Abtreibung und CF

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Beitragvon Jens am 24.01.2007, 20:19

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 19:28, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon Bob am 24.01.2007, 20:20

jap jens.. is etwas aus den fugen geraten.. aber das passiert ja kaum bei neuen Theard´s *gG*
Bob
 

Beitragvon Jens am 24.01.2007, 20:33

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 19:29, insgesamt 2-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon engelchen am 24.01.2007, 20:46

Auf Grund der Neuen Nutzungsbedinungen sehe ich mich gezwungen meine Meinungen zu verschiedenen Themen zu löschen. Für ev. später aufkommende Fragen stehe ich dann nicht mehr zur Verfügung!

engelchen
Zuletzt geändert von engelchen am 13.03.2008, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
engelchen
 

Beitragvon marcylaila am 24.01.2007, 20:58

Gegenfrage von mir, Bob, jens, Jess: wärt ihr lieber abgetrieben worden????
oder empfindet ihr euer Leben als Last??( klingt bescheuert) --ihr wisst was ich meine.
@jens...hab kurz den angegebenen Thread von dir angeklickt und überflogen...deinen standpunkt zu dieser "Sache" kenn ich aber trotzdem nicht!!
LG ULI
@jens....o.k war blind habs gefunden!!!
marcylaila
 
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Beitragvon Jess am 24.01.2007, 22:00

Hallo Uli,

also mal von vorn hinweg.. ob ich abgetrieben werden wollte oder nicht steht doch gar nicht zu Frage! Es geht darum, ob ich ein Kind was CF hat auf die Welt bringen wollen würde!

Und wenn ich mal recht in der Annahme gehe, dass eine Fruchtwasseruntersuchung in den ersten 12 Wochen statt findet, würde ich persönlich sagen kann man es auch so sehen als hätte man das Kind eben so aus irgendwelchen Gründen verloren, aber ich weiche vom Thema ab!

Ich habe damals im Krankenhaus gelegen und war ca 13 Jahre alt. Eine andere CFlerin war im selben Zeitraum stationär dort und wurde einen Tag später entlassen, sie war glaub ich 11 oder 12. Nach dem ich wieder home durfte, wurde sie wieder eingeliefert und starb auch an den Folgen einer weiteren Lungenentzündung! Damals hat ihr Vater zu mir gesagt, halte durch in 10 Jahren wird es ein Heilmittel geben... so jetzt sind mittlerweile fast 15 Jahre vergangen und heilbar ist CF immer noch nicht!!! Klar ist die Forschung um einiges weiter und fortgeschrittener als damals, ABER kann mir heute jemand erklären warum bei manchen Kindern schon mit 5 die Lunge dicht ist und bei anderen erst mit 27? NEIN!

Demnach sag ich mir.. wenn ich meinem Kind von Grund auf solch ein Leiden wie es die CF mit sich bringt ersparen kann... ich meine Hallooo es ist ja nicht nur die Lunge.. was meint ihr wie scheisse es für Eltern ist ihr Kind nach einer Polyphen op (Siebbeinausräumung) da liegen zu habe und mit ansehen zu müssen wie das Kind fast verblutet und mit ansehen MUSS wie es leidet? Ist das schön, oder die ganze Rumstecherrei in den Armen, kaum sind die durch, gehen sie dir an die Füße... klar leiden Eltern mit aber den wirklichen Schmerz kann UNS keiner nehmen! Dann kommen noch die Schädigungen der anderen Organe hinzu.. Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, usw.


Und wenn ich das alles vor Augen habe und weiss wie weh das alles tut und wie schwer es VIELE haben von der WELT da draussen, den Menschen an sich angenommen gar akzeptiert zu werden weil sie anders sind! Klar ich habe die Stärke und bin dafür dankbar, aber ich sehe und höre doch die Resunanz was allein mein TX angeht, für mich war es im wahrsten Sinne des Wortes ein Spaziergang, aber für andere artet es zu einem Spiessrutenlauf aus! Demnach sag ich nach wie vor klar und deutlich.. wenn ich meinem Kind dieses Leiden ersparen kann dann werde ich dies tun!!!!

Zudem sag ich mir auch... woher soll ich denn gewusst haben wie das Leben ist hätte man mich abgetrieben??? Man kann nichts vermissen dessen man sich nicht bewusst ist.. wäre ich tot wüssste ich nicht wie das Leben ist!!!!!

