REHA, Widerspruch und MDK

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REHA, Widerspruch und MDK

Beitragvon Carmeli am 06.05.2007, 09:18

Hallo
Vielleicht helfen ja dem ein oder anderen nachfolgende Passagen bei den Widersprüchen weiter.

Zu finden sind sie unter anderem im Internet. Ebenso wie einige Slogan von Krankenkassen. Es lohnt sich immer mal wieder auf die Homepage seiner KK zu schauen. :wink:

Zitate:
„In der gesetzlichen Krankenversicherung besteht eine Leistungspflicht der Krankenkassen für medizinische Leistungen zur Rehabilitation, um u.a. Behinderungen abzuwenden oder zu mindern bzw. eine verminderte Erwerbsfähigkeit und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.
(§§ 11, 40 – 43 SGB V, SGB IX)“

"Auszug aus dem Sozialgesetzbuch; Fünftes Buch; Gesetzliche Krankenversicherung § 275 Begutachtung und Beratung
(5) Die Ärzte des Medizinischen Dienstes sind bei der Wahrnehmung ihrer medizinischen Aufgaben nur ihrem ärztlichen Gewissen unterworfen. Sie sind nicht berechtigt, in die ärztliche Behandlung einzugreifen."

"Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) darf nicht in die Therapiefreiheit des Arztes eingreifen, auch wenn der MDK eine ärztliche Verordnung bei einer Rehabilitationsbehandlung kontrolliert. "Im Zweifel setzt sich die Auffassung des Arztes durch, wenn sie nicht im Widerspruch zu ärztlichen Erfahrungssätzen steht, medizinische Standards verletzt oder eine andere Behandlungsmethode kostengünstiger ist", sagt Dr. jur. Thomas Motz."

Was kann ich bei Ablehnung des Kurantrages unternehmen?
Wird der Antrag abgelehnt, kann innerhalb eines Monats Widerspruch gegen die Entscheidung eingelegt werden. (Bei fehlender Widerspruchsbelehrung haben Sie sogar ein Jahr Zeit.) Das Widerspruchsverfahren ist kostenfrei und die Krankenkasse ist verpflichtet, erneut über den Antrag zu entscheiden. Zudem muss der Wider-spruchsausschuss der Krankenkasse entscheiden, also nicht der zunächst betraute Sachbearbeiter.
Sie haben zudem das Recht, Ihre Akte einzusehen. Nutzen Sie die Prüfungsmöglichkeit, Sie können dann besser abschätzen, ob die Krankenkasse Ihren Gesundheitszustand richtig eingeschätzt hat!
Wird auch der Widerspruch zurückgewiesen, haben Sie die Möglichkeit, beim Sozi-algericht gegen die Ablehnung zu klagen. Auch das Verfahren vor dem Sozialgericht ist für Sie kostenfrei, und es besteht kein Rechts-anwaltszwang. Sollten Sie allerdings einen Rechtsanwalt beauftragen, müssen Sie diese Kosten selbst tragen, wenn Sie vor Gericht unterliegen sollten.

Neben dem gerichtlichen Weg gibt es eine weitere Möglichkeit, sich gegen Regelverstöße von Krankenkasse zu wehren: Sie können sich auch an das Bundesversicherungssamt als Aufsichtsbehörde der Krankenkassen wen-den (Villemombler Str. 76, 53123 Bonn).


Und wer sich über seine Krankenkasse beschweren möchte, der bekommt hier einige Hinweise.
http://www.patienteninfo-berlin.de/inde ... e=infotext
Carmeli
 

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