Tagesablauf

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Tagesablauf

Beitragvon Katharina am 19.08.2010, 19:54

Hallo zusammen,

mich würd mal interessieren wie euer Tagesablauf aussieht ? Arbeitet ihr, wohnt ihr allein oder zuhause ? Macht ihr Sport und wie viel Zeit benötigt ihr täglich für Physio etc. ?

Ich bin seit Juni fertig mit meiner Ausbildung und arbeite jetzt 30 Stunden die Woche. Außerdem hab ich eine kleine Tochter. Die Ärzte sind der Meinung das ich täglich min. eine halbe Stunde Sport und eine halbe Stunde Krankengym machen soll mit Inhalieren und alles in allem so ca. 2 Stunden täglich für mich. Allerdings weiß ich nicht woher die noch mehr Zeit nehmen soll ? Wie macht ihr das ?

Liebe Grüße
Katharina
 
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Re: Tagesablauf

Beitragvon MarieMelancholie am 20.08.2010, 09:27

Das ist eine ganz schwierige Frage..

glaube die Ärzte halten sich das oft garnicht vor Augen bzw. spielen es runter wenn man sagt, dass das alles wie es angeordnet wurde zeitlich nicht geht. Für Ärzte ist es leicht zu sagen: Man muss Prioritäten setzen und die Gesundheit solle ganz oben stehen.

So einfach ist das aber nicht..wir sind nur Menschen, und der Alltag darf nicht nur aus Arbeit und Therapie bestehen. Ich bewundere die Menschen die das anders handhaben. Ich habe es 2 Wochen versucht - solange bis fiese Erschöpfungssymptome auftraten (Verwirrtheit, massive Konzentrationsprobleme und Desorientierung)- und kann es nicht.

Arbeite vollzeit, wohne alleine, habe kein Auto und keine Waschmaschine.

Man muss soviel machen: Arbeit, Therapie, schlafen, kochen, soziale Kontakte mit dem Partner und Freunden pflegen, putzen, einkaufen, Sport, sich mit dem Haustier beschäftigen...

Versuche einfach, viel miteinander zu verbinden oder Zeit zu sparen:

-Sport hab' ich zum Beispiel lange garnicht gemacht. Jetzt hab ich mit Freunden und meiner Schwester zusammen ein paar Kurse bei der VHS und beim Hochschulsport gebucht, will außerdem außerdem ein Angebot von meinem Arbeiznehmer wahrnehmen sobal Plätze frei sind - Yoga in der Mittagspause. Also: soziale Kontakte & Sport: abgehakt ;-)

-Inhaliere auf der Arbeit Pulmozyme, das spart eine Runde nach Feierabend, und sitze statt auf dem Stuhl auf dem Pezziball und wippe rum - bilde mir ein das hält auch fit.

-Einkaufen gehe ich vor allem am Wochenende mit meinem Freund zusammen, der ein Auto hat, oder lasse mir von meinen Eltern die Getränke mitbringen.

-Koche immer doppelte Mengen und wärme den Rest am nächsten Tag in der Mikrowelle auf. So ist man zwar meistens zwei tage hintereinander das gleiche, aber es spart echt viel Zeit und ist auch günstiger.

-WEnn ich einmal in der Woche meine Eltern besuche, wasche und trockne ich dort meine Wäsche während ich dort zu Besuch bin. Außerdem kocht meine Mama auch immer was und gibt mir auch was davon für den nächsten Tag mit.

-Abends mach im Bett autogene Trainage bis ich einschlafe.

-Geiere immer nach weiteren Inhaletten, damit ich möglichst selten den Vaporisator anschmeißen muss

Man muss halt doch Prioritäten setzen bzw Kompromisse machen. Mein Stundenkonto auf der Arbeit ist permanent etwa 15 Stunden im Minus, mehr darf man auch garnicht. Die wissen aber Bescheid und das ist dann ok.
Putze nur die wichtigen "Ecken", Bad, Küche, Inhalierecke..der Rest kann schonmal etwas staubig werden ehrlich gesagt.
Groß weggehen tue ich mittlerweile auch nicht mehr. Das stört meinen Freund manchmal, aber da muss er eben durch.

