Transplantation bei Rauchern ja oder nein

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Beitragvon mango am 25.01.2008, 14:36

Jess hat geschrieben:dann der kleene türkische Junge Yilmaz der auch gross im TV kam. Er hat auch die zweite und würde er vernünftig damit umgehen wäre er nicht ständig wieder im kh gelandet weil er seine medis nicht regelmässig einnimmt oder den diagetes regelmässig und anständig behandelt... sehr unreif der kleene für seine 15 jahre

dann braucht er eben mehr kontrolle und hilfe, man guckt euch mal an was der mit 15 schon hinter sich hat, da sollte man mehr verständnis für haben. die meisten opponieren in dem alter irgendwann gegen die therapie und alles, nur sind die dann noch nicht transplantiert.

samba hat geschrieben:und wo ich schon dabei bin sollten auch raucher (copd) keine neue lunge erhalten dürfen!

wie ignorant kann man sein? schon mal gehört dass sucht auch eine krankheit ist? ich finde wer so egoistisch ist sollte kein organ bekommen! echt ohne worte
mango
 

Beitragvon mango am 25.01.2008, 14:51

es ist halt sehr kleingeistig, nicht sehen zu können, wie viele gründe es für menschen gibt, mit dem rauchen anzufangen. da stehen vielleicht manchmal probleme dahinter, die ihr euch gar nicht vorstellen könnt, und wo rauchen echt erstmal das kleinere übel ist wenn es hilft, überhaupt klarzukommen. wenn man die welt so schwarzweiss seht wie ihr, dann kann man vielleicht zu so einer einstellung kommen. es gibt sicher auch cfler, die ihre therapie so vernachlässigen, dass die indikation zur tx selbst verursacht ist, vielleicht viel mehr als bei manchem raucher. übrigens ist es auch egoistisch zu sagen nur meine "gruppe".
mango
 

Beitragvon mango am 25.01.2008, 15:03

samba hat geschrieben:Wenn man probleme hat geht man zum psychologen..

siehst du, und wieder kannst du dir nicht vorstellen, dass es menschen gibt, die das nicht schaffen, schade

samba hat geschrieben:und 5 jahre rauchen oder 10 jahre rauchen ist ja net das ding das man dann eine brauch..aber wenn man jahrzehnte raucht - dann glaube ich nicht das man im leben Jahrzehnte kang probleme hat

wenn man einmal angefangen hat, muss man eben die sucht besiegen, von einer krankheit geheilt werden, und das schafft eben nicht jeder so schnell
mango
 

Beitragvon mango am 25.01.2008, 15:04

fumihiko_kawatake hat geschrieben:Mir geht's eigentlich direkt um die Raucher


wie behandelst du denn deine patienten die rauchen und dadurch erkrankt sind?
mango
 

Beitragvon mango am 25.01.2008, 15:10

samba hat geschrieben:
mango hat geschrieben:
samba hat geschrieben:und 5 jahre rauchen oder 10 jahre rauchen ist ja net das ding das man dann eine brauch..aber wenn man jahrzehnte raucht - dann glaube ich nicht das man im leben Jahrzehnte kang probleme hat

wenn man einmal angefangen hat, muss man eben die sucht besiegen, von einer krankheit geheilt werden, und das schafft eben nicht jeder so schnell


dann sollen sie aber rauchen und jeder mensch ist über die folgen aufgeklärt = sie wissen was se tun => bewusstes handeln


dann wissen sie was sie tun, aber sie können es vielleicht nicht ändern
mango
 

Beitragvon mango am 25.01.2008, 15:13

samba hat geschrieben:Soziodynamische Ursachen

Die führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Tabakforschung sind der Meinung, dass der soziale Kontext einer Person und die gesellschaftliche Einstellung gegenüber dem Rauchen die wichtigsten Faktoren zur Entstehung der Tabakabhängigkeit schlechthin sind.

Wer über längere Zeit einer sozialen Gruppe angehört, in der die meisten Mitglieder rauchen (z.B. in der Familie, einer Wohngemeinschaft oder der Clique), erliegt einem höheren Risiko, selbst Raucher zu werden. Auch Partnerschaften zweier Menschen, bei denen beide nur gelegentlich rauchen, können zu einer Steigerung des Rauchens führen, weil es in einer Partnerschaft mehr Gelegenheiten gibt, gemeinsam zu rauchen.

