Ist CF im Laufe der Zeit doch ein Beziehungskiller ?

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Beitragvon Sterncaro am 21.12.2006, 17:14

Hallo. Ich hab eure Beiträge gerade sehr interessiert gelesen. Kurz zu mir, ich bin 22 und momentan in einer Beziehung die jetzt etwas mehr als ein Jahr besteht. Ich hatte vorher eine Beziehung die 3 1/2 Jahre hielt und kurz gesagt auseinander ging weil mein Partner einerseits immer viel auf die CF geachtet hat und ich so normal wie möglich leben wollte und das vor allem auch immer getan hab.
In meiner jetztigen Beziehung ist die CF kein großes Thema und ich muss sagen, dass finde ich sehr gut. Mein Freund weiss über die CF im groben Bescheid und wenn es mir nicht gut geht oder ich ernsthafte Probleme hab ist er für mich da und versorgt mich, aber er macht das so als ob er jemanden "normal kranken mit einer grippe" versorgt. Ich habe ihn langsam herangeführt an die CF, hab ihm in ruhe erklärt was das ist und was das macht und wo das evtl hingeht. All` das hat er sich angehört und wenn ich in der Ambulanz war, nimmt er das auch auf an Informationen und ansonsten hält er sich weitesgehend raus aus den CF Sachen im Alltag. Und ich muss sagen das find ich sehr gut. In meiner vorhergehenden Beziehung war es so das mein Ex Freund immer um mich rumgesprungen ist und ständig gefragt hat ob ich inhaliert hab und die Medi`s genommen hab. Das ging mir irgendwann auf die Nerven, weil ich doch alt genug bin das allein hinzubekommen. Jetzt weiss ich, es ist jemand in schlechten Zeiten für mich da und den Rest der Zeit wird mir ein normales tolles und gesundes Leben geboten indem die CF einfach keine Rolle spielt bzw nur für mich eine Rolle spielt, weil ich ja husten muss. Das was man dann merkt das ich schlechter Luft kriege oder huste ist dann einfach so....und das ist sehr angenehm. Aber ich denke da brauch jeder Mensch und sicherlich auch jeder CF`ler ein unterschiedliches Pensum an Aufmerksamkeit von dem gesunden Partner...ich find das so sehr beruhigt, weil es heisst doch immer das wir CF`ler so normal wie möglich leben sollen....und da streite ich mich dann wirklich lieber darum ob die Zahnpastatube zugemacht werden soll oder nicht...als darum ob ich meine Tabletten ordnungsgemäß genommen hab.

Liebe Grüße
Sterncaro
 

Beitragvon Jessy am 21.01.2007, 17:44

Hy Elly. Ich bin jetz seit über einem Jahr mit meinem Freund(CF) zusammen und ich muss sagen ich hab noch keine einzige minute daran gedacht ihn im stich zu lassen! S fällt mir zwar oft sehr schwer,weil ich manchma probleme damit habe mit seiner muko klar zu kommen. Aba ich würd ihn niemals im stich lassen, egal was kommt.
Ich persönlich versteh die entscheindung deines ex absolut nicht! ich mein ihr wart 6 jahre zusammen, und jetz aufeinma kommt ihm der gedanke er schafft des net?? Hallo? klar, komme da schwere zeite auf einen zu, aber deswege lass ich meinen Partner doch net hänngen! Und dann au noch 6 monate nix zu sagen, is echt heftig! Ich weiß net ob ich so denk, weil ich selbst n freund mit cf hab, aba ich könnte des niemals, jemanden hängen zu lassen, nur weil ma denkt sein eigenes Leben isch vorbei weils dem partner mal schlecht geht! Ich hab auch Angst meinen freund zu früh zu verlieren, Angst das s ihm vll. nicht mehr lang so gut geht wie jetzt! Aber ich denk in erster Linie an meinen Spatz, weil er s wichtigste in meinem Leben isch!
ich würd jetzt net sagen, das dein freund dich net geliebt hat, aber ich finds einfach sch** das er einfach so verschwunden isch! Ich wünsch dir alles liebe und gute! Und kopf hoch, du findest irgendwann jemanden der sicher 100% zu dir steht! ich wünschs dir sehr!
Liebe grüße, Jessy
Jessy
 