Mit Kind ist das doch bestimmt noch viel viel schwieriger? Ok, hab nur ne Katze und die will schon ne Menge Aufmerksamkeit :-D Wie machst Du das denn so, erzähl doch mal!
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Wandervogel am 21.08.2010, 18:40

Katharina hat geschrieben:Hallo zusammen,

mich würd mal interessieren wie euer Tagesablauf aussieht ? Arbeitet ihr, wohnt ihr allein oder zuhause ? Macht ihr Sport und wie viel Zeit benötigt ihr täglich für Physio etc. ?

Ich bin seit Juni fertig mit meiner Ausbildung und arbeite jetzt 30 Stunden die Woche. Außerdem hab ich eine kleine Tochter. Die Ärzte sind der Meinung das ich täglich min. eine halbe Stunde Sport und eine halbe Stunde Krankengym machen soll mit Inhalieren und alles in allem so ca. 2 Stunden täglich für mich. Allerdings weiß ich nicht woher die noch mehr Zeit nehmen soll ? Wie macht ihr das ?

Liebe Grüße



Hallo Katharina

40 Stunden-Woche, 2 Stunden täglich Autofahrt für den Job, 1 bis 2 Stunden Sport pro Tag. (Mo-Fr. 1 -1,5 Stunde, am Wochenende eher 2 Stunden) 30 min. tägl. inhalieren, 20 min. Autogene Drainage am Morgen (der Sport ersetzt bei mir die Abend-Physio, bringt mehr (1 Stunde Joggen ist für mich so effektiv, wie 3 Stunden Autogene Drainage),
Die Ernährung gestalte ich sehr effektiv, achte auf gute Nahrung, meist Obst und Milchprodukte und Fleisch, Kartoffeln und Ei und Fisch, Nüsse. Das ist schnell zubereitet und nimmt ca. 30 min. pro Tag in Anspruch. Das ist mein Tagesplan von 4:45 bis 20:30, dann ist Freizeit. 22: 30 geht es ins Bett. Ich vergeude meine Zeit nicht mit Fernsehen. Ich inhaliere mit eflow; das geht schnell.

Ich denke, dass 2 Stunden, inclusive Sport eine sehr gute Investition in die Zukunft, auch Deines Kindes sind. Ich kenne von mir auch Zeiten, in denen ich 6 Stunden täglich nur inhaliert und Physio gemacht habe, ohne dass ich zum Sport fähig war. Dann bleibt für Freizeit keine Zeit mehr.

Ein Tag hat 24 Stunden, bei einer 30Stunden-Woche sind das 6 Stunden Arbeit, + 2 Stunden Therapie sind bei 8 Stunden Schlaf 8 Stunden Freizeit. Wo ist das Problem?

LG
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Trygg am 21.08.2010, 20:22

hi!
Im Semester sieht mein Tagesablauf sofern ich nicht krank bin folgendermaßen aus:

Morgens 1,5 Stunden inhalieren und Therapie, vorher geht gar nix, nicht mal duschen weil ich vor dem Inhalieren die ganze Zeit Hustenanfälle hab. Dann halt Essen, Fertigmachen etc, 1 Stunde Weg zur Uni, 2 - 4 Stunden Veranstaltungen und danach je nach Bedarf noch Recherchen, Referatsvorbereitungen, was in der Bib lesen. Länger als 6 Stunden bin ich aber selten dort, weil ich dann inkl Fahrt 8 Stunden unterwegs bin und ich dann meist schon merke, dass es langsam gut ist. Zuhause wieder Essen, etwas ausruhen, am Abend noch 1,5 Stunden inhalieren + Physio und wahlweise reiten gehen oder Ergometer und spät nochmal Essen. Auf mehr als 3 mal die Woche Sport komme ich allerdings nicht, weil ich meist einfach zu kaputt bin und tw auch im Wechsel 2 Wochen krank, 2 gesund. Zusätzlich fahre ich noch 2 mal die Woche zur KG, das sind jedes mal auch 2 Stunden.
Das ist so ungefähr die Normalsituation wenn alles ideal läuft. Es gibt aber auch Zeiten, in denen schaffe ich nur einen oder 2 Tage Uni pro Woche, vor allem im Winter. Deswegen zieht sich mein Studium ziemlich, ich bin ungefähr 2 Semester hinter dem Plan zurück, aber who cares...
Ansonsten wohn ich diesen Monat noch bei meinen Eltern, weil eine Wohnung in München halt zu teuer gewesen wär für mich allein. Nächsten Monat ziehe ich dann mit meinem Freund zusammen, mal sehen wie das wird^^

