"Inhalt" eines optimalen Mineralwassers

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"Inhalt" eines optimalen Mineralwassers

Beitragvon Julia am 27.07.2006, 17:03

Hallo,

da wir ja momentan wirklich abnormale Temperaturen haben und ich nur am trinken bin, wollte ich mal fragen wie das ideale Mineralwasser für uns Mukos aussehen soll.
Welche Elemente (wie z. Bsp. Natrium, Magnesium) sollten in "großem" Maße vertreten sein? Und wie viel von Ihnen sollte mindestens in ner Flasche "rumschwimmen".
Weiß da jemand näheres?


Grüßle
Julia
Julia
 

Re: "Inhalt" eines optimalen Mineralwassers

Beitragvon Carmeli am 27.07.2006, 17:17

Julia hat geschrieben:Hallo,

da wir ja momentan wirklich abnormale Temperaturen haben und ich nur am trinken bin, wollte ich mal fragen wie das ideale Mineralwasser für uns Mukos aussehen soll.
Welche Elemente (wie z. Bsp. Natrium, Magnesium) sollten in "großem" Maße vertreten sein? Und wie viel von Ihnen sollte mindestens in ner Flasche "rumschwimmen".
Weiß da jemand näheres?


Grüßle
Julia


also das wird jetzt keine Werbung, sondern Erfahrung.

Hi Julia

Ich persönlich bevorzuge Gerolsteiner: Hier die Angaben pro Liter
Natrium 118 mg
Kalium 11 mg
Magnesium 108 mg
Calcium 348 mg
Chlorid 40 mg

Contrex hat enorm viel Calcium (486 mg),
Magnesium 84 mg, Natrium nur 9,1 mg, Kalium 3,2 mg, Chlorid 10 mg

weniger gehaltvoll ist Leislinger
Natrium 7,8 mg
Kalium 3,0 mg
Magnesium 24,1 mg
Calcium 94 mg
Chlorid 7,3 mg

Ich schaue immer nach Calcium (mehr als 200 mg) nach Magnesium (mehr als 80 mg) und nach dem Natrium (nicht natriumarm).

Hier die Bedarfsempfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin für Gesunde:
Kalium 1 bis 4 g pro Tag
Magnesium 300 bis 350 mg pro Tag
Calcium 800 mg pro Tag

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Julia am 27.07.2006, 18:16

Vielen Dank!

Bisher wusste ich nie worauf ich eigentlich bei Mineralwasser achten soll. Werde mir mal Zeit nehmen und sämtliche Sprudel-Sorten anschauen.

Grüßle
Julia
Julia
 

Beitragvon Redboy-Nick am 28.07.2006, 19:34

Hallo Leute,

leider kennt Ihr das Hörbuch "Wasser und Salz" nicht! Den dort wird wunderbar erklärt was eigentlich Mineralwasser überhaupt ist.

Viele denken ja das Sie mit dem Mineralwasser gleich zwei Dinge auf einmal machen können. Zum ersten Wasser aufnehmen und zum Zweiten Mineralstoffe!

Da muß ich euch leider alle entäuschen! Den die Mineralstoffe nimmt der Körper gar nicht auf! Das beste Wasser ist das Mineralarme Wasser.

Wenn Ihr mir ned glaubt schickt mir eure E-mail adresse! Dann schicke ich euch den auszug des Hörbuches. Dann könnt Ihr euch das selber mal anhören


THX

Nick
Redboy-Nick
 

Beitragvon Carmeli am 28.07.2006, 19:52

Du brauchst ja nichts schicken, sondern erkläre doch einmal, weshalb die Mineralstoffe nicht aufgenommen werden sollen. Kannst es auch stichpunktartig tun.
Würde hier sicherlich viele interessieren.

Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Sakura am 28.07.2006, 20:45

Dass Mineralstoffe aus dem Wasser nicht vom Körper aufgenommen werden können, habe ich auch schon gehört.
Deswegen hab ich mal im Netz geguckt und eine Erklärung dazu gefunden:

"Die Mineralstoffversorgung erfolgt über unsere Ernährung. Mineralstoffe werden nämlich nur verstoffwechselt, wenn sie an bestimmte organische Stoffe gebunden sind, wie z.B. Calcium in Karrotten. In Obst, Gemüse und Salat sind Mineralstoffe im organischen Verbund – im Wasser nicht. Mineralien im Wasser sind deswegen anorganisch und für den Körper nicht verwertbar. Es fehlen die „organischen Vermittler“. Anorganische Mineralstoffe im Trinkwasser werden nicht nur nicht vom Körper aufgenommen, sie können sich sogar als Schlacken absetzen. Aus diesem Grund empfehlen immer mehr Heilpraktiker und Ärzte den Verzehr von niedrigmineralisiertem Wasser, wie z.B. Osmose-Wasser."
Sakura
 

Beitragvon Redboy-Nick am 28.07.2006, 20:51

Danke schön SAKURA hätte es nicht besser sagen können !!!
Redboy-Nick
 

Beitragvon Carmeli am 28.07.2006, 21:33

Sakura hat geschrieben:Dass Mineralstoffe aus dem Wasser nicht vom Körper aufgenommen werden können, habe ich auch schon gehört.
Deswegen hab ich mal im Netz geguckt und eine Erklärung dazu gefunden:

"Die Mineralstoffversorgung erfolgt über unsere Ernährung. Mineralstoffe werden nämlich nur verstoffwechselt, wenn sie an bestimmte organische Stoffe gebunden sind, wie z.B. Calcium in Karrotten. In Obst, Gemüse und Salat sind Mineralstoffe im organischen Verbund – im Wasser nicht. Mineralien im Wasser sind deswegen anorganisch und für den Körper nicht verwertbar. Es fehlen die „organischen Vermittler“. Anorganische Mineralstoffe im Trinkwasser werden nicht nur nicht vom Körper aufgenommen, sie können sich sogar als Schlacken absetzen. Aus diesem Grund empfehlen immer mehr Heilpraktiker und Ärzte den Verzehr von niedrigmineralisiertem Wasser, wie z.B. Osmose-Wasser."


... dazu empfehlen sie dann noch ein entsprechendes Osmosegerät für ein paar hundert Euro, welches man ja unbedingt braucht, und dann klingelt die Kasse des Heilpraktikers.

Es ist schon recht spannend welche Visionen und Phantasien so in unserer modernen Gesellschaft herum geistern.

Lasst uns das Mineralwasser trinken, welches uns am besten schmeckt, und dann stimmt die Chemie, denn destiliertes Wasser ist nicht zum Verzehr geeignet und würde bestimmt auch niemandem schmecken.

Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Carmeli am 28.07.2006, 21:48

Hey Leute,

ich habe mal Salztabletten verschrieben bekommen. Wie sie jetzt heißen weiß ich nicht genau. Ich weiß aber das es welche gibt. Fragt doch mal euern Arzt.

THX

Nick


Ala Pippi Langstrumpf:
"Wir drehen uns die Welt, so wie sie uns gefällt, vidivitbumbum".
Die Mineralien im Mineralwasser werden nicht aufgenommen, aber die in den Pillen werden es. ? :roll: fidifitbumbum
Carmeli
 

Beitragvon Sakura am 28.07.2006, 22:46

Carmeli hat geschrieben:Lasst uns das Mineralwasser trinken, welches uns am besten schmeckt, und dann stimmt die Chemie, denn destiliertes Wasser ist nicht zum Verzehr geeignet und würde bestimmt auch niemandem schmecken.


Dass man destilliertes Wasser trinken soll, stand ja nicht in dem Artikel.
Man braucht sich bloß auch nicht allzu viele Gedanken machen was für Mineralstoffe in welcher Konzentration vorhanden sind, weil man anscheinend noch nicht wirklich weiß ob und wieviel davon im Körper aufgenommen wird.

