Bronchitol - Erfahrungsbericht

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Bronchitol - Erfahrungsbericht

Beitragvon bronchibär am 26.09.2012, 19:48

Liebe Forummitglieder - Nachdem ich die Anwendungsvoraussetzungen (Einnahme und mehrere Lungenfunktionen an einem Tag) bestanden habe inhaliere ich seit zwei Wochen per Inhalator 2 x 1o Kapseln jeweils morgens und drei Stunden vor dem Schlafengehen. Ziel ist die für den Abtransport des Schleims deaktivierten Flimmerhärchen auf der Lunge durch den Wirkstoff Mannitol (Zuckerlösung) wieder aufzurichten und den Schleim flüssiger werden zu lassen -
Der Wirkstoff erreichte nach drei Tagen und seitdem jeden Tag eine vollständige Reinigung für die ich bisher mehrere Stunden Inhalation mit Kochsalz/Sultanol benötigt hatte.
Inzwischen ist eine quasi Kernsanierung ähnlich IV erreicht, sodas ich innerhalb einer halben Stunde frei bin bzw. das neu produzierte Sputum ganz beiläufig im Laufe des Tages abgehustet wird - gleichzeitig wurde ein aufkommender Infekt im im Anfangsstadium (für den ich bisher Antibiotika gebraucht hätte) abgefangen.
Fazit: Ich bin ohne große Hoffnung an das Medikament herangegangen - wer nichts erwartet wird auch nicht entäuscht - aber Bronchitol schlägt alles was ich im Laufe der letzten über 50 Jahre ausprobiert habe - und das bei einer äußerst humanen Anwendung.
Zu meiner Person: männlich, Jahrgang 58, verheiratet studiert und selbständig - behandelt werde ich in der Muko-Ambulanz für Erwachsene/Jugendliche der Städt. Kliniken der Stadt Köln in Köln-Merheim zu meiner vollsten Zufriedenheit.
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Re: Bronchitol - Erfahrungsbericht

Beitragvon Joui am 30.09.2012, 19:46

Hallo,
danke für deinen Erfahrungsbericht. Mir wurde das Mannitol auch von meiner Ambulanz angeboten. Im Moment, so kurz nach IV geht*s mir noch zu gut, also wenig Sekretproduktion und so. Aber sobald sich das wieder ändert werde ich es auch mal ausprobieren. Bin schon sehr gespannt. Habe nämlich auch Berichte von CFlern gelesen bei denen das nicht geholfen hat...

Gruß
Johannes
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Re: Bronchitol - Erfahrungsbericht

Beitragvon bronchibär am 01.10.2012, 18:49

Guten Abend Joui-
Ich sitze gerade am Schreibtisch und nehme meine Bronchitoldosis für den Abend ein, wobei es sich bei mir eingespielt hat morgens 10 Kapseln und abends je nach Zustand eher die Hälfte einzuinhalieren- anfangs flankierend mit Pulmozyme aber inzwischen von mir abgesetzt, da nicht mehr nötig (spart der Kasse schönes Geld).
Anders als vielleicht Du sehe ich die Arznei eher als Dauermedikation - so wie Insulin bei Zuckerkranken - eine Zuckerlösung auf die Flimmerhärchen zu versprühen und die Lunge jeden Tag frei und das Sekret flüssig zu halten ist etwas anderes als mit Antibiotika den Infektionen immer hinterher zu hecheln.
Aber ich bin ja eher ein Protagonist in dieser Angelegenheit, die Dinge werden sich in der Schulmedizin einfinden - mit der Zeit.
In dem Sinne - ich wünsche allen eine gute Zeit man schreibt sich.
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Re: Bronchitol - Erfahrungsbericht

