Angst vor Puprtät

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Angst vor Puprtät

Beitragvon Claudia H. am 23.05.2007, 09:18

Hallo ich bin neu hier.

Ich habe eine Tochter mit CF, die langsam aber sicher in die Pupertät kommt. Und sie wird jetzt irgendwann ihre Krankheit genauer hinterfragen. (weiterer Krankheitsverlauf und Zukunftsaussichten)Und ich muss zugeben, ich habe Schiß davor. Kann mir jemand der in der gleichen Situation ist, oder der diese Phase schon hinter sich hat Tipps dazu geben, wie ich damit umgehen soll?
Claudia H.
 

Beitragvon Feli am 23.05.2007, 12:37

Hallo!
Ich bin weiblich, 18 Jahre alt und habe selbst CF. Meiner Erfahrung nach setzt man sich in der Pubertät mit allem möglichen auseinander, nicht nur mit der Krankheit. Meine Schwester (die nicht CF hat) war dabei auch anstrengender für meine Eltern als ich.
Die Pubertät ist also für alle, Kranke und Nichtkranke, Eltern und Kinder eine schwierige Zeit.
Allerdings fand ich es sehr wichtig, trotz immer mal vorkommender Auseinandersetzungen (z.B.mit meiner Mutter), mich grundsätzlich mit ihr zu verstehen und mich verstanden zu fühlen. Es hat meiner Meinung nach wenig (bis keinen) Sinn, den Betreffenden (also deine Tochter) irgendwie unter Druck zu setzen, egal worum es geht, weil so was nur zu noch mehr Widerstand führt. Das heißt natürlich nicht, dass nicht trotzdem bestimmte Regeln gelten und Dinge wie Therapie, etc. plötzlich nicht mehr wichtig sind. Aber andererseits ist es doch so: Je älter (und erwachsener) ein Mensch wird, desto mehr muss er selbst die Verantwortung für sich und sein Leben tragen, und häufig sehen CF-Betroffene die Dinge anders als ihre Angehörigen. Da deine Tochter aber vermutlich noch recht jung ist, gilt das für sie ja erstmal noch nicht in vollem Umfang.
Ich habe außerdem irgendwann angefangen, die Muko Info zu lesen und es ist vielleicht hilfreich, über die Inhalte gemeinsam zu sprechen (falls sie das möchte) oder zumindest ab und zu mal nachzufragen (z.B. was sie in dem Fall so gelesen oder allgemein ob sie Fragen oder Sorgen hat, etc.). Mir fiel es z.B. sehr schwer, meine Mutter auf etwas anzusprechen, weil ich dachte ich mache mir zu viele Gedanken oder nehme Dinge an, die eigentlich falsch sind.

So, nachdem ich jetzt soviel erzählt habe, möchte ich nur noch sagen: Letztendlich wird es vermutlich immer Dinge geben, von denen die Kinder im Nachhinein denken, ihre Eltern hätten anders damit umgehen sollen, aber ich denke es ist immer für beide Seiten schwierig den richtigen Weg zu finden.
Viele Grüße, alles Gute für dich und deine Tochter, Feli
Feli
 

Beitragvon Flow am 23.05.2007, 12:46

Ich stimme Feli zu und möcht noch einen Tip loswerden:
behandel sie größtenteils als wär sie gesund! (soweits der zustand zulässt natürlich, weis ja nich wies ihr geht?!?)
Sperr sie ja nich in nen Glaskasten O_o
Kenn da einen fall der durfte die ganze jugend nich mal zufreunden gehen weil er eventuell ja in derzeit wasisst oderinhalieren muss -.- mein gott dann fällt halt ausnahmsweise ein mal inhalieren aus oder verschiebt sich ein bissl... lass sie einfach auch leben ;-) ich hoff du verstehst in etwa was ich damit meine ;-)

PS bin 21 und cfler:P
PPS: sry aber meine tastatur is bissl kaputt, daher kanns sein das einige tipfehler drin sind
Flow
 

Beitragvon Esperanza am 23.05.2007, 14:34

Huhu!