Also wenn ich mir vorstelle, ich hätte dazu noch ein kleines Kind.....Wenn du das alles halbwegs auf die Reihe kriegst zieh ich den Hut vor dir^^
lg
Jenny
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Re: Tagesablauf

Beitragvon MarieMelancholie am 22.08.2010, 12:19

Hallo Wandervogel,

das ist ja Wahnsinn! Wie machst du das, hast du nicht auch mal Tage, an denen du durchhängst und dir alles zu viel Wird? Und was ist mit Freundschaften, wie bekommst Du das alles unter einen Hut? Entspannst du auch mal? Bin grad ganz schön baff..wenn du das wirklich langristig so durchziehst - Respekt!

Das ist aber auch ein echt heftiges Pensum, dass nicht jeder, wenn nicht sogar die wenigsten, leisten können - sei es psychisch oder physisch. Katahrina klingt , finde ich, schon ein wenig ratlos und hilfesuchend.Ich kenne das auch von mir, ich weiß auch teilweise nicht, wann ich was machen soll. Und ständig neue Tips von Ärzten oder Physiotherapeuten, was man noch zusätzlich machen könnte..Dann noch eine kleine Tochter..wahnsinn!

In der Situation einfach mit einem lapidaren "Wo ist das Problem" um die Ecke zu kommen ist doch schon arg unsensibel, findest du nicht?
MarieMelancholie
 
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Wandervogel am 22.08.2010, 15:07

MarieMelancholie hat geschrieben:Hallo Wandervogel,

das ist ja Wahnsinn! Wie machst du das, hast du nicht auch mal Tage, an denen du durchhängst und dir alles zu viel Wird? Und was ist mit Freundschaften, wie bekommst Du das alles unter einen Hut? Entspannst du auch mal? Bin grad ganz schön baff..wenn du das wirklich langristig so durchziehst - Respekt!

Das ist aber auch ein echt heftiges Pensum, dass nicht jeder, wenn nicht sogar die wenigsten, leisten können - sei es psychisch oder physisch. Katahrina klingt , finde ich, schon ein wenig ratlos und hilfesuchend.Ich kenne das auch von mir, ich weiß auch teilweise nicht, wann ich was machen soll. Und ständig neue Tips von Ärzten oder Physiotherapeuten, was man noch zusätzlich machen könnte..Dann noch eine kleine Tochter..wahnsinn!

In der Situation einfach mit einem lapidaren "Wo ist das Problem" um die Ecke zu kommen ist doch schon arg unsensibel, findest du nicht?


