Angst um Zukunft

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Angst um Zukunft

Beitragvon summergirl am 02.01.2007, 22:10

Hallo Ihr Lieben,

ich brauch Euren Rat, mein Freund macht sich seit ein paar Wochen ziemliche Gedanken um meine bzw. unsere Zukunft!
Er hat sich viel über CF informiert als ich ihm gesagt hab das ich darunter erkrankt bin und hat mir versichert das er mir immer beistehen würde, egal was passiert!
Nun ist es ja so das es mir sehr gut geht und mein Leben zur Zeit nicht eingeschränkt wird durch die CF, doch ich weiß (und das hab ich ihm auch gesagt) das es sicher irgendwann anders sein wird.
Naja, und am Wochenende hat er mir dann zum erstenmal gesagt das er aufgrund der CF schon ein bisschen Angst vor der Zukunft hat, weil er mich nicht verlieren will etc.!
Das hat mich total berührt! Ich weiß aber auch nicht wie ich ihm die Angst nehmen kann...ich war bisher noch nicht in solch einer Situation das sich jemand so Sorgen um mich gemacht hat!

Habt Ihr irgendwelche Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht?
Ich will ihm die Angst ein stückweit nehmen und will ihm klar machen wie gut es mir geht und das es nicht gleich das Ende bedeuten muss wenn ich mal nen Infekt hab oder ähnliches!

LG
summergirl
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Beitragvon Mukoline am 02.01.2007, 22:23

Hey..
Also ich habe auch CF und habe auch einen Partner. Mir geht es gesundheitlich schlecht und das belastet die Beziehung schon sehr. Aber wenn man sich liebt, dann schafft man alles.

Diesen Spruch finde ich dumm, denn man kann die CF nich besiegen. Man kann sie nur bekämpfen.

Sei froh und genies die zeit, in der es dir noch so gut geht und ihr noch alles zusammen machen könnt, irgendwann wird das auch ncih mehr gehen. Ich weiß es. Bei mir kam die Verschlächterung innerhalb von ca 1-2 jahren, von keinem Sauerstoff auf 24 Std. Sauerstoff.

Viel Glück und Spaß
LG Nina
Mukoline
 

Beitragvon Jens am 03.01.2007, 15:00

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 20:34, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon Esperanza am 03.01.2007, 15:10

Jens hat geschrieben:Was davon Dein Leben bestimmt, darfst Du als freier Mensch selbst entscheiden.


Das sagt sich so leicht... :roll:
Wolken waren da und
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Beitragvon summergirl am 03.01.2007, 17:59

@ Jens

Zuversicht und Hoffnung hab ich, aber die würde ich auch gerne meinem Freund vermitteln und ich weiß einfach nicht wie!
summergirl
 

Beitragvon engelchen am 03.01.2007, 18:25

Auf Grund der Neuen Nutzungsbedinungen sehe ich mich gezwungen meine Meinungen zu verschiedenen Themen zu löschen. Für ev. später aufkommende Fragen stehe ich dann nicht mehr zur Verfügung!

engelchen
Zuletzt geändert von engelchen am 13.03.2008, 16:24, insgesamt 1-mal geändert.
engelchen
 

Beitragvon summergirl am 03.01.2007, 18:40

Danke engelchen....! :)

Das tat gut...
summergirl
 

Re: Angst um Zukunft

Beitragvon Carmeli am 03.01.2007, 19:41

Hallo Summergirl
Hier zwischen den Zeilen ein kurzer Gedanke.

summergirl hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben,

ich brauch Euren Rat, ... Nun ist es ja so das es mir sehr gut geht und mein Leben zur Zeit nicht eingeschränkt wird durch die CF, doch ich weiß (und das hab ich ihm auch gesagt) das es sicher irgendwann anders sein wird.


In jedem Leben ist das so, dass der Gesundheitszustand irgendwann schlechter wird. Auch Dein Freund wird davon nicht verschont.

Naja, und am Wochenende hat er mir dann zum erstenmal gesagt das er aufgrund der CF schon ein bisschen Angst vor der Zukunft hat, weil er mich nicht verlieren will etc.!


In unserer Ambulanz ist eine CFlerin, die ist 65 und recht fit.

Liebe Grüße
Carmen
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Beitragvon Joui am 03.01.2007, 21:37

Jens hat geschrieben:Es kann der Fall eintreten, dass sich der Gesundheitszustand rapide verschlechtert. Es kann aber auch sein, dass man sich bis an sein Lebensende (80+) in stabiler Verfassung befindet.


Man sollte schon realistisch bleiben. Die Chance, dass mal ein Cfler das normale Rentenalter erreicht, ist nun mal verschwindend gering!
Besser, man setzt sich mal bisschen mit der sehr wahrscheinlich negativen Zukunft auseinander, um vielleicht auch seine Ängste im Griff zu bekommen oder vorzubeugen, anstatt dann mal irgendwann vor vollendeten Tatsachen zu stehen...
Gruß, Johannes



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Beitragvon Jens am 03.01.2007, 22:35

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 20:35, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon Esperanza am 03.01.2007, 22:52

