Kinderwunsch

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Beitragvon Ralf "The Axe" am 22.03.2006, 17:39

jo das ist mir ja schon logisch das man das argument mit jedem alter nehmen kann aber eben, ich bin eigentlich generell dagegen auch wenns natürlich stimmt das als auch 30 jährige eigentlich nicht als eltern taugen.

ich mein ich versteh schon warum man(n) oder frau sich das wünscht, ein paar wollen vielleicht einfach erleben mutter zu werden und zu sein, manche wollen vielleicht einfach "etwas" von sich hinterlassen und im kind weiterleben... was weiß ich die gründe sind verschieden aber die aussage "ja solang fürs kind da sein wies geht oder lang genug fürs kind da sein" find ich auch bissi komisch.
was ist lang genug ? bis es 18 ist ? klar gehen ma mal davon aus wir werden keine 60 oder so aber ein kind kann immer hilfe brauchen von daher ist man nie lang genug da egal ob gesund oder nicht, von daher kann ich mich mit der aussage nicht so recht anfreunden.
Ralf "The Axe"
 

Beitragvon Ralf "The Axe" am 22.03.2006, 17:45

wie Jess das gemeint hat hab ich schon kapiert nur,
ich hätte es grad andersrum gemacht, ich hätte halt erst mal abgecheckt beim doc ob es bei mir überhaupt ginge und dann mir derart gedanken gemacht.
ich denk halt ich kann mir nicht über etwas gedanken und ilussionen machen wovon ich nicht mal weiß obs überhaupt zu verwirklichen ist
Ralf "The Axe"
 

Beitragvon Gast am 22.03.2006, 17:46

"Lange genug" heißt für mich MINDESTENS bis es ausgezogen ist, besser, bis es eine eigene Familie hat. Aber die Formulierung "möglichst lange" ist natürlich besser. Und: "bissi komisch" ist bei CF doch eigentlich alles, oder?

Gruß Kathrin
Gast
 

Beitragvon Heischeisch am 22.03.2006, 18:34

Hi, hier tobt ja der Bär!

Zu Erinnerung zitiere ich nur mal die Eingangsfrage von Mukomaus:

Hallo !

Die Frage geht vorallem an die weiblichen Betroffenen die hier im Forum herumschwirren. Ich (17) habe einen extremen Kinderwunsch. Schon als ich klein war wünschte ich mir später Kinder zu bekommen. Gesundheitlich geht es mir zurzeit sehr gut und auch in der Liebe könnte es nicht besser sein. Der Wunsch nach einem Baby ist so groß das sich mein Herz und mein Verstand schon in die "Haare" bekommen. Ich bin mir bewusst das ich noch sehr jung bin aber der Wunsch der sich in meinem Unterbewusstsein ausbreitet ist einfach zu groß.
Kennt jemand von euch das Gefühl ? Oder kann mir jemand helfen meine Gefühle und mein Verstand wieder zur Vernunft bekommen.

Ich hab einfach Angst später auf Grund der Mukoviszidose keine Kinder mehr bekommen zu können und auch viel zu krank zu sein um für so ein kleines Geschöpf zu sorgen...

Lg Mukomaus


Diese Frage hat innerhalb von drei Tagen drei Seiten Text produziert... Auch hier also wieder mal der seltene Effekt, dass eine Frage schon längst überfällig schien! Nicht schlecht, oder? Ich denke, wie so oft: am Ende kann nur "Mukomaus" allein für sich die Frage beantworten. Der Sinn der Diskussion liegt für sie sicherlich darin, ihre eigene Meinung aus dem "Konzert der Meinungen" ein Stück weiterzubilden. Und viele von denen, die jetzt ihr Herzblut mit hineingießen, können für sich etwas ähnliches erreichen. Versucht doch, immer mal an die gemeinsamen Interessen in so einer Diskussion zu denken, was eben diese Diskussion uns allen bringen kann!

Bitte wenigstens mal versuchen, nicht anzugreifen, zu verletzen, zu projizieren und wieder zu reagieren. Damit hilft sich nicht einmal selbst einer... Es kann jedenfalls, da bin ich mir sicher, kein allgemeingültiges JA oder NEIN auf diese Frage geben. Da kann sich jeder, der das glaubt, wieder entspannt zurücklehnen...

Übrigens, rein rechnerisch-statistisch wäre Mukomaus 18 Jahre, wenn sie das Kind bekäme...