Hallo Marie
Ja, ich entspanne beim Sport. Beim Laufen und Biken durch den Wald. Oder jetzt im Sommer am See. Da in meinem Freundeskreis alle berufstätig sind, finden Treffen eh erst nach 20 Uhr statt und 2 Stunden intensiv etwas zu unternehmen (man tut das ja auch nicht jeden Tag) ist sicherlich besser, als stunden langes Herumhängen. Und am Wochenende ist ja genügend Zeit zum Ausruhen. Ein Tag hat ja 24 Stunden. Da bleibt dann sogar Zeit für einen Mittagsschlaf. Dann hat man ja auch noch Urlaub und fährt zur REHA. Ich denke, dass man sich vielleicht einen Jahresplan machen sollte, und nicht nur den Tag plant. Das schafft mehr Freiraum. Egal ob es das Lesen eines Lieblingsbuches ist oder der regelmäßige Konzertbesuch. So etwas verlagere ich nicht auf die Wochentage sondern auf das Wochenende, den Urlaub oder die REHA oder nehme mir auch einmal frei für ein verlängertes Wochenende.
Es ist eben eine Frage der Zeiteinteilung und mit der Frage: "Wo ist das Problem" ist nichts Lapidares gemeint, sondern einfach die Anregung zum Überlegen "wie sieht mein Tag aus, wo geht die Zeit hin? Sicherlich gibt es Dinge, die man zum Wohle seiner Freiezit starkt reduzieren kann, sei es die Hausarbeit oder Einkaufen, worin ich persönlich nur sehr wenig Zeit investiere. Klar ist dann auch mal der Geschirrspüler voll und die Töpfe sind nicht sofort aufgewaschen, aber damit kann ich leben. Und auch putzen tue ich nicht täglich. Ich lese auch keine Tageszeitung, wenn ich etwas wissen möchte, schaue ich gezielt im Internet nach. Der Internetzugang wird bei uns um 22:00 Uhr geschlossen. Auch das schafft Freiraum und dsizipliniert zum konzentrierten Arbeiten. Alle Dinge, die Zeit verschlingen, sollte man neu gestalten .
Und so bleibt sogar noch Zeit für Reisen am Wochenende usw. Und das Sporttreiben kann man mit dem Spielen mit dem Kind sehr gut verbinden. Das Kind wird ja größer. Da geht man eben zusammen Springseil springen oder das Kind fährt Roller und man joggt selbst neben her ect.Oder Trampolin springen macht auch gesunden Kindern Spaß.
Klar gibt es auch Tage, wo ich dann mal keinen Sport mache, aber das ist eher die Ausnahme. Es kommt auch darauf an,ob man seinen Job und den Sport oder die Dinge, die man tut gern tut, oder ob man es nur tut, weil es jemand von einem verlangt.

Man muss für sich Prioritäten setzten , was ist wichtig; Therapie, Kind, leben. Was ist unwichtig?
Und es verlangt Disziplin. Das ist das Schwierigste an der Sache. Man muss für die Therapie feste Zeiten einlegen, so das die Familie weiß, jetzt darf ich nicht stören. Das wird akzeptiert und Kinder gewöhnen sich daran.
Und feste Zeiten fürs Einkaufen und Putzen. Fertig.

LG
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Kerstin am 23.08.2010, 14:17

wow Wandervogel, Respekt!!!!
mein größtes Problem ist mich jeden Tag aufs neue zu motivieren..
wie macht ihr das denn?
Seit ich den MRSA hab merke ich dass jeder kleine Therapie-Aussetzer mich sofort mit mehr Schleim und Unwohlsein "bestraft" und deshalb bin ich mittlerweile auch wirklich konsequent.. Außerdem will ich den Sch** -Keim auch wieder loswerden..aber trotzdem hab ich manchmal (naja eigentl sehr oft^^) einfach keinen Bock und muss mir richtig in den Hintern treten um endlich mal mit inhalieren oder Sport oder,oder.. anzufangen..
Kerstin
 
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Wandervogel am 23.08.2010, 16:20

mein größtes Problem ist mich jeden Tag aufs neue zu motivieren..
wie macht ihr das denn?
Seit ich den MRSA hab merke ich dass jeder kleine Therapie-Aussetzer mich sofort mit mehr Schleim und Unwohlsein "bestraft" und deshalb bin ich mittlerweile auch wirklich konsequent..


Hallo Kerstin,
genau das ist auch meine Motivation für regelmäßig Inhalation, Physio und auch den Sport.
Wenn ich bereits eine Runde aussetze, dann spüre ich das erheblich. Und ich weiß, wie es ist, gesundheiltich ganz unten zu sein, dass brauche ich so schnell nicht wieder. Das ist meine Motivation.

