Beugt Sauerstoff der Atemnot auch entgegen?

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Beugt Sauerstoff der Atemnot auch entgegen?

Beitragvon oetti86 am 16.10.2007, 16:34

Hallo Zusammen,

ich hab gestern ein bisschen Mist gebaut, hatte nen so heftigen Anfall dass ich im KH gelandet bin. Per Infusion gabs Kortison und Antiasthmatikum. Toll... ganz toll... und das an meinem Geburtstag. :roll:

Jedenfalls hab ich nun die .... voll und werde mir ein tragbares Sauerstoffgerät verordnen lassen. Kommt noch diese Woche. Im Normalfall liegt meine Sättigung bei 93-98%. Ich hab kein eigenes Pulsoxi und weiß daher nicht wie es bei Belastung ist, aber ich gehe schwer davon aus dass schlechter.

Ich würde dass gerne mal am We ausgiebig testen. Da ich da vielen aufregenden und belastenden Situationen ausgesetzt bin. Ich kann ja aber nicht ständig meine Sättigung checken ohne Pulsoxi. Schadet es mir wenn ich bei guter Sättigung den Sauerstoff niedrig dosiert habe? Ich will mir ja nicht schaden. Hat jemand da mal ein paar Tipps für mich??? Wäre lieb. Ich muss ja dafür wann ich O2 brauche und wann nicht auch ein feeling entwickeln.

Wie gesagt, ich hab Angst dass ich mir unabsichtlich zu viel O2 verpasse, weil ich denke es hilft aber meine Sättigung gut ist.

Hilfe!

Gruß Sarah
oetti86
 

Re: Beugt Sauerstoff der Atemnot auch entgegen?

Beitragvon Carmeli am 16.10.2007, 17:19

Hallo Sarah

Wieviel Sauerstoff Du benötigst, muss Dein Arzt Dir sagen. Er muss das austesten. Es ist nicht gut, wenn Du allein daheim herumdockterst.
Wieso bekommst Du jetzt so plötzlich ein Sauerstoffgerät? Was für eines bekommst Du?

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon oetti86 am 16.10.2007, 17:49

Hallo Carmen,

ich möchte einfach Sicherheit haben. Mein Doc hält es nicht für nötig das mit der O2 Sättigung genauer zu testen obwohl ich ihm schon so oft sagte dass ich besonders bei Aufregung und Sport Probleme habe. Ihm reicht es wohl aus alle 3 Monate mal für 10 Sekunden, in Ruhe die Sättigung zu checken.

Somit nehme ich das nun selbst in die Hand. Habe hier auch schon in der Cf Ambulanz nachgefragt und um Hilfe gebeten. Habe dem Doc geschrieben was ich mache und warte nun auf dessen Antwort.

Ich werde am Wochenende mal mit der niedrigsten O2 Abgabe Handbike fahren gehen, da hab ich dann einen guten vorher, nachher vergleich. Ich denke wenn ich niedrig dosiere kann mir ja nicht viel passieren oder?

Lieben Gruß
Sarah
oetti86
 

Lunge, Transplantation und Keime

Beitragvon Nanna am 17.10.2007, 07:09

Hallo oetti,
habe gerade deinen Beitrag gelesen und finde es ziemlich gefährlich, wenn du einfach so auf gut Laune dünken dir die Menge Sauerstoff zuführen willst.
Es ist auf alle Fälle nicht nur so, dass Sauerstoff nur seine guten Seiten hat. Zu viel Sauerstoff hat folgenschwere Nebenwirkungen!!
Wenn deine Sättigunsgswerte okay sind, dann brauchst du auch nciht nur "ein bißchen" Sauerstoff, ganz niedrig dosiert! Besprich das besser nochmal mit deinem Lungenfacharzt/Ambulanz, nicht das da irgendetwas schief geht!
Lieben Gruß
Nanna
Nanna
 

Re: Lunge, Transplantation und Keime

Beitragvon Carmeli am 17.10.2007, 16:22

Nanna hat geschrieben: Zu viel Sauerstoff hat folgenschwere Nebenwirkungen!!
Nanna


Hallo Nanna
Naja, so folgenschwere Nebenwirkungen hat Sauerstoff über die mittels Nasensonde über die Nase gegeben nicht, auch wenn die Sauerstoffwerte noch gut sind. Es ist ja durch diese Applikationsform kein reiner Sauerstoff, sondern immer noch mit Raumluft vermischt. Letztendlich gibt es ja heut zu Tage in vielen Fitnessstudios die Angebote einer Sauerstofftherapie. :wink:

ABER, wenn man ein Problem mit der Lunge hat und die Werte so schlecht sind, dass der Arzt den Sauerstoff verordnet, dann muss er auch die Werte kontrollieren. Denn in manchen Fällen kommt es dann zu einem Anstieg des Kohlendioxides und das kann dann wirklich gefährlich sein.

Letztendlich kann man aber mit so einer einzigen mobilen Flasche nicht wirklich viel und sehr lange Sauerstoff zu führen.
Ich denke, dass dieses mobile O2-Gerät nur für den Notfall gedacht ist, falls wieder ein Asthmaanfall auftritt.
Denn für eine richtige Sauerstofflangzeittherapie gibt es sehr strenge Kriterien, die auch vom MDK der Krankenkasse geprüft werden und in solchen Fällen werden dann entweder Flüssigsauerstoff oder ein Konzentrator verordnet. Aber nicht nur ein mobiles Sauerstoffgerät.

Also ich denke, dass wir keine Sorge haben müssen. :wink:

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon springmausi am 17.10.2007, 17:21

dass ich besonders bei Aufregung und Sport Probleme habe.


Probleme bei Sport und bei Aufregung sind doch Asthma bedingt und können doch mit einem Spray locker behoben werden. Bei Sport halt Langsamer angehen und öfters Pausen einlegen. :wink:
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Beitragvon oetti86 am 18.10.2007, 20:43

Hallo,

ne das Spray schlägt zur Zeit nicht mehr an. Und ich mach ja als Sport "nur" Handbike fahren. Aber das ist auch so eine Sache.

Morgen gehe ich in HD in die Thorax Klinik. Hab heute schon mit dem dortigen Bereitschaftsdoc getelt. Der wollte sogar dass ich stationär komme. :(

Ich hoffe es geht morgen mal weiter. Ich will doch auf mein Konzert am Samstag.

Gestern hab ich von meinem Lungendoc Theophylin bekommen.

LG Sarah
oetti86
 

Beitragvon oetti86 am 27.10.2007, 13:51

Hallo Domi,

habs verstanden Danke. :wink: Noch bekomme ich ja keinen O2 aber es wird wohl bald kommen besonders bei körperlicher Betätigung deshalb wollte ich mich halt mal "informieren".

LG
Sarah
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Beitragvon Carmeli am 28.10.2007, 19:40

Also falls du wirklich Asthma hast, dann ist Sauerstoff ne gefährliche Sache.


Hallo Domi
Sauerstoff ist keine gefährliche Sache. Im Gegenteil lindert Sauerstoff gerade beim Asthmaanfall oft das subjektive Gefühl zu ersticken.

Zumindest im akuten Anfall. In der Lunge sitzen Rezeptoren, die ständig den CO2 und den O2 Gehalt messen. Bekommst du beim Asthma-Anfall O2 zusätzlich, und kannst diesen wegen dem Anfall nicht ausatmen, sammelt sich immer mehr O2 in deiner Lunge an. Irgendwann "denk" dein Gehirn, dass du genug O2 hast und keinen benötigst und somit wird die Atmung eingestellt.


Hääääää :wink:

Du scheinst hier etwas zu verwechseln. Was Du mit abatmen meinst, das ist der CO2, sprich das Kohlendioxid. Aber die meisten Asthamtiker hyperventilieren im Anfall und in der Blugasanalyse findet man dann kein erhöhtes CO2.
Der CO2 steigt beim Asthmaanfall meist erst dann an, wenn es zu einer Erschöpfung der Atempumpe gekommen ist.

Sprich, nur wenn jemand Probleme hat, den CO2 abzuatmen, muss man mit Sauerstoff vorsichtig sein, oder eine Sauerstofftherapie dann mit einer nicht invasiven Beatmung kombinieren und unterstützen.

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon springmausi am 29.10.2007, 15:46

Ich seh ganz genau so wie Carmeli. Gerade bei einem Asthmaanfall, meist wenn es halt schwer ist, bekommen viele Asthmatiker Sauerstoff. Damit sie besser Atmen und sich die Lunge beruhigt. Sonst würd es ja gar keinen O² mehr geben, wenn des so schädlich wäre.

Ich habs damal im KH gekriegt, wie ich einen schweren Anfall hatte, und ... ich leb noch!! :wink: :lol:


Weiß eigentlich irgendwer, wie tief der Sauerstoffgehalt im Blut bei Belastung sinken darf, was ist da noch normal?

Ich hatte neulich beim Normalen Treppensteigen (1 Stockwerk) eine Sauerstoffsättigung von 85%???
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Beitragvon Carmeli am 29.10.2007, 19:40

Muko_Domi hat geschrieben:Ich kann nur das widergeben, was mir in meiner ausbildung beigebracht wird, und da heißt es eindeutig, während einem asthmaanfall unter keinen umständen sauerstoff geben, wegen CO2 Narkose, die darauf hin auftreten kann...

grüße...


Ich weiß zwar nicht, wie weit Du mit Deiner Ausbildung bist. Aber hier hast Du vielleicht etwas nicht richtig verstanden.

Falls es Dir wirklich so beigebracht wurde, dann kannst Du Deinem Lehrer die Leitlinie zur Therapie des Asthma mitnehmen. Es wäre nämlich sehr schade, wenn unwissende Mediziner Patienten unnötig leiden lassen, indem sie ihren Patienten den Sauerstoff verwähren.

http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/026-010.htm

Bezüglich der Sauerstofftherapie im akuten Asthmaanfall ist diese Leitlinie auch für Erwachsene gültig.

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon springmausi am 29.10.2007, 21:55

na dann is es ja jetz jut! :wink:
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Re: Beugt Sauerstoff der Atemnot auch entgegen?

Beitragvon neandertaler5 am 22.10.2014, 13:14

Hallo ich bin Bernd,und neu bei euch.
Ich habe seit einem jahr von jetzt auf gleich fluessig Sauerstoff bekommen,copd,fibrose,emphysem.Ich benötige diesen nur bei Belastung,2 bis 3liter,zu eurer Diskussion,ich bin 30jahre aktiv Rettungsdienst gefahren und kann den nur zu stimmen O2 bei Asthmaanfall nie im Leben,dann zu dem Thema bei Belastung geht es dir schlechter,eine O2 Sättigung unter 90%war im Rettungsdienst die Indikation fuer mindestens 3Liter Sauerstoff.Wenn du bei Belastung probleme hast die nicht mit Asthma erklär bar sind,zum Lungenfacharzt und 6Minuten gehtest machen lassen,oder wie meiner das macht da seine Praxis sehr klein ist,Trppe laufen und vorher und nacher Sättigung des Blutes im Ohr messen lasssen.

Gruss
Bernd
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Re: Beugt Sauerstoff der Atemnot auch entgegen?

Beitragvon Isaak am 12.12.2015, 17:57

@ oetti86 und Carmeli
Ich finde es schlimm, wenn hier Leute einfach so Sauerstoff nehmen ohne Wissen des Arztes und dann noch Leuten die auf Gefahren hinweisen sagen sie hätten keine Ahnung.

Ich kann jetzt nicht für Asthma sprechen, aber im Normalfall ist es so, dass man einen Belastungstest machen muss, da bekommt man mehrmals am Ohr Blut abgenommen mit und ohne Sauerstoff, mit und ohne Belastung.
Dann erst verschreibt der Arzt Sauerstoff, weil es die Krankenkasse auch erst ab einem bestimmten O2 Gehalt im Blut übernimmt. Ich glaube, es waren mindestens 60% auf den der O2 Gehalt im Blut unter Belastung absinken muss, damit man es bekommt.

Und es stimmt tatsächlich, dass zu viel Sauerstoff schaden kann, steht sogar im Infoblatt, was man vom Sauerstofflieferanten dabei bekommt. Man kann an zu viel Sauerstoff ersticken!

Sauerstoff nicht ohne Arzt!

Die Angebote in Fitnessstudios sind zur Geldabzocke da und da wird sicher nicht mit medizinisch wirksamen Konzentrationen gearbeitet.
Isaak
 
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