warum bin ich immer so k.o.?

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Beitragvon sven am 06.03.2006, 20:23

Jess hat geschrieben:also Sven zu Dir... was hat denn der Behindertenausweis mit Stundenminderung zu tun? Was Fakt ist, ist das mehr Urlaubstage (5 an der Zahl)* gewährleistet sind, aber von weniger Arbeitsstunden ist da nichts angemerkt, das musst Du mit dir selbst ausmachen und Begründung kannst die CF angeben. Aber eine Stunde weniger.. ob das immer ausreicht?


Ne ganze Menge. Wenn Du sowas vorhast, hilft Dir der besondere Kündigungsschutz dabei . Wenn dagegen als "normaler" Arbeitgeber sagst, du willst weniger Arbeiten, dann kann man Dir relativ schnell kündigen. So müsste der Arbeitgeber sich das sehr genau überlegen, denn Kündigung ist nur mit Zustimmung des Integrationsamtes möglich.
1h. Sicherlich reicht das nicht auf Dauer. Aber eine Stunde weniger hat bei mir viel gebracht. Wie das bei anderen ist, müssen diese eben selber ausprobieren.
* BTW: oder 6, wenn die Arbeitswoche 6 Tage beträgt...
sven
 

Beitragvon anna am 06.03.2006, 22:00

danke wieder fuer eure antworten :)
tja, dass mit dem ruhigertreten ist so eine sache. ich bin nicht so drauf, dass ich beweisen muss ich koennte alles wie jemand der gesund ist, und auch finanziell bin ich gern bereit, abstriche zu machen. mein problem ist nur, dass ich ueberhaupt glueck habe, einen job gefunden zu haben, und den moechte ich nicht gleich im anschluss an die probezeit wieder verlieren. die haben halt nur vollzeit gesucht. die alternative waere gewesen, freiberuflich zu arbeiten, aber das ist total utopisch. wie macht ihr das bei euch auf arbeit? ich habe mir vorgenommen, erst einmal durchzuhalten, und dann vielleicht nach einem jahr mal einen vorstoss zu wagen...
blutabnahme war vor vier wochen, da sah alles normal aus. eigentlich muesste es mir blendend gehen...
anna
 

Re: warum bin ich immer so k.o.?

Beitragvon Nanna am 08.05.2010, 21:14

Hallo an alle, die damals hier geschrieben haben, so ihr noch hier gemeldet seid... und an alle anderen:
Habt Ihr Möglichkeiten gefunden, weniger erschöpft zu sein?
Was macht Ihr,wenn Ihr so k.o. seid?
Ich finde es zur Zeit einfach nur frustrierend und habe nicht wirklich eine Idee, was mir helfen könnte, wieder zu Kräften zu finden...!
Im Herbst schob ich es auf starke Allergien, ausgelöst mit dem Schimmel im Laub etc...bin halt viel draußen.Im Winter schob ich es auf die Kälte, jetzt such ich mir die Ausrede der Frühlingsmüdigkeit... Aber richtig ist es ja nun nicht wirklich! -Kennt Ihr das auch? Was hilft?
Liebe Grüße
Nanna
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Re: warum bin ich immer so k.o.?

Beitragvon Wandervogel am 09.05.2010, 17:07

Hallo Nana

Solche Phasen habe ich auch durch. Früh nach dem Frühstück und der ersten Therapierunde bereits wieder schlafreif. Mittagstief nach dem Essen. Am Abend völlig feritg mit Einschlafen vor dem Fernsehr.

Jetzt setze ich neben der Therapie auf eine gute und natürliche Ernährung. Weg von der Kohlenhydrat- und Fettmast, die mir damals zum Teil die Lust am Obst und Gemüse und den Appetit geraubt hat. Keine Farbs-,Süss-und Konservierungsstoffe. Sprich eine ausgewogenen Ernährung mit allem, was die Natur bietet und was nicht fabriktechnisch verarbeitet ist. Dazu mehrmals die Woche, bis täglich, je nach Wetter Sport. Dazu regelmäßig Wechselduschen.
Ich habe so kaum mehr Infekte. Die Tagesmüdigkeit ist weg. Mangelerscheinungen, wie sie früher bei der "CFempfohlenen einfach nur hochkalorischen Kost" , die hauptsächlich auf Kohlenhydrate und Fett setzte bei mir aufgetreten waren, sind alle behoben. Ich brauche nicht mehr zusätzlich Kalzium-, Kalium- Eisenpräparate oder Vitaminpillen (außer Vitamin D, da bei uns oft die Sonne fehlt). Mein Vitamin-Konsum ist durch meine Obst- und Gemüse reiche Ernährung sehr gut, bis zum Teil 400 mg natürliches Vitamin C. Mit dem Blutzucker habe ich jetzt auch keine Probleme mehr. Früher kam es sehr oft nach dem Essen zur Unterzuckerung. Das ist jetzt gar kein Problem mehr.

