Colostrum vs. Antibiotika ?

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Beitragvon Ann am 06.01.2007, 11:00

Hallo Torsten,

nett, dass du dir Sorgen um uns machst. Persönlich musst du deshalb nicht gleich werden. Über unsere beschissene Situation (wenn sie denn überhaupt so beschissen ist, meine zumindest ist es nicht) heulen wir hier nur eher selten. Wenn du dich hier im Forum umgeguckt hättest, wüsstest du das. Du hast das Thema zur Diskussion gestellt und musst auch mit nicht so positiven Rückmeldungen rechnen. Wenn du gewollt hättest, dass wir dich bauchpinseln, hättest du es dazuschreiben sollen. Ich bezweifle zwar, dass das zu was geführt hätte, aber so what? Wir setzen uns hier oft mit anderen Mitteln auseinander, siehe den Thread über das Umckaloabo. Ich kenne niemanden hier, der völlig blind seinen Ärzten vertraut, dazu haben wir alle hier einfach schon zuviel mit ihnen erlebt.

Denk mal drüber nach,

trotzdem viele Grüße, Ann-Christin (25, CF)
Ann
 

Beitragvon nonadjustedalpha am 06.01.2007, 12:18

Nenene, Torsten, probier es gar nicht erst so...;-). Keine gute Strategie!

Tja, ich habe nichts von Training sondern von Lernen geschrieben....
Ich meinte Konzeptlernen, in der Tat kann das Immunsystem keine neuen KOnzepte lernen. Es kann aus den Bausteinen zur Antigen-Bildung ungefähr 2 Billionen verschiedene Antigene potenziell bilden und die kann der Säugling genauso bilden wie ein Erwachsener Mensch, insofern hat das Immunsystem nicht mehr Erreger-Konzepte als das Immunsystems eines Säuglings. Natürlich dauert es seine Zeit, bis das Immunsystem aus seinen 2x10^12 Möglichkeiten die passende ausgewählt hat, natürlich ist so eine Gedächtniszelle dann praktisch, die einen das Suchen in der Datenbank erspart. Wenn das Antigen nicht in den Möglichkeiten des Immunsystems liegt, kann es das auch nicht bilden.

Torsten, gibt es Studien (die die Ärzte kennen sollten) zur Wirksamkeit von Colostrum bei CF? Kennst du da was? Wir wären wirklich alle glücklich, wenn Colostrum wirklich wirksam wäre und bei CF helfen würde.
Wenn du da was hast, rück raus damit. Wir wären, die letzten, die das
nicht interessieren würde.

Claudia, gibt es Studien, die zeigen, dass das Immunsystem faul wird nach Antibiotikagabe? Gibt es da irgendwelche Erkenntnisse außerhalb des gesunden Menschenverstandes?

Lg, johannes
nonadjustedalpha
 

Re: Colostrum vs. Antibiotika ?

Beitragvon Heischeisch am 06.01.2007, 23:05

TortyW hat geschrieben:Ich bin Medizinprodukteberater, will aber an dieser Stelle nur zur Diskussion anregen.

Mittlerweile scheinst Du die Diskussion allein zu führen :-)
Kannst Du bitte erläutern, woher Dein Interesse zur Anregung der Diskussion stammt.
Deine Äußerung gegenüber der Ärzteschaft empfinde ich absolut überzogen. Ich erwarte von keinem Arzt, dass er mir täglich die wachsende Flut an Informationen benennt und sein Unvermögen, dies alles aufzunehmen, denn das ist einfach selbstverständlich: je mehr wir erfahren, desto mehr ahnen wir, was wir alles nicht wissen. Die Arbeitsteiligkeit der medizinischen Fakultäten hat den Sinn, einiges von dem sich mehrenden Wissen beim Patienten ankommen zu lassen. Pauschalverurteilungen finde ich nicht ok. Es gibt sehr viele Ärzte, gerade im Umfeld der CF, die sich sehr stark fortbilden. Ich bin froh, einem solch hohem Druck zur Fortbildung in meinem Berufszweig nicht ausgesetzt zu sein. Wie siehts bei Dir mit Fortbildung aus? Ich meine, Deinen Gedanken von der Unterdrückung des Immunsystems durch Antibiotika fand ich auch, ähm, sehr interessant, mindestens aber sehr innovativ :roll: ...
Ansonsten würde ich zur Vormilch sagen: ganz nett das Zeugs, bloß was kostet das? Ich bezweifle, dass ein "fortgeschrittener" Mensch mit CF viel davon profitieren würde, da die Problemkeime SA, PA und BC ganz spezifisch sind und daher in einer "Allerweltsvormilch" nicht durch passende Immunglobuline vertreten sind... Eher denke ich, dass vor allem ein Schutz gegen VIRUS-Erkrankungen gegeben ist...
Liebe Grüße
Roland
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Beitragvon Heischeisch am 06.01.2007, 23:09

