Kur mit Pseudomonas

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Kur mit Pseudomonas

Beitragvon Meggie am 28.01.2014, 21:25

Hallo liebe Mitglieder,
allem Anschein habe ich eine intermittierende Pseudomonasbesiedlung. Das heißt - mal ist er über drei Proben nicht nachweisbar (durch entsprechende Antibiose), bei der vierten Probe ist er dann wieder da.
Ich würde gerne im Laufe des Jahres einen Kurantrag stellen, kann aber natürlich nicht genau sagen, ob der Keim nachweisbar ist, oder nicht zum Zeitpunkt des Kurantritts.
Daher habe ich folgende 2 Fragen:
Kennt ihr Kureinrichtungen, die darauf eingestellt sind? Habt ihr Erfahrungen mit dieser Art des Befalls? Freue mich über eure Antworten!
LG Meggie
Meggie
 
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Re: Kur mit Pseudomonas

Beitragvon Wandervogel am 02.02.2014, 10:02

Hallo Meggie

Ich kenne das Problem gut. Allerdings kommt es darauf an , in welchen Abständen man die Proben entnimmt. Auch ist die Frage, ob er wirklich weg ist. Nicht nachweisbar heißt nicht, dass er weg ist. Er kann in einem Bereich der Lunge aus der vielleicht gerade kein Schleim abgehustet wurde oder in den Nasen-Nebenhöhlen sitzen. Gerade wenn er in den Nasen-Nebenhöhlen sitzt, kann es zu solchen Verläufen kommen, dass er mal da und mal weg ist, eine intermittierende Besiedlung.

REHA-Kliniken, die ein CF-spezialisiertes Programm ausweisen, verlangen vor Entscheidung, in welche Gruppe man kommt die letzeten 3 Sputumergebnisse und ein Sputumergebnis 4 Wochen vor REHA-Antritt.

Bei einer intermittierenden Besiedlung würde ich persönlich nicht in eine REHA-Klinik fahren, in der CF-Patienten die REHA in Gruppen absolvieren. In REHA-Kliniken, wie St. Peter Ording oder Hochgebirgsklinik Davos läuft die REHA zum Beispiel nicht in Form einer Gruppen-REHA. Auf alle Fälle würde ich die Angelegenheit vorher mit dem verantwortlichen Arzt der REHA-Klinik telefonisch besprechen.

Als Alternative könnte man auch eine REHA-Klinik wählen, in der nur ab und zu CF-Patienten behandelt werden, da hier sicherlich eine Keimtrennung eher keine Rolle spielt. Der Nachteil wäre allerdings, dass man evtl. Abstriche bei der CF-REHA-Behandlung machen müsste. Das wäre eine individuelle Entscheidung.

Ich persönlich habe mit Davos sehr gute Erfahrungen gemacht, da hier zum einen die Therapie als Einzeltherapie läuft. Im positiven Durchgang müsste man nur beim Sport etwas aufpassen, aber da kann man für sich auch einen guten Weg finden, wenn man es mit den Therapeuten abspricht. Allerdings wird man, wenn man als Pseudomonas positiv eingestuft wird, wohl nicht im negativen Durchgang aufgenommen. Oder man spricht es vorher genau ab und fährt zu einem Zeitpunkt, in dem nur ganz wenige CF-Patienten (oder gar kein CF-Patient) vor Ort sind.
Ob es allerdings Zeiten komplett ohne CF-Patienten gibt, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht.

Soweit ich weiß, finden auch in der REHA-Klinik Schönau Berchtesgaden keine CF-Gruppen-REHAs statt. Allerdings hat man in dieser Klinik sehr hohe Hygienerichtlinien. Wenn man Keime hat, muss man Mundschutz tragen, auf dem Zimmer essen und darf auch nicht ins Schwimmbad (Erfahrungsberichte anderer CF-Patienten). Wobei man bisher mit Keimen auch in Davos nicht ins Schwimmbad darf. Auch das wird von Klinik zu Klinik unterschiedlich gehandhabt.

Vielleicht konnte ich etwas helfen
Herzliche Grüße
Wandervogel
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