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BeitragVerfasst: 30.10.2007, 15:35
von Jenny_1986
ich hatte damals beim bewerben und schließlich auch beim vorstellungsgespräch cortison genommen und sah aus wie das leiden christi persönlich. schon das war für mich ein grund mit offenen karten zu spielen, da wusste ich auch das dieser zustand nicht von dauer ist und hab gesagt das ich gerade in einer therapie stecke, die hoffentlich bald beendet ist, da ich auch kaum laufen konnte.
heute sehe ich wieder ganz normal aus und kann auch wieder laufen und alles :D

BeitragVerfasst: 30.10.2007, 18:04
von Carmeli
Ja, ich weiß. Deshalb doch im allerersten Beitrag meine Frage, ob Muko ODER der Ausweis erwähnt werden sollte. Es ging also um beides- ganz unabhängig von einander.


A ja. Ok. :P

Spätestens wenn ich IV mache oder im Winter halt viel huste, wird doch jeder normale Mensch nachfragen. Wenn's nicht der Chef ist, dann vielleicht die Kollegen.


Das ist dann etwas anderes. Den Kollegen kannst Du es ja sagen, aber diese Kollegen stellen Dich zum einen nicht ein und sie lesen auch Deine Bewerbung in der Regel nicht.

Es geht weniger um Rechtliches, was ein AG fragen DARF, sondern normal menschliche Reaktionen, die einen im Beruf erwarten und wie man Problemen vorbeugen kann, indem man evtl. den Ausweis oder eben Muko im Vorhinein erwähnt.


Bei einer Bewerbung geht es darum, seine Vorzüge zu präsentieren. Aus einer Bewerbung muss hervorgehen, weshalb ein Chef unbedingt Dich nehmen soll und keinen anderen.

Während meiner Praktika hab ich extrem negative Erfahrungen gemacht, wo ich Muko nicht erwähnt habe. Und das möchte ich im Job auf keinen Fall wieder erleben. Deshalb bin ich unsicher: wann ist wie viel Info sinnvoll??


Es kommt auf den Job an, für den man sich bewirbt. Gerade bei Deiner Jobwahl hast Du engen Menschenkontakt. Menschen, die in sozialpädritatrischen Zentren oder REHA-Zentren betreut werden, sind oft auch chronisch krank und haben Problemkeime. Sie stellen dann mitunter auch für Dich eine Gesundheitsgefährdung dar.

Sicherlich sollte man Muko in einem solchen Fall mit erwähnen, ABER ich würde es nicht in die Bewerbung schreiben. Aus meiner Sicht gehört es da nicht hin.
Aber bei solch einem Job, den Du wählen möchtest, könnte man es dann beim Vorstellungsgespräch ansprechen.

Wenn Schwerbeschädigte bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden, dann sollte man mit einem kurzen Satz auf den Vorzug des Schwerbeschädigtenausweis hinweisen.

Wenn nicht besonders auf die bevorzugte Einstellung Schwerbehinderter verwiesen wird, würde ich auch den Schwerbehindertenausweis im Bewerbungsschreiben noch nicht erwähnen, sondern mich dort nur auf den Job konzentrieren.

Beim Vorstellungsgespräch kann man solche Dinge immer noch besprechen oder, wenn es auch dort niemanden interessiert, sprich wenn nicht spontan dannach gefragt wird, dann wird es auf alle Fälle beim Betriebsarzt ein Thema und nur dort gehört es eigentlich hin.

Liebe Grüße
Carmen

BeitragVerfasst: 30.10.2007, 18:10
von Carmeli
also ich habe es gleich in den lebenslauf geschrieben. und ich muss sagen es war nicht auf ablehung gestoßen. also klar einige Firmen haben gar nicht erst zurück geschrieben. aber die kleineren Betiebe haben doch geantwortet. meine ausbildung habe ich nur auf grund von meinem ausweis bekommen. da war es also gut das ich mit offenen karten gespielt habe.


Hallo Nicki
Es macht einen großen Unterschied, wo man sich bewirbt. Wenn man sich bei einer erfolgsorientierten Firma bewirbt, dann kann es schaden, wenn man in die Bewerbung schreibt, dass man Mukoviszidose hat, weil hier nur Leistung und Engagement zählt.