In der akuten Phase der Erschöpfung kann vielleicht auch eine REHA weiter helfen.

Ich wünsche Dir gute Besserung.
Liebe Grüße
Wandervogel
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Re: warum bin ich immer so k.o.?

Beitragvon Nanna am 14.05.2010, 10:15

Hallo Wandervogel,
vielen Dank , dass du mir geantwortet hast. Du hast es schön beschrieben: Nach der Therapie direkt wieder reif für Bettenhausen zu sein, ist genau das, was ich empfinde! -Oder ich koche und bin dann so erledigt danach,dass ich dann gar nicht mehr essen mag. Das kenne ich von früher nicht!
Sport steht täglich auf dem Plan, ist ein unbedingtes MUSS :D Aber auch dort frag ich mich oft,wie es sein kann,dass ich nicht auf der Stelle zusammenklappe,weil ich kaum Kraft habe.
Wechselduschen,gesunde Ernährung etc berücksichtige ich soweit ich denken kann.
Fertiggerichte nehme ich nie zu mir,alleine schon aufgrund von zig Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Da brauch ich nicht noch mehr von, ausgelöst durch Glutamte etc... Nein danke!
Momentan weiß ich einfach nicht weiter... Bin ein bisschen überfordert!
Liebe Grüße
Nanna
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Re: warum bin ich immer so k.o.?

Beitragvon MarieMelancholie am 30.05.2010, 10:41

Oh, das kenn ich alles gut..
In der CF-Ambulanz wird diese Müdigkeit zwar seit Jahren immer schön im Arztbrief festgehalten, aber ergänzende Sprüche wie "Arbeit ist nunmal anstrengend, ich bin auch mal müde" helfen nicht wirklich weiter, wenn gleichzeitig eingeräumt wird, dass andere Patienten auch nicht vollzeit arbeiten fühlt man sich leider nicht gerade ernst genommen.

Meine CF-Ärztin ist zudem der Ansicht, die ständige Müdigkeit hinge mit einer diagnostizierten mittelgradigen Depression zusammen.

Ich bin mir aber nicht so sicher, ob das Pensum einer Therapie in Zusammenhang mit einer Vollzeittätigkeit nicht aber eben doch zuviel sind: Erst durch eine Psychotherpie war ich in der Lage, regelmäßig und nicht mehr nur sporadisch die CF-Therapie durchzuziehen. Die Depression selbst hatte sich zu dem Zeitpunkt sehr gebessert, die Müdigkeit blieb. Zusätzlich kamen nach einigen Wochen plötzlich Symptome wie Wortfindungsstörungen, Verwirrung usw dazu, die laut Psychotherapeutin auf eine massive Erschöpfung und Überforderung zurückzuführen sind.

Daher wüßte ich auch gern mal - wie sieht das denn hier im Forum so aus? Tritt diese beschriebene Müdigkeit nur bei wenigen voll Berufstätigen auf, oder ist da ein Muster zu erkennen? :?:

Außerdem: Wie "einfach" ist es, an eine halbe EU-Rente zu kommen? Wie habt ihr, die ihr das schon hinter euch habt, das ganze begründet? :?:


Aus finanziellen Gründen habe ich das bisher eigentlich für mich ausgeschlossen, zumal auch immer das Gefühl da is, "sooooooo schlecht geht es mir ja noch nicht".

In der Zwischenzeit weicht diese Überzeugung aber immer mehr einer anderen Einsicht: Momentan mag es mir noch ganz gut gehen, aber diesen Zustand so lange wie möglich aufrechtzuerhalten ist doch viel wichtiger, als sich jetzt noch ein paar Jahre zu quälen.
Gut- dann hab ich eben eine Rente auf Grundsicherungsniveau. Nicht schön, aber noch unschöner ist doch, schon Jahre vorher nur zu arbeiten und zu schlafen, dabei seine Therapie und Sport zu vernachlässigen, heißt: eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation beschleunigen, um später umso kürzer von einer auch nicht viel höheren Rente leben zu müssen.

