Neue Wege

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Neue Wege

Beitragvon Steffi am 06.05.2010, 13:57

Hallo!

Mein nachfolgender Bericht soll Mut machen und auch zeigen, dass es sich manchmal lohnen kann, neue Wege zu gehen!


Bericht


Als Baby verweigerte meine Tochter circa zwei Wochen nach der Geburt die Nahrung, d. h. dass sie ihre Nahrung größtenteils ablehnte, ganz egal ob sie Flaschennahrung erhielt oder ob sie gestillt wurde!
Deshalb wurde sie wegen Nahrungsverweigerung in eine Klinik eingewiesen und untersucht. Der Arzt ordnete eine bestimmte Flaschennahrung an, die mein Kind dann wieder nur schreiend und stark abwehrend zu sich nahm. Da man keine Erkrankung finden konnte, wurden wir wieder entlassen.

Dann ließ ich meine Tochter von einem Heilpraktiker behandeln, der einen Gendefekt der Leber austestete. Er war der Meinung, wegen des Gendefekts könne sie die Nahrung nicht richtig verwerten und deshalb wehre sie sich so stark bei der Nahrungsaufnahme. Der Heilpraktiker verordnete ihr Enzyme in Tropfenform und ein Präparat für die Bauchspeicheldrüse und die Leber. Schon nach kurzer Zeit konnte man eine deutliche Besserung erkennen. Ihr Appetit hatte sich verbessert und das Flaschentrinken verlief viel entspannter!

Nach dieser schwierigen Phase folgte eine Zeit, in der sie viele Infekte mit hohem Fieber hatte. Ich ließ meine Tochter weiterhin vom Heilpraktiker behandeln, da ich merkte, dass sie sich dank seiner Hilfe immer relativ schnell erholte. Natürlich ließ ich sie auch immer wieder schulmedizinisch untersuchen und behandeln, und wenn es notwendig war, bekam sie auch Antibiotika.

Da der behandelnde Heilpraktiker meiner Tochter längere Zeit krank war, ließ ich sie über viele Monate hinweg rein schulmedizinisch behandeln. Nach einem grippalen Infekt bekam sie starken Husten, der sich trotz dauernder Behandlung nicht löste, und da nach kurzer Zeit schon wieder ein weiterer Infekt folgte, wurde der Husten immer schlimmer. Meine Tochter hustete über einen langen Zeitraum ständig, deshalb mussten wir eine Inhalationsbehandlung mit NaCl und Intal durchführen

Wegen der vielen Infekte, des ständigen Hustens und des sehr schmächtigen Körperbaus meiner Tochter wurden wir von unserer Ärztin wieder in die Klinik zur Untersuchung geschickt. Es wurde ein Schweißtest durchgeführt, der sich nach der Auswertung in der sogenannten „Grauzone“ (=grenzwertiger Bereich) befand. Der Arzt war der Meinung, es wäre ein Laborfehler und ordnete einen zweiten Test an. Da dieser Test in Ordnung war, meinte der Arzt, „Mukoviszidose“ könne ausgeschlossen werden.

Meine Tochter war 7 Jahre alt. Zu dieser Zeit erfuhr ich von einer Bekannten von einer Kinesiologin, die schon vielen Menschen geholfen hatte, die mit herkömmlichen Behandlungsmethoden nicht weitergekommen waren.
Die Kinesiologin heißt Frau Mag. Ch. Pakula-Mikula (aus Regensburg) und ich vereinbarte mit meiner Tochter einen Termin bei ihr. Bei der ersten Vorstellung wurde ein Körpertest durchgeführt. Dabei kam heraus, dass sich der Körper insgesamt im Ungleichgewicht befand, doch mit professionell angewandter Kinesiologie konnte mein Kind ausbalanciert werden.

Nach den Terminen bei Frau Mag. Ch. Pakula-Mikula ging es meiner Tochter deutlich besser, denn es waren seit Balancenbeginn keine neuen Infekte mehr aufgetreten Man konnte deutlich feststellen, dass die angewandte Kinesiologie ein außergewöhnlicher Erfolg war!

Nun sind etliche Jahre vergangen. Meine Tochter ist jetzt 14 Jahre alt und war die letzten Jahre selten krank. Sie ist eine aktive Sportlerin und hat eine gute Kondition. Ihr Appetit ist sehr gut und sie kann sich gar nicht vorstellen, dass sie als Kleinkind die Nahrung verweigert hatte.


Steffi


PS: Abschließend möchte ich mich noch ganz herzlich bei Frau Pakula-Mikula bedanken, die ganz ohne Zweifel besondere Fähigkeiten besitzt!
Steffi
 
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Re: Neue Wege

Beitragvon melanie am 07.05.2010, 09:33

Hallo Steffi,

ich finde den Bericht super interessant und ich finde man sollte auch nicht nur der Schulmedizin vertrauen. Es ist auch immer eine Einstellungssache. Aber bei einer Krankheit wie es die Mukoviszidose ist muss man leider immer wieder auf die Schulmedizin zurückgreifen. Damit meine ich das man regelmässig Antibiotika einnehmen sollte. Ich bin bestimmt eine sehr positiv denkender Mensch und greife nur ungern zum Antibiotika aber in der Vergangenheit habe ich es immer wieder erleben müssen das es ohne Antibiotika nicht geht.

