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Kinderwunsch

BeitragVerfasst: 01.07.2006, 10:26
von henryschmidt2
Hallo Allerseits!

Da ich in meiner Beziehung nunn soweit bin, ernsthaft über Kinderwunsch nachzudenken, und ich bereits einen Mukoviszidose Fall in der Familie habe (meine Halbschwester), würde ich gerne wissen, wie die Vererbung von Mukoviszidose vonstatten geht.
Wenn meine Halbschwester erkrant ist, muss daß ja bedeuten, daß meine Mutter und ihr Ex-Mann beide Träger sind. Da ich gesund bin, muss mein Vater kein Träger sein. Wie ist jetzt das Risiko bei mir einzuschätzen? Bin ich sicher Träger?

Gruß

Henry

BeitragVerfasst: 01.07.2006, 13:33
von nummerneunnichteingeloggt
natürlich musst du kein träger sein. nichtmal, wenn ihr die gleichen eltern hättet müsstest träger sein! in jedem fall kannst du aber träger sein. dein vater kann auch träger sein. du müsstest einfach mal nach den bekanntesten mutationen bei dir suchen lassen. allerdings kann man dann nicht ausschließen, dass dein vater träger einer mutation ist die man jetzt noch nicht kennt bzw. nach der nicht gesucht wird. also du kannst nicht hundertprozentig sicher sein. du kannst theoretisch eine sehr sehr seltene mutation deines vaters haben aber die von deiner mutter nicht.

der erbgang ist übrigens autosomal-rezessiv damit sollte sich eigentlich alles von selbst erklären.

BeitragVerfasst: 03.07.2006, 13:33
von Gast
Hallo Henry,

da es viele Träger gibt, die Muko vererben "könnten" (jeder 20. in Deutschland, sprich: in jeder Schulklasse sitzt einer!), könnte es auch sein, dass deine Freundin Trägerin ist. Wichtig ist ja, dass beide Elternteile Träger sind, um überhaupt die Wahrscheinlichkeit von25% zu erreichen, dass ein Kind mit Muko geboren wird. Du allein als Träger wirst kein Kind mit Muko zeugen können, wenn deine Freundin keine Trägerin ist. Wenn es euch so beunruhigt, dann solltet ihr beide einen humangenetischen Test machen. Manchmal kann man auch den heterozygoten Test machen, also erstmal dich testen, denn wenn du kein Träger bist, erübrigt sich die Sache sowieso. Selbst wenn ihr beide Träger sein solltet, müsst ihr noch lange kein krankes Kind bekommen. Aber soweit ist es ja noch nicht.

Alles Gute
Miriam

danke

BeitragVerfasst: 03.07.2006, 18:03
von sirhenry2
danke schön für die guten und schnellen antworten!
ich werde dann mal schnellstmöglich einen tst machen lassen.
kann ich daß beim hausarzt in auftrag geben lassen oder muss ich dazu zum "spezialisten"? wenn ja, zu was für einen?

gruß

henry

BeitragVerfasst: 03.07.2006, 20:20
von Carmeli
Hallo Henry

Das Blut für die Genanalyse kann jeder Arzt abnehmen und verschicken. ABER bedenke, dass bei der Routine-Untersuchung nur auf die 30 häufigsten Mutationen untersucht wird. Es gibt aktuell ca. 1440. Also ein 100%iger Ausschluss, dass Euer Kind kein CF haben wird, gibt es auch mit der Genanalyse nicht.

Wenn man die Mutation Deiner Schwester kennt, dann könnte es schon Hinweise geben, da man gezielter schauen könnte.

Aber was machst Du, wenn Du eine CF-Mutation hast? Kein Kind oder doch ein Kind?

Liebe Grüße
Carmen