Liebe Grüße
Kai-Roland Heidenreich
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Beitragvon Fuzi1 am 22.03.2006, 18:47

ich würd , wenn es geht, ein kind bekommen! und nicht so viel mit den "alltagsfragen" quälen!
es gibt zig körperlich behinderte, die im rollstuhl sitzn und es trotzdem schaffen, eine familie zu versorgen!
ausserdem kann man nie wissen was kommt! wie oft hab ich schon gelesen, dass junge, frische eltern bei einem Verkehrsunfall gestroben sind und kinder hinterliessen, die kaum älter waren als 3 jahre!
da müsstn uns wir alle, auch die gesunden, solche sorgen machen!
was eventuell noch zu bedenken wäre, wäre die finanzielle belastung. ob man das mitn geld auf die reihe kriegt! ansonsten steht dem doch nix im weg, oder?
ihr sagt doch selber immer, mit cf kann man normal leben, also warum sollte man beim kinderwunsch eine ausnahme zu machen? kinderkriegen gehört doch zum leben dazu!
Fuzi1
 

Beitragvon Ann am 22.03.2006, 18:52

Hallo Fuzi!

Fuzi1 hat geschrieben:ihr sagt doch selber immer, mit cf kann man normal leben, also warum sollte man beim kinderwunsch eine ausnahme zu machen? kinderkriegen gehört doch zum leben dazu!


DAS finde ich aber arg gedankenlos!


Und Mukomaus,

ich kann dich schon verstehen. Mir kam nie in den Sinn, dass ich eventuell mal keine Kinder haben könnte gesundheitlich. Hätte ich in deinem Alter um die "Gefahr" gewusst, wer weiss..vielleicht hätte ich vor der selben Überlegung gestanden wie Du jetzt. Und wie Roland schrieb, es gibt keine allgemeingültige Antwort auf Deine Frage. Ich wünsche Dir jedenfalls, dass es Dir mit Deiner Entscheidung (wie sie dann letztendlich auch ausfallen mag) gut geht und Du immer Menschen hast die hinter Dir stehen und Dich unterstützen.

Herzliche Grüsse, Ann-Christin
Ann
 

Beitragvon Gast am 22.03.2006, 18:54

Von mir nochmal ein paar Anmerkungen:

-sich reif genug fühlen heißt nicht unbedingt reif genug sein

-nichts gegen Männer, die sich unbedingt Kinder wünschen, aber die Schwangerschaft und das Stillen sowie die Hauptarbeit nach der Geburt hat ja nun mal immer noch die Frau und somit würde ich zwischen Kinderwunsch eines Mannes und einer Frau etwas differenzieren(mit anderen Worten:die Männer wünschen sich die Kinder und die Frau hat die Arbeit...
:lol:

-wie schon mal erwähnt, solange man noch bei den Eltern wohnt, mag ja finanziell, gesundheitlich und liebestechnisch alles paletti sein, schwierig wirds mit der ersten eigenen bzw. gemeinsamen Wohnung: zuhause kocht, wäscht und bügelt in den meisten Fällen die liebe Mama, oft erinnert sie auch an die Tabletten oder das Inhalieren, bereitet einem das Zeug evtl. sogar noch vor und mit seinem Freund geht man ins Kino, kuschelt etc, Friede,Freude,Eierkuchen..Dann die Eigenständigkeit: wer finanziert die Einrichtung, Kaution,Miete; ist man selbständig genug, alleine früh aufzustehen wegen der Therapie, alles durchzuziehen, dann in die Arbeit zu gehen und danach noch (gemeinsam???) zu waschen, kochen, putzen, bügeln, Termine bei KG und Doktor zu vereinbaren und einzuhalten, Sport zu machen; dann das Baby: der liebe Papa verdient das Geld, muss also früh aufstehen, obwohl er nachts wegen des Geschreis nicht schlafen konnte, die Wäscheberge werden immer größer, finanziell wirds eng, abends Kino fällt flach, weil Mami todmüde ist, kein Babysitter da und mt dem Kuscheln haperts deshalb auch immer öfter, so hat sich der junge Mann das vielleicht nicht vorgestellt...man(n) wollte doch eigentlich auch noch was anderes vom Leben haben als Haushalt, Kind, Krankheit...