Jens, dass es solche glücklichen Fälle gibt, wird hier keiner abstreiten. Aber Fakt ist, dass die durchschnittliche Lebenserwartung eben wesentlich niedriger ist. Da läßt sich nunmal nicht dran rütteln. Und da stimme ich auch Joui zu, man sollte das realistisch sehen, auch wenn wir sicherlich alle gerne genauso zu den rüstigen 65-jährigen gehören wollen. :)
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Beitragvon meldav am 03.01.2007, 23:08

also ich hab schon die Hoffnung, recht alt zu werden (Richtung 65-jährige Dame in Carmens Ambulanz) - wenn es heute schon so viele "alte" CFler gibt, denen vor 20 Jahren nicht die Möglichkeiten zur Verfügung standen, wie wir sie heute haben. Ich denke, wir wissen nicht, wie alt man heute mit CF werden kann, weil sich ja in den letzten Jahren einiges getan hat. Ich bin optimistisch (Optimisten leben oft eh länger ;o)). Naja - meine Meinung ... irgendwann wissen wir mehr :o)
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Beitragvon Joui am 03.01.2007, 23:30

Jens hat geschrieben:Willst Du keine Altersvorsorge betreiben

Naja, die Rentenversicherung ist ja sowieso gesetzlich vorgeschrieben… von daher bezahlt da eh jeder Erwerbstätige ein (falls ich Blödsinn red, bitte korrigieren. Hab im RL noch keinerlei praktische Erfahrungen damit gemacht). Eine Private Altersvorsorge (wie z.B. Riester-Rente) würde ich jetzt für meinen Teil nicht abschließen ;)




Jens hat geschrieben:
Joui hat geschrieben:Man sollte schon realistisch bleiben.

Aber was soll das sein?
Willst Du der 65 Jahre alten Dame damit etwa ins Gesicht sagen, sie sei unrealistisch? :wink:

Die mittlere Lebenserwartung liegt in Deutschland nun mal bei um die 35 Jahre, also kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie wahrscheinlich es ist so alt zu werden. Klar ist zwar, dass umso später man geboren wird, umso höher die Lebenserwartung ist, ABER laut dieser
Zukunftsprognose werden die CFler, die in den 90ern geboren wurden, im Schnitt auch nur so um die 45, also immer noch kein Rentenalter (wobei sich immer die Frage nach dem medizinischen Fortschritt stellt, wann CF z.B. einmal heilbar sein wird…)

Tut mir leid, wenn ich hier jemanden die Stimmung vermiese ;) aber was bringt das denn, wenn man sich immer alles schön redet?!
Gruß, Johannes



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Beitragvon Jens am 04.01.2007, 00:34

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 20:35, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Re: Angst um Zukunft

Beitragvon Joui am 04.01.2007, 09:27

z.G. ist das kein Blödsinn...

wikipedia hat geschrieben:Die GRV (gesetzliche Rentenversicherung) unterscheidet generell zwischen Versicherungspflicht und Versicherungsfreiheit. Die Versicherungspflicht umfasst nach § 1 SGB VI alle abhängig beschäftigten Arbeitnehmer einschließlich der Auszubildenden anlässlich der erstmaligen Aufnahme einer Arbeitstätigkeit. Als Pflichtmitglieder einbezogen sind alle sonstigen Verdiener, wenn sie nicht wegen eines sehr kleinen Einkommens oder wegen einer Absicherung in einem anderen Alterssicherungssystem versicherungsfrei sind; hier sind besonders die „klassischen“ selbständig ausgeübten Berufe zu nennen, die in berufsständischen „Kammern“ mit eigener Altersversicherung organisiert sind: Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Handwerker....

Pflichtmitglieder sind unter anderem auch:

Wehr- und Zivildienstleistende,
Bezieher von Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld oder Krankengeld,
selbstständige Handwerker (wenn 18 Jahre mit Pflichtbeiträgen vorliegen, gibt es aber Befreiungsmöglichkeiten),
weitere selbstständig Tätige wie Hebammen, Seelotsen, Künstler, Publizisten, Küstenschiffer und Küstenfischer, Ich-AGs, freiberufliche Lehrer und Erzieher,
Selbstständige mit einem Auftraggeber (Scheinselbstständige),
Pflegepersonen nach dem Pflegeversicherungsgesetz (in bestimmten Fällen),
Gewerbetreibende, die keine sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer (mindestens Minijob) beschäftigen.
Weiterhin können alle übrigen Selbstständigen der gesetzlichen Rentenversicherung auf Antrag als Pflichtmitglieder beitreten und alle weiteren in Deutschland lebenden Personen ab dem 16. Lebensjahr freiwillig Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen.

Bezieht jemand Einkommen aus mehreren Tätigkeiten, die der Pflichtversicherung unterliegen, so liegt faktisch eine Mehrfachversicherung vor. Diese ist jedoch rechtlich toleriert, da dann - wie bei Selbstständigen - Sozialversicherungsbeiträge auf die Summe aller Einkünfte zu zahlen sind, allerdings nur bis zum Erreichen der Beitragsbemessungsgrenze.

Versicherungsfreiheit besteht nach § 5 SGB VI für Beamte, Richter und Berufs- oder Zeitsoldaten. Außerdem können bestimmte Personengruppen von der Versicherungspflicht befreit werden, z. B. Ärzte, Ingenieure, Architekten, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte (§ 6 SGB VI). Diese Mitglieder der freien Berufe müssen jedoch Kammermitglied und über deren Vorsorgeeinrichtungen versichert sein.

Gruß, Johannes



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