Ich kann dir nur den Tipp geben, möglichst bald mit ihr zu sprechen oder es ihr zumindest anzubieten. Meine Eltern haben sich damit immer sehr bedeckt gehalten und das Thema sehr gemieden, wahrscheinlich ging es ihnen genauso wie dir, dass sie einfach Schiss davor hatten. Ich wüsste auch nicht, wie ich das meinem Kind erklären sollte.

Trotzdem muss sie es ja irgendwann erfahren. Bei mir lief es so, dass ich mit 13 oder 14 Jahren selbst angefangen habe, nachzuforschen. Das Problem war halt, dass ich in alten Unterlagen nachgelesen haben, da wir noch kein Internet hatten, und dementsprechend auch alte Angaben was den Krankheitsverlauf und vor allem die Lebenserwartung angeht, gefunden habe. Das war für mich nicht gerade erheiternd und sowas solltest du versuchen zu vermeiden, auch im Internet sind viele Angaben übertrieben oder veraltet.

So ein Gespräch ist sicher schwierig, aber ich würde es nicht herauszögern, bis sie womöglich selbst irgendwo nachließt. In dem Gespräch würde ich ihr alles realistisch erklären, also weder schlimmer machen noch verharmlosen, und vor allem viel Verständnis haben, auch wenn's mal nicht so mit der Therapie klappt oder sie Phasen hat, wo sie nichts von der Krankeit wissen will. Das geht alles wieder vorbei. :)

Ich wünsche dir, dass du die richtigen Worte findest.
Grüße
Wolken waren da und
trotzdem schien die Sonne.
(Thomas Trescher)
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Beitragvon Carmeli am 23.05.2007, 16:28

Hallo Claudia

Vielleicht gehört Eure Tochter ja auch zu denen, die gar nichts von der CF wissen wollen. In der Pubertät haben viele Null Bock auf CF.
Carmeli
 

Beitragvon Claudia H. am 28.05.2007, 06:03

Hallo ihr lieben,
und vielen Dank für eure Ratschläge. Ich muss eins vorwegnehmen. Ich stelle mein Kind (Steffi) nicht in ein Glashaus, und zwinge sie auch nicht zu Therapien, wenns der Gesundheitszustand es zulässt. Aber genau diese O-Bock Phase ist es die mir Sorgen macht. Denn die Konsequenzen treffen ja nicht nur sie, sondern auch mich in einer Art und Weise. Ich behandle sie auch wie ein gesundes Kind, das mir auch schon Vorwürfe anhören musste von wegen " Du kannst nicht so mit ihr um gehen, das arme Kind ist doch krank" oder "Du bist eine Rabenmutter" weil ich eine Polsterschlacht im Kindergarten damals verboten hatte. Steffi hat eine Hausstaubmilbenallergie Rasterklasse 6. Es ist manchmal nicht leicht den richtigen Mittelweg zu finden.

Nochmals danke für eure Ratschläge
Claudia H.
 

Re: Angst vor Puprtät

Beitragvon Schlangenlady am 19.08.2008, 16:52

Schon gesehen?
Das Thema " Erwachsen werden" wurde auch bei der Jahrestagung 2008 behandelt, hier eine kurze Zusammenfassung:
http://www.muko.info/632.0.html

Uli,46
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Re: Angst vor Puprtät

Beitragvon AM am 20.08.2008, 11:16

Hallo Claudia,
meine Tochter ist ebenfalls in dieser " jecken Findungszeit". Und wir sind die gemeinen, dummen, uncoolen Eltern. Das muß so sein. Da müssen wir alle durch. Ob Kinder oder Eltern.
Die Krankheit kommt noch dazu. Ich habe gemerkt, das meine Tochter viel mehr über diese Krankheit wusste als ich dachte. Und das sie einen Weg gefunden hat damit um zu gehen. Sie sind stärker als wir uns erträumen.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Ausdauer......
Andrea
Liebe Grüße
Andrea
AM
 
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