Die Mukoviszidose hat man schon wenn man auf die Welt kommt. Nicht wie bei so vielen anderen Krankheiten die man im laufe seines Lebens bekommen kann. Dazu sage ich nur eins "Die Macht Deiner Gedanken". Einige halten mich vielleicht jetzt für verrückt, aber ich bin der Meinung das ich mich, bevor ich auf diesen Planeten kam, dieser Herausforderung, mit dieser Krankheit bzw. Krankheiten, stellen wollte um diese Prüfung gut zu bestehen. Das beste daraus zu machen und wenn ich wieder zurück ins Universum kehre zurückschauen kann und sehr stolz auf mich sein kann.

Liebe Steffi, habe noch eine Frage an Dich. Habe ich das in Deinem Bericht richtig verstanden, Deine Tochter hat keine Mukoviszidose?

Liebe Grüsse

Melanie
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Re: Neue Wege

Beitragvon Steffi am 07.05.2010, 18:56

Hallo Melanie!

Es ist richtig, dass bei meiner Tochter diese Krankheit nicht diagnostiziert wurde, (nur ein erhöhter Schweißtest) aber meine Tochter hatte etliche Symptome der Mukoviszidose. Was auch sehr eigenartig ist, dass verschiedene Therapeuten der Meinung waren, ein Gendefekt wäre der Grund für die Nahrungsverweigerung und die vielen Infekte. Schulmedizinisch konnte kein Gendekt nachgewiesen werden, aber es ist ja bekannt, dass noch gar nicht alle Mutationen, die es gibt, erforscht sind. Bei einer Laboruntersuchung werden nur circa 10 Tests gemacht!
Ich habe mit meiner Ärztin darüber gesprochen, dass ich Angst habe, meine Tochter könne diese Krankheit haben. Sie erklärte mir, dass Mukoviszidose bei Kindern in allen Altersstufen festgestellt werden könne, d. h. es ist möglich, dass eine Erkrankung zum Beispiel auch erst in der Pubertät auftritt. Vielleicht wäre bei meiner Tochter die Erkrankung irgendwann aufgetreten, wenn sie nicht mit Kinesiologie ausbalanciert worden wäre???

Liebe Grüße
Steffi
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Re: Neue Wege

Beitragvon nici am 08.05.2010, 11:49

Nun, "festgestellt" wie Du schreibst wird sie dann ja in Form einer, für viele endlich richtigen Diagnose und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, manchmal wird die Diagnose auch erst im Erwachsenenalter gestellt. Das heißt aber eben nicht, dass man die Muko erst dann hat, denn entweder man hat sie oder eben nicht aber durch die vielen unterscheidlichen Verlaufsformen ist es oft für behandelnde Ärzte nicht deutlich und dann , irgendwann , wenn die Druiden nicht nmehr weiter wissen, fangen sie an zu suchen und finden eben manchmal auch die richtige Diagnose, mit der dann auch die richtigen Behandlungen beginnen.
Ich bin der alternativen Möglichkeiten offen gegenüber aber bei der Muko denke ich, dass es ohne Schulmedzin einfach nicht geht und langfristig auch nicht gehen kann. Die alternativen Methoden können vieleicht unterstützen aber ersetzen sicherlich nicht.
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Re: Neue Wege

Beitragvon Steffi am 08.05.2010, 13:26

Hallo Nici!

Du hast Recht, dass bei Mukoviszidose eine schulmedizinische Behandlung unbedingt notwendig ist!! Ich habe mein Kind ja auch immer schulmedizinisch untersuchen und behandeln lassen. Es war auch nicht meine Absicht den Eindruck zu erwecken, dass alternative Heilmethoden besser sind als die Schulmedizin! Ich kenne die Grenzen von alternativen Heilmethoden, und weiß was mit moderner Schulmedizin alles möglich ist. Aber auch umgekehrt ist es so! Ich kenne auch die Grenzen der Schulmedizin! Deshalb habe ich mein Kind zusätzlich von einem Heilpraktiker und einer Kinesiologin behandeln lassen. Das geht natürlich nur, wenn sowohl der Arzt als auch der Heilpraktiker darüber Bescheid wissen.
Ich finde es optimal, wenn man beide Behandlungsmöglichkeiten nutzt, vor allem wenn man bei einer Behandlungsmethode nur gewinnen, aber auf keinen Fall verlieren kann. (Im schlimmsten Fall bleiben die Beschwerden gleich!)
Meiner Meinung nach finden sich die meisten Kranken zu leicht mit ihrer Erkrankung ab, und nutzen nicht alle Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen. Wie ist Deine Meinung?

Liebe Grüße
Steffi
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