Berufsweg

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Berufsweg

Beitragvon Lamai am 26.10.2007, 17:39

Dann wage ich doch mal, im neu eröffneten Forum einen ersten Thread zu starten.

Was für einen Berufsweg habt ihr eingeschlagen oder werdet ihr einschlagen?

Ich hab nach der obligatorischen Schulzeit die sichere Variante gewählt und mich als Bankkaufmann beworben. Schnupperlehren hab ich natürlich vorerst auch hinter mich gebracht, allesamt im kaufmännischen Bereich. Zuvor habe ich mich bei einer Beratungsstelle beraten lassen, und aufgrund von Fragebögen kam ich dem eingeschlagenen Weg auch immer wie näher. CF war immer von Bedeutung bei den Gesprächen und war sicherlich auch immer im Hinterkopf präsent.
Ich hatte Glück, nach einigen verfassten Bewerbungen bekam ich zwei Angebote, beide Stellen bei einer Bank.

Nach der 3-jährigen Lehre konnte ich glücklicherweise beim selben Arbeitgeber weiterarbeiten und fand eine Beschäftigung bei einer Agentur. Mehr als sieben Jahre konnte ich dort meine Arbeit ausführen.

Nun bin ich seit nicht allzu langer Zeit Vollrentner, mit einer Teilzeitbeschäftigung von ein paar Stellenprozenten.

Spätestens nach Absolvierung der Lehre wusste ich, dass der erlernte Job nicht mein Traumjob ist. Trotzdem war und bin ich über den eingeschlagenen Weg sehr froh, denn dank dem Bürojob konnte ich auf eine solide Basis für eine sichere Rente zählen, mit welcher es sich jetzt eigentlich ohne Einschränkungen leben lässt.

Christoph
Der glückliche Mensch ist nicht der,
der anderen glücklich erscheint,
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Beitragvon springmausi am 26.10.2007, 18:58

Ich find das Topic toll, weil Lungenerkrankung und Beruf ist immer so eine Sache.

Ich hab z.B. zuerst eine Ausbildung zur Kindergartenpädagogin angefangen und auch abgeschlossen. Aber dieser Beruf hat mir dann irgendwie garnicht gut gefallen, zumal sich so leicht von den Kindern ansteckt. Und ich hab auch nicht so die tolle Stimme für so was. WErd da schnell heißer.

Nun arbeite ich in einem Labor, als ich auf Cf untersucht wurde, meinte die Ärzten zwar: Oh mein Gott sie arbeiten in einem Labor mit Chemikalien, Bakterien,.... das dürfen sie auf keinen Fall!" Was ich vorher eigentlich nicht wusste. Aber bin schon jetzt 2 Jahre dort und weniger krank als vorher. :wink: Muss halt ein bisserl mehr aufpassen, na und?

Geht trotzdem!
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Beitragvon linchen am 27.10.2007, 10:44

Hallo alle zusammen,

also ich arbeite seit 7 Jahren beim HNO Arzt als Arzthelferin und es macht mir mega Spaß. Hatte auch noch nie Pseudomonas obwohl wir täglich massenhaft Patienten haben denen der Eiter (der meistens auch Pseudomonas nach einem Abstrich ergibt) aus den Ohren läuft, bei denen ich auch diverse Untersuchungen machen muss.

In meiner CF-Ambulanz haben sich damals alles Ärzte beraten und waren sehr besorgt ob das wohl schon so ne gute Idee wäre, da gerade HNO-, Lungen und Kinderarzt am schlimmsten wäre.

Aber ich habs gemacht und bin sehr froh drüber. Auch ich werde irgendwann wohl das erstemal Pseudomonas bekommen, bin ja schon 24 aber dann ist sicher nicht mein Beruf daran schuld.

Aber ich denke das ist bei jedem anderst und es muss auch jeder selber entscheiden war für ihn gut ist und was nicht. Ich hatte in dem Fall einfach großes Glück :wink:

Lg
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Beitragvon Jenny_1986 am 27.10.2007, 13:58

Ich habe auch lange überlegt was ich werden möchte, am liebsten immer etwas wo ich mit Menschen zu tun habe.
Nunja von Krankenschwester wurde mir dann abgeraten was ich auch eingesehen habe...
Nun bin ich Azubi im Deutschen Krebsforschungszentrum, habe mit Menschen mehr oder weniger zu tun, ist sozial und muss als Bürokauffrau keine körperlich schweren Sachen machen.
Jenny_1986
 

Beitragvon jennyjen am 27.10.2007, 14:48

Ich habe auch nach der Schule lange überlegt was ich machen soll, hatte schon mit 16 angefangen im Einzelhandel zu arbeiten, wo mir die Arbeit viel Spass gemacht hat, der Kundenkontakt und die unterschiedlichsten Aufgaben! Jedoch wurde das mit der Zeit immer anstrengder, körperlich ging das gar nicht mehr und ich habe dann eine Ausbildung zur Bürokauffrau angefangen, das ist zwar nicht mein Traumjob aber meiner körperlichen Verfassung entsprechend ganz gut.. Habe im ersten Ausbildungsjahr vollzeit gearbeitet, ständig gefehlt und laaange Krankenhausaufhalte gehabt, bin dann auf eine halbe Stelle runtergegangen! Habe die Ausbildung trotz der grossen Fehlzeiten super bestanden und wurde auch von meinem Arbeitgeber übernommen!
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Beitragvon schurig am 29.10.2007, 09:41

Hi,

auch wenn ich ja selbst keine Muko habe sondern meine Kinder, finde ich es sehr spannend, Eure Berichte zu lesen.