Wenn man sich dagegen in einem Berufsbildungswerk bewirbt, dann ist die chronische Krankheit Voraussetzung für die Einstellung dort und dann wäre es negativ, Muko nicht zu erwähnen. :wink:

Es gibt also kein Patentrezept. Man muss seine Bewerbung individuell schreiben und den Erfordernissen anpassen.

Liebe Grüße
Carmen

BeitragVerfasst: 14.12.2007, 12:14
von Sabrina

Hallo ich heiße Sabrina bin 26 Jahre und habe seit meinem 2. Lebensjahr Muko. Mir geht es eigentlich damit sehr gut. Versuche mein Leben so lange wie möglich positiv zu genießen!! Bis jetzt konnte ich mich noch gut davon Freisprechen und kann nichts schlechtes sagen, da es mir bis heute gut geht. Medikamente das Inhalieren und die IV Therapie gehören nunmal zu meinem Leben dazu und das klappt auch sehr gut!! In meinem Beruf als Kauffrau kann ich nur von Glück reden, habe einen sehr lieben Chef der auch von meiner Muko weiß, er hilft und nimmt Rücksicht auf mich wo er nur kann.. vor der Einstellung erklärt das ich diese Krankheit habe und er hat sehr positiv reagiert und sofort gesagt das ich trotzdem anfangen kann. Es hat mich sehr gefreut und meine Arb.kollegen wissen auch davon und stehen alle hinter mir. Ich fühle mich so zu sagen Pudelwohl dort!!! :P \:D/

BeitragVerfasst: 14.12.2007, 20:53
von Jess
Hallo zusammen,

ich habe meine AusbiLdung ja 1999 begonnen, 2001 abgeschlossen und wurde auch übernommen! Bayer ist natürlich ein Grosskonzern, der besonders behinderten Mitarbeitern gute Chancen einräumt. Viele kleine Firmen können sich ja am Anfang des Jahres "freikaufen" und müssen keinen gewissen %satz an "behinderten" aufnehmen.

Ich habe damals gleich mit in die Bewerbung geschrieben, was ich habe, dass mich Muko jedoch bisher nicht gross daran hinderte dass zu erreichen, was ich erreichen wollte. Das kam wohl gut an und beim Vorstellungsgespräch wurde nur ganz kurz drauf eingegangen.

Später wurde mir mitgeteilt, dass ich aufgrund meines Ausweises 5 Tage Sonderurlaub zu meinem normalen Urlaub dazu bekäme... des weiteren wurden gewisse Wünschen soweit es ging berücksichtigt, dass ich also nicht in Gebäuden eingesetzt wurde, in denen eine Klimaanlage für die Umluft zuständig ist!

Seit September gehe ich nun wieder arbeiten. Alle haben mich herzlich wieder empfangen, mir wurde ein eigenes Büro freigemacht und jeder ist bemüht mich so gut es geht zu unterstüzten und nicht all zu grossen Stress bei mir abzuladen. Ich werde sehr nett behandelt, in alles mit hineingezogen und auch um meine Meinung gefragt.

Ich glaube nicht, dass es jedem Betrieb möglich ist, einen Menschen mit transplantierten Organen so einzusetztn, dass alle Kriterien gegeben sind, aber was möglich war wurde erfüllt! Ich bin zufrieden und hoffe, dass es mit dem Arbeiten weiterhin so gut klappen wird!

LG
Jess

BeitragVerfasst: 16.12.2007, 11:08
von Esperanza
Jess, wie lang hast du eigentlich vor und nach der TX insgesamt nicht gearbeitet? Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du im Moment?

Grüße

Bewerbung

BeitragVerfasst: 19.12.2007, 18:20
von Aldarion 271080
Als ich mich um eine Ausbildungsstelle beworben habe, habe ich meine muko in der Bewerbugn erwähnt.