Außerdem will ich den Sch** -Keim auch wieder loswerden..aber trotzdem hab ich manchmal (naja eigentl sehr oft^^) einfach keinen Bock und muss mir richtig in den Hintern treten um endlich mal mit inhalieren oder Sport oder,oder.. anzufangen


Also ich denke, gar nicht darüber nach. Früh am Morgen die Augen auf und Inhalation, AD und Frühstück. Abends, nach Hause kommen, schnell ein hochkalorischer Drink gemixt, eflow anwerfen und Inhalation, O2-Gerät gefüllt dann Sportsachen an und los geht es. Beim Laufen spüre ich dann, dass es sich gelohnt hat und lohnt und ich fühle mich einfach super. Das Abendessen schmeckt dann doppelt so gut.

Erfahrungsgemäß vergeht vielen die Therapie, weil sie zu oft darüber nachdenken. Ich habe einmal mein Konzept entworfen und das wird jetzt so zeitsparend wie möglich abgearbeitet ohne jeden Tag darüber zu grübeln.
Denn in der Zeit, wo man denkt "inhaliere ich nun oder doch nicht" hat man es oft dann bereits getan. Eigentlich sollte niemand die Therapie als Schikane auffassen, sondern froh sein, dass er die Möglichkeit hat, sie für sich zu nutzen.

LG
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Trygg am 24.08.2010, 00:42

Hi Wandervogel!

Du scheinst das mit der Sporttherapie ja ziemlich gut im Griff zu haben, deswegen hab ich mal ne Frage an dich (dazu muss ich aber ewas ausholen):

Mein Problem was den Sport angeht ist weniger, dass mir die Motivation oder Disziplin fehlen würde, sondern eher, dass ich mir nie sicher bin, wann man nach einem Infekt sinnvollerweise wieder mit Sport anfängt. Ich war diesen Winter in einem halben Jahr ungelogen 6 mal krank und jedes Mal, wenn ich mich wieder so fit gefühlt hab sportlich was zu tun, war ich 2 Tage später wieder krank. Dadurch ist jeder kleinste Trainingseffekt sofort wieder weg gewesen und ich hab innerhalb von 6 Monaten 8% Fev1 verloren. Wie regelst du das? Trainierst du sofort wieder wenn du kein Fieber hast oder machst du nach einem Infekt Pause?
Deinem Betrag entnehm ich, dass du mit O2 trainierst, hast du das nur für den Sport oder auch so? Du beschreibst das so nett mit Sport zum Entspannen, vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren mit Sauerstoff, für mich ist das Ganze nämlich nur ne ganz gemeine Quälerei :evil: Mit Spaß hat das nix zu tun...

Lg
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Wandervogel am 24.08.2010, 16:27

Du scheinst das mit der Sporttherapie ja ziemlich gut im Griff zu haben, deswegen hab ich mal ne Frage an dich (dazu muss ich aber ewas ausholen):


Hallo, Trygg
um es vorweg zu nehmen; für mich ist Sport eine geliebte Freizeitgestaltung. Als Therapie sehe ich das nicht. Durch den Sport kann ich aber einen Teil der AD (Therapie) einsparen.

Wie regelst du das? Trainierst du sofort wieder wenn du kein Fieber hast oder machst du nach einem Infekt Pause?


Wenn man unter einem Infekt einen Zustand mit Fieber versteht, dann muss ich sagen, habe ich solch einen in den letzten Jahren nicht mehr gehabt, "nur" Verschlechterungen wenn ein Keim (Pseudomonas ect.) vorhanden ist. Wenn ich spüre, dass der Husten mehr wird oder die Lufu schlechter wird oder ein Keim nachweisbar ist, wird mit Antibiotika behandelt.
Meinen Sport (Laufen und Biken) treibe ich immer nach Wohlbefinden. Wenn ich Fieber hätte, würde ich keinen Sport treiben. Bei mir kommt dannn die Lust von allein wieder.
Vor einigen Jahren hatte ich ein Tief und da ich damals noch keinen Sauerstoff zur Verfügung hatte, konnte ich keinen richtigen Sport mehr machen. Vor 1,5 Jahren habe ich dann wieder mit dem Laufen begonnen. Aber langsam. Die ersten Wochen 1 min laufen, 1 min Pause, 2 min. laufen, 1 min. Pause usw., gesteigert bis 30 min. laufen, das waren dann so 4 km und irgendwann wurde es dann noch etwas mehr.

