER SOOOOOOOOOOOOOO!!!!!!!!!!!!!!
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Re: Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

Beitragvon Wandervogel am 02.02.2014, 21:20

Es steht Dir frei jeder Zeit einen Verschlechterungsantrag zu stellen, wenn Du keine 80% Lufu mehr hast und sich dadurch Dein Therapieaufwand erhöht hat.

Vielleicht hast Du Deinen Antrag auf GdB zu einem ungünstigen Zeitpunkt gestellt. Wenn man so einen Antrag stellt, ist es mitunter hilfreich ihn in einer Phase zu stellen, wenn es einem schlecht geht.

Während einer REHA kann man sich Hilfe holen und den Grad der Behinderung sozialmedizinisch einschätzen lassen. Es macht mitunter Sinn, dieses Ergebnis dann dem Versorgungsamt mitzuteilen.

Aber es macht doch keinen Sinn, sich über den GdB der anderen aufzuregen. Und wenn einer mit einem GdB von 100% Marathon läuft sagt das auch nicht viel aus. Auch Lungentransplantierte halten noch einige Zeit ihren GdB von 100% und können damit Marathon laufen. Selbst Leute mit Sauerstoff können mit entsprechendem Training Langstrecken laufen und andere Sportarten betreiben.

Was das Arbeiten betrifft, so ist das doch sehr relativ. Ich kenne Cfler, die bereits gelistet sind und mit Sauerstoff arbeiten gehen, zum Teil sogar Überstunden machen. Manche haben in der Nacht sogar eine Beatmung zur Unterstützung und gehen täglich zur Arbeit.

Der GdB stellt ein Maß für einen erforderlichen Nachteilsausgleich dar. Jemand der berentet ist, braucht sicherlich weniger Nachteilsausgleich, als jemand der noch voll im Berufsleben steht.

Welche Nachteile hast Du denn genau mit Deinem niedrigen GdB? Diese solltest Du bei Deinem Verschlechterungsantrag mit angeben.

Du solltes Deine Wortwahl überdenken. Oder es lassen, hier zu schreiben. Danke.

LG
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Re: Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

Beitragvon Susi1185 am 03.02.2014, 13:33

Also 1. ist es schön, wenn man für ein Kind schnell einen GdB und einen Ausweis erhält. Glückwunsch dazu! ABER 2. Die "Probleme" mit dem Versorgungsamt beginnen erfahrungsgemäß erst mit der Volljährigkeit.

Bei mir selbst hat bis zu meinen 18.Geburtstag kein Hahn danach gekräht, was ich für einen Gdb (damals 100%) hatte. Pünktlich zu meinem 18. Geburtstag kam dann auch die Post vom Amt, dass man von Amtswegen den GdB neu prüfen wolle und angedacht ist, den GdB auf 30% festzusetzen und das Merkzeichen H zu entziehen (da hatten die noch nicht mal aktuelle Befunde vorliegen).Seit 10 Jahren liegt mein GdB bei 30%. Widerspruch/Klage waren zwecklos.

Höherstufung wegen Verschlechterung wurden abgelehnt, weil keine Verschlächterung meines Gesundheitszustands vorliegt. Auf der einen Seite bin ich froh, dass es so ist!. Aber natürlich versucht man trotzdem, mind. 50% Gdb zu bekommen, weils vorallem arbeitsrechtlich und steuerrechtlich Vorteile bringt.

Fakt ist aber, dass das keine Ost/West Problematik ist - seinerzeit hat bei mir das Versorgungsamt Magdeburg die 100% vergeben und die Herabsetzung wurde durch die Behörde in Hannover vorgenommen!

Was mich mal wirklich interessieren würde ist, nach welchen Kritterien die Ämter die schwere einer Krankheit beurteilen. Was ich so gelesen habe, spielt der tägliche Therapieaufwand keine Rolle. Aus mehreren Gerichtsurteilen habe ich gelesen, dass ausschließlich nach dem aktuellen Gesundheitsstand beurteilt wird. In vielen Gerichtsurteilen wurde es den Patienten sogar negativ ausgelegt, dass Sie sich sportlich betätigen - frei nach dem Motto...wenn mit CF noch Sport gemacht werden kann, dann kann es ja nicht so schlimm sein. Die Rechtsprechung sieht Sport wohl nicht als Teil der Therapie, sondern als Privilieg der "normalen" Bevölkerung. Hier wäre ein Umdenken wünschenswert. Ich bin sicher, würde ich keinen Ausdauersport machen, würde es mir schlechter gehen.

