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BeitragVerfasst: 11.12.2006, 16:16
von claudia
Das bezieht sich ja nur auf Schwangere bzw. das ungeborene Kind, wie in diesem Artikel steht. Sonst ist dieses Phthalaten ja anscheinend nicht so gefährlich.

BeitragVerfasst: 11.12.2006, 16:46
von Quallendenbauchstreichler
ob die nun gesundheitsschädlich sind weiß ich nicht, ich habe mal gehört, dass sie es nicht sind
aber warum deine verdauung auch besser sein kann, könnte vielleicht an der zusammensetzung von panzytrat und kreon liegen
die dosierung der amylase ( Kohlenhydratspaltende Enzyme )und protease ( Eiweißspaltend )ist ja unterschiedlich. :lol:

BeitragVerfasst: 11.12.2006, 19:00
von Carmeli
claudia hat geschrieben:Das bezieht sich ja nur auf Schwangere bzw. das ungeborene Kind, wie in diesem Artikel steht. Sonst ist dieses Phthalaten ja anscheinend nicht so gefährlich.


Letztendlich ist es doch auch eine Frage der Dosis. Und soviel Enzyme, wie CFler nehmen, nimmt ja sonst keiner.
Also ich bin auch von Kreon auf Panzytrat umgestiegen.
LG
Carmen

BeitragVerfasst: 11.12.2006, 21:19
von Schlangenlady
War vor einiger Zeit mal auf der muko.info Seite zu lesen.

Weichmacher in Kreon-Produkten – die Stellungnahme des Mukoviszidose e.V.

Anlässlich der Meldungen in "Ökotest", der ARD-Sendung "Plusminus" und der WDR-Sendung "markt", die aussagen, dass manche Arzneimittel, unter anderen auch die Pankreasenzyme von Kreon, mit Weichmachern (Dibutylphthalat) belastet seien, hat der Mukoviszidose e.V. Erkundigungen eingezogen:

Sowohl das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfarM) als auch der Hersteller der Kreon-Produkte geht nicht von einer akuten Gefährdung der Patienten aus, da die aufgenommenen Mengen viel zu gering seien.

So genanntes Dibutylphthalat (DBP) wird als Weichmacher für Kapseln und Tablettenüberzüge verwendet, die gewährleisten, dass die Inhaltstoffe erst im Darm und nicht schon im Magen freigesetzt werden. Die Weichmacher erfüllen also eine sehr wichtige Funktion, indem sie einen gezielten und dosierten Einsatz der Präparate ermöglichen.

Tierversuche haben für DBP eine frucht- und entwicklungsschädigende Wirkung gezeigt. Dabei wurde das DBP allerdings in sehr hohen Konzentrationen eingesetzt, also Mengen, die über die Arzneimittel bei der vorschriftsmäßigen Einnahme nicht aufgenommen werden können. Prof. Dr. Reinhard Kurth vom BfarM betont "Eine Verunsicherung von Patienten, die DBP-haltige Arzneimittel einnehmen, ist deshalb nicht gerechtfertigt".

Es besteht somit kein Grund Kreon-Enzyme abzusetzen! Dies hätte in jedem Fall schwerwiegende Folgen. Die Weichmacher in den Kreon-Produkten bedingen, wenn überhaupt, nur ein sehr kleines Risiko.

Der Mukoviszidose e.V. wird die weiteren Studien zu diesem Thema genau verfolgen und bei dem Verdacht, dass doch eine schädigende Wirkung auftreten könnte, mit Vehemenz auf die Ersetzung der Weichmacher durch andere, ungefährliche Stoffe dringen.

