wann wird es endlich wieder besser & Lungenentzünd.

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wann wird es endlich wieder besser & Lungenentzünd.

Beitragvon Nina4 am 18.12.2006, 19:09

Hallo miteinander...
würde gerne einmal wissen,wie ihr zu dieser Frage steht..
glaubt ihr,man kann seinen Gesundheitszustand durch Therapie usw. stark verbessern,und auf diesem Level bleiben,oder sogar noch höher kommen?
Auch im Laufe der Jahre und im Krankheitsverlauf?
Ich bin grad ein bisschen verzweifelt..mir ging es bis jetzt immer gut (bin 18 ),nur seit diesem Jahr ist der Wurm drin.
Bisher hatte ich 2 I.V.s pro Jahr,dieses Jahr ist es schon die 6., im Frühling und im Sommer jeweils eine Lungenentzündung..
langsam glaub ich,es wird nie wieder so werden wie früher,es kann nur noch schlechter werden..
Klar,der Therapieaufwand wurde erhöht,aber neben Schule wirds da manchmal ganz schön schwierig..
Ich habe Angst vor einer neuen Lungenentzündung.
Mein Problem hier war,dass ich diese beim ersten Mal gar nicht bemerkt habe, naja,mir ging es nicht blendend,aber die Diagnose der Lungenentzündung hat mich schon umgehauen...
gibt es dort bestimmte Symptome?
Ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen weiterhelfen?
Nina4
 
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Beitragvon Carmeli am 18.12.2006, 19:18

Hallo Nina

Wie sieht denn Deine Therapie genau aus?

Mann kann schon durch Therapie seine Gesundheit verbessern und stabil erhalten. Aber die Therapie muss sinnvoll sein. Es heißt nicht immer viel Therapie gleich gute Therapie.

LG
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Nina4 am 18.12.2006, 19:39

Im Moment inhaliere ich 2xtägl. 5ml 0.9%NaCl,mittags Pulmozyme,und zudem nehme ich Colistin und Tobi im 3-wochenrythmus abwechselnd,zusätzlich noch orale Antibiotika.
Zweimal wöchentlich gehe ich zur Physiotherapie,zudem 3x wöchentlich verschiedene andere Sportarten..
Ich schreibe bald mein Abitur,da werden die schulischen Aúfgaben immer mehr.
danke für die schnelle Antwort.
Nina4
 
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Beitragvon aengeli am 18.12.2006, 20:22

Liebe Nina
Auch ich schreibe bald meine Matura(bin aus der Schweiz) und bin im Moment auch sehr gestresst. Ich glaube aber sehr stark daran, dass man mit konsequenter Therapie und auch mit Sport halt so viel wie noch geht viel erreichen kann. Ich habe z.B im Frühling in der Nacht noch Sauerstoff gebraucht weil ich einen Infekt hatte. Doch von dem bin ich wieder los. Im Moment schlaucht mich der Prüfungsstress schon ganz schön und ich muss sehr oft schauen, dass ich mir etwas Ruhe gönne.
Glg Patrizia
aengeli
 

Beitragvon schurig am 19.12.2006, 08:29

Hallo Nina,

was du probieren könntest, ohne mehr Zeitaufwand zu haben, ist von 0.9% auf 5.85% Kochsalz umzusteigen.
Es ist kein Wundermittel, aber den Studien nach verbessert es den Gesundheitszustand, indem die Infekte sich ungefähr halbieren.

Im Allgemeinen ist die richtige Therapie schon gut. Was früher ein "normaler" Verlauf war, würde man heute als schlimm bezeichnen.

Schöne Grüße
Michael
schurig
 
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Beitragvon Nina4 am 19.12.2006, 16:48

ja,das meinte mein Arzt auch schon..
aber ich finde das reizt so,
aber viell sollt ich es nochmal in verdünnter Menge probieren..
danke
Nina4
 
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Beitragvon Heischeisch am 19.12.2006, 20:15

Nina4 hat geschrieben:ja,das meinte mein Arzt auch schon..
aber ich finde das reizt so,
aber viell sollt ich es nochmal in verdünnter Menge probieren..
danke


Hi Nina,

Ja, das kann ich Dir auch nur empfehlen: steigere durch Mischung! Du wirst staunen, wie schnell Du den 0,9%-Anteil nicht mehr brauchst. Es sind eher Tage als Wochen, bis das Reizgefühl verschwunden ist*. Übrigens ist dieser anfängliche Reiz im Rachen nicht zu verwechseln mit dem der Lunge (Bronchospasmus), der lt. Studien eher selten auftritt.

Immer richtig ist es, vorher die Lunge z.B. mit Oxis (schnellwirkend, langanhaltend) oder Viani (nichtganzsoschnellwirkend, langanhaltend) vorzuerweitern um einen evtl. Bronchospasmus entgegenzuwirken und vor allem überhaupt dafür zu sorgen, dass wichtige Teil der Inhalation (Tobi, Colistin, Kochsalzlösung) dort hinkommt, wo er vor allem gebraucht wird, nämlich in die kleineren Luftwege.

