Konzept zur CF-Rehabilitation an der Hochgebirgsklinik Davos

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Konzept zur CF-Rehabilitation an der Hochgebirgsklinik Davos

Beitragvon Wandervogel am 05.02.2010, 20:13

Konzept zur CF-Rehabilitation an der Hochgebirgsklinik Davos

Version vom 14.01.2010 AJ

Inhalt Umsetzung Verantwortung
1. Zielgruppe Kinder, Jugendliche und Erwachsene
mit Cystischer Fibrose aus der
Schweiz, Deutschland und Österreich
Ärztliche Zuweisung durch betreuende CF-Ambulanz
2. Institution Hochgebirgsklinik Davos (HGK)
Herman-Burchard-Str. 1
CH-7265 Davos Wolfgang
Tel. +41-81-417-4444
http://www.hochgebirgsklinik.ch
• Fachklinik für Pneumologie, Dermatologie und Allergologie
• 350 Betten, davon 165 Betten Pädiatrie
• Ansprechpartner / CF-Koordinatoren:
Dr. Andreas Jung, Tel. -3810, E-Mail: andreas.jung@hgk.ch
Dr. Harald Jung, Tel. -3809, E-Mail: harald.jung@hgk.ch
• Belegungszentrale:
Kinder/Jugendliche: Ilona Bergmann, Tel. -1900
Erwachsene: Sarah Redaelli, Tel. -3737
A.Jung/H.Jung
Bergmann/
Redaelli
3. Hygienische
Voraussetzungen
Vermeidung von
Infektionsübertragung
(siehe auch Anhang Separation)
Anmerkung:
a) Patienten, die mit Burkholderia
cepacia infiziert sind oder waren,
können an der Hochgebirgsklinik
Davos nicht aufgenommen
werden
Räumliche und zeitliche Separation auf unterschiedlichen, abgetrennten
Stationen von Pseudomonas (PA)-freien Patienten, PA-Trägern sowie
Trägern von Problem-und multiresistenten Keimen:
• Separation von Kindern =7 Jahren (oder älter) in elterlicher
Begleitung, Kindern und Jugendlichen >7 Jahren und Erwachsenen
in verschiedenen Gebäuden
• Definition von je 3 festgelegten Stationen pro Altersgruppe für die
Separation nach 1) PA-frei, 2) PA gut sensibel, 3) PA multiresistent
und Problemkeime
• Definition von PA-freien Zeiträumen; in diesen Zeiträumen keine
Müller/A.Jung/
H.Jung/Redaelli/
Bergmann

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
b) Patienten, die mit MRSA infiziert
sind, können an der
Hochgebirgsklinik Davos nicht
aufgenommen werden
Aufnahme von Patienten mit PA oder Problemkeimen
• Strikte Separation des Pflegepersonals nach Stationen
• Eigenes Bad mit WC in allen Patientenzimmern; Einzelbelegung
• Desinfektionsmittelspender in den Korridoren und den
Gemeinschaftsbereichen
• Separate Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsküchen für jede
CF-Station
• Koordinierte Stationszuteilung anhand aktuellem Antibiogram
gemeinsam durch CF-Koordinatoren und Belegungszentrale
• Aktuelles Antibiogram wird bei allen Patienten ca. 3-4 Wochen vor
der Aufnahme bei der betreuenden CF-Ambulanz angefordert
• Desinfektion der Räume sowie der verwendeten Hilfsmittel nach
jedem Patientengebrauch
• Spezielle Hygiene-und Desinfektionsmassnahmen in
gemeinschaftlich genutzten Bereichen (z.B. Physiotherapie,
Lungenfunktion etc.)
• Hygieneschulung von Patienten und Mitarbeitern
• Qualitätskontrolle der Hygienemassnahmen inkl. CF-spezifischer
Voraussetzungen: Zertifizierung und Auditierung durch
Kantonsspital Graubünden/Chur
4. Behandlerteam
a) ärztlicher Bereich 24-Stunden-Abdeckung; ein Facharzt
mit CF-Erfahrung ist jederzeit im Haus
oder telefonisch erreichbar (nachts,
Pädiatrische Pneumologie und Pädiatrie:
• PD Dr. med. Roger Lauener (Chefarzt; FMH Kinder-und
Jugendmedizin und Allergologie/Klinische Immunologie) 100%
Lauener/A.Jung