Beitragvon DaniDan am 01.02.2007, 14:01

bin mittlerweile seit über einem Jahr in einer festen Beziehung meine Freundin weiß über alles bescheid in unserem Falle glaube ich das ich mir mehr Sorgen über unsere Zukunft mache als Sie is halt nicht so einfach alles wenn man nicht weiß wie der Krankheitsverlauf in den nächsten Jahren sein wird
DaniDan
 

Beitragvon Heischeisch am 18.02.2007, 01:39

CF ein Beziehungskiller?

Von der Warte aus betrachtet, dass Menschen mit CF ganz besondere Menschen sind: bestimmt NEIN!

Ich glaube, Liebesbeziehungen scheitern eher an anderen Fragen. Hauptproblem ist in meinen Augen, wenn man aufhört, miteinander wirklich übereinander zu sprechen.

Liebe Grüße
Roland
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Re: Ist CF im Laufe der Zeit doch ein Beziehungskiller ?

Beitragvon Schneewittchen am 20.12.2008, 21:38

Hallo.

Dass CF ein Beziehungskiller ist, ist relativ, wie ich finde.

Ich bin jetzt seit fast drei Jahren in einer Beziehung mit einem Freund, der jünger ist als ich, aber sehr reif für sein Alter, also mit mir mithalten kann. 8)

Eine Beziehung besteht ja aus mehr, als nur aus purer Liebe, man muss sich auch verstehen, auf einer Wellenlänge schwimmen. Ob dies nun der Fall ist oder nicht, ist ja unabhängig davon, ob ein Partner krank ist.
Ich denke, um eine Beziehung unter solchen Umständen zu führen, muss auch eine wirklich tiefe Bindung bestehen. Gesunde Menschen können sich oftmals garnicht vorstellen, welche Probleme auftreten können, aber man kann sich doch sehr glücklich schätzen, wenn man diese miteinander bewältigt.
Wie Heischeisch schon sagte, sind CFler besondere Menschen, aber auch ihre Beziehungen sind besondere. Natürlich auch Beziehungen mit anderen Erkrankungen, ich beziehe da alle mit hinein.
Ich bin stolz auf meine Beziehung, sogar sehr: Wir haben das Problem des Altersunterschiedes, die Muko und diverse psychische Probleme meinerseits, auch bin ich oft nicht einfach und trotzdem gehen wir nach wie vor gemeinsam durch das Leben. Einige sagen sogar, wir wären ein vorbildliches Traumpaar. :oops: Drei Jahre sind nicht die Welt, aber es ist doch schon eine geraume Zeit, in der andere feststellen, dass es doch nicht geht.

Das Problem heutzutage ist auch, dass viele Menschen sich nicht öffnen können, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben. Da wird erstmal getestet, dann traut man sich nicht bestimmte Themen zu besprechen, bei anderen wiederum geht alles viel zu schnell, die lernen sich garnicht richtig kennen, kommen nur oberflächlich in Kontakt und lernen sich dann erst kennen, wenn sie bereits ein Paar sind.
Man muss offen miteinander über alles reden, fällt es auch noch so schwer, man muss Kompromisse eingehen (ich geb zu, das ist manchmal mein Problem) und Egoismus ist schon mal garnicht angebracht. Eine Beziehung ist hart, jeden Tag, was aber viele nicht sehen wollen bzw. weglaufen, sobald es schwierig wird: Durchhalten ist gefragt. :wink:

Ich möchte hier keine Ratgeberstunde abgeben, ich finde nur, dass wir besondere Menschen mit besonderen Problemchen sind, diese aber auch bewältigen können und dadurch (zusammen)wachsen; das bleibt vielen (leider?) erspart. Die Liebe kann wachsen, wenn man gemeinsam durch schwere Zeiten geht, eine Beziehung ist genauso in ständiger Bewegung und Wandlung wie die Personen, die diese eingegangen sind.

Mich motiviert dieser Gedanke extrem.
Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen.
Schneewittchen
 
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