Überhaupt sehe ich in Deiner Medikation kein Anticholinergikum (Atrovent, kurzwirksam, bzw. Spiriva, langwirksam) oder ß2-Sympathomimetikum (Oxis, Viani, aber wenigstens Salbutamol, das leider nicht sehr lange wirkt). Oder hast Du vielleicht nur vergessen, es zu erwähnen?

Sportlich/Physiotherapeutisch machst Du ja schon einiges.

Wie sieht es mit anderen antientzündlichen Therapien aus? Da gibts noch eine (allerdings sorgfältig einzumessende) Ibuprofentherapie, die meist sehr gut verträglich ist, wenn sowieso der Magenschutz "Antra" eingesetzt wird. Und dann gibt es noch das NAC (n-Acetylcystein), das einerseits eine gewisse Schleimverflüssigung bietet, und neueren Erkenntnissen zufolge ebenfalls in höheren Dosierungen entzündungshemmend wirken könnte.

Wie hat sich Deine Lufu (FEV1, MEF25, Resistance) in den letzten Jahren (bzw. Monaten?) entwickelt?

Liebe Grüße
Roland

______
* vielleicht ist dieser schnelle Gewöhnungseffekt dafür verantwortlich, dass so viele Menschen an die Zigarette geraten :roll:
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Beitragvon Carmeli am 19.12.2006, 22:26

Nina4 hat geschrieben:Im Moment inhaliere ich 2xtägl. 5ml 0.9%NaCl,mittags Pulmozyme,und zudem nehme ich Colistin und Tobi im 3-wochenrythmus abwechselnd,zusätzlich noch orale Antibiotika.
Zweimal wöchentlich gehe ich zur Physiotherapie,zudem 3x wöchentlich verschiedene andere Sportarten..
Ich schreibe bald mein Abitur,da werden die schulischen Aúfgaben immer mehr.
danke für die schnelle Antwort.


Hallo Nina
Wenn ich Dich jetzt vielleicht etwas enttäusche, dann tut es mir leid. :wink:
Ich weiß zwar nicht, wie Dein Programm vorher aussah, aber mit 2 x pro Woche Physiotherapie habe ich meine Zweifel, ob Du so eine deutliche Verbesserung erreichen kannst.

Bei mir hat sich bisher meist nur etwas verbessert, wenn die Therapie nach folgendem Schema intensiviert wurde:
- 3 x tägl. Physiotherapie
- 4 x tägl. inhalieren (Sultanol, NaCl, Pulmozyme, ect.)
- durchschnittlich 3 Stunden Sport pro Tag.
So ein Pogramm kann ich aber nur während einer guten REHA absolvieren.

Mit folgendem Programm kann ich meine Lufu derzeit stabil halten.
- 2 x tägl. Physiotherapie (1 x die Woche mit Therapeut)
- 3 bis 5 x tägl. inhalieren (Sultanol, Pulmozyme, NaCl 5,85%, Tobi, Spiriva, Aerodur)
- ca. 1 Stunde tägl. Ergometertraining oder Mountainbike ect.

Ich denke, wenn Du etwas verbessern möchtest, dann solltest Du zweimal täglich Physiotherapie mit autogener Drainage und Mobilisation einführen. Denn das A und O ist, dass das Sekret aus den Atemwegen heraus kommt. Ohne das geht es nicht. Vielleicht kann Dir auch ein bronchienerweiterndes Medikament helfen.

Hast Du schon einmal über eine REHA nachgedacht?
Was macht Dein Gewicht? Auf das solltest Du auch unbedingt achten. Denn je besser das Gewicht, desto günstiger ist das für die Lufu.

LG
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Nina4 am 20.12.2006, 19:04

danke für die ausführlichen Antworten.
Ja,ich nehme Atriovent und Sultanol zum NaCL,habs nur vergessen aufzuzählen.
Solche Sachen wie Salbuhexamol Easyhaler hab ich bisher nur im Notfall genommen,wenn ich sehr schlecht Luft bekommen habe.
Kann man das auch täglich nehmen?

Mit den 2x Physiotherapie habe ich mit Therapeut gemeint,sorry,hab mich nicht richtig ausgedrückt.
Ansonsten versuche ich schon täglich noch selbst meine Therapie zu machen...
Mein FEV 1 war schon einmal bei Mitte 60,in letzter Zeit jedoch eher bei 50 :-(
Mein Gewicht ist in Ordnung,ich wiege bei einer Größe von 1.77m 63 kg.

Über eine REHA habe ich auch schon nachgedacht,wenn dann jedoch erst im Sommer,davor geht es schulisch nicht..Abitur und so..

achja,wegen den entzündungshemmenden Mitteln,wo bekomme ich da mehr informationen her?hab davon noch nichts gehört.
meine Entzündungswerte sind seit diesem Jahr nämlich sehr hoch.

lieben Gruß
Nina4
 
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