TortyW hat geschrieben:Man sagt, um ein Problem zu lösen, sollte man es von aussen betrachten. Wer könnte weiter draussen stehen als ich? :wink:

Ich glaub, das war anders gemeint ;-)
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Beitragvon ernesto am 07.01.2007, 00:29

Eigentlich wollte ich das ja so stehen lassen, aber ...

TortyW hat geschrieben:Wie gesagt, aus beruflichen Gründen habe ich den Thread eröffnet und direkt "Butter bei die Fische gegeben". Mir geht es eben um mehr Informationen um CF, und soetwas erfährt man am Besten von Betroffenen anstatt ewig lange Ausführungen zu lesen.


sorry, dein bemühen an infos zu kommen, seh ich nicht so richtig...

TortyW hat geschrieben:Achso, Ich habe weder etwas von "Wundermitteln" geschrieben, noch habe ich unser Produkt namentlich benannt, soviel dazu, ich würde dieses Forum als Werbung missbrauchen.


Stimmt, aber alles was offensichtlicher wäre würde ja auch gelöscht...
Zumindest bei mir blieb auch der eindruck von werbung
äh produktberatung... (siehe erstes zitat "aus beruflichen gründen)

Kann mich da den anderen nur anschließen, wenn du "helfen" willst, geh auf die kritik ein, informier dich und von mir aus auch uns, aber konkreter...

Aber die beiden letzte Beiträge... omg!
Macht eigentlich auch schon alles zunichte... meine meinung

lg ernesto
ernesto
 

Beitragvon Schlangenlady am 07.01.2007, 07:04

Hallo Leute,

also meiner Meinung nach versucht der liebe TortyW (was für ein passender Name :) ) hier Verkäufertricks anzuwenden, mit denen er möglicherweise auf Kaffefahrten bei alten Leutchen Erfolg hat...
1. Man stelle einen Produktnamen in den Raum, den ja eigentlich jeder kennen müsste, ansonsten kann man ja googeln: schon fragt man sich, ob man irgendwas verpasst hat, was man wissen müsste
2.Man erklärt, man wolle keine Werbung machen und nur helfen:na dann kann man doch nicht ablehnend sein, bei den guten Absichten...
3.Es gibt Widerspruch von einigen potenziellen Käufern, also wirft man noch ein paar Begriffe in den Raum und zieht sich erstmal gekränkt zurück:Ach der Arme...
4.Man geht persönlich und attackierend gegen die Kritiker vor: damit ihnen nicht dasselbe passiert, kaufen die alten Leutchen lieber schön brav ein...

Uli,44
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Beitragvon Carmeli am 07.01.2007, 08:41

[quote="claudia
Achja, und wegen dem AB: es ist schlecht fürs Immunsystem, weil es dann nicht mehr selber mit den Krankheiten fertig werden muss und dann "faul" wird.


Bakteriostatische Antibiotika hemmen das Wachstum bzw. die Vermehrung von Bakterien, können den Erreger aber nicht abtöten.
Weil diese Antibiotika die Bakterien nicht abtöten, muss das Immunsystem diese abtöten.
Bsp. Makrolide (Zithromax), Sulfonamide (Bactrim)

Im Gegensatz dazu hemmen bakterizide Antibiotika nicht nur das Wachstum, sondern töten die Erreger ab.
Auch hier muss das Immunsystem arbeiten.

Viele Entzündungsreaktionen sind Produkte unseres Immunsystemes im Kampf gegen Bakterien, Viren und Pilze. Denn im Kampf gegen diese werden viele Stoffe frei gesetzt, die dann zu den unangenehmen Wirkungen einer Entzündung führen.
Wenn man kein Antibiotikum einsetzt, muss das Immunsystem gegen eine größere Bakterienlast kämpfen.
Der ständige Kampf gegen eine große Bakterienlast (wie es bei den meisten CFlern der Fall ist) kann das Immunsystem auch zu überschießender Reaktion anregen, so dass auch autoimmune Reaktionen auftreten können.