Deinem Betrag entnehm ich, dass du mit O2 trainierst, hast du das nur für den Sport oder auch so? Du beschreibst das so nett mit Sport zum Entspannen, vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren mit Sauerstoff, für mich ist das Ganze nämlich nur ne ganz gemeine Quälerei :evil: Mit Spaß hat das nix zu tun...


Sauerstoff habe ich bei körperlicher Belastung, über Nacht , insgesamt ca. 16 Stunden pro Tag. Wenn Dein Sauerstoffghalt im Blut unter Belastung stark abfällt , dann wäre Sauerstoff ganz gut. Aber der Sauerstoff ist keine Garantie dafür, dass der Sport dann keine Quälerei mehr ist. :o Oftmals wird Sport zur Quälerei, wenn man ihn nicht gern macht oder so ausübt, dass man überfordert ist, sprich zu schnell oder zu viel tut.

Was für Sport machtst Du denn?

LG
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Trygg am 24.08.2010, 17:00

Hi Wandervogel,

einerseits reite ich, das ist aber nicht besonders antrengend und eher was für die Seele. Es ist zwar schon ganz gut wegen der Bewegung an der frischen Luft, aber als Ausdauertraining ist es nicht geeignet, zumal mein Pferd mittlerweile auch in die Jahre kommt und nicht mehr so topfit ist wie früher. Wenn ich jeden Tag käme um 2 Stunden zu reiten, würd er mir glaub ich den Mittelfinger zeigen :-D
Andererseits hab ich ein Fahrradergometer. Eigentlich mache es damit ähnlich wie du beim Joggen, ich steigere die Länge der Trainingsintervalle. Dabei ist mein Problem schon, dass meine Sättigung immer schnell absinkt, ich war vor 1 Jahr auf Reha, wo mir auch als Option Sauerstoff zum Sport vorgeschlagen wurde, allerdings hat man es dann doch nicht ausprobiert. Meine Ambulanz hat den Vorschlag gleich verworfen. Vielleicht sollte ich das Thema mal wieder anprechen.
Ich hab dabei nur etwas Angst, dass der Körper sich dann zu sehr an den Sauerstoff gewöhnt und ich ohne nicht mehr auskomm.

Aber generell: ich bin grundsätzlich einfach eher ein Sportmuffel, ist vielleicht auch familiär bedingt, ich kenn keinen Verwandten der besonders sportlich wäre^^ Für mich ist es ein notwendiges Übel. Ich habe es auch mit Joggen probiert, aber das ging gar nicht, das hab ich echt gehasst.

Lg
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Wandervogel am 24.08.2010, 18:56

Hallo Jenny

Andererseits hab ich ein Fahrradergometer.


Beim Training auf dem Fahrradergometer quäle ich mich auch nur. Das mache ich zu Hause nur sehr selten, wenn es mir schlecht geht oder es tagelang nur regnet. Während der REHA nehme ich diese Quälerei öfters in Kauf. Mountainbike ist da besser und nicht soo anstrengend. Auf alle Fälle macht es mehr Spaß.

Dabei ist mein Problem schon, dass meine Sättigung immer schnell absinkt, ich war vor 1 Jahr auf Reha, wo mir auch als Option Sauerstoff zum Sport vorgeschlagen wurde, allerdings hat man es dann doch nicht ausprobiert.


Warum hat man es denn nicht ausprobiert? Ich habe den Sauerstoff auch zuerst während der REHA genutzt. Bin dann immer fit nach Hause gefahren. Ich möchte ihn heute nicht mehr missen. Seit der O2-Therapie bin ich viel leistungsfähiger. Ohne den O2- würde ich mein Tagespensum gar nicht schaffen.

