Ehekrise wegen c-f Kind

Hier können Familienmitglieder und Angehörige ihre Fragen stellen, aber auch CFler sind hier richtig, wenn es um Fragen im Umgang mit Freunden, Partnern und Mitmenschen geht.
Forumsregeln
In unserem Forum respektieren wir die Meinungsfreiheit jedes einzelnen Menschen genau dann in vollem Umfang, wenn er sich in einem gepflegten, den anderen Mitgliedern gegenüber respektvollen Umgangston artikuliert. Beleidigungen, Bedrohungen und Bloßstellungen eines Mitglieds sind strikt untersagt. Zum respektvollen Umgang miteinander gehört ebenso, kein anderes Mitglied absichtlich zu täuschen. Dies gilt auch beim Verfassen von Privaten Nachrichten oder E-Mails über das Forum.

Dieses Forum dient dem Erfahrungs- und Informationsaustausch über die Erkrankung Mukoviszidose, daher werden Beiträge ohne einen solchen Bezug gelöscht.

Eigene Beiträge können bis zu 24 Stunden nach Veröffentlichung bearbeitet werden.

Darüber hinaus behält sich der Mukoviszidose e.V. als verantwortlicher Betreiber des Forums vor, einzelne Beiträge oder auch ganze Themen ohne Begründung zu löschen oder zu schließen.

Vollständige Forumsregeln

Ehekrise wegen c-f Kind

Beitragvon Roger am 26.05.2006, 18:54

Hallo zusammen ,
ich verfolge das Forum schon seit längerer Zeit nun habe ich auch mal ein Anliegen worüber ich bis jetzt noch nichts gelesen habe .
und zwar haben meine Frau und ich seit geburt unserer Tochter und bekannt werden ihrer Krankheit oft Streit da wir verschiedene Ansichten haben bezüglich Hygiene , Therapie usw .
Wie geht es anderen Eltern ? wer kann mir seine Erfahrungen geben?
unsere Tochter wird im Juni 2 Jahre alt und ihr Krankheitsverlauf würde ich als positiv bezeichnen .
Gruß Roger
Roger
 
Beiträge: 6
Registriert: 26.05.2006, 18:40
Wohnort: Aachen

Beitragvon Heischeisch am 26.05.2006, 19:37

Hi Roger,

obwohl meine Frau und ich sehr unterschiedlich an die CF unseres Sohnes herangehen, haben wir fast nie auch nur leichte Auseinandersetzungen über den "richtigen" Weg. Vielleicht sind wir beide bescheiden genug zu wissen, dass niemand den richtigen Weg haben kann. Außerdem verstehen wir, dass wir uns beide brauchen, auch weil wir noch ein älteres und ein jüngeres Kind (beide ohne CF) haben. Wir sehen uns als Team an.

Wir vertrauen uns beide sehr, dass wir das gleiche Ziel verfolgen und sehen die Ergänzung unserer unterschiedlichen Ansichten. Unsere Kinder profitieren von den beiden Einflüssen.

Worin liegen die Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich Hygiene oder Therapie?

Verbergen sich vielleicht hinter den Meinungsverschiedenheiten ganz andere Probleme als die, um die es zu gehen scheint?

Liebe Grüße
Roland
Benutzeravatar
Heischeisch
 
Beiträge: 938
Registriert: 13.02.2004, 19:57
Wohnort: Idstein/Ts.

Beitragvon Roger am 26.05.2006, 19:50

hallo Heischeich ,
es ist halt so daß ich alles viel lockerer sehe als meine Frau , sie macht halt alles zu 100% und läßt sich nicht auf Kompromisse ein , nicht nur bei mir sondern bei jedem . Wenn der Arzt z.b. sagt" inhalieren sie nur zweimal " macht sie es doch vier mal .
Roger
 
Beiträge: 6
Registriert: 26.05.2006, 18:40
Wohnort: Aachen

Beitragvon Jess am 26.05.2006, 21:16

Hallo Roger,

ich sehe da genau meine Eltern.. mein Dad sieht immer alles lockerer (jedenfalls vermittelt er mir diesen Eindruck) und meine Ma hat immer alles zu 100% gemacht und macht es noch heute so. Ich denke mal ihr müsst einfach ein gesundes Mittelmass finden mit dem Ihr gut klar kommt. Oder aber Deine Frau sieht Dir nach und freut sich einfach darüber, dass Du ihr helfen willst, auch wenn Du ein bisschen lockerer mit allem umgehst.

