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berufswahl

BeitragVerfasst: 30.08.2007, 11:29
von Joui
hey, mich würde mal interessieren, wer von euch einen job hat oder ne ausbildung macht bei dem/der man körperlich auch schon mal „härtere“ arbeit verrichten muss. eigentlich wollte ich ab oktober mit meinem maschinenbaustudium beginnen. is eigentlich auch schon soweit alles geregelt: eingeschrieben, studiengebührenbefreit, bafög beantragt… jetz hab ich aber von nem bekannten unverhofft ein angebot bekommen, bei ihm ne ausbildung zum kfz-mechatroniker zu absolvieren. eigentlich könnt ich mir nichts schöneres vorstellen als mein hobby zum „beruf“ zu machen und nebenbei auch noch ein bissl geld zu verdienen... wenn da nicht die bedenken über meine gesundheitliche zukunft wären! dagegen sind die anspielungen meiner eltern eher das kleinere übel. das problem is halt, wenns mir gut geht, dann so richtig. umgekehrt aber leider auch… wiederum, wer weiß, vllt is das ja auch so ein effekt wie wenn man sich nen hund holt. dann muss man ja auch immer mit dem raus, was sich auf dauer oftmals positiv auf den gesundheitszustand auswirkt (schöngerede);-) und bei der ausbildung wär ich halt auch immer auf den beinen. ach ich weiß auch nich…

BeitragVerfasst: 30.08.2007, 11:59
von engelchen
Auf Grund neuer Nutzungsbedinungen sehe ich mich gezwungen meine Beiträge zu löschen, da ich ohne eine erneuerte Anmeldung nicht auf ev. spätere Fragen antworten kann.

engelchen

BeitragVerfasst: 30.08.2007, 12:07
von Anouk
Hallo Joui

schon lange nichts mehr von dir gehört xD

ich würde an deiner Stelle auch versuchen,wie engelchen sagt, deinen Traum zu verwirkichen wenn du es dir vorstellen kannst. du sagst es würde dir spass machen, dann mach es. (es gibt sowieso zuviele Leute die keinen Spass an der Arbeit haben, da musst du ja nicht dazu gehören)

WEnn es dir vom Gesundheitlichen gut geht und du es willst, dann ist es sicher positiv und es lohnt der Schweiss

in diesem Sinne nimm es an, so ein Angebot kommt nicht alle Tage

glg anouk

BeitragVerfasst: 30.08.2007, 13:08
von aengeli
Hey du
Wirklich schon lange nichts mehr von dir gehört 8)
Hmmmm ich denk wenn du das wirklich machen möchtest dann mach es! Umschulen kannst du immer noch in 10-20 Jahren wenns nicht mehr geht.
Ich denke auch, dass es eine grosse Motivation auch sein kann fit zu bleiben, wenn man den Beruf ausüben kann den man wirklich will!
Glg Pat

BeitragVerfasst: 30.08.2007, 13:56
von meldav
Hallo, also ich hab ja eine Ausbildung zur Verlagskauffrau gemacht. Und da der Verlag nur aus 5 Leuten bestand und ich dann der einzige Azubi war blieb an mirauch meist die Arbeit hängen, die niemand anders machen wollte - Getränkekisten schleppen, etc. Außerdem hab ich mich um die Auslieferung gekümmert, die Bücher verpackt, zur Post gebracht, da waren auch oft mal 20kg Pakete dabei, was für mich Zwerg schon recht viel ist. Außerdem hab ich die Bücher bei Wind und Wetter in der Stadt an die Buchhandlungen ausgeliefert, gerade im Weihnachtsgeschäft war das sehr viel. Ich muss sagen, dass ich schon andauernd Infekte hatte und die dann vielleicht auch nicht richtig auskuriert habe bzw. hab mich mit ner halben Lungenentzündung zur Arbeit geschleppt. Es kam auch vor, dass ich heulend im Bücherlager stand, weil ich keine Kraft mehr hatte.