Als weiteren Entstehungsgrund für Tabakkonsum geben die Forscher an, dass in weiten Teilen der öffentlichen Wahrnehmung mit dem Rauchen positive Eigenschaften wie z.B. der Förderung der Kommunikation und Entspannung assoziiert werden. Diese Ansicht wird insbesondere durch die Tabakwerbung gepflegt. Quelle wiki


ich will keineswegs sagen, dass alle raucher arme kranke menschen sind, die keine wahl hatten, aber es gibt welche, und deshalb sollte man raucher nicht prinzipiell von einer tx ausschließen
mango
 

Beitragvon mango am 25.01.2008, 15:14

fumihiko_kawatake hat geschrieben:Auch wenn du es nicht glauben magst, ich behandle alle Patienten gleich!


schön!

hoffentlich hälst du das dein arbeitsleben durch, denn mit deiner einstellung musst du dich dafür ja ganzschön verbiegen
mango
 

Beitragvon mango am 25.01.2008, 15:18

samba hat geschrieben:is der mensch so willenslos?!


fumihiko_kawatake hat geschrieben:Es ist sehr schwer vorstellbar dass ich mir plötzlcih sage: "Boah ey, war das n scheiß Tag, und überhaupt, ist doch alles kacke hier, ich fang jetzt das Rauchen an, das wird mir helfen...!!!


es geht hier nicht um einen tag, es geht um die gesamtsituation, um das leben desjenigen. es ist in dem moment vielleicht belanglos und völlig irrelevant ob er raucht oder nicht. er denkt nicht an in 40 jahre, er denkt vielleicht an die nächsten minuten, an viel gravierendere sachen in dem moment. vielleicht tut es dann ein wenig gut.
mango
 

Beitragvon mango am 25.01.2008, 15:22

fumihiko_kawatake hat geschrieben: Und, ich glaube kaum, dass du anhand zweier Antworten, die ich zu EINEM ganz bestimmten Thema geschrieben habe beurteilen kannst, ob ich ein guter Krankenpfleger werde, oder nicht...


wer hat denn geschrieben, dass du kein guter krankenpfleger wirst? das kann und will ich nicht beurteilen
mango
 

Beitragvon mango am 25.01.2008, 15:23

samba hat geschrieben:Und So bin ich mir sicher das diese genannte RANDGRUPPE nach der Transplantation wieder weiterrauchen wird.


vielleicht hat der betroffene es jetzt vor 3 jahren geschafft aufzuhören, und dann?
mango
 

Beitragvon Schlangenlady am 25.01.2008, 17:20

So, ich habe das jetzt vom anderen Thema getrennt :)

Zu diesem Thema möchte ich anmerken, daß mir im Forum Lungenemphysem aufgefallen ist, daß dort immer mehr jüngere Betroffene ab ungefähr 28 "auftauchen", die (eigenen Angaben zufolge) weder cf noch eine der anderen genetischen "Lungenerkrankungen" haben, allerdings alle geraucht haben.
Irgendwie hatte man sonst eher den Eindruck, COPD/Lungenempysem beträfe größtenteils langjährige Raucher frühestens ab 50...das scheint sich zu ändern.

Zu Rauchen als Sucht: Meines Erachtens eine "tolle" Ausrede...Ich kenne persönlich einige Leute, die problemlos von einem Tag auf den anderen aufgehört haben und (auch wieder) im anderen Forum haben sehr viele nach dem Schock der Diagnose auch sofort aufgehört, also es geht, wenn man will!!

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Beitragvon stth/version19121981 am 25.01.2008, 17:31

na der thread geht ja ab.......gute resonaz.

isn thema...wo man glaube ich ganz vorsichtig sein sollte, aber dennoch was sicher ja auch an mein standpunkt/situation liegt sollte man "normal" erkrankten patienten den vortritt lassen.

denn patienen mit krankheitgeschichten ohne bezug zum rauchen konnten sich ihre situation eben nicht raussuchen.

klingt knüppelhart......aber so is es nun mal leider. wenn genug organe verfügbar wären, wärs ja kein problem, aber so sollte immer der patient den vorrang haben der es am nötigsten braucht und der sich am meisten darum "bemüht" hatt.....und leider kann ich solche bemühungen bei lungenkrebspatienen mit einer tabakkarriere von mehreren jahrzehnten nicht sehen.

aber zum glück muss ich sowas nicht entscheiden
stth/version19121981
 

Beitragvon Carmeli am 25.01.2008, 18:24

Hallo Ihr

Wow.