-im amerikanischen Forum gibts relativ viele Frauen mit cf und mit eigenen Kindern, also schwanger werden ist wohl bei Frauen in der Regel durchaus möglich, zumal wenn der Ernährungszustand im Normbereich liegt

Uli,43
Gast
 

Beitragvon Anouk am 22.03.2006, 20:43

hi muko maus
du musst wirklich für dich selbt entscheiden ob du ein (oder mehrere) kind(er) willst, das kann dir hier niemand abnehmen.
pro: lebensfreude( ist sehr viel wert)
erfühlung deines wunsches (ist auch sehr viel wert)

contra : die vielen risiken (wiegt leider auch sehr viel)

ausserdem ist 17 bzw 18 wirklich sehr jung aber wie du gesagt hast das weisst du selber aber wenn du dich reif genug fühlst ( ausserdem wer kann schon sagen dass er selbst reif genug ist er kann sich ja selber auch nur fühlen, es ist immer das umfeld das sagt du bist reifbzw. nicht reif genug dafür( irgendjemand hat doch gepostet man sol nicht nur auf den druck von aussen hören sondern vorallem auf sich selbst) tu das mukomaus und du wirst denke ich die entscheidung nicht bereuen, wie wenn du dich dem umfeld gefügt hast ( wAAS das umfeld ist sei mal dahin gestelt ) und die "falsche entscheidung" getrofen hast

lg anouk
die hofft das wichtigste zusammengefasst zu haben und dir damit geholfen zu habeb ^^
Anouk
 

Beitragvon Gast am 22.03.2006, 20:44

Ach ja, als Frau mit cf sollte man den "Wunschvater" m.E.überzeugen, sich auf das cf-Gen testen zu lassen; ich habe allerdings keine Ahnung, ob man das selbst bezahlen muss und was es kostet.

Uli,43
Gast
 

Beitragvon Jess am 22.03.2006, 20:51

Hallo...

so.. nun soll ich also mal wieder ran.

Zu aller erst möchte ich einmal klar stellen dass ich in einem Punkt falsch verstanden wurde. Und zwar sehe ich das so, wenn ich einen Wunsch habe denke ich drüber nach.. klar... sobald ich merke, das mir dieser Wunsch sehr am Herzen liegt, versuche ich herauszufinden, ob ich mir diesen erfüllen kann. Wenn ich also ein Kind möchte erkundige ich mich beim Doc wie ich herausfinden kann, ob ich überhaupt schwanger werden kann und dann überlege ich ob ein Kind für mich in Frage kommen kann oder nicht!

Zum anderen ist dies hier ein Thema mit dem ich mich schon selbst sehr früh beschäftigt habe, da ich selbst immer Kinder haben wollte. Zwei an der Zahl und das auch damals mit 18! Ich bin so froh, dass ich diesem Wunsch nicht nachgab und meine Vernunft siegte, denn drei Jahre später fing ich mir den MRSA ein und mit meiner Gesundheit ging es binnen 6 Monaten sowas von Berg ab von einer Lufu von 70% auf 50% und dann nochmals auf 35%. Heute liegt sie bei 29% wenns ein guter Tag ist.Mir wurde schnell klar, das wenn die Kinder ebenfalls CF haben ich nicht wüsste wer sich darum kümmert. Einfach aus dem Grund weil ich in einer Zeit aufwuchs in der es hiess CFLer dürfen untereinander nicht zusammen treffen um sich nicht mit Keimen zu infizieren! Klar heute sieht das alles anders aus, aber zu der Zeit damals war es halt Fakt für mich. Wie sollte ich mich also um ein Baby kümmern was auch CF hat?! Wenn es einen Pa bekommt oder wie ich jetzt nen MRSA habe.. das kann das Kind töten und viel eher in Mitleidenschaft ziehen wie mich. Ich habe bis Dato keinen Keim gehabt, aber kann das jeder von sich behaupten?!

Ich habe mir den Bericht im TV angeschaut mit Manja Yoli, es ging Hauptsächlich um ihre TX aber sie haben ihren Mann und ihre 11 jährige (oder 10) Tochter gezeigt. Das Kind hatte sich an den schlechten Gesundheitszustand ihrer Mutter gewöhnt, lebte damit und kannte es wohl auch nicht mehr anderes. Das Mädchen lebte nicht wie jedes andere Kind, durfte keine Freunde mit nach Hause bringen, weil dies zu stressig und gefährlich für die Mutter wäre! Ist das ein Leben was sich ein Kind wünscht? Klar Kinder stecken das oft anders weg... aber ich selbst habe zwei Nichten im Alter von 7 und 9 Jahren. Als ich letztes Jahr eines der beiden Mädchen über Nacht bei mir hatte und am nächsten Tag von jetzt auf gleich plötzlich akut keine Luft mehr bekam ins KH musste und meine Eltern mit meiner Schwester und der anderen Kleinen kamen um mich zu holen.. werde ich die Blicke der Mäuse und die Angst in ihrem Blick niemals mehr vergessen! Zwei kleine Mädchen die genau wissen dass ihre Tante tot krank ist, eine neue Lunge braucht um weiter leben zu können.. also genau wissen worum es geht.. bekommen live mit wie es von einer auf die andere Sekunde mit der Gesundheit in den Keller gehen kann. Wie würde unser einer sich da fühlen?!

