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Pflegestufe 1 Nachuntersuchung medizinischer Dienst!!

BeitragVerfasst: 01.09.2011, 10:44
von Sophie08
Hallo,
ich habe eine 3,5 Jahre alte Tochter. Mit acht Monaten wurde festgestellt das sie Mukoviszidose hat. Unter erschwerten Bedinungen haben wir die Pflegestufe 1 nach einem Widerspruch bewilligt bekommen. Nun steht eine nachuntersuchung an und ich muß sagen das ich ziemlich ängstlich bin, das man uns diese Pflegestufe jetzt wieder weg nimmt. Meine Tochter hatte zum Zeitpunkt der Untersuchung noch eine Windel und ich habe das Gefühl gehabt das die Ärztin die letztendliche Zusage sehr von der Windel abhängig gemacht hat. Nun geht sie ja zur Toilette und ich habe das Gefühl das sie mir dies jetzt als Grund geben könnten das meinem Kind die Pflegestufe 1 nicht mehr zusteht, obwohl sie ja deshalb nicht weniger meine Hilfe benötigt. (Beim Toilettengang, desinfektion, Konsistenz des stuhls, sauber machen...)Ich möchte einfach vorbereitet sein und habe keine Lust vom medizinischen Dienst blossgestellt zu werden. Deshalb wäre ich sehr dankbar für jeden Tip! Habt ihr auch eine Pflegestufe? Wie alt sind eure Kinder und wie waren eure Erfahrungen bei der Nachuntersuchung???? Vielen vielen Dank!

Re: Pflegestufe 1 Nachuntersuchung medizinischer Dienst!!

BeitragVerfasst: 02.09.2011, 13:24
von sgomezc
Hallo Sophie,

am Besten kannst Du Dich vorbereiten, wenn Du für ein paar Tage (idealerweise eine Woche) ein Pflegetagebuch führst.

Eine ganz tolle Anleitung dazu findest Du in der Pflegegeldfibel von Michael K. - hier der Link:
http://www.rehakids.de/phpBB2/ftopic7006.html

Lade Dir die Fibel am besten gleich runter und lies sie Dir einmal in Ruhe durch. Sie erklärt auch den gesamten Prozess sehr gut. So ist es z.B. normalerweise einfacher eine Pflegestufe zu bekommen je älter das Kind ist, da bei Kindern immer nur der Pflegebedarf anerkannt wird der über dem "normalen" Bedarf eines gesunden Kindes gleichen Alters besteht. So werden bei einem 8 Monaten alten Kind vom Gesamtbedarf 222-229 Minuten abgezogen, bei einem 3.5 Jahre alten Kind nur 88-142 Minuten. Das heißt, wenn Dumit 8 Monaten 320 Minuten pro Tag gebraucht hast und jetzt vielleicht nur noch 290 Minuten, wäre Deine anerkennungsfähiger Bedarf jetzt höher, da weniger abgezogen wird.

Ich schicke Dir später noch eine weitere email mit einigen Hilfemaßnahmen, die Mukoviszidose speziell sind und die Du im Pflegetagebuch mit angeben solltest - einige - wie z.B. alle Maßnahmen zu Sekretelimination und Arzt- bzw. Therpiebesuche - müssen mit angerechnet werden.

Re: Pflegestufe 1 Nachuntersuchung medizinischer Dienst!!

BeitragVerfasst: 02.09.2011, 19:21
von Wandervogel
Hallo Sophie

Habt Ihr denn die Pflegestufe nur wegen des Stuhlgangs bzw. Toilettengangs oder Windeln bekommen?

LG
Wandervogel

Re: Pflegestufe 1 Nachuntersuchung medizinischer Dienst!!

BeitragVerfasst: 03.09.2011, 15:29
von Sophie08
HALLO,
erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten.
Nein natürlich haben wir unsere Pflegestufe nicht nur aufgrund der Windeln, aber wir haben uns unsere Pflegestufe hart erkämpfen müssen, da wir eine nicht wirklich verständnisvolle Bearbeiterin hatten. Wir wurden also erst abgelehnt, weil irgendwie nichts wirklich anerkannt wurde. Erst nach unserem Widerspruch, haben wir doch die Pflegestufe 1 bewilligt bekommen. Allerdings hat mir die Bearbeiterin schon so durch die Blume gesagt das wir Glück gehabt hätten weil wir ja einen erhöhten zeitaufwand für die Windeln hätten und das die Pflegestufe ganz klar wegfallen würde wenn sie trocken ist. Was ich wiederum überhaupt nicht verstehen kann und mich ehrlich gesagt auch etwas eingeschüchtert hat.
Meine Tochter hat jetzt zwar keine Windel mehr, trotzdem muß ich mit ihr jeden Toilettengang zusammen verrichten. Sie hat ja auch starke Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, deshalb vermehrten stuhlgang.
Außerdem finde ich ingesamt das der Pflegeaufwand eher größer ist als noch vor 2 Jahren. Sie ist ja mittlerweile viel aktiver. Sie schwitzt mehr und mit dem Essen haben wir auch große Probleme.
Ich habe aber trotzdem Angst vor dem Termin, da unsere Bearbeiterin mir ein schlechtes gefühl vermittelt. Das letzte Mal als sie da war hat sie zu mir gesagt: Ich weiß garnicht was sie haben, ihrer Tochter gehts doch gut.
Diese Äußerung finde ich schon ziemlich frech. Natürlich gehts meiner Tochter nicht permanent schlecht (Gott sei dank) aber die kommen ja auch immer dann wenn sie grade keinen Infekt hat oder keine Atemnot, wenn sie nicht grade eine IV-Therapie macht. Bin echt traurig das es einem manchmal so schwer gemacht wird!