Über Vitamintabletten hält sich ja auch das Gerücht, dass die lange nicht so gut und wertvoll sind wie man immer denkt, da sie nicht lange genug im Körer bleiben bzw. auch nicht so gut aufgenommen werden. Auf jeden Fall sind sie wohl nicht zu ersetzen mit Vitaminen aus Obst.
Und so ist es mit den Mineralien vielleicht auch? Die Mineralien aus den Nahrungsmitteln, sind vielleicht auch besser für den Körper als die zugesetzten im Wasser :?:

Ich hab das ja nie untersucht, ich habs eben nur auch schon gelesen und gehört.
Sakura
 

Beitragvon Heischeisch am 28.07.2006, 22:55

Mineralstoffe werden nämlich nur verstoffwechselt, wenn sie an bestimmte organische Stoffe gebunden sind, wie z.B. Calcium in Karrotten. In Obst, Gemüse und Salat sind Mineralstoffe im organischen Verbund – im Wasser nicht. Mineralien im Wasser sind deswegen anorganisch und für den Körper nicht verwertbar. Es fehlen die „organischen Vermittler“. Anorganische Mineralstoffe im Trinkwasser werden nicht nur nicht vom Körper aufgenommen, sie können sich sogar als Schlacken absetzen. Aus diesem Grund empfehlen immer mehr Heilpraktiker und Ärzte den Verzehr von niedrigmineralisiertem Wasser, wie z.B. Osmose-Wasser."


Hi,

das halte ich wirklich für reinste Phantasie... stammt wohl von http://www.natuerliche-wassertechnik.de/

Nehmen wir mal das einfachste Beispiel... Ich löse 3 Esslöffel NaCl (anorganisches Mineral) in einem warmen Glas destilliertem Wasser auf und bitte den freundlichen Menschen von der Osmosewasserfirma, dieses zu trinken... ob er das wohl macht ;-)

ACHTUNG: DIESER VERSUCH WÜRDE ZUM TOD INNERHALB KÜRZESTER ZEIT FÜHREN! Und zwar ganz ohne Karottenhilfe... :twisted:

Umgekehrt führt destilliertes Wasser auch zum Exitus, weil eben die Mineralien fehlen, der Körper die Isotonie anstrebt (also Salze abgibt) und daher ruckzuck Mineralsalze verliert.

Ich frage mich wirklich, wo die Grenzen für solch verantwortungslose Werbung liegen. Nicht jeder kann das schließlich beurteilen. Und das alles nur, um Trinkwasseraufbereitungsanlagen zu verkaufen... ohne Karotten...

Und schön finde auch auch wieder diesen Ausdruck "Schlacken"... WAS IST DAS BITTE??

Liebe Grüße
Roland
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Beitragvon Sakura am 28.07.2006, 23:13

Heischeisch hat geschrieben:das halte ich wirklich für reinste Phantasie... stammt wohl von http://www.natuerliche-wassertechnik.de/

*lol* genau :wink:
Ich hab es aber wirklich auch schon woanders gehört. Wobei ich nie wusste ob das ernst zu nehmen ist oder nicht...

Heischeisch hat geschrieben:Und schön finde auch auch wieder diesen Ausdruck "Schlacken"... WAS IST DAS BITTE??

Also der Ausdruck ist aber nicht ausgedacht, den gibts tatsächlich:
Schlacken sind neutralisierte Säuren und Gifte, die unter bestimmten thermischen, chemischen, mathematischen, physischen, psychischen, usw. Voraussetzungen in den verschiedenen Geweben, Organen, Blasen, Kapseln, Drüsen. usw. des Körpers abgelagert werden
...so ein bisschen müssen sie ja schon noch ernst rüber kommen bei der Wassertechnik :wink:

Das ist wahrscheinlich nur ein weiteres Beispiel dafür, dass anscheinend gar nichts richtig standfeste Begründungen hat und somit von irgendwelchen Leuten angezweifelt wird, die dann eine Riesendiskussion vom Zaun brechen, wo am Ende raus kommt...man weiß genauso viel wie vorher und macht auch alles wie vor der Diskussion :roll:
Sakura
 

Beitragvon Carmeli am 29.07.2006, 11:35

Und so ist es mit den Mineralien vielleicht auch? Die Mineralien aus den Nahrungsmitteln, sind vielleicht auch besser für den Körper als die zugesetzten im Wasser


Hallo Tina
Beim natürlichen Mineralwasser werden keine Mineralstoffe zugesetzt. Der unterschiedliche Mineralgehalt ist abhängig davon aus welcher Quelle es kommt.
Auf seinem Weg durch unterschiedliche Gesteine, werden die Mineralien hier heraus gelöst und erscheinen in entsprechenden Mengen im Wasser.