Wir sind nun mal keine Kranken die im Rollstuhl sitzen.. sondern wir haben eine Krankheit die durch Keime verschlimmert wird. Was ist wenn das Kind Masern, Mums, Röteln oder einfach nur eine Halsentzündung bekommt. Wie soll die Mutter sich drum kümmern, oder wie soll es dem Kind gehen wenn die Mutter Keime hat die für das Kind nicht gut sind!

Soll es ständig von Mama zu Oma und Opa abgeschoben werden?! Wie soll es leben? Klar je jünger ich bin um so unfortgeschrittener scheint die CF zu sein, aber können wir in unsere Körper hinein gucken? Sehen wir ob die Lunge nicht schon vereitert ist?! NEIN!

Ich habe meine Meinung und finde es unverantwortlich sich als FRAU hinzustellen zu wissen man ist tot krank möchte aber dennnoch ein Kind in diese Welt setzten ohne zu wissen wie lange ein Kind was von mir hat. Ich bin mitlerweile 26 Jahre alt und ich wende mich heute noch an meine Mutter ich stelle es mir unglaublich schmerzhaft vor sie nicht mehr an meiner Seite zu wissen. Wenn sie sterben würde würde für mich auch heute eine Welt zusammen brechen. Was für meine Vater genaus zählt, jedoch habe ich eine sehr innige und tiefe Bindung zu meiner Ma, was sicherlich auch sehr mit der CF zu tun hat.

Es ist ganz allein Deine Entscheidung und auch wie Ann wünsche ich Dir Stärke Kraft und vor allem Gesundheit, falls Du ein Kind bekommen möchtest und solltest...

Gruss
Jess
Jess
 

Beitragvon caro am 22.03.2006, 21:39

Hier wurd schon ziehmlich viel gepostet.

Ich denk die Frage muss jeder für sich selbst entscheiden Mukomaus. Und ich kann dir auch nur Raten auf dein Inneres zu hören.

Es ist sicherlich nicht leicht ein Kind großzuziehen, wenn man selbst CF hat. Aber man muss das Kind nicht immer zu Oma und Opa abschieden, wenn es die typischen Kinderkrankheiten wie Röteln usw. hat.
Ich lebe seit 3 Jahren mit meinem Freund zusammen (keine CF), denoch hat er jedes Jahr Angina oder Grippe. Ich bin deswegen nicht ausgezogen oder hab ihn rausgeschmissen, ich hab mich einfach um ihn gekümmert das er wieder gesund wird. Und selbst eine nicht CF betroffene Mutter mit Grippe schaut das Kind nicht anzustecken. Ich persönlich mach mich nicht mehr Verrückt mit Keimen. Keime sind immer überall. Soll ich deswegen Kundschaft nicht mehr die Hand geben ? Oder meinem Schatz keinen Kuss mehr ?

Mit 18 Mutter zu werden hat seine Vor- und Nachteile.
Die Frage ist warum man Kinder möchte ? Damit der Partner was übrig bleibt wenn man stirbt? Als Selbstverwirklichung ? Um sich als Frau zu fühlen ? Als Anerkennung ? Oder weil man ein Kind als eine Bereicherung des Lebens ansieht und weil es dem natürlichste auf der Welt sich Fortzupflanzen und sich somit jeder Mensch sich irgentwann mit seiner Biologie auseinandersetzt ?

Ich persönlich bin für Frauen mit CF die ihren Wunsch nach einem Kind verwirklichen, solange die Umstände entsprechend sind ( Wohnung, Partner, Arbeit, Bezugspersonen und Leute die Helfen könnten bei Notfällen wie Eltern, Freunde und Verwandte vorallem aber die Gesundheit).

