Geschwister

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Geschwister

Beitragvon AM am 14.12.2006, 11:26

Wer kann mir Tipps geben in Bezug auf die Gefühle und das heranführen von " kleineren"( 13 J), gesunden,Geschwisterkindern.
1 Jahr Ungewissheit und Krankenhausaufenthalte mit meiner Tochter liegen hinter uns. Mein Sohn mußte in dieser Zeit viel leisten. Ich dachte immer ich hätte mich auch um ihn genug gekümmert,doch jetzt sehe ich,dass er sich völlig allein fühlt. Er ist viel verschlossener und ruhiger und sogar die Lehrer sagen er wäre so anders vom Verhalten.( Entgenengesetzt von Zuhause ...aufmüpfig,grob.....)
Wer steckte schon mal in solch einer Situation und was hätter er da gebraucht?
AM
 
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Geschwister

Beitragvon Joka am 14.12.2006, 13:16

Hallo AM!

Das kommt mir sehr bekannt vor, bin damit auch total überfordert.
Dennoch habe ich das Gefühl, dass meine Kinder aus der besonderen Situation etwas machen. Beim Ältesten ist aber das Hauptproblem das Alter (auch noch pubertierend) Daher wünsche ich mir immer, dass er auf einen Erwachsenen trifft, natürlich außerhalb der Familie, der ihm eine Projektionsfläche bietet. Das ist aber sehr unwahrscheinlich in einer Zeit in der "jeder jedem zeigen will, wo es langgeht", auch Professionelle. Daher bemühe ich mich gedanklich nicht festzulegen, wie er mit emotional belastenden Situationen umgehen wird, kann oder soll. Obwohl ich weiss, dass ich das Problem nicht lösen kann, ist es für mich trotzdem immer irgendwie da.

LG
Joka
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Beitragvon engelchen am 14.12.2006, 13:18

Auf Grund der Neuen Nutzungsbedinungen sehe ich mich gezwungen meine Meinungen zu verschiedenen Themen zu löschen. Für ev. später aufkommende Fragen stehe ich dann nicht mehr zur Verfügung!

engelchen
Zuletzt geändert von engelchen am 13.03.2008, 16:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon AM am 17.12.2006, 19:59

Hallo,
bin ich froh,dass das Problem nicht nur bei mir so ist.
Hab gestern ein langes Gespräch mit meinem Sohn gehabt. Komisch was er alles mitbekommen hat. Ich glaube ein Gespräch,zum richtigen Zeitpunkt, ist das Beste. Unglaublich welche Gefühle,Unsicherheiten und Ängste er hat. Eigentlich braucht er auch ( so wie wir alle in der Familie) psychologische Unterstützung. Diese Krankheit hat uns alle umgehauen und jeder muß erst irgentwie damit fertig werden. Ich kann nur hoffen,das jeder von uns den richtigen Weg findet. Keine Ahnung wo man da Hilfe bekommen kann!
AM
 
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Beitragvon marcylaila am 17.12.2006, 21:42

AM hat geschrieben:. Keine Ahnung wo man da Hilfe bekommen kann!

Liebe AM,
auch ich kenne die vom dir beschriebene Problematik.
Ich habe in der gleichen Rubrik , schau einfach mal weiter unten bereits einen Thread" Geschwisterkinder eines cf Kindes- wie gehen sie damit um" vor einiger Zeit eröffnet.
Ich denke mal , dass ihr in der Ambulanz auch psychologische Hilfe angeboten bekommt. Bei uns ist das zumindest so.Das Gespräch muss man nicht annehmen, man kann es aber.
Das Team einer CF Ambulanz besteht bei uns aus: Arzt, KG, Ernährungsberaterin, Sozialarbeiter und Psychologin.
LG ULI
marcylaila
 
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Beitragvon schurig am 18.12.2006, 16:23

Hallo,

genau für dieses Problem ist die familienorientierte Reha in Tannheim da.
Dort bekommen auch die Geschwisterkinder Aufmerksamkeit.

Übrigens passiert das auch bei zwei kleinen CFlern, wie bei uns. Lisa ist öfter krank als Julius, braucht mehr Therapie (und damit Zuwendung) als Julius. Das spürt er natürlich, aber was kann man machen....

Schöne Grüße
Michael
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Beitragvon AM am 20.12.2006, 09:45

Ich habe schon so viel gutes über Tannheim gehört, aber Mona soll allein in Reha,sagte der Arzt. Kann da denn die ganze Familie hin? Und wie kann man das anstellen? Ich glaube nicht,das das bei uns funktioniert. Wir haben einen kleinen Landwirtschaftl. Betrieb. Nur die Kinder geht warscheinlich auch nicht,da mein Sohn,so hoffe ich,gesund ist.
AM
 
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Beitragvon schurig am 20.12.2006, 11:19

Hallo AM

Nach Tannheim SOLL die ganze Familie.

http://www.tannheim.de dort findest du auch einen Hinweis, wie man es beantragen muss.

Neben dem rein "medizinischen" geht es speziell darum, das Familienleben wieder einzurichten und den Geschwistern sowie den Eltern (einzeln und in ihrer Paarbezieheung) die Aufmerksamkeit zu geben, die sonst leicht fehlt.

Aber als Landwirte ist das wirklich schwierig, das glaube ich.
Wenn deine Tochter alleine fahren soll, ist sie bestimmt kein kleines Kind mehr. Irgendwann ist das dann auch richtig. Sie soll sich ja auch abnabeln können und die Verantwortung führ ihre Gesundheit zunehmend selbst übernehmen.

Schöne Grüße
Michael
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Beitragvon AM am 20.12.2006, 20:45

Ich denke auch,meine Tochter muß damit leben lernen. Es ist doch schon ziemlich spät für sie da hinein zu wachsen. Ich denke wir versuchen sie nach Wangen zu bekommen. Der Vorteil ist,das sie das schon etwas kennt.
AM
 
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