Im Verlag hab ich leider nie die Klappe aufgekriegt, wenn es mir zuviel wurde sondern die Zähne zusammengebissen. Ich weiß nicht, ob ich mir selber was beweisen wollte oder nicht wollte, dass die bereuen mich eingestellt zu haben ... jedenfalls denke ich heute anders und sage, wenn mir was zu anstrengend ist, denn danken wirds dir vermutlich eh keiner und es ist ja deine Gesundheit.
Ich denke, dass du die Ausbildung nicht aus gesundheitsgründen ablehnen solltest (MEINE MEINUNG!). Wer hat schon das Glück den einen Beruf zu erlernen, der einen auch noch sehr viel Spaß macht. Studieren kann man dann immernoch. Aber hör auch auf deinen Körper und sei ehrlich zu dir selber und mach den Mund auf, wenns dir nicht gut geht.

In diesem Sinne, halt uns auf dem Laufenden, wiedu dich entschieden hast :)

BeitragVerfasst: 30.08.2007, 16:18
von Jens

BeitragVerfasst: 30.08.2007, 16:48
von Esperanza
Huhu!

Also ich persönlich bin den "sicheren" Weg gegangen und habe einen "Schreibtischberuf" gelernt mit kaum bis gar keiner körperlichen Belastung.

Ich hatte ursprünglich auch zwei andere Berufe im Sinn für die man aber recht fit sein muss (Sporttests und regelmäßiges Training bzw. körperliche Arbeit).
Mir war das einfach zu unsicher, da ich vermeiden wollte, dass ich womöglich nach wenigen Monaten abbrechen muss und dann ohne alles da stehe. Und das wäre der Fall gewesen; jetzt im Nachhinein kann ich das ja beurteilen.
Ich würde es jederzeit wieder so machen. Ich mag auch meinen jetzigen Beruf, es ist halt nicht der Traumjob, aber dafür kann ich wahrscheinlich ziemlich lang in diesem Beruf arbeiten und das ist mir lieber, als dass ich kurz meinen Traumjob hatte, hinterher arbeitslos bin und nicht mal Anspruch auf Rente habe. U.a. deshalb wollte ich auch nie studieren. Wenn ich mit 30 arbeitsunfähig wäre, hätte ich ja fast mein ganzes Leben nur mit Schule/Studium "verplempert", nie richtig gearbeitet und würde obendrein wahrscheinlich nicht mal Rente bekommen. So habe ich dann ganze 13 Jahre gearbeitet.

Das waren meine Überlegungen zum Thema Berufswahl. Letztendlich muss das natürlich jeder selbst entscheiden.

Grüße

BeitragVerfasst: 30.08.2007, 18:39
von Schlangenlady
Ich habe mich auch für die sichere Beamtenvariante entschieden und bin definitiv damit "gut gefahren".

Wenn es Dir jetzt schon manchmal richtig schlecht geht, wäre es wohl sehr optimistisch zu hoffen, daß dies nicht schlimmer wird, sorry wenn ich Dir eventuelle Illusionen raube :wink: ...

Mir ging es zu Abizeiten noch einwandfrei, ich war (bis etwa Mitte 30) nie wegen der cf im Krankenhaus, habe außer Tabletten schlucken keine Therapie gemacht, die erste Iv hatte ich auch erst mit Mitte 20; ich denke aber, daß der Schreibtischjob dabei geholfen hat, daß es mir relativ lange relativ gut ging.
Ich war z.B. jahrelang mindestens 3 mal pro Woche abends tanzen, meistens bis 24.00/1.00 Uhr, am Wochenende auch bis 3 oder 4. Das hätte ich nach einem Arbeitstag als Tierpflegerin/Tierärztin (wäre mein Traum gewesen :) ) wohl kaum geschafft und ich wollte möglichst viel erleben und nicht nach der Arbeit nur noch todmüde ins Bett fallen.
Nach über 20 Jahren als Beamtin habe ich zwar ein Minus von ca. 1000 Euro monatlich (Gehalt/Pensionsvergleich), aber immer noch eine Pension von der ich (auch allein in eigener Wohnung) leben kann und entsprechende Ersparnisse.
Ich glaube nicht, daß ich das anders erreicht hätte.
Auch bei einem Studium ist natürlich immer die Frage, ob man das "durchhält" und danach gesundheitlich noch in der Lage ist, lange genug zu arbeiten...
Dazu kommen dann noch Überlegungen, ob man nach der Ausbildung übernommen wird bzw. nach einem Studium auch einen Arbeitsplatz findet, wie sich krankheitsbedingte Ausfälle auswirken usw..
Die "Jobunsicherheit" ist in der freien Wirtschaft leider auch viel größer...