Mein AG war auch daran interessiert jemanden einzustellen, der in die Schwerbehindertenquote fällt und dem man nichts gesondert irgendwas zuverfügung stellen muß.
Mit dem Urlaub ist das so ne sache, bei dem Baugewerbe bei dem ich bin, bekomme ich z.B. keinen sonderurlaub. Brächte vermutlich mehr als meine 50% die ich habe. Kenne es jetzt nur von Kollegen die auf Baustelle arbeiten, das diese Sonderurlaub bekommen.

Ich habe mich vor kurzem nochmal bei einem öffentlichen AG beworben und auch in dieser Bewerbung meine muko samt Schwerbehindrung erwähnt, aber anscheinend war ich denen nicht gut genug, da die Bewerbungsfrit seit über einem Monat abgelaufen ist und ich noch nichts gehört hab. Denke die Keime spielen auch eine Rolle, wenn man sich in der Verwaltung eines Krankenhauses bewirbt.

BeitragVerfasst: 13.01.2008, 10:52
von Aldarion 271080
Habe jetzt nochmal ne Bewerbung getätgit habe aber bei dieser weder muko noch meine Schwerbehinderung erwähnt. Wenn ich zu einem VG eingeladen werdn sollte, werde ich es am ende kurz erwähnen.

BeitragVerfasst: 13.01.2008, 13:44
von Carmeli
Na dann viel Glück. Dieser Weg ist denke ich, eine gute Entscheidung. Ich bin damit bisher sehr gut gefahren.

Du solltest Dir aber bereits im Vorfeld über die Frage Deines neuen Arbeitgebers "Inwiefern die Behinderung Deine berufliche Tätigkeit beeinträchtigen wird" Gedanken machen. Sprich REHA, i.V. Fehlzeiten, Einschränkungen bei der Tätigkeit ect.

Aber erfahrungsgemäß hat sich am Ende des Vorstellungsgespäches Dein Gegenüber bereits entschieden, ob Du sein Mann bit oder nicht. Wenn er Dich möchte, dann wird er Dich nehmen. Wenn er Dich nicht haben möchte, dann liegt es nicht unbedingt an den Einschränkungen. :wink:

Also viel Glück.

Liebe Grüße
Carmen

BeitragVerfasst: 16.01.2008, 22:55
von Jess
Ich musste oh lass mal überlegen.. listung 2004 gegen Ende 2005 aufhören zu arbeiten ANSAGE von der MHH und im September Letzten Jahres habe ich wieder angenfangen...

arbeite im moment 3 std pro tag

lg Jess

BeitragVerfasst: 17.01.2008, 15:42
von Esperanza
Jess hat geschrieben:Ich musste oh lass mal überlegen.. listung 2004 gegen Ende 2005 aufhören zu arbeiten ANSAGE von der MHH und im September Letzten Jahres habe ich wieder angenfangen...

arbeite im moment 3 std pro tag


Danke Jess. Habe ich das richtig verstanden, dass du noch gearbeitet hast, als du schon gelistet warst? Wie war denn denn damals dein FEV1?

Grüße

BeitragVerfasst: 04.03.2008, 17:54
von Ben
Ich habe es bis jetzt immer so gehalten, dass ich im Lebenslauf die 50 % SB erwähnt habe (das Tolle ist ja, dass man damit 5 Tage Extraurlaub bekommt : :D ), und wenn der AG beim Bewerbungsgespräch gefragt hat (was eher selten vorkam), habe ich ihm nur gesagt, dass ich eine ererbte Stoffwechselkrankheit habe, die mich nicht weiter behindert. Insofern ist das Wort Mukoviszidose bis jetzt noch nie gefallen.

BeitragVerfasst: 05.03.2008, 18:03
von Jess
Hey Esperanza,

ja richtig ich hab noch ein Jahr trotz Listung gearbeitet!

Mein FEV1 war da schon im KeLLer bei 29%

BeitragVerfasst: 06.03.2008, 16:19
von Esperanza
Jess hat geschrieben:Mein FEV1 war da schon im KeLLer bei 29%

Wow, Hut ab, dass Du das geschafft hast!

Andere bleiben beim kleinsten Hüsterchen zu Hause... :evil:

BeitragVerfasst: 11.03.2008, 19:15
von Karlson
Im öffentlich hat man immer beste chancen mit einer behinderung (bei gleicher eigung)