Der Schwerbehindertenausweis macht es in der Tat leichter, eine Reduzierung der Arbeitszeit durchzusetzen. Kolleginen, die wegen der Kindererziehung reduzieren wollten, werden gegängelt ohne Ende, bei mir wurde mit Verweis auf den Ausweis und die CF alles wie beantragt durchgewunken. Also wer in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis ist und dort bleiben möchte, hat durch einen Schwerbehindertenausweis eigentlich nur Vorteile.
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Re: warum bin ich immer so k.o.?

Beitragvon Wandervogel am 30.05.2010, 18:09

Hallo Marie

Wie sind denn Deine Lungenfunktion, Deine Sauerstoffwerte (insbesondere die Sauerstoffwerte über Nacht) und Dein Gewicht?
Wie aufwendig ist denn Deine Therapie?
Warst Du schon einmal zur REHA?

LG
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Re: warum bin ich immer so k.o.?

Beitragvon MarieMelancholie am 30.05.2010, 20:49

Hallo Wandervogel,

FEV1 liegt bei 73%, Sauerstoffsättigung bei Blutabnahme im normalen Bereich, Gewicht im unteren Mittel. Also eigentlich alles ok..

Wie funktioniert das mit dem Messen des Sauerstoffgehalts bei Nacht? Im Schlaflabor? :shock: Ich hatte meine Ärztin da auch schon öfters drauf angesprochen, weil mir ständig schwindlig wird. Ob das vom niedrigen Blutdruck oder eben einem möglichem Sauerstoffmangel kommt (Zuckerwert ist jeweils normal)wüßte ich nämlich auch sehr gern, aber solchen "Lapalien" wie Schwindel und konstant erhöhter Temperatur wird in meiner Ambulanz nicht wirklich Beachtung geschenkt. :roll: Nach dem Motto: "Lungenfunktion und Entzündungsparameter sind ok, so what?! Kann dann ja nich so schlimm sein."

Therapie selbst ist garnicht nicht so aufwendig - morgens und abends je einmal Symbicort Trockeninhalat, am späten Nachmittag jeden zweiten Tag Pulmozyme. Wenn Zeit ist,Nasenduschen mit Kochsalzlösung. Wochenweise Inhalation mit Collistin. Sinupret, Kreon. KG alle 14 Tage als Hausbesuch.
Anstrengender ist der ganze Alltags-Kruschd rundherum: putzen, einkaufen gehen ohne Auto, Arzttermine während der Arbeitszeit (Fehlzeiten müssen nachgearbeitet werden)..dazu dann noch 9 Stunden beruflich unterwegs und zusätzlich die Therapie..das klappt alles hinten und vorne nicht :|
Ambulanz schimpft dann, weil ich keinen Sport mache, Freunde schimpfen weil ich mich nicht mehr melde, Freund ist angepisst weil ich am Wochenende nicht feiern gehen will.
Da kann man ja eigentlich nur Depressionen kriegen - was Ursache und Wirkung ist, ist da garnicht so eindeutig. Find ich :mrgreen:

Zur Reha war ich noch nie, ein Anlauf hierzu wurde im Oktober durch einen positiven MRSA-Befund vereitelt. Selbiger soll auch nicht behandelt werden, deshalb fällt die notwendige Reha flach. Ich bemühe mich ersatzweise derzeit um eine psychosomatische Reha wegen der bereits erwähnter Depression und hoffe,jetzt auf diese Weise eine Klinik zu finden, für die MRSA nicht sooo das Thema ist. 8)
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Re: warum bin ich immer so k.o.?

Beitragvon mopel am 18.08.2010, 09:00

Ich war auch oft müde und abgeschlagen und hatte zu nichts mehr Lust. Habe mich nach der Arbeit erstmal hingelegt und ausgeruht. Dachte mir das kann so nicht weitergehen.
Ich nehme seit ein paar Wochen täglich Shitake Pilze in Tablettenform. Und ich bin so gut wie nichtmehr müde. Ich fühle mich viel fitter, habe nach der Arbeit meistens noch Termine. Vielleicht ist es auch nur Einbildung, aber ich fühle mich im Moment wirklich gut, habe wieder Lust was zu unternehmen und auch wärend der Arbeit schlaf ich nicht fast ein.
Ich werde sie auf jeden Fall weiter nehmen. :)
Probiert es doch einfach mal aus! Es ist ein Versuch wert!

Grüße
christine
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Re: warum bin ich immer so k.o.?

Beitragvon MarieMelancholie am 20.08.2010, 09:37

Damit soll man auch lecker kochen können :-) (Hab grad mal danach gegoogelt).

Nehm jetzt seit 6 Wochen Antidepressiva, und das ist echt ein Unterschied wie Tag und Nacht - was man an einem Tag alles unternehmen kann - der absolute Wahnsinn.
MarieMelancholie
 
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