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
Wochenenden) • Dr. med. Christian Geidel (FA Kinder-und Jugendmedizin,
FMH Pädiatrische Pneumologie) 100%
• Dr. med. Andreas Jung (FA Kinder-und Jugendmedizin, in
Ausbildung zum FMH Pädiatrische Pneumologie) 100%
• Dr. med. Irmela Heinrichs (FA Kinder-und Jugendmedizin,
FMH Pädiatrische Pneumologie) 100%
• Dr. med. Karl-Heinz Stirner (FA Kinder-und Jugendmedizin) 100%
Pneumologie und Innere Medizin:
• PD Dr. med. Günther Menz (Chefarzt; FA Innere Medizin und
Pneumologie) 100%
• Dr. med. Harald Jung (FA Innere Medizin und Pneumologie) 100%
• Dr. med. Gundi Willer (FA Innere Medizin und Pneumologie) 100%
Menz/H.Jung
Sozialmedizin • Dr. med. Gundi Willer Willer
Konsiliarärzte und -Spitäler • HNO: Dr. med. Andreas Speiser (im Haus)
• Rheumatologie: Dr. med. Stephan Spiess (Höhenklinik Davos)
• Gastroenterologie: Spital Davos
• Interventionelle Anästhesie / Portanlage: Spital Davos
• Radiologische Diagnostik: CT, MRT, Sonographie: Spital Davos
• Interdisziplinäre Intensivstation: Spital Davos
• Pädiatrische Intensivstation: Kantonspital Graubünden Chur
• Augenarzt: Dr. Kammer (im Haus)
H.Jung/A.Jung
b) Pflege 24-Stunden-Abdeckung; eine
examinierte Pflegekraft mit CF-
Erfahrung ist jederzeit im Haus
• Pflegedienstleitung Ursula Müller; Bereichsleitungen Miriana
Sreckovic (Kinder, Jugendliche) und Petra Hakesa (Erwachsene)
• Anzahl Stellen (100%) dipl. Pflegekräfte DIN II: 13, DIN I: 3
Müller

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
erreichbar • Besetzung von derzeit 2 offenen Planstellen mit Cf-erfahrenen
Pflegekräften angestrebt
c) Physiotherapie Respiratorische Physiotherapie an
7 Tagen die Woche verfügbar
• Leiter Physikalische Therapie Klaus Pleyer
• 3 Physiotherapeuten 100%, 1 Physiotherapeut 80% (ab März 2010),
1 Physiotherapeut 50%
Pleyer
d) Sporttherapie Individuelle und gruppenorientierte
Betreuung und Anleitung
• Leiter Physikalische Therapie Klaus Pleyer
• 2 Sporttherapeuten 100%, 1 Sporttherapeut 50%
Pleyer
e) Ernährungsberatung CF-spezifische Beratung, Schulung
und Therapieeinstellung
• Leiter Ernährungsberatung Daniel Gianelli
• Vertretung Karin von Burg
• 1 Ernährungsberater 100%, je 1 Ernährungsberater 40% und 20%
Gianelli
f) Psychologie Individuelle psychologische Beratung
und Therapie; Complianceschulung;
Enspannungstechniken
• Leiter Psychosoziale Rehabilitation Udo Kaiser
• Vertretung Rose Striffler
• 4 Psychologen 100%
Striffler
g) Ergotherapie Individuelle Beschäftigungstherpie;
Hilfsmittelverordnung
• Leitung Ergotherapie Marina Rentschler/Sonja Forster
• 2 Ergotherapeuten 100%
Rentschler/
Forster
h) Inhalationsschulung Schulung von Inhalationstechniken,
Gerätewartung
• Leitung Rita Johannsen Johannsen
i) Rehabilitations-und
Sozialberatung
Spezifische Berufsberatung,
Unterstützung in sozialen Fragen,
sozialrechtliche Fragen
• Beratungs-und Informationszentrum (BIZ)
• Leitung Alexander Roters
• 1 Sozialarbeiter 100%
Roters
k) Pädagogik Deutsche Schule Davos,
Pädagogik Eltern-Kind-Abteilung und
Kinder-Jugendlichen-Abteilung
• Leiter Deutsche Schule Davos Klaus Buck
• Leiterin Eltern-Kind-Abteilung Madelaine Behringer
• Leiter Kinder-Jugendlichen-Abteilung Christian Caflisch
Buck/Behringer/
Caflisch
l) Seelsorge Seelsorgerische Begleitung • Evangelische Klinikpastorin Christa Leidig Leidig/

