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BeitragVerfasst: 26.08.2006, 14:26
von Miriam
HALLO,
ich kann das gut nachvollziehen. Nach der Diagnose unseres kleinen Sohnes war ich auch überrascht wie unsere Freunde so reagierten. Manche sagten:"Och, ist doch alles halb so wild. Später gibt es bestimmt Medikamente, die die CF heilen können." Sowas wollte ich überhaupt nicht hören, denn ich fand das ignorant. Andere fanden das nur schrecklich, haben schnell das Thema gewechselt und gefragt:"Und wie geht es euch sonst so?". Natürlich war das klar, dass jeder auch so reagiert, wie er selber mit dem Thema Tod und Krankheit für sich umzugehen pflegt. Manche wollen sich damit nic ht auseinandersetzen, denn für sie sind es im mer nur die anderen, denen Schreckliches passiert. Vielleicht muss man das auch einfach akzeptieren, dass die Reaktion auch nicht immer was mit einem selber zu tun hat, sondern eben vielmehr mit der jeweiligen Person.
Bei einer meiner Freundinnen habe ich mir einen Ruck gegeben und ihre Reaktion auf die CF thematisiert. Das war gut, wir konnten uns austauschen und auseinandersetzen. Vielleicht kannst du deine Enttäuschung ja auch mal ansprechen bei deinen Freunden.

Liebe Grüße
Miriam

BeitragVerfasst: 07.09.2006, 14:14
von Christoph
Ich kann dich auch gut verstehen, gibt es doch auch verschiedene CF-Persönlichkeiten. Der eine kann sehr gut auch eine andere Person zugehen und der Andere hat Mühe damit. Erstgenannter kann aus gesundheitlichen Gründen evtl. nicht in eine Disco, Pub, etc. und hat es so noch schwerer um neue Bekanntschaften zu schliessen.
Ich glaube es ist wichtig, sich nicht zu verschliessen und nicht in eine Art Selbstmiteilphase zu stürzen.

Ich habe auch nicht allzu viele Kolleg/innen, aber ich glaube die die ich habe stehen zu mir.

Grüsse
Christoph