LG
Jess

Ach und Deine Frage... natürlich bin ich froh zu leben, sonst hätte ich jetzt nicht den Unterschied kennen lernen können, aber meinem Kind möchte ich diese Strapatzen eben nicht antun müssen, von daher werde ich auch niemals welche auf die Welt setzten... ;-)
Jess
 

bitte um dringende Mithilfe

Beitragvon Joka am 24.01.2007, 22:27

...
Zuletzt geändert von Joka am 14.03.2008, 00:33, insgesamt 1-mal geändert.
Joka
 

Beitragvon Tese am 25.01.2007, 12:38

Denn mal ehrlich ich möchte kein Kind haben was CF hat, aber nicht aus dem Grund, weil ich nicht weiss, dass ein jeder von uns besonders ist, sondern weil ich weiss wie viele verschiedene Arten es von CF gibt, wie viele kleine Kinder nicht mal das 6. Lebensjahr erreichen, egal wie viel Therapie sie absolvieren und weil ich mir ein Leben als "gesunder" mit viel mehr Freiheiten vorstellen kann!


Aber woher weißt du,ob das Kind so eine schwere Form von CF hat?Und selbst dann hätte es das Recht auf Leben.Oder was würdest du sagen,wenn deine Eltern dich hätten abtreiben wollen????

LG Tese
Tese
 

Beitragvon engelchen am 25.01.2007, 13:22

Auf Grund der Neuen Nutzungsbedinungen sehe ich mich gezwungen meine Meinungen zu verschiedenen Themen zu löschen. Für ev. später aufkommende Fragen stehe ich dann nicht mehr zur Verfügung!

engelchen
Zuletzt geändert von engelchen am 13.03.2008, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon schurig am 25.01.2007, 13:23

Ich finde alleine die engagierte Diskussion zeigt,
dass die Frage zu recht gestellt wird. Denn das Problem besteht in unserer Gesellschaft.

Die Frage ist nur falsch gestellt.

Ein ungeborenes Kind nach einer Fruchtwasseruntersuchung abzutreiben, geht nach der Gesetzeslage nur mit der Begründung, dass es für die Mutter zu einer unzumutbaren Belastung führt, dieses Kind auszutragen.
Dem Kind Leid durch seine erwartete Krankheit zu ersparen (sog. embryopathische Indikation) ist nicht mehr möglich, weil diese "Selektion" bei der Reform des §218 abgeschafft wurde.

Also müsste die Frage lauten:
Sind Kinder mit CF ihren Müttern zuzumuten?

Meine beiden sind es. Auch wenn ich der Vater bin.
schurig
 
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Beitragvon engelchen am 25.01.2007, 13:38

Auf Grund der Neuen Nutzungsbedinungen sehe ich mich gezwungen meine Meinungen zu verschiedenen Themen zu löschen. Für ev. später aufkommende Fragen stehe ich dann nicht mehr zur Verfügung!

engelchen
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Re: Bitte dringend um Mithilfe

Beitragvon Jens am 25.01.2007, 13:51

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 19:28, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon Gastele am 25.01.2007, 15:19

Hallo , bin sont mehr der Leser in diesem Forum:

Abtreibung :
Jeder soll und muß selbst entscheiden, unter welchen Vorraussetzungen man einen Menschen in diese Welt schickt. Niemand kann was dafür, wenn ein Kind krank ist, Gesund, Groß, Klein, Hübsch... Doch all Das wird das Leben eines Menschen beeinflussen, mal mehr mal weniger; Dinge, die der Mensch, die Eltern niemals lenken werden können! Die Abtreibung sollten Menschen dafür nutzen/durchführen, wenn es Faktoren gibt, die von vornherein ein Menschenleben verschlechtern, ja sogar unzumutbar machen. Dieser Faktor kann also indirekt gelenkt werden, durch die Eltern, vor der Geburt. Das wiederum sollte man wiederum verschieden unterscheiden:
Ein Kind in der Schwangerschaft, vielleicht vorrausschaubar schwer Krank (ich benutze bewußt nicht CF!), die Eltern wissen dieses Kind wird Krank sein sollte meiner Meinung nicht abgetrieben werden, wenn es die Möglichkeit gibt, daß die Eltern diesem Kind trotzdem den Lebensweg so leicht wie möglich machen können. ->Ein Elternteil /Krankenschwester/ Qual. Hausmädchen steht dem Menschenkind rundum die Uhr zur Seite, wenn es sein sollte; -Es sind außreichend finazielle Mittel vorhanden, um dieser Krankheit entgegen zu wirken, denn auch Geld spielt hier eine Rolle, die dem Wohlergehen des Kindes dienen kann.