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
• Katholischer Klinikpfarrer Hans Zimmermann Zimmermann
5. Patientenbetreuung Versorgung entsprechend Alter und
individuellen Bedürfnissen
• Primär getrennte ärztliche und pflegerische Versorgung von
pädiatrischen, jugendlichen und erwachsenen CF-Patienten in den
entsprechenden Abteilungen inkl. räumlicher Trennung
• Konsiliarische gegenseitige Konsultation und Zusammenarbeit von
Erwachsenen-Pneumologen und pädiatrischen Pneumologen sowie
Erwachsenen-und Kinderpflegefachkräften, insbesondere im
Rahmen von Nacht-und Wochenenddiensten sowie zur
Besprechung von komplexeren medizinischen Patienten
• Therapeutische Betreuung zentral für alle Altersgruppen durch
Therapeutenteam der HGK
• Bei Kindern bis 7 Jahren (teilweise auch älter) Durchführung als
Familienrehabilitation (Aufnahme von Mutter und/oder Vater
möglich)
• Bei Kindern und Jugendlichen über 7 Jahren Einbezug der Eltern
und Familienmitglieder im Rahmen von Schulungen und
Beratungsgesprächen bei Aufnahme und Entlassung sowie b. Bed.
zusätzlich während des stationären Aufenthaltes des Kindes
• Diskussion der einzelnen Patienten mit dem gesamten Team im
Rahmen der wöchentlichen Reha-Teamsitzungen
• Klärung von allgemeinen Konzept-und Strategiefragen im
gesamten CF-Team (Kinder-und Erwachsenenklinik); hierzu
Einrichtung von regelmässigen CF-Sitzungen (1x/Monat;
Organisation: A.Jung)
Team

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
6. Ziele und Angebote
a) Ärztliche Leistungen Rehabilitative und kurative ärztliche
Massnahmen
Anmerkung: alle Massnahmen
werden in enger Kooperation und
Rücksprache mit der einweisenden
CF-Ambulanz durchgeführt.
Diagnostische Massnahmen, inkl.
• Lungenfunktionsuntersuchungen
• Schweisstest (Screening mittels Leitfähigkeitsmessung)
• Laboruntersuchungen (intern und extern)
• Spiroergometrie
• Bildgebende Verfahren inkl. Röntgen, Ultraschall
• Bronchoskopie
• Provokationsteste (Belastung, Allergene)
• Allergieteste (dermal, gastrointestinal, nasal, sanguin)
• ABPA-Diagnostik (Allergische Bronchopulmonale Aspergillose),
• mikrobiologische Untersuchungen insbesondere der Atemwege
• Stuhluntersuchungen inkl. Enzymbestimmungen
• Leberfunktionstests
• Nierenfunktionsuntersuchungen
• Echokardiographie, EKG
• Notfalldiagnostik
Medikamentöse Therapie, inkl.
• Sauerstoffsubstitution
• perorale und intravernöse Antibiotikatherapie
• spezifische Inhalationstherapie inkl. Antibiotika, rhDNase,
Antiobstruktiva, antiinflammatorische Substanzen
• Enzym-, Vitamin-und Mineralstoffsubstitution
• diätetische Therapie inkl. hochkalorischer Zusatznahrung
Lauener/Menz/
H.Jung/A.Jung