Ansonsten schließe ich mich Wandervogel an! Bin ganz deiner Meinung, dass man nicht neidisch auf den GdB anderer Patienten sein sollte. Vielleicht hat der Ein oder Andere auch nicht ganz ohne Grund 100% auf Dauer. Es ist doch schwer, von einer Rehabekanntschaft auf den gesamten Krankheitsverlauf des Betroffenen zu schließen.
Susi1185
 
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Re: Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

Beitragvon Wandervogel am 03.02.2014, 18:40

Hallo Susi

Die Beurteilung erfolgt nach dieser Richtlinie. (siehe unten). Es geht die Lungenfunktion, die körperliche Belastbarkeit, Gdeihstörung und Komplikationen wir Pneumothorax usw. mit ein. Auch wenn z.B. ein zusätzliches Asthma vorliegt geht das mit ein. Bei schwerem Ashtma sind es bei Erwachsenen maximal 50% bei Kindern bis 100%, jeweils ohne dauerhafte Einschränkung der Lungenfunktion. Auch sind Kinder mit Anfallsleiden immer "H". Auch das ist bei Erwachsenen nicht so. Auch eine Osteoporose geht mit ein.

In gewissen Maße geht die Therapie schon mit ein, wenn man explizit darauf hinweist und diese über dem Durchschnitt bei Muko liegt. Wenn jemand eine gute Lungenfunktion nur erreichen kann, wenn er am Tag 4 mal 45 min. inhalieren muss, aber vollzeit berufstätig ist, ist das für den Nachteilsausgleich schon relevant. Auch ist es relevant, wenn jemand in einem Beruf arbeitet, in dem man Bereitschaftsdienste leisten müsste, dies aber aufgrund des hohen Therapieaufwandes und einer evtl. erforderlichen Sauerstofftherapie nicht ohne gesundheitliche Folgen leisten kann. Auch wenn jemand häufig an Unterzuckerung leidet und deshalb 2stündlich essen muss (sollte) spielt das mit rein. Ernährung ist auch Therapie.

Eine sportliche Aktivität sollte man beim GdB gar nicht erwähnen. Hier kann es bereits "gefährlich" werden, wenn im Arztbrief steht: "Atemnot beim Joggen und Rad fahren". Aber auch solche Dinge lassen sich durch Belastungsuntersuchung, Lungenfunktionsmessung und Blutgasanalyse objektivieren. Letztendlich handelt es sich beim GdB um eine recht objektive Beurteilung.

Oft liegt es gar nicht am Versorgungsamt, sondern daran, wie der Befundbericht geschrieben wurde und welche Beschwerden und konkreten Einschränkungen der Antragsteller angibt.

Ob eine Lungenfunktion schwer oder leicht eingeschränkt ist, kann man z.Bsp. hier sehen.
Krankheiten der Atmungsorgane
(z. B. Brustfellschwarten, chronisch-obstruktive – auch „spastische“ oder
„asthmoide“ – Bronchitis, Bronchiektasen, Lungenemphysem, Pneumoko-
niosen, Lungenfibrosen, inaktive Lungentuberkulose)

mit dauernder Einschränkung der Lungenfunktion

geringen Grades
das gewöhnliche Maß übersteigende Atemnot bei mittel-
schwerer Belastung (z. B. forsches Gehen [5 – 6 km/h],
mittelschwere körperliche Arbeit); statische und dynamische Meßwerte der Lungenfunktionsprüfung bis zu 1/3 niedriger als die Sollwerte (siehe Nummer 8 Absatz 4),
Blutgaswerte im Normbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 – 40

mittleren Grades
das gewöhnliche Maß übersteigende Atemnot bereits bei all-
täglicher leichter Belastung – (z. B. Spazierengehen [3–4 km/h],
Treppensteigen bis zu einem Stockwerk, leichte körperliche
Arbeit); statische und dynamische Meßwerte der Lungen-
funktionsprüfung bis zu 2/3 niedriger als die Sollwerte,
respiratorische Partialinsuffizienz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 – 70

schweren Grades
Atemnot bereits bei leichtester Belastung oder in Ruhe;
statische und dynamische Meßwerte der Lungenfunktions-
prüfung um mehr als 2/3 niedriger als die Sollwerte,
respiratorische Globalinsuffizienz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 – 100

Hier die Richtlinie für Muko.
Wie erfolgt die Feststellung der Behinderung und wie sieht der
Nachteilsausgleich aus?
Die Schwere der Einschränkungen durch die Mukoviszidose wird
ausgedrückt in "Grad der Behinderung" (GdB 10 bis 100). Grundlage
für die Beurteilungen sind die vom Bundesministerium für Gesundheit
und Soziale Sicherung herausgegebenen
"Anhaltspunkte für die
ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und
nach dem Schwerbehindertenrecht" (kurz: AP).
Grad der Behinderung
Für die Festsetzung des Grades der Behinderung (ku
rz GdB) bei Mukoviszidose
ergeben sich daraus für die Grunderkrankung
folgende Anhaltspunkte (Nr. 26.15 der AP, Stichwort
Mukoviszidose):
- unter Therapie Aktivitäten, Gedeihen und Ernährung altersgemäß:
GdB 20
- unter Therapie Aktivitäten und Lungenfunktion leicht eingeschränkt,
Gedeihen und Ernährung noch altersgemäß:
GdB 30 – 40
- Aktivitäten und Lungenfunktion deutlich eingeschränkt, häufig
Gedeih- und Entwicklungsstörungen, Schulbesuch und
Erwerbstätigkeit in der Regel noch möglich:
GdB 50 – 70
- schwere bis schwerste Einschränkungen der Aktivitäten, der
Lungenfunktion und des Ernährungszustandes:
GdB 80 – 100

Diese Darstellung berücksichtigt nicht alle Umstände, Besonderheiten und Nebenerscheinungen bei Mukoviszidose und führt deshalb beiisolierter Betrachtung in der Begutachtungspraxis o
ft zuunbefriedigenden Ergebnissen. Das hat auch das Gesundheits- und Sozialministerium erkannt und deshalb teilweise Korrekturen vorgenommen:Folgekrankheiten
(z.B. Diabetes mellitus, Impotenz, Leberzirrhose) sind ggf. zusätzlich zur Grunderkrankung Mukoviszidose zu berücksichtigen.
Bei Diabetes mellitus liegt der GdB zwischen 10 und 50 (Nr. 26.15),
bei Impotenz ca. 20 (Nr. 26.13 + 26.14), bei Leberzirrhose 30 – 50.
Soziale Rechte 1 Seite 5
Erwähnt ist aber nicht die Bauchspeicheldrüse, die
bei Mukoviszidose in der Regel doch starke Ausfallerscheingungen aufw
eist. Nr. 26.10 der AP sieht dafür einen GdB bis zu 80 vor. Deren Beeinträchtigung sollte deshalb spätestens im Arztbrief deutlich beschrieben und hervorgehoben werden (ggf. auch Mastdarmvorfall). Ebenso spezielle Beeinträchtigungen der Atemwege (Nr. 26.8 der AP, z.B. chronische Infektionen, asthmatische Erkrankungen), Nasenprobleme (Nr. 26.6 der AP) etc.
Für den Antrag ergibt sich hieraus: Die Auswirkungen der Mukoviszidose sind im Antrag möglichst umfassend einzelnzu benennen. Aus medizinischer Sicht sind vor
allem die bestehenden Einschränkungen, wie z.B. verzögertes Gedeihen, Untergewicht, chronische Lungeninfektionen, etc.entsprechend darzustellen, nicht so sehr die Behand
lungserfolge. Ärger bereiten immer wieder Entlassberichte z.B. nach stationärer Behandlung, wenn es heißt, der Zustand des Patienten habe sich gebessert. Das muss ins rechte Licht gerückt und aus der Situation heraus erklärt werden.
Nach einer Lungentransplantation ist eine Heilungsbewährung abzuwarten (im Allgemeinen zwei Jahre); während dieser Zeit ist ein GdB von 100 anzusetzen. Danach ist der Grad selbst
bei günstigem Heilungsverlauf unter Mitberücksichtigung der erfor
derlichen Immunsuppression nicht niedriger als 70 zu bewerten (Nr. 28.8)
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Re: Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

Beitragvon phillip am 03.06.2015, 18:35

Dani hat geschrieben:Hallo,

wollte nur kurz mitteilen, dass es nicht an Ost oder West liegt wie die % vergeben werden.
Mein Sohn hat auch nur 40 % und Merkzeichen H und wir leben in NRW.
Ich denke ehr dass es von Versorgungsamt zu Versorgungsamt unterschiedlich ist.

Viele Grüße, Dani


danke für die info !
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Re: Ohne Probleme Schwerbehindertenausweis

Beitragvon HusteLine am 30.06.2017, 12:45

Holdemari hat geschrieben:Hallo,
ich wollte mal berichten und anderen Mut machen,die noch nicht den Antrag für einen Schwerbehindertenausweis gestellt haben.
Ich habe vor kurzer Zeit den Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen H für meinen 3,5 Jahre alten Sohn beantragt und siehe da: heute kam der Ausweis. 50% und das Merkzeichen H.
Hätte ich im Leben nicht gedacht,dass mehr als 40% bescheinigt werden.
Gruß :D


Das finde ich für euch total schön, dass das alles so unbürokratisch und schnell mit dem Schwerbehindertenausweis geklappt hat. Ich kenne - ich eingeschlossen - da ganz andere Fälle, in denen es ein ewig langes Tauziehen mit Ablehnungen, Widersprüchen usw. gegeben hat. Ich habe das Gefühl, das die Behörden hier in Hamburg erstmal davon ausgehen, dass alle die so einen Ausweis beantragen, oder eine Neufeststellung auf Verschlechterung beantragen, alles Simulanten sind.
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