Uli,44

BeitragVerfasst: 12.12.2006, 22:55
von Bestinthealps
also ich nehm schon seit kleinkind immer die kreons, aber dass das irgendwelche negativen einflüsse hätte ist mir und wohl auch meinen docs wohl unbekannt....keine ahnung was ich davon halten soll

wenns wirklich so wäre, dann könnte man ja fast nix mehr essen oder tun im leben, weil so manches, wo man es nie vermuten würde, auch risikobehaftet oder gesundheitsgefährdet ist. also ich seh das eher entspannt....auf das bissl gift im körper mehr oder weniger kommts sicher auch nimmer an... :wink:

BeitragVerfasst: 13.12.2006, 08:07
von claudia
Bestinthealps hat geschrieben:wenns wirklich so wäre, dann könnte man ja fast nix mehr essen oder tun im leben, weil so manches, wo man es nie vermuten würde, auch risikobehaftet oder gesundheitsgefährdet ist. also ich seh das eher entspannt....auf das bissl gift im körper mehr oder weniger kommts sicher auch nimmer an... :wink:


Genau so sehe ich das auch! Angeblich soll ja nur so eine Kleine Menge in den Medikamenten vorkommen, dass sie keine toxische Wirkung entfaltet. Und sollte wirklich etwas dran sein, dann stellt man eben während der Schwangerschaft um auf Panzytrat. Außerdem geht fast jedes Medikament auf die Leber und zerstört diese, dann dürfte man ja gar nichts mehr einnehmen!

BeitragVerfasst: 13.12.2006, 16:31
von Leona
wenn man in den großen pott kreon reinschnuppert stinkt das auch immer so find ich...hängt das mit den weichmachern dann zusammen? :roll: (sorry für offtopic, is mir nur grad eingefallen :wink: )

BeitragVerfasst: 13.12.2006, 16:53
von Tese
@Leona:Ich glaub eher des liegt an der Plastkdose,aber ich weiß es net.

Also ich nehm des kreon auch schon seit ich Mini bin und hatte nie groß Probleme...

Lg Tese

BeitragVerfasst: 13.12.2006, 18:24
von Schlangenlady
Ich bin 44 und nehme seit ca. dem 12. Lebensjahr Kreon, also soooo schädlich kanns wohl nicht sein.

Uli,44

BeitragVerfasst: 14.12.2006, 18:12
von Denyo_99
Nach dem dritten Klick auf den "Antworten" Button hat es nun endlich geklappt...

Ich wollte mich Bestis Meinung anschließen. Wenn wir alles, was nach zig Jahren auf einmal irgendwas gesundheitschädliches enthalten soll, nicht mehr zu uns nehmen würden, würden wir demnächst verhungern (man nehme nur mal das Beispiel der Pommes und die Acrylamid-Belastung...).

Wenn man sich darüber hinaus die Nebenwirkungen unserer Medikamente, die wir in der Regel so einnehmen (v. a. Antibiotika) anschauen, müssten wir allein schon an den Nebenwirkungen verenden ;-)

Ich nehme das Kreon jetzt auch schon seit ca. 17 (?) Jahren und ich habe auch keine Probleme damit...

@Leona: Der Geruch von den Kreon ist echt eklig... Ich denke, das ist ein Zusammenspiel aus Plastikdose und dem Kreon (was auch immer dabei so stinkt...)

BeitragVerfasst: 18.12.2006, 19:49
von Katharina
hm also ich nehm nach wie vor meine kreon und komm bestens damit zurecht....

http://www.solvay-arzneimittel.de/Patient/Magen_Darm/Bauchspeicheldruese/Neues.asp

BeitragVerfasst: 19.12.2006, 14:25
von Ibu-Junkie
Hallo,
hier die Antwort der Pharma auf meine Frage zum Thema:

Sehr geehrter Herr Bunzel,

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Produkt Kreon. Zu Ihrer Information eine Stellungnahme de Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte:

http://www.bfarm.de/de/Presse/index.php?more=0605.php


7. März 2006

Phthalate in Arzneimitteln: BfArM warnt vor Verunsicherung


Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sieht auch nach den jüngsten Medieninformationen über neue Studienergebnisse keine akute Gefährdung von Patienten, die Arzneimittel mit dem Hilfsstoff Dibutylphthalat (DBP) einnehmen. Die von Schwangeren mit einigen Arzneimitteln eingenommenen Mengen DBP sind so gering, dass eine Schädigung von Neugeborenen unwahrscheinlich ist.