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
• antidiabetische Therapie und Diabetes-Einstellung inkl. Insulin
• antiosteoporotische Therapie incl. Bisphosphonate
• Schmerztherapie
• antirheumatische Therapie
• Behandlung von gastrointestinalen Komplikationen
• antiallergische Therapie incl. spezifischer Immuntherapie
• Notfalltherapie inkl. cardio-pulmonaler Reanimation
Sozialmedizin
• Wiederherstellung/Erhaltung der Erwerbsfähigkeit Willer
b) Pflege CF-spezifische, aktivierende Pflege • Ressourcen des Patienten erkennen und ausschöpfen
• Wiederherstellung oder Verbesserung der Lebensqualität
• Begegnung des Patienten mit Offenheit und Zuwendung
• Umgang und die Begleitung auch von Schwerstkranken und
Sterbenden unter Einbeziehung ihrer Angehörigen
• Planung, Realisation und Kontrolle von Strukturen, Prozessen und
Ergebnissen im Rahmen des internen Qualitätsmanagements
• Festlegung von Standards und Leitlinien, unter Berücksichtigung der
individuellen Bedürfnisse des Patienten
• Schulung zur Port-und PEG-Pflege, Hygieneschulung
Müller
c) Physiotherapie Verbesserung der pulmonalen
Funktion und der des
Bewegungsapparates
• Unterstützung der Sekretmobilisation und Reinigungsvorgänge mit
und ohne Hilfsmittel (Heisse Rolle, VRP1 Flutter, Cornet, Acabella)
• Schulung von Atemtechnik, Atemtherapie
• Massnahmen zur Verbesserung der Atemwahrnehmung und
Belastungstoleranz
Pleyer

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
• Verbesserung von Atemmuskelkoordination, Atemmuskelkraft sowie
Thoraxmobilisation
• Atemschule
• Rückenschule und Physiotherapie des Bewegungsapparates
• Massagen (Abteilung Balneologie)
d) Sporttherapie Muskel-, Kraft-und Konditionsaufbau;
Verbesserung der Leistungsfähigkeit
• Sporttherapeutische Eingangstest / Leistungsobjektivierung zur
Ermittlung der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit, der
Koordinationsfähigkeit, der Geschicklichkeit mittels 6 Minuten
Gehtest, Mehrstufen-Fahrradergometertest / Spiroergometrie und
Körperkoordinationstest (KTK)
• Ausdauertraining zur Verbesserung von Ausdauer, Kraft,
Beweglichkeit und Koordination: Ergometertraining,
Laufbandtraining, Schwimmtraining, Skilanglauf, Inline-Skating und
Nordic-Walking, Joggen
• Krafttraining zum gezielten Muskelaufbau (Ganzkörperübungen),
Kraftausdauertraining, Ganzkörper Elektromuskelstimulation
• Allgemeines Sportprogramm: Stretching, Power-Gymnastik, Soft-
Gymnastik, Osteoprose-Gymnastik
• Turnen und Spielen zur Entwicklung der Koordination und
Geschicklichkeit, Kinderturnen mit Bewegungsparcour, grosse und
kleine Ballspiele
• Erarbeitung eines individuellen Indoor-und Outdoor-
Sportprogramms
• Teilnahme an Gruppentraining je nach Keimbesiedlung
Pleyer

