Alkohol

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Beitragvon emute am 16.11.2006, 23:07

das hört sich irgendwie gleich viel freundlicher an oder ? ;)
wahnsinn :)
emute
 

Beitragvon nonadjustedalpha am 17.11.2006, 10:12

Also ich hab mal n bissel im Internet gesurft, dabei folgendes über Rauchen und CF oder Folgeerkrankungen von CF gefunden:

Rauchen und reines Asthma:

Rauchen führt zu häufigeren Asthmaanfällen und wirkt sich negativ auf die Lungenfunktion von (reinen, also keine CFler) Asthmatikern aus. Sechs Wochen nach absetzen von Zigaretten war die Lufu in einer englischen Studie im SChnitt um 15% gestiegen. Rauchen erhöht das Asthmarisiko extrem (gehört mit Übergewicht zu den wichtigsten Prädiktorvariablen).
Außerdem korrumpiert Rauchen die Wirkung von inhalativen Kortikoiden, wobei unklar ist, wieso das passiert.

Rauchen und Diabetis:

Interessanterweise erhöht Rauchen auch die Wahrscheinlichkeit nen Diabetis mellitus zu bekommen, was lange Zeit als unwahrscheinlich galt, da Rauchende Personen weniger häufig übergewichtig sind, so dass man annahm, dass eine Erkrankung wie Diabetis Mellitus weniger häufig vorkommen sollte. Tatsächlich findet man aber unter Rauchern deutlich häufiger eine Glucosetoleranzstörung.

Rauchen und CF:

Da hab ich nur ne Doktorarbeit gefunden, die sich mit Störfaktoren für die ziliäre Aktivität nasaler Flimmerepithelzellen bei CF befasst, da werden dann lauter Studien zitiert, wie sich Nikotin auf die Aktivität bei gesunden auswirkt. Lustigerweise erhöht NIkotin (alleine in vitro präsentiert) bei kleinen Dosen die Aktivität von Flimmerepithelzellen, während bei höherer Dosierung die Aktivität der Zellen gehemmt wird.
Das Rauchen einer einzigen Zigarette in vivo vermindert allerdings schon die ziliäre Schlagfrequenz, allerdings konnte dieses Ergebnis nicht repliziert werden, so dass es mit Vorsicht zu genießen ist. Selbst bei chronischem Rauchen ist die Befundlage nicht ganz eindeutig, wobei allerdings die Mehrzahl der zitierten Studien eine einschränkung der Schlagfrequenz und somit des SChleimtransportes feststellt, allerdings in Abhängigkeit von der Gesamtzeit des Rauchens.
Insgesamt schließt dann der Autor, dass es erfreulich ist, dass Rauchen in der Population der CFler keine Rolle spielt, weil die Flimmerepithelzellen bei CF sowieso nicht so arbeiten, wie sie sollen (Möglicherweise liegt da sowieso ein grundlegendes Übel an CF).
Nebenbei korreliert die Frequenz der Flimmerepithelzellen am stärksten mit der PA-Besiedlung....

Na, ja, das Rauchen schlecht war, wussten wir ja schon und mehr wissen wir ja jetzt eigentlich auch nicht, da nichts direkt an CFlern untersucht wurde. Mutmaßungen kann man natürlich wie der Autor in seiner Doktorarbeit trotzdem anstellen...(wo käme man auch ohne Mutmaßungen in der CF-Forschung hin...?)