Gruß Carmen

Hier die kleine Wasserlehre
Als Mineralwasser werden im allgemeinen Sprachgebrauch Natürliches Mineralwasser sowie oft auch andere zum Verzehr geeignete Wasserprodukte bezeichnet. Die offiziellen Produktbezeichnungen in Deutschland, sowie in Österreich lauten:

Natürliches Mineralwasser: Es hat seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen, wird an der Quelle abgefüllt, und muss amtlich anerkannt werden.

Quellwasser: Es stammt ebenfalls aus unterirdischen Vorkommen, darf aber Spuren von Verunreinigungen enthalten und bedarf keiner amtlichen Anerkennung.

Tafelwasser: Es besteht hauptsächlich aus Trinkwasser. Es gibt keine Anforderungen an den Mineralstoffgehalt oder die Behandlungsmethoden. Bei erhöhtem Kohlensäuregehalt wird es in Österreich auch als Sodawasser bezeichnet.

Heilwasser: Wenn das Wasser aufgrund des Nachweises einer heilenden, lindernden oder vorbeugenden Wirkung als Arzneimittel zugelassen wurde, spricht man von einem Heilwasser. Der Mineralien- und Spurenelementgehalt von Heilwässern liegt meistens in ähnlicher Größenordnung wie bei Natürlichen Mineralwassern.
Nicht abgepacktes Trinkwasser aus der öffentlichen

Trinkwasserversorgung wird meist als Leitungswasser bezeichnet. Kohlensäurehaltiges Mineralwasser wird auch als saurer Sprudel oder regional in Form eines Begriffsmonopols als Selterswasser (kurz Selters) bezeichnet.

Kann man auch in Wikipedia nachlesen oder in Lexika
Carmeli
 

Beitragvon Carmeli am 29.07.2006, 11:44

Heischeisch hat geschrieben:Und schön finde auch auch wieder diesen Ausdruck "Schlacken"... WAS IST DAS BITTE??


Hallo Roland
Die Antwort findest Du in Wikipedia :P

Hier ist sie:
"Der Begriff Schlacke ist allgemein eine Beschreibung für einen blasig bis porösen Rückstand.
Rennofenschlacke
Schlacken aus metallurgischen Prozessen [Bearbeiten]
Schlacken entstehen bei fast allen metallurgischen Prozessen. Dabei unterscheidet man zwischen folgenden Schlacke-Arten:
Hochofenschlacke: Entsteht bei der Erzeugung von Roheisen im Hochofen.
Stahlwerksschlacke (oder Konverterschlacke): Entsteht bei der Stahlerzeugung im Stahlwerk.
Elektroofenschlacken
Edelstahlschlacken
Schlacke ist ein wertvoller Rohstoff, aus dem verschiedenste Produkte gewonnen werden können, z.B. Hüttensande, Düngemittel und Produkte für den Straßenbau. Aus diesem Grunde ziehen es die Metallhersteller vor, den Begriff Eisensilikatgestein zu verwenden, der hochwertiger klingt als Schlacke, unter der man sich normalerweise ein Abfallprodukt vorstellt."

Und der Mensch sollte mindestens 12 mal im Jahr in einer guten auf das Entschlacken spezialisierte Klinik oder bei einem Heilrpraktiker entschlacken, damit der gute Profit dieser Kliniken und auch die Arbeitsplätze der Heilpraktiker erhalten bleiben.

Liebe Grüße
Carmen :wink:
Zuletzt geändert von Carmeli am 29.07.2006, 11:44, insgesamt 1-mal geändert.
Carmeli
 

Beitragvon Sakura am 29.07.2006, 11:44

Ah, danke schön, jetzt weiß ich auch wo die Mineralien im Wasser herkommen. Ich dachte die werden irgendwie zugesetzt.
Ich bin da nicht soo bewandert, weil ich eigentlich kein Wasser gern trinke. Nur zur Zeit zwinge ich mich, wegen der Hitze.
Sakura
 

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