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
• Klinikeigene Infrastruktur: Trainingshalle, Gymnastikhalle,
Kraftraum, Sportplatz, Beachvolleyballplatz, Spielplatz
• Externe Infrastruktur: Eishalle, Tennishalle (inkl. Squash,
Badminton, Klettern), Natureisbahn, Mountainbiking, Schlittenfahren
• Beratung und Information zur gezielten Rehabilitationsnachsorge
• Externes Fitness-Center (Verhandlung eines Kooperationsvertrages
zum Sondertarif; Kosten trägt Patient)
• Powerplate (Sponsoring in Verhandlung mit Powerplate Europe
bzw. Swissplate)
A.Jung
A.Jung
e) Ernährungsberatung Verbesserung des
Ernährungszustandes
Einzelberatung mit individueller Zielsetzung
• gezielte Anamnese
• Ermittlung des Energiebedarfes, Möglichkeiten zur
Energieanreicherung und Umsetzung der Empfehlungen im Alltag
• Ermittlung des Enzymbedarfes und der Enzymdosierung
• Kostaufbau und Monitoring bei enteraler Ernährung inkl.
hochkalorischer Zusatznahrung
• In Absprache mit Küche hochkalorische Zubereitung der Mahlzeiten
inkl. spezieller Wahlkost
• Beratung zur Osteoporoseprophylaxe und -Therapie
• Beratung bei Komplikationen wie CF-related Diabetes mellitus inkl.
Blutzuckereinstellung
• Beratung bei Ernährungsproblemen, wie z. B. Mikronährstoffmangel,
Vitaminsubstitution, etc.
• Organisation der Nachbetreuung bei Bedarf
Gianelli

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
Gruppenberatung/Schulung
• Lehrküche (z. B. Zubereitung von schnellen, hochkalorischen
Menues und Zwischenmahlzeiten)
• Vortrag zum Thema „Ernährung bei Mukoviszidose“
f) Psychologie Förderung von Krankheits-und
Alltagsbewältigung
• spezielle Anamnese, psychologische Testverfahren
• Krisenintervention, Beratung und Therapie (Verhaltenstherapie,
Gesprächstherapie, spezifische ressourcenorientierte
Gruppentherapie)
• Module im Rahmen psychischer Komorbidität: Angst, Depression
• Familienberatung, Elternarbeit, Erziehungsberatung
• Mitarbeit an krankheitsspezifischen Schulungen
• Gesundheitsförderung: Stressbewältigung, Ernährungsverhalten,
Raucherentwöhnung, Suchtverhalten
• Entspannungsverfahren: Autogenes Training, Progressive
Muskelrelaxation, imaginative Verfahren
• Schulung zur Kranheitsbewältigung
• Empfehlungen für die Weiterbehandlung am Wohnort
Kaiser/Striffler
g) Ergotherapie Wiederherstellung und Erhaltung der
Alltagsfähigkeit
• Krankheitsspezifische Beschäftigungstherapie
• Verbesserung der Bewegungsfähigkeit und Funktionalität
• Spezifische Schmerztherapie inkl. CF-related Arthritis
• Antrieb-und Motivationsförderung, Selbstwertförderung
• Ausdauertraining
• Hilfsmittelberatung-und Verordnung
Rentschler/
Forster

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
h) Inhalationsschulung Sicherstellung einer effizienten
Inhalationstherapie
• CF-spezifische Individualschulung von Inhalationstechniken
• Inhalationstherapie unter Anleitung
• Gruppenschulung zu Inhalationsmedikamenten unter
Berücksichtigung CF-spezifischer Hygienemassnahmen
• Information zu Inhalationsgeräten
• Anleitung zur Wartung und Hygiene
• Gerätewartung und –Überprüfung, Filterwechsel etc.
Johannsen
i) Rehabilitations-und
Sozialberatung
Soziale Wiedereingliederung • Beratung zum Schwerbehindertenrecht, Arbeitslosenrecht,
Rentenversicherungsrecht
• Beratung zur Pflegeversicherung
• Hilfen zum Bundessozialhilfegesetz
• Vermittlung von örtlichen Beratungsstellen und
Selbsthilfeorganisationen
• Beratung zur beruflichen Rehabilitation: Umschulung,
Qualifizierungsmaßnahmen, sonstige Leistungen zur Teilhabe am
Arbeitsleben
• Vermittlung/Weiterleitung an Servicestellen
• Einleitung Stufenweise Wiedereingliederung
• Beratung zur Berufs-/Studiumswahl
Roters
k) Pädagogik Überbrückung von
krankheitsbedingten schulischen
Fehlzeiten; individuelle Förderung
• Individueller, an Lehrstoff orientierter Unterricht während des
Aufenthaltes in Davos (alle Stufen)
• Kindergärtnerische Betreuung und Förderung
Buck/Behringer/
Caflisch
l) Seelsorge Krankheitsbewältigung, Unterstützung
in Lebensfragen
• Seelsorgerische Begleitung (Gespräche, Vermittlung)
• Konfliktlösung, Mediation
Leidig/
Zimmermann