Lg, Johannes
nonadjustedalpha
 

Beitragvon sunnysan am 17.11.2006, 13:27

Hallo, ich weiß erst seit 11 Jahren, dass ich cF habe (bin jetzt 35). Ich habe mit 15 Jahren angefangen zu Rauchen, hab Party gemacht usw. Auch ich brauchte mehrere Anläufe um mit dem Rauchen aufzuhören. So einfach ist das auch wieder nicht - auch wenn man weiß, dass man nicht rauchen darf. Und inzwischen bin ich total stolz, dass ich es vor ein paar Jahren geschafft hab! Muko-mäßig geht es mir trotz allem relativ gut (Gott sei Dank), hatte vor ein paar Wochen meinen ersten Pseudomonas und bin ihn auch wieder losgeworden.
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Beitragvon Heischeisch am 17.11.2006, 15:45

nonadjustedalpha hat geschrieben:Wenn man sich Drogen auf ihre rein körperlichen Konsequenzen anschaut, dann sind Heroin und Kokain am wenigsten gefährlich. kokain führt nicht mal zu Entzugserscheinungen und die entzugserscheinungen bei Heroin sind nicht so schlimm wie die bei Alkohol.

Also, wenn Du Heroin völlig vom Umfeld abkoppelst, mag das ja stimmen... Andererseits: viele Leute fristen auch im Methadonprogramm den Rest ihres Lebens... Das Entzugsproblem ist riesig. Also, ich denke mal, wir sollten Heroin und auch Kokain nicht auch noch in die Diskussion einbringen.
Gesellschaftlich für die verheerendenste Droge halte ich persönlich Alkohol... und das war ja auch der Name des Threads...

Liebe Grüße
Roland
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Beitragvon nonadjustedalpha am 17.11.2006, 17:50

Nun, ja, da hast du sicherlich recht, Kai-Roland, genau das wollte ich sagen, dass man wohl keine Droge ohne ihre psychosozialen Folgen betrachten kann...auch Rauchen und Alkohol nicht.... :wink:

Lg, Johannes
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Beitragvon mercy333 am 05.11.2007, 11:27

sollte ich wirklich ne cf bei mir bestätigt bekommen wo von ich ausgehe , gebe ich sicherlich sofort das rauchen auf ( war mal 1,5 jahre und 6 monate rauchfrei) was sich sehr positiv ausgewirkt hat....... und der wein , ist quasi mein bester freund .... lol auf den möchte ich nicht verzichten auch wenn es so sein sollte ........
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Beitragvon Schlangenlady am 05.11.2007, 16:33

Super Idee mercy333...
Wenn man keine potentiell tödlich verlaufende Lungenerkrankung hat, dann tut man eben alles, um sich diese durch Rauchen zu erwerben...

:roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll:


Und wenn Du den Wein als Deinen besten Freund bezeichnest würde ich Dir dringend die anonymen Alkoholiker o.ä. empfehlen...


Uli,45
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Beitragvon mercy333 am 05.11.2007, 17:54

hey nicht gleich böse werden.......

das potenziell gesehen ist es sehr wahrscheinlich!!!!!!! sonst wäre ich nicht hier oder würde hier vorbeischauen..

aber wenn man nicht im wissen ist jahre lang dass es solch krankheit überhaupt gibt , dann denke ich macht man sich über solche dinge keine gedanken , davon mal abgesehen , dass rauchen allgemein ungesund ist..

und der wein das sollte nicht so wörtlich genommen werden mit dem freund ....... ich wollte hier keinen starren text schreiben......

aber trotzdem danke für deine antwort
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Beitragvon mercy333 am 07.11.2007, 22:14

ja das mit dem abhusten kann ich auch im vollem rahmen bestätigen..

aber jedoch nur bei trockenen rotwein...... lol

lieben gruß ........
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Beitragvon kai am 10.11.2007, 19:13

Hallo,
ich finde man soll kein Alkohl trinken, wenn man schon eine Leber belastet hat. Ich habe Zirhose und trinke nicht mehr. Manchmal muß ich blöde Sprüche anhören, von wegen Memme oder so. Aber auf so leute kann ich dann verzichten.
Viele Grüße,
Kai
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Beitragvon mercy333 am 11.11.2007, 11:24

hallöchen ,

memme sagen leute denen nichts einfällt aus dummheit ... ich finde jedoch jeder erwachsene mensch muss in sachen alkohol ne eigene entscheidung treffen , aber ich finde es nicht richtig einen der trinkt ( im rahmen ) oder einen der garnicht trinkt zuverurteilen...... dafür bestitzt jeder die freiheit für sein eigenes leben zu entscheiden, was auch gut so ist...

lieben gruß
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Beitragvon Schlangenlady am 20.02.2008, 16:02

...gelöscht...


