Mütter von CF-Kindern und Beruf

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Mütter von CF-Kindern und Beruf

Beitragvon Joka am 13.11.2007, 18:27

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Zuletzt geändert von Joka am 13.03.2008, 23:49, insgesamt 1-mal geändert.
Joka
 

Beitragvon schurig am 14.11.2007, 17:48

Hallo Joka

man kann es nicht so einfach von einer Familie auf die andere übertragen. Letztlich geht es um einen "Cocktail", immer mit dem Ziel, Zeit einzusparen.

Der wichtigste Entstresser ist ein guter Ganztags-Kindergarten.
Ab 2008 dann der Schulhort. Ohne ginge gar nichts.

Ich bringe die Kinder hin, da arbeitet meine Frau schon. Und sie holt sie dann ab. Auch andere Aufgaben haben wir verteilt.
Weitere Hilfen: Putzfrau, Großeltern, gute Apotheke, mobile Physiotherapie. Besonders selbständig sind die lieben Kleinen eigentlich nicht :roll:

Gruß Michael
schurig
 
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Beitragvon Carollenn am 14.11.2007, 20:36

Hallo zusammen,
ja, das ist ein gutes Thema... was mich noch interessieren würde, ist das Alter Eurer Kinder, wenn Ihr wieder anfangt bzw. angefangen habt zu arbeiten. Ich wollte ursprünglich nach einem Jahr Elternzeit wieder anfangen Teilzeit zu arbeiten, bin aber nun nach der Diagnose schwer hin- und hergerissen... was habt Ihr für positive oder negative Erfahrungen mit der Kinderbetreuung gemacht?
Liebe Grüße
Carol
P.S. Meiner ist erst 4 Monate alt.
Carollenn
 

Beitragvon marcylaila am 14.11.2007, 20:57

Hallo,
Ich / Wir haben 2 Kinder. ....8( gesund) und 5( cf).
Wir haben das Glück, dass wir in unseren Berufen jonglieren können , was die Arbeitzeit angeht.
Mein Mann ist Heilerziehungspfleger , ich bin Erzieherin.
Wir arbeiten beide in der selben Einrichtung.
Habe immer während meines Erziehungsurlaubs auf 400 Euro Basis bei meinem Arbeitgeber gearbeitet.
mein Mann war dann zu Hause.
seit Laila 3 ist arbeite ich wieder 50% ( an 4 tagen), mein Mann hat auf 75 % reduziert---wir haben das so organisiert, dass immer einer zu Hause ist---wir also nie gleichzeitig arbeiten sind....
Der Preis ist dann allerdings der,dass ich um 13.00 komm---mein Mann dann von 14.00-22.00 arbeitet....(aber nicht an allen Tagen---
)
Tja wir wohnen hier auf dem Land---Ganztagseinrichtungen gibts hier nicht---auch kein Hort----von daher ist "unser Modell " für uns das Beste.....
Ich glaube, dass für mich der Wiedereinstieg in den Beruf viel schwerer gewesen wäre, wenn ich Laila einer Tagesmutter, KiTa ,...hätte anvertrauen müssen------
marcylaila
 
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Beitragvon schurig am 15.11.2007, 13:34

Hi Carol

meine Frau hat wieder angefangen, da war Lisa 3,5 und Julius fast 2 Jahre alt. Bei beiden hatte sich die CF stabilisiert und wir hatten unser Leben neu organisiert.

Wenn das der Fall ist, ist die CF m.E. nur ein Faktor, den man berücksichtigen sollte. Es ist kein KO-Kriterium. Bei Lisa wäre es mit 2 nicht gegangen, aber Julius nimmt eben seine Medikamente und inhaliert und gut ist es.
Und so konnten wir die ursprünglich geplanten 2 Jahre auch einhalten.

Gruß
Michael
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Beitragvon cb am 15.11.2007, 17:55

Hallo,

ich habe nie aufgehört zu arbeiten. Muß aber auch ehrlich sagen, dass ich viel Hilfe hatte und habe: u.a. Krabbelstube ab 18 Monate, super Teilzeit Kindermädchen.
Eigentlich befinde ich mich immer im Organisationswahn: hat die Oma genug Kreon, ist das Antibiotika hier oder dort, wer hat wann meinem Sohn die Vitamine gegeben.... Auch die Krabbelstube hat sich am Anfang quer gestellt und wollte meinen Sohn nicht nehmen. Aber nach einigen Gesprächen und Drohungen ging alles gut und mein Sohn hatte dort 2 schöne Jahre.
Alles in allem, es klappt ganz gut und ich glaube, dass auch Eltern es mit gesunden Kindern nicht besser machen können. Zur Selbstständigkeit kann ich nicht viel sagen, ich glaube auch hier gibt es keinen Unterschied zu gesunden Kindern.
Gruß
cb
cb
 

Beitragvon AllyMama am 15.11.2007, 22:56

Hallo!
Ich arbeite wieder seit Ally 3,5 Jahre alt ist. Diagnostiziert wurde sie mit 3 und da kam es ganz passend, dass mein Arbeitgeber mir tariflich noch 6 Monate mehr Elternzeit, als gesetzl. vorgeschr., gewähren konnte/mußte.