Meine Tochter Lisa (5, cf) möchte im Moment Verkäuferin werden.
Am liebsten Chefin, dann verdient sie mehr, sagt sie :)

Schöne Grüße
Michael
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Beitragvon queenkatti am 29.10.2007, 10:24

Hallo!
Für mich stand eigentlich immer fest, dass ich mit Kindern arbeiten möchte. Da ich von anderen CFlern gehört hatte, die als Erzieherinnen wegen ständiger Rotznasen der Kleinen nur krank waren, kam das für mich nicht in Frage. Im Laufe der Oberstufe hab ich mich immer mehr für pädagogische Psychologie interessiert und 2001 mein Psychologiestudium angefangen.
Während des Studiums gab's natürlich auch anstrengende Phasen, vor allem während der Praktika oder wenn ich während der Semesterferien, die andere zur Prüfugsvorbereitung nutzen können, nach Belgien zur Reha gefahren bin oder parallel zum normalen Semesterprogramm Heim- IV gemacht hab. Insgesamt hat das aber alles immer irgendwie geklappt- lungenmäßig insgesamt sogar erstaunlich gut und seit dem Sommer hab ich mein Diplom und arbeite jetzt an der Uni.

Letztlich kann einem die Berfuswahl und Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium niemand abnehmen und jede CF ist anders. Aber ich finde es wichtig, sich vorher Gedanken zu machen, ob man den angestrebten Beruf später auch wirklich ausüben kann (auch wenn einen Autos interessieren, Kfz-Mechaniker oder handwerklich anstrengende Arbiet sind wohl eher ungünstig).
Ich drück allen, denen das noch bevorsteht, die Daumen :)
Katti
queenkatti
 

Beitragvon sweety niki am 29.10.2007, 12:09

welchen berufsweg ich eingeschlagen habe??

naja ich bin noch dabei eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten zu vollenden, ich bin zur Zeit noch im 3. Lehrjahr. Im April habe ich dann endlich meine Prüfung. und danach werde ich hoffentlich in dem Beruf weiter machen können. vorher habe ich ganz normal wie jeder andere auch die Schule besucht eine ganz normale schule wo jeder halt hingeht keine sonderschule oder schule für behinderte, den ich habe immer gedacht das ich nicht so krank bin das ich einen wirklich behinderten menschen den platz an so einer schule weg nehemen muss.

ich habe auch immer darauf bestanden das die leherer in sport mich nicht auf die bank setzen. das sie mir wegen kleinerer pausen keine schlechte note gegeben haben fande ich nett. weil eigetlich habe ich immer alles mit gemacht.

die ersten Schuljahre habe ich auch ohne weitere zwischenfälle überstanden. erst um 1998 fingen dann die IV´s an. naja schließlich bin ich dann mal eine runde länger in die schule gegangen aber das fande ich nicht ganz so schlimm. dann habe ich von der zweiten 7. klasse an bis ende 10 keine ausfälle mehr gehabt. naja meinen ausbidlungsplatz den habe ich auf grund meine erkrankung bekommen. mein chef wollte jemanden haben mit nen schwerbehinderten ausweis (wahrscheinlich wegen der zuschüsse) aber das kann mir ja egal sein ich habe meine ausbidung und fertig.
sweety niki
 

Beitragvon leeni am 30.10.2007, 16:46

Ich habe mich nach meinem Schulabschluss für eine Lehre zur Kauffrau im Einzelhandel entschieden und diese auch durchgezogen. Ich wollte nie ins Büro und brauchte die Menschen um mich. Allerdings war es bei mir ähnlich wie bei Yvie. Ich habe viele Überstunden gemacht und mich voll reingekniet. Wollte viel Verantwortung übernehmen und wollte keine Sonderbehandlungen. Darunter litt mein Gesundheitszustand zunehmend. Denn das Essen blieb oft auf der Strecke und abends war man zu k.o. zum inhalieren. Die Quittung bekam ich ein halbes Jahr nach meiner Ausbildung. Ich musste Rente beantragen. Bin jetzt seit Anfang 2001 Rentnerin und jobbe nur noch nebenbei!
Klar war es mein Traumberuf, der mich auch gefordert hat. Aber ob es richtig oder falsch war, kann ich nicht sagen, denn Spaß hat mir der Beruf gemacht und das spielt schließlich eine große Rolle! Ich weiß nur, dass ich heute die Möglichkeit eines Bürojobs nicht sofort ablehnen würde. Ich denke, dass Ganze ist körperlich schonender und ermöglicht es einem länger beruflich tätig zu sein. Tja mit dem Alter kommt die Weisheit :wink:
leeni
 

Arbeit

Beitragvon Aldarion 271080 am 19.12.2007, 18:59

Hi, ich hab 1998 nach dem 10ten Klasse eine Lehre zum Bürokaufmann gemacht und 2001 meine Prüfung abgelegt.

Heute arbeite ich noch als kfm Angestellter mache aber momentan eine Weiterbildung zum Bilzanzbuchhalter. Die ich, wenn es gut läuft nächstes Jahr abschließe.
Ich muß sagen von der körperlichen belastung her geht das. Wobei das einzigste was ich bemängeln muß ist, das das Betriebsklima in den letzen Jahren gesunken ist.

Mit meiner Muko habe ihc so keine Probleme. ich kann während der mittagspause schnell nach hause fahren und dort inhalieren bzw. ich kann auch an meiner Arbeitsstelle inhalieren. Das einzige ich hab durch die weiterbildung einen riesen streß, da bleibt di oder donnerstags abends auch mal das inhalieren

Vom Arbeitspensum her, ich hab normalerweise eine 40h/woche arbeite aber meist ohne Weiterbildung zwischen 42 und 45 Stunden die Woche.
Die Weiterbildung sind nochmal zwischen 5 und 10 Stunden die Woiche je nach dem ob noch ein Samstag dabei ist oder nicht.
Aldarion 271080
 


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