Meine Ambulanz hat den Vorschlag gleich verworfen. Vielleicht sollte ich das Thema mal wieder anprechen.


Wieso hat die Ambulanz denn diesen Vorschlag verworfen? Das ist doch eher der Standard, als die Ausnahme. Sport gehört bei CF zur Therapie, wie das Zähneputzen für die Normalbevölkerung.
In welcher Ambulanz wirst Du denn betreut?

Ich hab dabei nur etwas Angst, dass der Körper sich dann zu sehr an den Sauerstoff gewöhnt und ich ohne nicht mehr auskomm.


Kein Mensch kommt ohne Sauerstoff aus. Ohne genügend Sauerstoff wird Dein Herz schwach und Den Gehirn wird müde.

Aber generell: ich bin grundsätzlich einfach eher ein Sportmuffel, ist vielleicht auch familiär bedingt, ich kenn keinen Verwandten der besonders sportlich wäre^^ Für mich ist es ein notwendiges Übel. Ich habe es auch mit Joggen probiert, aber das ging gar nicht, das hab ich echt gehasst.


Ja, das ist wohl der Hauptgrund. :) Joggen ist natürlich auch anstrengend. Ich persönlich treibe seit meinem 8. Lebensjahr regelmäßig Sport .

Aber ich denke, dass es für jeden eine Möglichkeit für Bewegung gibt. Versuche es doch einmal mit Nordic walking. Das kann man gut dosieren. Und das ist die Vorstugfe zum Joggen. Zu Beginn 2 mal die Woche, dann 4 mal die Woche für 1 Jahr. Dann wird die Kondition auch besser.

LG
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Trygg am 24.08.2010, 20:58

Hi Wandervogel,

Kein Mensch kommt ohne Sauerstoff aus. Ohne genügend Sauerstoff wird Dein Herz schwach und Den Gehirn wird müde.



Das ist mir schon klar :-D


Also zu meiner Ambulanz (Christiane Herzog Ambulanz in München), der Reha usw:
Als ich die Reha gemacht hab war ich noch fitter als jetzt und die ganze Reha an sich war eher eine Enttäuschung (z.B. hatte ich in den 3 Wochen ganze drei mal 60 min Physiotherapie -das war weniger als zuhause- und nur 3 mal die Woche 30min Sport). Es gab auch ein paar Sachen, bei denen ich meine Ambulanz kontaktieren musste, die mir und meiner Ambulanz komisch vorkamen, vielleicht hat meine Ambulanz daher den Vorschlag mit dem Sauerstoff zum Sport nicht so ernst genommen. In der Rehaklinik kam man erst im Verlauf der letzten Woche mit dem Vorschlag auf mich zu, daher war einfach keine Zeit mehr. Außerdem hieß es, ich sollte das mit meiner Ambulanz abklären.

Deine Antworten haben mir auf jeden Fall schnonmal geholfen, ich spreche das beim nächsten Termin an.

Lg und schönen Abend
Jenny
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Kerstin am 25.08.2010, 13:18

Hallo Wandervogel
ja das kann ich sofort bestätigen, sobald ich länger drüber nachdenke das ich ja noch therapie machen muss umso lästiger ist es für mich :-D
ich hoffe ich komme irgendwann in die routine rein dass ich es einfach tue ohne mich innerlich in einen zwiespalt zu begeben ;-)
du hast geschrieben du trinkst nen hochkalorischen drink, ist das so ein fresubin-zeug oder mixt du dir den selbst?
Hättest du ein Rezept für so nen Shake?
liebe grüße Kerstin
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Re: Tagesablauf

Beitragvon Wandervogel am 25.08.2010, 16:43

Hallo Jenny

In welcher REHA-Klinik warst Du denn? Vielleicht interessiert das hier ja bestimmt noch mehr Leute, die dann nicht solch einen Reinfall erleben möchten.

Ist ja wirklich wenig Sport und Physio gewesen. :?

Vielleicht klappt es ja bei der nächsten REHA besser.

LG
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