Beitragvon Joui am 26.11.2012, 17:25

Hallo,

im Laufe der letzten 4-6 Wochen hat sich bei mir wieder eine vermehrte Sekretproduktion eingestellt, so dass ich nun doch mal Lust bekommen habe, Bronchitol auszuprobieren.
Bisher war es so, dass ich morgens Pulmozyme inhaliert habe und Mittags so gegen 1 bis 2 Uhr erst einmal gut abhusten konnte, danach aber alles nur noch über Sport hätte mobilisieren können, was mir leider seit 2 Wochen nicht mehr ernsthaft möglich war. Die Folge: Immer mehr altes Sekret hat sich in der Lunge festgesetzt.
Nun ja, lange Rede kurzer Sinn. Ich nehme es heute erst zum 2. (!) Mal (am Donnerstag in der Ambulanz unter Aufsicht zum ersten Mal) und kann nur sagen, dass ich begeistert bin! Die Wirkung setzt bei mir nach bereits 1 bis 2 Stunden ein und hält ca. 15 Stunden an. So konnte ich Freitag Morgen, ca. 18 Std. nach Ersteinnahme, sogar noch ergiebig neues Sekret mobilisieren, was bei mir sonst nie klappt.
Noch ein erwähnenswerter Punkt: Das Abhusten fühlt sich soo schön Lungenschonend an... Bisher hatte ich oftmals durch intensive Therapie teilweise so gereizte Lungenstellen, dass dies sogar leichte Lungenblutungen verursachen konnte. Ich hoffe, dass das jetzt auch Geschichte ist.

Jetzt geht's mir zwar immer noch Sch****, aber das bei einer freien Lunge, was ich so bisher auch noch nicht kannte...;)
Gruß, Johannes



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Re: Bronchitol - Erfahrungsbericht

Beitragvon bronchibär am 25.05.2013, 21:29

Guten Abend Liebe Forumleser-
Inzwischen ist der Herbst/Winter vergangen auch wenn man es am Wetter nicht richtig merkt.
Meine Langzeiterfahrungen sind nach erster Begeisterung einem pragmatischen Umgang gewichen. Bronchitol hat in meiner täglichen Therapie seinen Stellenwert gefunden - aber - es ist nicht das heureka bzw. Allheilmittel. Bronchitol gewinnt, je fester die Konsistenz des Sputums ist. Dann ist es vom Zeitaufwand und Durchzug auf die Lunge der Inhalation deutlich überlegen. Bei flüsssigerem Sputum bin ich nach wie vor auf mucoclear 6%/Sultanol angewiesen.
Es kann auch sein daß ich erst klassisch inhaliere und anschließend Bronchitol nutze, je nach Tagesform.

Ein Tip am Rande; Zur täglichen Therape bei mir gehört Spiriva - leider mit einem völlig untauglichen Inhalator ausgestattet.
Benutzt wenn vorhanden mal den Bronchitol-Inhalator - die Kapsel passt genau rein und die Erfolgsquote ist 100 %.
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Re: Bronchitol - Erfahrungsbericht

Beitragvon nibrima am 17.08.2013, 08:12

Guten Morgen,
Mein Sohn, 9 Jahre bekommt Bronchitol seit 9 Tagen. 10 Kapseln morgens und 10 Kapseln abends. Anfangs ein absoluter Kampf, da es ihn sehr im Hals gereizt hat. 2 Tage nachdem wir damit Zuhause angefangen haben, ist er für 14 Tage zu seiner Oma gefahren. Nach den ersten 5 Tagen hat er mich angerufen um mir zu erzählen, dass das neue Medikament super hilft und er mit dem neuen inhalieren ein ganz freies Gefühl in der Lunge hat und er könnte auch viel leichter abhusten! Nun bin ich auf die nächste Lufu gespannt. Wir werden es euch berichten!
Liebe Grüße
Nibrima
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Re: Bronchitol - Erfahrungsbericht

Beitragvon Rompi am 05.08.2014, 11:21

Hallo zusammen,

also ich nehem Bronchitol jetzt seit einer Woche und muss sagen, ich warte vergeblich auf die Wirkung, ich huste jetzt zwar mehr, nur leider löst sich gar nichts, ich fühl mich eher schlechter als besser.

Der HUsten ist stark, reizhusten eben, aber ich habe keienn bzw kaum Auswurf...

Jetzt lese ich eure guten Erfahrungen damit und bin echt irgendwie enttäuscht.

VIelleicht brauch ich ne Weile, bis sich was löst, habe diesen Test mit der LuFu voll super bestanden, aber jetzt zuhause, fühle ich mich eher eingeengt und kurzatmig, sollte nicht das Gegenteil der Fall sein.

Hat jemand von euch auch vllt. ne ganze Weile gebraucht, bis es den gewünschen effekt erzielt hat?
Rompi
 
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