Geschwisterkinder eines cf Kindes...wie gehen sie mit allem

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Beitragvon Ann am 15.10.2006, 19:11

Hallo,

bei uns (ich habe noch zwei Geschwister, beide Jungs sind jünger als ich) wurde ich schon etwas bevorzugt. Das lies sich oft aber gar nicht vermeiden.

LG Ann
Ann
 

Beitragvon Heischeisch am 15.10.2006, 20:49

Hi Uli,
bei uns haben wir kein Problem damit. Weder nutzt Julian (6 J.) seine Situation in irgendeiner Weise aus (er kennt es ja auch nicht anders als von-Geburt-an-Diagnostizierter), noch haben die beiden Geschwister (5 und 11 Jahre) auch nur einmal bisher den Eindruck gemacht, sich wegen Julians CF zurückgestellt zu fühlen. Natürlich haben wir da als Eltern alle Antennen ganz offen...
Zu der grundsätzlichen Frage der Gleichbehandlung fällt mir etwas ein, was wir auch irgendwie bei unseren Kindern anwenden, nämlich Intuition anstelle eines Gleichbehandlungskrampfs...
Ich erklär es mal an einem Beispiel... Es gibt Menschen, wenn die sich Geld leihen oder zum Essen einladen oder oder oder, scheint ihnen nichts anderes übrig zu bleiben als zu zählen, wieviel Geld der andere, wieviel Einladungen der andere schon gegeben hat bzw. bekommen hat.
Nach Buchhaltermanier versucht man dann die Übersicht zu halten.
Uns schwebt etwas anderes vor: man solle das Gefühl befragen! Das entspricht doch viel mehr der menschlichen Natur. Man kann damit viel mehr erreichen, zumal man in verschiedenen 'Währungen' usw. arbeiten kann. :D
Liebe Grüße
Roland
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Beitragvon Andrea am 24.10.2006, 18:34

Hallo -

da kann ich mich meiner "Vorschreiberin" nur anschließen.
Ich finde es wichtig gleich und gerecht (nicht wirklich zu schaffen!!!) auseinanderzuhalten. Man kann Geschwister nicht GLEICH behandeln. Das wäre unGERECHT.
Ein Kind was krank ist, vielleicht im Krankenhaus liegt, bedarf einfach mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung und ich finde auch ein Geschenk ist dann (ohne einen direkten "Geschwisterausgleich") angemessen.
Auch im Alltag gibt es hier dann entsprechende Gegebenheiten.
Wichtig ist meiner Meinung nach die Sache nicht zu überteriben und Verständnis zu vermitteln.
Ein Gespräch mit unsere "Großen" (9) tut dann uns beiden gut. Sie erzählt wie sie sich fühlt und warum. Aber auch ich erkläre meine Situation und mein Verhalten. So schaffen wir es vielleicht in der nächsten Situation uns beide angemessener zu verhalten.
Wichtig ist aber auch, sie weiß genau, wenn sie krank ist, bin ich genauso für sie da, vielleicht sogar noch ein bißchen mehr - damit sie es voll auskosten kann. Nein!!! Sie muß aber nicht krank werden, um Zuwendung zu bekommen.
In Zeiten wo dann weniger Stress ist, bekommt sie dann auch ihre Zeit. Ganz allein mit Mama Inliner fahren, allein mit Papa Eisessen,... und ganz viel Plaudern.

So handhaben wir das.
Aber natürlich gibt es wahrscheinlich trotzdem noch tausend Situationen wo sich einer der drei ungerecht behandelt fühlt. Aber das ist doch eigentlich "normal" unter Geschwistern.
Hier die Kurve zu kriegen und das nicht unverarbeitet zu lassen (DAS gibt dann bestimmt irgenwann HASSgefühle!!!) bemühen wir uns.

Gruß Andrea
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