Die andere Seite betrifft ein Kind, das zwar Gesund ist, aber bei dem der Weg der Abtreibung eben nicht außer Acht gelassen werden sollte. Das sind Eltern, die nicht in der Lage sind, einem Kind ein Leben zu bieten, weder Gesund noch sonst wie. Eltern, die nicht immer unbedingt selbst verschuldet abgerutscht sind. Das ist keine Frage in Zeiten von Arbeitslosigkeit, hoher privater Verschuldung, AIDS... Aber gerade diese Kinder leiden an Ihrem "Schicksal" oft mehr, als Kinder, die vielleicht Krank sind, es jedoch ihnen im Prinzip sonst an nichts fehlt.

Bevor ich hier noch weiter schreibe komme ich zum Abschluß meines Beitrags. Hier wird nicht verlangt, Kinder aus bequemlichkeit abzutreiben, aber es sollten Kinder nur auf die Welt kommen, wenn sie auch eine Chance bekommen! Ein Kind einer Verschuldeten Familie, die sich Trennen, oder in der Drogen/Alc problematisch konsumiert werden, in der der Haushalt so zukunftslos ist, das man ohne Kind schon Probleme vorhersehen kann, solch ein Kind hat keine faire chance. Aber die Quittung solcher Fehlverhalten der Eltern bekommt dieses Kind drauf zu. Das Kind kann sich solch sachen einfach vorher nicht aussuchen. Es ist auf Eltern angewiesen!! Und diese Verantwortung übernimmt jede Mutter, jeder Vater, bei der Geburt. So sollte es sein, ist es aber oftmals nicht.

Meiner Meinung nach bin ich hier auf viele Eurer Meinungen und Urteile Eingegangen, ohne einmal die Gesetzeslage zu berücksichtigen. Kritik ist gern erlaubt! Ich bin übrigens selbst ein Elternteil, und Gesund sowie mein Kind auch. Ich möchte hier niemanden Angreifen, und Sie, die diese Krankheit haben in irgendeiner Weise Beleidigen. Auch meinen Respekt sollten sie sich bewußt sein.
Good luck!
Gastele
 

Beitragvon schurig am 25.01.2007, 16:17

engelchen hat geschrieben:und was ist mit dem ungeborenen leben?????? :shock:


Das frage ich mich auch immer.

Ich wollte nur klarstellen, die Option im Sinne und zum Wohle des ungeborenen Lebens abzutreiben, gibt es einfach nicht.
Das ist in der Realität eine Beschönigung oder eine Art goldene Brücke.

Gastele
Ich finde deine Argumentation in sich logisch, auch wenn ich anderer Meinung bin. Es muss mal gesagt werden, dass vieles die Zukunftsaussichten eines Kindes weit stärker beeinflusst als eine mögliche CF.

Aber wenn man Abtreibung für akzeptabel hält, dann kann man klar Bevölkerungsgruppen nennen, denen man eine Abtreibung anraten müsste. Und dann beginnt die Diskriminierung. Viel Vergnügen.

Gruß Michael
schurig
 
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Re: Bitte dringend um Mithilfe

Beitragvon schurig am 25.01.2007, 16:25

Jens hat geschrieben:
Ich frage mich, was wohl schlimmer ist: eine faschistische Gesellschaft, die krankes Leben vernichtet, oder eine Lifestyle-Gesellschaft, die Jahr für Jahr hunderttausendfach gesundes Leben vernichtet und es ihrer Wegwerfmentalität entsprechend der Abfallentsorgung zuführt?


Jens hat geschrieben:
"Ist einem Menschen ein Leben mit CF zumutbar?"
Ich sage eindeutig JA.


Danke für beide Aussagen.
So denke ich auch.
schurig
 
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