LG
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Tese am 07.01.2007, 19:01

Bakteriostatische Antibiotika hemmen das Wachstum bzw. die Vermehrung von Bakterien, können den Erreger aber nicht abtöten.
Weil diese Antibiotika die Bakterien nicht abtöten, muss das Immunsystem diese abtöten.
Bsp. Makrolide (Zithromax), Sulfonamide (Bactrim)

Im Gegensatz dazu hemmen bakterizide Antibiotika nicht nur das Wachstum, sondern töten die Erreger ab.
Auch hier muss das Immunsystem arbeiten.

Und warum nimmt man dann Bakteriostatische Antibiotika?
Man könnte doch dann gleich ein bakterizide Antibiotika nehmen?
Wo liegen die Vorteile bei Bakteriostatische Antibiotika?

LG Tese
Tese
 

Beitragvon Heischeisch am 07.01.2007, 19:50

Klasse, Tese, denn wer nicht fragt, der nicht gewinnt!

Dass manche Antibiotika nur die Vermehrung von Bakterien verhindern, ist ja keine böse Absicht gewesen. Du musst Dir vor Augen halten, dass Bakterien, die sich nicht vermehren können, bereits sehr, sehr alt aussehen... *g*

Und bedenke: Resistenz gegen Antibiotika bedeutet, dass man zum nächsten Antibiotikum wechseln muss. Da ist man u.U. froh, wenn man noch eins hat, dass die Vermehrung wenigstens unterbindet... Den Rest erledigt dann das Immunsystem.

Liebe Grüße
Roland
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Beitragvon Joui am 07.01.2007, 20:39

Wie lang ist denn eigentlich die Lebenserwartung von so einem Bakterium wenn es sich nicht mehr teilen kann?
Ansonsten sind die doch theoretisch unsterblich?!
Gruß, Johannes



Es war. Es wird nie wieder sein.
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Beitragvon Tese am 10.01.2007, 20:02

Und bedenke: Resistenz gegen Antibiotika bedeutet, dass man zum nächsten Antibiotikum wechseln muss. Da ist man u.U. froh, wenn man noch eins hat, dass die Vermehrung wenigstens unterbindet... Den Rest erledigt dann das Immunsystem.


Heißt das,dass wenn man gegen ein Antibiotikum resistent ist,es aber noch die Vermehrung der Bakterien verhindert,sie aber nicht mehr abtöten kann?Oder was hast du damit gemeint?Vielleicht hab ich es auch nur nicht verstanden....

LG Tese
Tese
 

Beitragvon schurig am 10.01.2007, 22:10

Hi Tese,

wenn man nur die "abtötenden" ANtibiotika benutzt, verzichtet man auf die andere Hälfte. Wenn es keine Resistenzen gäbe, wäre das egal...

Gruß Michael
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Beitragvon Tese am 12.01.2007, 16:00

wenn man nur die "abtötenden" ANtibiotika benutzt, verzichtet man auf die andere Hälfte. Wenn es keine Resistenzen gäbe, wäre das egal...


Sorry ich blick leider net,was du mir damit sagen willst :oops:
Tese
 

Beitragvon Heischeisch am 12.01.2007, 16:13

Auch ein halbtotes Bakterium ist ein gutes Bakterium, Tese... immer noch besser ein halbtotes, bei dem der "Rest" vom Immunsystem erledigt wird, als gar Medikament mehr in der Hinterhand zu haben, weil die anderen Antibiotika z.B. bereits auf Resistenzen bei den Bakterien stoßen oder vielleicht vom Patienten nicht vertragen werden.

Die Resistenzen sind mit der Zeit das Hauptproblem. Deshalb ist man über jedes Medikament froh, das den Bakterien irgendwie Schaden (im Computerspiel-Jargon: Schadenspunkte) zufügt. Auf 1001 Arten, wenn es sein muss. Erlaubt ist alles *harhar*...

Liebe Grüße
Roland
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Beitragvon Tese am 12.01.2007, 16:24

Achso.....Danke :)

Heißt das aber,dass man zuerst auf Medikamente zurückgreift,die die Bakterien abtöten?

Weil ich ahtte mal Staphylex gegen den Staph.a.,und das ist ja ein Mittel,dass nur verhindert,dass sich die Bakterien vermehren,obwohl ich gegen so gut wie nichts resistent bin...
Wie wählt man dann aus,was für ein Medikament man nimmt?

LG und Danke für die geduldigen Antworten!

Tese
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