DBP wird in Arzneimitteln als sog. Weichmacher in Kapselhüllen oder in Tablettenüberzügen verwendet. Sie erfüllen darin wichtige Funktionen, z. B. ermöglichen sie eine gesteuerte und modifizierte Freisetzung von Wirkstoffen im Magen-Darm-Trakt oder sorgen für eine ausreichende Haltbarkeit. Es besteht also ein entscheidender Unterschied zwischen der Verwendung von DBP in Arzneimitteln und in anderen Produkten wie z. B. Kosmetika oder Kinderspielzeug.


Über eine mögliche fruchtschädigende Wirkung von DBP liegen Ergebnisse aus Tierversuchen vor, aus denen ein Grenzwert für eine unbedenkliche lebenslange Einnahme von DBP abgeleitet wurde. Dieser liegt in der EU für Gebrauchsgegenstände bei 100 Mikrogramm/kg Körpergewicht und Tag und wurde im vergangenen Jahr für Lebensmittel auf 10 Mikrogramm/kg Körpergewicht und Tag neu festgesetzt. Die neuen Studiendaten weisen zwar auf eine deutliche Überschreitung dieser Grenzwerte hin, wenn DBP-haltige Arzneimittel wie empfohlen eingenommen werden. Die von den Versuchspersonen eingenommenen Mengen DBP waren aber immer noch deutlich niedriger als die, die in Tierversuchen überhaupt einen biologischen Effekt auslösten. „Eine Verunsicherung von Patienten, die DBP-haltige Arzneimittel einnehmen, ist deshalb nicht gerechtfertigt”, betont BfArM-Leiter Prof. Dr. Reinhard Kurth. „Sollte sich aus den neuen Studienergebnissen tatsächlich eine andere europaweite Bewertung von DBP in Arzneimitteln ergeben, hat das BfArM die Möglichkeit, den Austausch gegen andere gleichwertige Hilfsstoffe einzuleiten.”


In einem Interview mit dem ARD-Magazin „Plusminus” war dem BfArM zugesagt worden, dass dem Institut die vollständige Untersuchung mitsamt der Methodenbeschreibung überlassen wird, was bisher aber nicht geschehen ist.


Mit freundlichen grüßen aus Hannover

Herbert Herzberg

Solvay Arzneimittel GmbH, Hans-Boeckler-Allee 20, D-30173 Hannover
Kunden-Kontakt-Center (PH-ASP)
>* tel: +49 (0) 511 857 2400 * fax: +49 (0) 511 857 3120 * mail: kkc.sarz@solvay.com
>

BeitragVerfasst: 19.12.2006, 18:45
von Carmeli
Tja, und wieviel nimmt denn dann nun eine CFler von dem Zeug zu sich, der unter einer schweren Pankreasinsuffizienz leidet und 30 bis 40 Jahre mit dem Zeug/Kreon behandelt wird? :roll:

Gruß Carmen

BeitragVerfasst: 01.02.2007, 13:34
von DaniDan
wow gute info werd ich gleich überprüfen

BeitragVerfasst: 15.03.2007, 13:17
von Trashcruiser
Ist auf jedenfall interessant!!!

Glaube, dass der ekelhafte Geruch von den Enzymen kommt, da man früher (bei den Ossis und als ich noch klein war) die Enzyme direkt vom Lieferanten (also vom Schwein) bekommen hat.
Also mit dem Löffel direkt in das Mündchen (aber auch in getrockneter Form). Man war das lecker :roll: :oops:

Und das hat echt nach "Kotze" (entschuldigt den Ausspruch) gerochen!!