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Beitragvon engelchen am 20.02.2008, 18:05

.... das wäre wohl eher was für die quasselecke, oder??? :?:

zb einen thread wie diesen hier
engelchen
 

Re: Alkohol

Beitragvon RaySpoint am 27.03.2008, 11:16

Hallo,

Hier mal noch ein erweiterndes Statement:

Ich leide auch an Mukoviszidose und stecke dennoch mit meinen 20Jahren in der Blüte meines Lebens. Ich bin mit 16 zuhause ausgezogen um mein Fachabitur in der Nähe meiner Freundin zu absolvieren, die ich auf Kur kennenlernte. Leider wohnte sie halt 300Km von mir entfernt.
So begann ich bereits mit 16 meinen eigenen Haushalt zu schmeißen und alle Entscheidungen für mich und mein Leben selbst zu treffen.
Mitlerweile wohne ich in Hamburg und studiere Soziale Arbeit.
Alkohol ist natürlich für jeden Jugendlichen ein großes Thema. So war es das auch für mich. Ich sehe das so: Alkohol ist ein Symbol für Lebensqualität. Ebenso wie Schokolade oder jeder andere unnötige Luxus. Gerade wenn man krank ist, sollte man sich nicht gegen alles schädigende entscheiden. Was nützt es mir 10Jahre länger zu leben, wenn ich dafür, auf Partys (bei denen halt geraucht wird), Alkohol, Extremsport u.a. verzichten muss?
Ich trinke auch nicht regelmäßig, aber wenn der Anlass es hergibt, besaufe ich mich auch mal ordentlich. Und auch mein Arzt sieht Alkohol als geringstes Problem.
Mir geht es auch so, dass ich nach dem Genuss von Alkohol und anschließender Bewegung ein beklemmendes Gefühl in der Brust verspüre. Aber dagegen kann man anlaufen. Alkohol ist eine Gesellschaftsdroge - und so konsumiere ich sie auch. Ich habe für mich entschieden, auf rauchen zu verzichten, und habe es auch nie probiert, aber auch Mukos die rauchen, würde ich nicht verurteilen.
Zum leben haben wir nur eine Chance, das haben wir Menschen alle gemein. Entsprechend viel Spaß sollten wir haben - schließlich belastet uns der Alltag schon genug!
Verzicht mag eine Tugend sein, aber Genuss ist es ebenso!

Liebe Grüße!
RAY
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Re: Alkohol

Beitragvon Loni am 27.03.2008, 13:18

Huhu,

also ich muss auch sagen, ich habe eine Zeit lang jedes WE Alkohol getrunken.
Habe auch Muko und noch nie ein Problem gehabt, mit atmen, bauchweh oder sonst was.
JEder muss selbst für sich wissen, ob es einem schadet oder nicht. Also inzwischen trink ich kaum noch, weil ich einfach auch ohne Alkohol Spaß haben kann.
Rauchen war nie ein Thema für mich, weiß nicht obs an der Muko liegt, dass ich da nie mitgemacht habe oder einfach so. Dran gezogen hab ich auch schon und es hat nicht geschmeckt und passt nicht zu mir und meiner Lebenseinstellung. Denke auch man sollte nicht auf alles verzichten. Nicht die Jahre machen das Leben aus, sondern wie intensiv man diese verbracht hat. Dazu muss nicht unbedingt Alkohol gehören, aber es gibt ja schon so genug "einschränkungen" die man sich selbst aufzwingt bzw. aufgezwungen bekommt.

Haut rein.

Greetz
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