Wie reagiert denn eure Tochter auf euch? Bei wem hört sie mehr zu oder macht sie lieber mit. Ich weiss, das meine Ma immer sehr streng war, worüber ich heut zu Tage natürlich froh bin, wohingegen mein Pa öfter mal ein Auge zugedrückt hat meine Ma dies aber einen Tag später mit ein bissl mehr Therapie wieder aufgeholt hat. Es ist einfach eine Organisationssache (grins jetzt muss ich an die lieben Worte von Carmen denken *gg*) und es ist schon sehr schön, wenn ein Elternteil nicht alles so ganz streng und ernst sieht, das erleichtert es einem selbst auch ein wenig, zumal man mit dem Papa dann auch mal etwas "lästern" kann über die strenge Handhabung der Mutter *grins*

Setz Dich einfach mal mit Deiner Frau zusammen und sprecht darüber. Wenn der Arzt sagt 2 mal inhalieren dann hat dies sicherlich seine Richtigkeit, zumal die Maus ja erst 2 Jahre alt ist. Natürlich ist inhalieren auch nie schädlich aber es sollte den Kindern doch als eine Sache beigebracht werden die sie gern machen sollen, da es sie ein Leben lang begleiten wird ;-) (genau wie das Zähneputzen auch) Ich denke mal bei Müttern ist die Angst das Kind zu verlieren immer eine Sache die sie täglich begleitet und daher machen sie alles Menschen mögliche um ihr Kind so gut es geht durchzubringen. Auch damit sie sich später nie Vorwürfe machen müssen etwas verpasst oder versäumt zu haben.

Lieben Gruss und viel Glück
Jess
Jess
 

Ehekrise wegen C-F Kind

Beitragvon Joka am 26.05.2006, 23:21

...
Zuletzt geändert von Joka am 13.03.2008, 23:42, insgesamt 1-mal geändert.
Joka
 

Beitragvon Julia am 27.05.2006, 14:00

Gibt es bei euch an der Ambulanz eine "psychologische Betreuung".

Weisste, dass ihr als Eltern mal dort nen Termin ausmacht und erklärt dass ihr euch nie so ganz uneins seid, was die Therapie angeht. Vielleicht kann euch da jemand helfen.


Also...ich als Cf-Betroffene kann nun mal von mir nur sagen: Ich bin froh dass ich nicht in Watte gepackt wurde. Ich bekam natürlich auch Grenzen zugewiesen, aber trotz allem haben meine Eltern mich nicht zu sehr von vielem fern gehalten.
Was evtl. passieren könnte, wenn eure kleine ihre Therapie so EXTREM machen muss (laut der Mami), es könnte später die Nase wirklich voll haben von dem ganzen "Zeugs".
So war es bei mir. Ich war in Kur und die Ärzte wollten dass ich 3mal inhaliere obwohl ich von den Ärzten meiner Ambulanz nur einmal verschrieben bekommen habe. Habe das dann die Kur durchgemacht, kam heim und habe gesagt: Jetzt will ich nicht mehr. Und habe aufgehört zu inhalieren. Da konnten auch meine Eltern sagen was sie wollten.

Das ist nun vielleicht nicht das perfekte Beispiel.
Aber....ich denke....man muss auch bissle aufpassen dass man es nicht zu Lasten des Kindes übertreibt.
Julia
 

Beitragvon nummerneunnichteingeloggt am 27.05.2006, 19:51

in aachen (ich nehme mal an, dass ihr in aachen betreut werdet) gibt es eine dame die patienten und angehörige psychosozial betreut. sie ist in meinen augen recht gut. lohnt sich wahrscheinlich sich mal an sie zu wenden.
nummerneunnichteingeloggt
 

Beitragvon Gast am 29.05.2006, 20:39

Hallo,
ich finde es gut, dass du das Thema Partnerschaft/Elternschaft mit CF-Kind mal ansprichst, denn natürlich verändert die Diagnose auch die Partnerschaft. Im Moment bin ich während der Woche alleine mit den Kindern, fühle mich oft müde und ausgelaugt. Mache auch die Ambulanzbesuche mit dem Kleinen, sammle Infos und bin eben diejenige, die sich hauptsächlich kümmert. Mein Mann und ich sind zwar was Therapie und Hygiene anbelangt einer Meinung, aber ein kleiner Konflikt ist z.B. dass er sich nicht selber um Informationen kümmert ("du kannst mir das ja alles erzählen"). Ich fände es gut, wenn er in dieser Hinsicht ein bisschen aktiver wäre. Ein anderer Punkt ist, dass er die Krankheit doch insgesamt pessimistischer angeht als ich. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich so mit den Alltagsdingen befasst bin und daher einen anderen, vielleicht unmittelbareren Bezug zu der Krankheit habe (ich freu mich halt, dass der Kleine im Moment sehr stabil ist). Wo wir uns als Eltern noch sehr uneins sind, ist die Frage nach einem weiteren Kind. Und das hat auf jeden Fall mit der CF zu tun. Obwohl ich diejenige bin, die sich hauptsächlich kümmert, ist er eher derjenige, der Angst hätte noch ein weiteres Kind mit CF zu bekommen.
Es gibt viele Aspekte zu diesem Thema. Ich denke, deine Frau versucht vielleicht, sich einen Teil ihrer Schuldgefühle zu nehmen, wenn sie lieber 4 Mal am Tag inhaliert. Ich habe auch Schuldgefühle, auch wenn ich mir das nicht eingestehen will. Das habe ich erst gemerkt, als ich mal im Urlaub die Nachmittagsinhalation ausgelassen habe und dann ständig gedacht habe: oh, darf ich das jetzt, was passiert etc.?

Wenn es euchsehr belastet, dann würde ich auch mal einen Termin in der Ambulanz mit der Familientherapeutin machen.

alles Gute und viele Grüße
Miriam
Gast
 


Zurück zu Familie/Angehörige und Partnerschaft

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron