kreon für kinder

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Beitragvon Johannes am 12.03.2006, 12:00

Letztendlich sollte, glaube ich, jedes Elternpaar es mit seinem Kind so handhaben, wie es sich dabei am besten fühlt, denn was für ein Kind "falsch" oder "richtig" ist, ist leiderlich, fürchte ich, unentscheidbar. Schließlich kann man wohl kaum sagen, ob ein bestimmter Umgang mit dem Kind "Schäden" verursacht oder es "in seiner Entwicklung fördert", da "die Schäden" bzw. "Entwicklungen" etwas sind, was sich erst in der Zukunft zeigt. Schlüsse von heutigen auf zukünftiges sind aber logisch unmöglich und in den allermeisten Fällen bezüglich Behandlung von Kleinkindern gibt es nicht einmal so Krücken wie Wahrscheinlichkeitsaussagen, das heißt, es gibt keine Aussage, die z.B. ungefähr besagt "95% der CF-Kinder, die den Umgang mit MEdikamenten so und so gelernt haben, haben ein bessere Lebensqualität als Kinder, die das anders gelernt haben".
Und selbst dann ist jedes Kind anders, wie Kai-Roland ja schon sagte, und bei diesem speziellen Fall könnte alles ganz anders sein. :cry:

Streng genommen sind also Argumentationen, die mit dem Wohl der Kinder argumentieren, meines Erachtens nicht sinnvoll. Ich glaube, man kann also in den meisten Fällen (und der Umgang mit Medikamenten im Kleinkindalter ist für mich so ein Fall) nur mit seinem eigenen Wohlbefinden argumentieren, das heißt mir als Vater bzw. Mutter geht es am besten, wenn ich es so oder so mache.

Ich hoffe, es ist klar geworden, was ich meinte, ist vielleicht nicht ganz unprovokativ, vor allem, wenn man ein wenig weiter denkt...

Lg, Johannes
Johannes
 

Beitragvon Mama und Papa von Amelie am 12.03.2006, 12:24

also bei unserer amelie gab es am anfang auch immer probleme als sie nur flasche getrunken hat. heute "schaufel" ich das kreon immer auf den brei oder das kompott und sie isst es ohne probleme einfach mit. das leere kreonglas hab ich mal mit nudeln oder erbsen gefüllt und sie spielt damit wie mit einer rassel. man kann die kinder nur spielerisch an diesen täglichen umgang gewöhnen und es muss ihnen eben alles spass machen!
mittlerweile gehören medikamente zu unseren täglichen dingen und ich freue mich, das sie sogar freiwillig den mund aufmacht wenn wir ihr z.B. Kanavit oder Vitamin A anbieten. abends gehört der hustensaft zum einschlafritual wie ein "betthupferl"... sie nimmt alles ohne murren und spucken und so soll es doch sein, oder?

schöne grüsse von der mama
Mama und Papa von Amelie
 

Beitragvon Fuzi1 am 14.03.2006, 12:14

also von kapsel hab ich noch nie was gehört. ich kenn eben nur das granulat.
mmh? d ie tipps von arwen find ich auch nicht schlecht, aber da wird mir mein kleiner net mitspieln. er ist das so gewohnt, beim wickeln, mund auf kreon rein , tee nach., wenn er was in der schüssel hat, dann leert er es aus oder spielt damit herum.
auf dem löffel ist auch so eine sache, wenn er einen löffel sieht, dann will er ihn selber haltn und dann ist das kreon auch pfutsch!
es ist alles schon sooo automatisch, er sieht das säcken und macht schon den mund auf.
und unser arzt sagt immer, wir müssen ihm das kreon vor!!! dem essen geben, und dann 10min warten bis wir ihm was zu essen geben. also nicht das kreon mit dem essen geben
Fuzi1
 

Vor nach während

Beitragvon schurig am 14.03.2006, 12:57

@Fuzi,

wir geben Kreon am Anfang der Mahlzeit.
Wir haben gesagt bekommen, das Kreon im 1. Drittel der Mahlzeit einzunehmen.
Wenn die Kinder mehr essen, dann gibt es noch einen Nachschlag.
Wichtig ist, dass sich das Zeugs mit dem Essen vermischen kann.

Ich versteh immer Säckchen. Ist Kreon in Österreich anders eingepackt? Bei uns ist das in einem Glas.

Johannes hat geschrieben:Ich glaube, man kann also in den meisten Fällen (und der Umgang mit Medikamenten im Kleinkindalter ist für mich so ein Fall) nur mit seinem eigenen Wohlbefinden argumentieren


Ja, ehrlicherweise sollte man das. Allerdings schließt das ja nicht aus, dass man sich am wohlsten fühlt, wenn man meint, das beste fürs Kind zu tun.




Gruß Michael
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Beitragvon Fuzi1 am 14.03.2006, 18:18

ja säckchen sind es!, ich weiss nicht mal wieviel kreon da drinn ist!
in der packungsbeilage steht:
ein beutel (=497 mg Granulat) enthält 300 mg Pankreatin, entsprechend 20.800 Lipase-20.800 Amylase - und 1.250 Protease -einheiten nach Ph. Eur. sowie Macrogol , dünnflüssiges Paraffin,
er bekommt so einen beutel, also dieses säckchen, vor jeder hauptmahlzeit. morgens,mittags, nachmittag und abends.
das wärs. und das granulat ist schon total bescheidn zum nehmen. :evil: , drum leer ich es ihm immer in den mund
Fuzi1
 

Exkurs? (offtopic?)

Beitragvon Heischeisch am 14.03.2006, 21:03

Johannes hat geschrieben:...Schließlich kann man wohl kaum sagen, ob ein bestimmter Umgang mit dem Kind "Schäden" verursacht oder es "in seiner Entwicklung fördert"... Streng genommen sind also Argumentationen, die mit dem Wohl der Kinder argumentieren, meines Erachtens nicht sinnvoll. Ich glaube, man kann also in den meisten Fällen (und der Umgang mit Medikamenten im Kleinkindalter ist für mich so ein Fall) nur mit seinem eigenen Wohlbefinden argumentieren, das heißt mir als Vater bzw. Mutter geht es am besten, wenn ich es so oder so mache.

Ich hoffe, es ist klar geworden, was ich meinte, ist vielleicht nicht ganz unprovokativ, vor allem, wenn man ein wenig weiter denkt...

Lg, Johannes



Lieber Johannes,

toll, was Du da geschrieben hast. Es überzeugt mich auch! Egal, was wir tun oder getan haben: die Konsequenzen sind nicht überschaubar, ob ich nun vor oder zurück schaue. (dass es dem Kind so gut geht, liegt sicherlich an... blablabla). Nicht einmal hinterher ist man also klüger... Ha!

Natürlich ist es lediglich meine Arbeitshypothese, meine Entscheidung, es so zu sehen, dass es meinen Kindern später (ja, vielleicht bereits heute) besser im ganz umfassenden Sinne geht, wenn ich es heute und eben immer mit Respekt behandle. Wieviele erwachsene Menschen haben große, unerledigte oder sogar nicht mehr zu erledigende Probleme mit ihren Eltern, oder!? Ich denke halt, dass ganz allgemein fehlender Respekt der Eltern vor ihren Kindern zu diesen Schwierigkeiten führten. Und hunderte Meter Buchregal füllen sich mit psychologischer Lektüre zur Bewältigung unserer "Kindheitsprobleme". Ich "gehe auch aus" von daraus resultierende vegetativen Störungen, aber darum geht es nicht einmal, denn wie Du schon sagtest...

Wie gesagt, von dem Wohl des Kindes verstehe ich vielleicht nicht viel, Du hast gut erklärt, warum das so ist, vielleicht so sein muss. Vom Wohlbefinden jedoch, das lassen wir uns nicht nehmen, davon verstehen wir was! Das siehst Du einfach nach einer gewissen Zeit, behaupte ich mal mutig! Und nebenbei bemerkt ist das für uns eine wichtige Quelle des eigenen Wohlbefindens.

Aber war jetzt alles etwas offtopic... ;-)

Liebe Grüße
Kai-Roland Heidenreich
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Beitragvon schurig am 15.03.2006, 08:41

Fuzi1 hat geschrieben:ja säckchen sind es!, ich weiss nicht mal wieviel kreon da drinn ist!
...entsprechend 20.800 Lipase und das granulat ist schon total bescheidn zum nehmen. :evil: , drum leer ich es ihm immer in den mund


Hi Fuzi,
bei uns sieht das so aus. Mit dem Messlöffel holt man Pellets mit 5000 Einheiten aus einem Gläschen. Dagegen ist ein Beutel sicher noch praktisch.
Gruß Michael

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Beitragvon Gast am 15.03.2006, 14:17