Dieses halbe Jahr brauchten wir auch, um mit CF leben zu lernen.

Ich arbeite 50%, sprich ca. 20 Std/Woche, auf einem Stellwerk mit Fahrkartenausgabe bei der DB.

Da es bei uns aber keine "halben" Tage gibt, sind es für mich nur 2-3 Tage die Woche und alle 14 Tage Sonntags. Außerdem arbeite ich in Früh und Mittagschichten, sodass Ally nie wirklich lange von anderen betreut werden muß. Außer dem Kindergarten natürlich ;-)

Wenn ich Frühdienst habe, fange ich um halb sechs an und habe um eins Feierabend. An diesen Tagen bringt mein Mann Ally in den KiGa und meine Nachbarin holt sie dort ab.
Sie kocht für Ally und meistens auch für mich mit, sodass ich nach der Arbeit nicht so ein Gehetze habe. Hier sind es aber immer nur max. 30 Min, die überbrückt werden müssen, vom Ende des KiGas bis ich eintreffe.

Wenn ich Spätdienst habe (13-20.30) bringe ich sie in den KiGa und meine Freundin holt sie wieder ab. Sie ißt dann dort, sie inhalieren zusammen und spielen etc. Um halb fünf holt mein Mann die Kurze dann dort ab.

Für mich wurde extra ein Dienstplan "gestrickt", so dass ich regelmäßig einmal Früh und einmal Spät pro Woche habe plus eine Bedarfsschicht. Ally muß also außerhalb vom KiGa ca. 6 Stunden die Woche von jemand anderem betreut werden.

Blöd ists natürlich, wenn der KiGa zu hat oder Ally krank ist. Aber in den bis jetzt anderthalb Jahren haben wir es "irgendwie" immer hingekriegt. Es war zu Beginn auch nicht einfach, die Verantwortung für Medis etc. abzugeben, aber wenn ich ehrlich bin, finde ich es jetzt richtig gut, dass es mehrere Menschen gibt, die da ziemlich gut bescheid wissen.

Eine ganz fremde Tagesmutter wäre für mich aber auch eher nicht in Frage gekommen, dass hat aber nichts mit der CF zu tun.

Ich lebe, wie Uli, auf dem Dorf und die nächste KiTa ist 5 km weit weg und hat eine Kilometerlange Warteliste. Unser Kindergarten ist 5 Minuten zu Fuß entfernt hat dafür aber eingeschränkte Öffnungszeiten gegenüber einer KiTa. (von 7-13, auf Wunsch gegen Mehrkosten bis 14, und zwei mal die Woche von 14 bis 16.30)

Mir hat die Arbeit saugut getan. Ich war gegen Ende der Elternzeit richtig ungenießbar und mußte hier mal wieder raus. Und eigenes Geld war mir auch sehr wichtig.
Mein Mann war, wegen der CF, am Anfang gar nicht so begeistert. Hat mir aber nach drei Wochen ein Kompliment gemacht, wie ausgeglichen ich doch endlich wieder sei....
Liebe Grüße,
Andrea
Mama von Ally CF
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Re: Mütter von CF-Kindern und Beruf

Beitragvon Raikalena am 24.03.2010, 18:50

Hallo,

ich arbeite seit dem Ende der Elternzeit mit einem Jahr wieder Vollzeit als Altenpflegerin.
Meistens von 06:00 Uhr bis 16:00 Uhr, jedes zweite Wochenende ca. 5 Std. täglich.
Meine beiden Töchter sind im Ganztagskindergarten,- bzw. Krippe von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr.
Am Wochenende passt meine Mutter auf die Kinder auf, wenn mein Mann im Restaurant arbeiten muss.
Zum Glück ist es ein Integrationskindergarten, und bis jetzt gab es nie Probleme wenn die Erzieherinnen Medikamente geben mussten.
1. Tochter Maike: gesund
2. Tochter Viola: Sphinkter analagesie bei Morbus Hirschsprung; Op 2010 mit Bluttransfusion und schwerer Pneumonie unter der Beatmung
v.a. Mukuviszidose
Raikalena
 
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