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
7. Schulungs-und
Beratungsangebote
Förderung der Krankheits-und
Alltagsbewältigung
Zusammenfassung der angebotenen Schulungen und Beratungen:
• Hygieneschulung
• Port-und PEG-Pflege
• Inhalationsschulung
• Atemschule, Atemtechnik, Sekretmobilisation
• Rückenschule
• Ernährungsberatung und –Schulung inkl. Lehrküche
• Diabetesberatung (Medizin, Ernährung)
• Complianceschulung
• Schulung zur Krankheitsbewältigung
• Psychologische Beratung
• Berufs-, Finanz-, Rechts-und Rehabilitationsberatung
Team
8. Weiterbildung,
Qualitätssicherung
Weiterbildung der an der CF-
Betreuung beteiligten Ärzte,
Pflegekräfte und Therapeuten
• Regelmässige Evaluation der Patienten-und Zuweiser-Zufriedenheit
sowie Überprüfung der Nachhaltigkeit der Reha-Massnahme
anhand von Fragebögen sowie durch wissenschaftliche Evaluierung
• Teilnahme an nationalen und internationalen Tagungen/Kongressen
• Fach-und berufsspezifische Fortbildungsveranstaltungen
• Externe Hospitationen der Mitarbeiter an CF-Ambulanzen
• Teilnahme an den Jahrestagungen der Patientenorganisationen
CFCH und Mukviszidose e.V. und Mitarbeit in deren Arbeitsgruppen
• Bericht von den Tagungen und Fortbildungen im Team der HGK
• Erstellung und regelmässiges Update von Arbeitsrichtlinien auf der
Basis der Richlinien der European Cystic Fibrosis Society (ECFS)
• Regelmässige interne Weiterbildung der Mitarbeiter
A.Jung/Team

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ


Inhalt Umsetzung Verantwortung
9. Vernetzung Zusammenarbeit mit anderen CF-
Zentren, Fachgesellschaften und
Patientenorganisationen
• Entsendung je eines HGK-Mitarbeiters in die Arbeitsgruppen des
Mukoviszidose e.V. mit Teilnahme an deren Sitzungen:
-Arbeitgemeinschaft der Ärzte im Muko e.V. (AGAM): A. Jung
-Forschungsgemeinschaft Mukoviszidose (FGM): A. Jung
-AK Rehabilitation: H. Jung, A. Jung
-AK Pflege: Stefanie Schulz, Martin Müller
-AK Physiotherapie: N.N.
-AK Ernährung: N.N.
-AK Psychosozoales Forum: N.N.
-AK Sport: N.N.
• Aktive Mitgliedschaft in der Swiss Working Group of Cystic Fibrosis
(SWGCF) inkl. Teilnahme an den Tagungen A. Jung, H. Jung
• Mitgliedschaft in der Schweizerischen CF-Gesellschaft (CFCH) inkl.
Teilnahme an den Tagungen: A.Jung, N.N.
• Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit in der CF-Physio Schweiz: N.N.
A.Jung/Team
10. Antragstellung Hilfe für Zuweiser bei der
Antragstellung durch HGK
• Vorbereitung von Antragshilfen sowie Antragsformularen
• Formulierung der Antragstellung
H. Jung/A. Jung

Konzept CF-Rehabilitation HGK, Vers. 14.01.10 AJ

Wandervogel
 
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