Was macht Ihr denn mit den CFlern, die nicht regelmäßig inhalieren, die nur einmal in der Woche Physiotherapie machen und wenn der Therapeut im Urlaub ist, gar keine Physio durchführen oder generell keine Physio machen, keinen Sport treiben, keine i.V. machen, obwohl sie chronisch Pseudomonas haben. Sprich, die die Null-Bock auf Therapie haben.
Sollen die auch keine Lunge bekommen?

Und solange der Staat den Nicotinkonsum fördert (und das ist momentan so, da beißt die Maus keinen Faden ab) solange muss die Gesellschaft auch die Therapiekosten für die Krankheiten, die durch das Rauchen entstehen mit tragen.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass von COPD-Patienten im Verhältnis zur Anzahl dieser Patienten sehr wenige transplantiert werden. Viele von ihnen sterben irgendwann auch am Lungenkrebs.

Und Leute bedenkt auch. Wenn es nicht so viele COPD-Patienten geben würde, dann würde es auch viele Therapien für CFler nicht geben. Egal ob das Medikamente sind, oder die nicht invasive Beatmung ect. Gerade die COPD treibt die Pharmafirmen an, um auf dem Gebiet der Lungenerkrankungen zu forschen und neue Medikamente zu entwickeln und das weltweit.

Dieses Thema hatten wir hier im Forum schon einmal.

http://www.muko.info/forum/viewtop ... r&start=30

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon stth/version19121981 am 25.01.2008, 19:29

da muss ich och ma wow schrieben.

dicke und treffende argumente.

aber leider muss man es nun mal bei den akuten organmangel irgendwie entscheiden.......in manchen situationen is für die ausführenden ärzte wohl ne münze werfen oder würfeln de einzige unparteische entscheidung.

von der philosophie her hatt jeder ein recht auf ne spende und das sprech auch z.b. kein ab, aber wenn ich mich zwischen ein 18-20 jährigen CFler oder TBc patienten und ein 50 jährigen kettenraucher krebspatienten entscheiden müsste, tuts mir leid da würde meine entscheidung stehen und für wen sollte auch klar sein.

und vergesst nich es geht um die raucher...........und nur die.
denn einer erkrankung an einer COPD kann sehr viele gründe haben aber die lass ich mal außen vor.

und wenn ich mir mein umfeld anseh (und das wird bei euch nich anders sein)......was soll man zum rauchen noch sagen, jeder weis das es ungesund is und krebs begünstigt und die meisten rauchen aus dummheit oder was auch immer und ignorieren jegliche warnung ob nun von medialer, sozialer oder medizinischer stelle.

so siehts nun mal aus
stth/version19121981
 

Beitragvon yesterday_hero am 25.01.2008, 19:56

super, die nächsten trinken alkohol, der übernächste kifft, der weitere fährt auto...alles dinge die "schädlich" sind. tut mir leid, die argumentationen hier sind mir zu flach.
wieso fliegt ihr dann noch in den urlaub, obwohl ihr alle wisst, wie schädlich das für die umwelt ist? für mensch und tier, nicht nur für einen selbst und der, der neben einem sitzt. oder wieso kauft ihr t-shirts die nur 10 € kosten und jeder weiß dass die unter furchtbaren umweltbedingungen in china oder rumänien hergestellt werden?

hier braucht sich doch keiner als moralapostel hinstellen, was gsundheit und wissen oder nicht-wissen betrifft. klar weiß ich, dass rauchen schädlich ist. aber autofahren und flugzeuchfliegen und china-fabriken eben auch.
und da denkt keiner drüber nach.
Zuletzt geändert von yesterday_hero am 25.01.2008, 20:00, insgesamt 1-mal geändert.
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