Die Mutter meiner Tochter (6) ihrer Schulfreundin leidet auch an CF. Ich muss sagen die Erziehung der Tochter ist super. Und auch der Mutter geht es gut, ich hab großen Respekt wie die Frau das meistert. Aber es ist der beste Beweis das es Funktionieren kann. Und ich hoffe für alle die sich das Wünschen das sie es auch erleben können ohne bösen Überraschungen !
Caro
caro
 

Beitragvon sven am 24.03.2006, 17:45

Ich hab mir ein SOS Kinderdorf Patenkind "angeschafft". Das ist zwar kein ersatz für ein eignes Kind, aber besser als nichts. :-)
sven
 

Beitragvon Gast am 27.03.2006, 23:12

Hallo an Alle,

also wenn man dass hier so alles liest, vergeht einem echt die Lust auf Kinder in die Welt setzen.
Wenn alle so übervorsichtig an das Thema Kinder und CF herangehen, dann Gute Nacht ! Klar sind viele Punkte im Alltag, die nicht selbstverständlich sind, wenn man weniger Puste hat - aber seid doch mal ehrlich: Die jenigen, die sich bei CF für Kinder entscheiden, wissen doch genau, dass es ohne Unterstützung von Parnter, Familie oder Freunde nicht reibungslos funktioniert ! Es muss eben eine Unterstützung her, wenn man z.B: einen Infekt hat. Zum Thema Haushalt: Zur Not gibt es auch noch Haushaltshilfen, die man sich besorgen kann! Liebe Menschen aus dem eigenen Umfeld machen es vielleicht auch ohne Bezahlung.

Und: die Tatsache, dass man früher stirbt: wer so negativ von vorneherein denkt, sollte es besser ganz lassen! WER garantiert denn, dass Personen ohne CF nicht auch früher sterben ? KEINER !!! Bei der Krebsrate, die mittlerweile herrscht .... !!!!

Dann dürften ja Personen, die an MS erkrankt sind, auch keine Kinder bekommen. Die Lebenserwartung ist auch geringer.
Letzlich sollte jeder für sich, aus seinem Umfeld und Gesundheitszustand heraus, selber entscheiden, ob er die Verantwortung für ein Kind übenehmen will.

In diesem Sinne,
Ciao
Gast
 

Beitragvon Gast am 28.03.2006, 07:46

von gast zu gast:
du sprichst mir echt aus der seele. der beste beitrag zu diesem thema bislang.
Gast
 

Beitragvon Heischeisch am 28.03.2006, 16:27

Vorab: es geht nicht um die Frage des Erlaubens. Die stellt hier niemand!

Mir ist ein fiktives Beispiel eingefallen:
nehmen wir an, es gäbe eine angeborene, vererbbare Krankheit XX mit einer bekannten durchschnittlichen Lebenserwartung von nur 16 Jahren, die wenigsten Menschen schaffen es bis 30 Lebensjahr. Niemand weiß genau, warum, usw.
Dann wäre es ja wohl doch klar, dass für die Argumentation "auch ohne XX kann man früher sterben" die Luft dünn ist, oder? Und was es in unserer Gesellschaft bedeutet, mit vielleicht 3 Jahren keine Mutter mehr zu haben, sollte man sich schon auch genauer ausmalen, das ist vielleicht nicht lustig. Das Risiko ist auch schwer kalkulierbar.
Bei CF ist die Situation glücklicherweise deutlich besser, aber leider verliert auch heute noch manches Kind mit CF den Kampf mit der Mukoviszidose. Bei 50 bis 60% liegt der Anteil der unter 18-jährigen Menschen mit Mukovizidose.
Nur eine kleine (wenn auch mit der Zeit wachsende) Zahl an Menschen mit CF kommen überhaupt in die Lage, sich über Kinder gedanken zu machen. Der Fortschritt ist ja da, also wird die in diesem Thread geäußerte Frage zunehmend wichtiger.

Irgendwo zwischen diesen beiden Punkten (fiktive Erkrankung XX und CF) liegen halt die Grundlagen für die Entscheidung des Einzelnen.
Es geht oder geht nicht nur durch eine feste, wohlbedachte Wahl des Einzelnen.
Übrigens: eine Entscheidung gegen den Kinderwunsch ist bestimmt auch kein Zuckerschlecken. Genauso wenig wie umgekehrt.
Ich habe Respekt vor denen, die sich entschlossen haben, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen!
Richtiger, als "es irgendwie auf sich zukommen lassen" (sinnvoll allerdings für Unplanbares) ist es allemal.

Liebe Grüße
Kai-Roland Heidenreich
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