Referendariat mit CF?

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Referendariat mit CF?

Beitragvon Trygg am 07.07.2011, 13:23

Hi liebe Community!

Ich hab ein Problem bzw tue mich schwer mit einer Entscheidung und suche nach Leuten, die mir vielleicht was über ihre Erfahrungen berichten können.

Also ich werde in 1 – 2 Jahren mein Lehramtsstudium (Deutsch/ Geschichte, Gymnasium Bayern) beenden und überlege jetzt, wie es danach weitergehen soll. Es gibt 3 Möglichkeit: Referendariat Vollzeit, Halbtags (wobei ich da die Konditionen noch klären und evtl in ein anderes Bundesland ziehen müsste) oder halt irgendwas anderes. Soviel zur Situation.

Jetzt hoffe ich, dass mir wer bei folgenden Fragen weiterhilft:

Ist hier jemand Referendar (vllt auch Jura) gewesen und kann mir sagen, wie stressig das wirklich ist? Hat vllt sogar jemand das in Teilzeit gemacht?

Ist hier jemand Beamter? War es ein Problem verbeamtet zu werden mit CF und GdB über 50 und wie seid ihr versichert?

Vielleicht gibt es hier ja auch Lehrer... Wie geht es, Beruf und CF unter einen Hut zu bringen, ich sehe das einige kritische Punkte (lange Vortäge, Exkursionen, Klassenfahrten, Fehlzeiten...)

Über Antworten würde ich mich echt freuen..
Jenny
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Re: Referendariat mit CF?

Beitragvon Wandervogel am 08.07.2011, 18:06

Hallo Jenny

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Probiere es doch einfach erst einmal aus. Verlieren kannst Du nichts. Und wenn Du es ein halbes bis ein Jahr probiert hast, dann kannst Du Dir selbst eine Meinung bilden.

Was die Krankenversicherung betrifft, schließen viele Privatversicherer CF aus dem Katalog aus. Man kann sich aber auch freiwillig bei der gesetzlichen KK versichern. Das hat sogar Vorteile, zumindestens bezüglich einer REHA, die ja doch bei CF eine große Rolle spielt.
Bei privaten Krankenkassen ist die REHA meist nicht mit versichert. Muss man sich eben alles überlegen.

Was ich nicht verstehe ist, weshalb Du Dir nicht schon VOR Beginn Deiner Ausbildung die jetzigen Gedanken gemacht hast?

LG
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Re: Referendariat mit CF?

Beitragvon Trygg am 10.07.2011, 13:11

Hi Wandervogel!

Natürlich hab ich mir solche Gedanken schon vor dem Studium gemacht. Aber was wären die Alternativen gewesen? Ich wollte irgendwas mit Geschichte studieren. Das erste Staatsexamen ist in meinen beiden Fächern Deutsch und Geschichte gleichwertig mit einem Magister, dh ich kann damit auch promovieren und sogar habilitieren. Lehrer zu werden war immer eine Option, aber kein Muss für mich. Lehrer ist aber grundsätzlich ein Beruf, in dem man als Behinderter eher eine Chance hat und Teilzeitarbeit möglich ist. Außerdem wird es immer Kinder geben und die Gymnasien haben immer mehr Schüler.
Du sagst ja selber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Deswegen studier ich. Ich möchte eben nur nicht eine vorprogrammierte Niederlage erleben, weil ich es von den Voraussetzungen her nicht schaffen kann. Das ist 1. schlecht fürs Selbstwertgefühl, 2. verdient man im Referendariat nur ca 1000 Euro, muss sich freiwillig gesetzlich versichern (Arbeitgeberanteil zahlt man selbst) und zahlt nicht in die Rente ein. Da kann ein anderer Job auch sinnvoller sein. Aber vielleicht mach ich mir auch nur zu viele Sorgen, genau das würd ich eben gern herausfinden...
lg Jenny
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Re: Referendariat mit CF?

Beitragvon Wandervogel am 10.07.2011, 19:02

Hallo Jenny

Wenn man an etwas, was auch immer es ist mit der Einstellung heran geht, dass man es nicht schafft, dann schafft man es auch nicht. Wenn soviel dagegen spricht, dann solltest Du es nicht tun. Scheinbar ist es ja nicht Dein Traumjob. Denn für seinen Traumjob ist man bereit auch ein kleines pder größeres Risiko einzugehen. Und dann auch mal die Zähne zusammen zu beißen.

Herausfinden wirst Du es nicht über ein Forum, sondern nur indem Du es probierst.

Was passiert denn, wenn Du es probierst und dann spürst, dass es nichts wird und es dann abbrichst?
Ich denke, dass nichts passiert, außer dass Du dann Gewissheit hast.