@schurig.
5.000 lipasen, dass ist ja voll wenig,oder? also so ein messlöffel ist eine einheit die ihr zum/vorm/beim essen nehmt?
naja, das mit dem beutel wäre ansich praktisch, aber die beutel sind aus einem material ähnlich wie alufolie und wenn man die sackerl aufreisst, dann klebt das so zusammen und man muss mit dem fingernagl das sackerl öffnen, dadurch lädt sich das zeug dann irgendwie komisch auf, sodass das ganze beim rausleern, in dieser öffnung hängen bleibt! das ist so lästig, dass ich - wie er noch kleiner war- jedes sackerl mit der schere aufschnitt und mir die 50 beutel (Packungsinhalt ) in eine dose leerte, weil ich dann so wie ihr, nur mit dem messebecher-bzw. löffel das kreon rausholn konnte......!!! :wink: vor allem, hüpften die biester in alle richtungen sobald sie mit dem löffel in berührung kamen und die -die nicht davon hüpften, -blieben in der öffnung stecken! :roll:
ich freu mich schon auf die zeit, wenn er dann die kapseln zum schlucken bekommt. aber ich glaube, die gibts bei uns erst ab 5 oder 6 jahren!
sag mal, habt ihr eure einheit schon mal erhöht? ich glaube deinem sohn geht es gwichtsmässig wie unserem, eher gut,oder? also a bisi speckig! :lol: mischt ihr noch was kalorisches ins essen oder lässt ihr es bei den kreonen gut sein?
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Beitragvon Fuzi1 am 15.03.2006, 14:18

das war von mir...
lg fuzi
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Beitragvon schurig am 15.03.2006, 15:02

Hi Fuzi

Julius bekommt normalerweise 40000 Einheiten für eine Mahlzeit oder 25000 für eine Flasche Milch. Das ist ziemlich viel, aber sonst klappt es bei ihm nicht mit der Verdauung.
WIr haben auch noch Glück und eine Dosierhilfe dafür bekommen. Funktioniert wie ein Süßstoffspender und bei jedem Drücken kommen 5000 raus. Leider wird sie nicht mehr produziert. Mit dem Messlöffel, das ist wirklich ein großer Mist.

Gruß Michael
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Kreon gehört zum Essen dazu

Beitragvon Friederieg am 23.03.2006, 21:54

Unser Sohn Bela (2 Jahre alt) bekommt Kreon, seit er 6 Wochen alt ist. Nach der ersten sehr schwierigen Phase (Kreon beim Stillen - SUUUUPER!), haben wir uns angewöhnt, ihm vor und während längerer Mahlzeiten sein Kreon auf einem Löffelchen Jogurt zu geben. Da das von Anfang an so war, hat er es nie in Frage gestellt. Mittlereile verlangt er von selber nach Kreon, wenn er anfängt, etwas zu essen, und ich kippe die Kügelchen teilweise selber auf die Speise (geht nur bei kalten Speisen, also etwa aufs Butterbrot oder in den Pudding) oder auf einem Löffel ohne alles.
Da ihr erst viel später damit anfangen könnt, werdet ihr sicher am Anfang so manchen Widerstand überwinden müssen. Aber ebenso wie bei der Medikamentengabe (Bela liebt seinen Messbecher mit Hustensaft und Antibiotikum) kommt es nach meiner Erfahrung nach darauf an, dass Ganze nicht zu verkrampft, sondern spielerisch anzugehen und zu versuchen, beim Kind die Neugier auf etwas "Spannendes" zu wecken. Wenn man etwas zu sehr will, merken die kleinen Schlauberger das nämlich sofort und schalten auf Widerstand, wenn sie merken, dass sie einen damit kriegen. Lieber einmal weniger Kreon geben, als eine Blockadehaltung zu erzeugen, die alles nur viel schwieriger macht.

Wie bei allen Fragen der Kindererziehung habe ich die Erfahrung gemacht, das es immer hilfreich ist, sich vor Augen zu führen, dass alles nur eine Phase ist. Auch wenn es schwer zu glauben ist, irgendwann gehören Kreon, Medikamente und Inhalieren so selbstverständlich zum Alltag dazu, dass man nicht mehr drüber nachdenkt. Versuch, nicht in Panik zu verfallen, wenn es ein paar mal nicht klappt oder dir die Kügelchen mal wider um die Ohren fliegen und sich irgendwann in jedem Winkel deines Hauses wiederfinden - irgendwann klappts mit Sicherheit!

Viel Glück und Gelassenheit wünscht
Friederike (Mutter von Bela (2, CF), Leander (5, gesund) und bald Nr. 3 (gesund)
Friederieg
 

Beitragvon schurig am 24.03.2006, 08:33

Hallo Friederike,

ich finde es toll, was von dir zu lesen.
Meine Tochter Lisa (4, cf) war Mittwoch und Donnerstag krank (nur ein Darmvirus, nichts schlimmes) und ich habe mit ihr mal das Foto von Bela auf Muko.Info angeschaut und ihr erzählt, dass das Baby auch den Muko-Husten hat. Das fand sie sehr interessant und wir konnten uns ein paar Sätze darüber unterhalten. Babies sind eben immer ein "Zugferd".

Geht es ihm gut?

Schöne Grüße und alles Gute für "Nummer 3".
Michael
(mit Lisa 4cf und Julius 2cf)
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