Das erste Staatsexamen ist in meinen beiden Fächern Deutsch und Geschichte gleichwertig mit einem Magister, dh ich kann damit auch promovieren und sogar habilitieren


Naja, aber diese Titel bekommt auch nicht geschenkt, sondern dahinter verbirgt sich sehr viel Arbeit. Und es sind NUR Titel, die auch noch keinen Job ausmachen.
Erst kommt der Job, dann die Titel.

LG
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Re: Referendariat mit CF?

Beitragvon Tobias.Giesen am 13.08.2011, 18:30

Hallo!

Ich bin Landesinspektoranwärter (gD). Die Verbeamtung auf Widerruf ist kein Problem - ich arbeite beim Landschaftsverband Rheinland in Köln Deutz, und da wir so ein bisschen der Vorreiter sind in Sachen "Schwerbehinderte fördern" und es dort tatsächlich einige Beamtinnen und Beamte gibt, die schwerbehindert sind, denke ich nicht, dass das ein Problem wird. Ich habe einen GdB von 100%.

Die Versicherung ist da schon etwas problematischer, da selbst "Deutschlands beste Privatversicherung" *HUST!* mich abgelehnt hat - ich würde zu hohe Kosten verursachen. Derzeit bin ich freiwillig gesetzlich versichert und zahle Arbeitnehmer UND Arbeitgeberbeitrag - ne blöde Sache aber es geht nicht anders. Einige Vorteile hat es natürlich schon - meine Krankenkasse kennt mich und ich habe nicht das dumme Gerenne mit den Rechnungen. Leider fällt dadurch aber auch irgendwie der Beihilfeanspruch weg - ein Problem das ich demnächst mit einem Beihilferechtsfachmann klären möchte. Nach meiner Ausbildung hat jedoch jede private Versicherung die Pflicht, mich zu nehmen, sofern ich das möchte (eigene Aussage der - wahrscheinlich selbst ernannten - besten Privatkrankenkasse in GER).
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Re: Referendariat mit CF?

Beitragvon Wandervogel am 13.08.2011, 19:19

Nach meiner Ausbildung hat jedoch jede private Versicherung die Pflicht, mich zu nehmen, sofern ich das möchte (eigene Aussage der - wahrscheinlich selbst ernannten - besten Privatkrankenkasse in GER).


Hallo Tabias

Wieso hat nach der Ausbildung jede privatew Versicherung die Pflicht, Dich zu nehmen? Ich habe als Gutverdiener nicht einmal eine private Zusatzversicherung erhalten. "Bei CF versichern wir nicht, es sei denn, man gliedert die CF aus". Aber, was nützt einem dann solch eine Krankenversicherung?

Man sollte sich das bei CF gut überlegen, ob man sich privat versichert. Viele chronsich Kranke haben nur eine Minimalkrankenversicherung. Und sehr oft, habe ich schon von privatversicherten Freunden gehört, dass sie zum Beispiel nicht zur REHA fahren können, da dies nicht versichert wird/ist. Da muss man gut auf den Vertrag aufpassen.
Das nur so als Tip.

LG
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Re: Referendariat mit CF?

Beitragvon Tobias.Giesen am 14.08.2011, 08:42

Das war - seltsamer Weise - die eigene Aussage der betreffenden Krankenkasse. Aber wie schon gesagt - ich bin mit meiner gesetzlichen freiwillig-Versicherung überaus zufrieden und wenn sich das von den Kosten her gleich ähnlich hält etc. dann werde ich auch nicht zu den Privaten wechseln. :-D Obwohl das als Beamter dann natürlich sehr ungewöhnlich ist, und ich - so wie es bisher aussieht - dann wirklich BEIDE Anteile selbst tragen muss... Das muss man halt sehen, was da dann auf mich zukommt. Bist du denn Beamter?
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Re: Referendariat mit CF?

Beitragvon Wandervogel am 14.08.2011, 15:16

Hallo

Nein ich bin nicht beamtet. Ich wollte ja auch "nur" eine private Zusatzversicherung, wie sie ja jeder erhalten kann, so dachte ich.

Ich denke, dass in der privaten KV im jungen Alter weniger Beiträge, als in der gesetzlichen zu zahlen sind. Aber mit dem Alter steigen die Beiträge. Und man kommt dann aus der privaten KV nur in den seltenen Fällen wieder heraus.
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Re: Referendariat mit CF?

Beitragvon Tobias.Giesen am 14.08.2011, 19:21

Hm... ja, das ist durchaus ein Problem. Deswegen weiß ich ja auch noch nicht so genau, wohin es mich zieht. Bei der gesetzlichen gibt es ja eine Höchstbeitragsgrenze...
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