Uli,45

BeitragVerfasst: 30.08.2007, 20:58
von Lamai
Ich hab ne "langweilige" Banklehre gemacht, da ich es für mich wichtig war, eine gute Grundausbildung anzustreben und diese auch durchziehen zu können.
Es hat jedoch auch andere Berufswünsche gegeben, welche ich mir aber dann aus dem Kopf geschlagen habe.
Mittlerweile habe ich ein minimales Arbeitspensum. Dank der abgeschlossenen Lehre und acht jähriger Berufsausübung kann ich heute auf eine gute monatliche Rentenzahlung zählen.

Ich bin da wohl eher der Realist: Entscheide dich für eine Lehre die du zur grössten Wahrscheinlichkeit auch durchziehen kannst UND du daran natürlich auch Gefallen finden solltest.
Traumjob welchen man nach kurzer Zeit nicht mehr ausüben kann.....für mich vom Traumjob zum Alptraumjob

Christoph

BeitragVerfasst: 31.08.2007, 07:48
von schurig
Hallo Joui

natürlich kann man dir die Entscheidung nicht abnehmen. Ich habe auch selbst kein CF, bin "nur" Vater....
Aber dafür Maschinenbauer, oder jedenfalls so was ähnliches....

Ein spannendes, sehr vielfältiges Fach, das einem die Möglichkeit gibt, auch was ganz "praktisches" zu machen, wenn man sich entsprechend orientiert und vielleicht nicht an einer TU/TH sondern einer FH oder BA studiert.

Spannend jedenfalls, wenn man sich interessiert und die Augen offen hält.
Vertiefungsrichtungen in Richtung Fahrzeugbau und/oder Mechatronik gibt es selbstverständlich auch und noch viel mehr, du musst dich nicht sofort festlegen.

Schöne Grüße
Michael

BeitragVerfasst: 01.09.2007, 09:29
von Joui
hey, zunächst einmal danke für die vielen (auch inoffiziellen) antworten! habe mir alles in ruhe durchgelesen und darüber nachgedacht… das problem is halt: was bringt es mir wenn ich handle wie mein herz von mir verlangt, meine vernunft (lunge) mir aber was anderes sagt? leider hab ich krankheitsbedingt schon mal ein jahr verloren und so was in der lehre wäre glaub ich tödlich…
ich denke mal, ich werde wieder genau das machen was man von mir erwartet und was mir eigentlich auch meine vernunft sagt… ABER wenn ich in 2,5 jahren (verkürzt) sagen kann "das hättest du von der gesundheit her geschafft" werd ich mir glaub ich echt i.d.A. beißen^^ weil ein bachelor oder master mit praxiserfahrung is bestimmt auch nicht das schlechteste was einem widerfahren kann…

BeitragVerfasst: 01.09.2007, 10:13
von meldav
Bist du denn gesundheitlich schon beeinträchtigt in deiner Leistungsfähigkeit? Ist Mechatroniker körperlixh sehr anstrengend?

BeitragVerfasst: 03.09.2007, 12:31
von Joui
hey meli!
beeinträchtigt insofern dass ich in den letzten jahren vermehrt infekte habe, was sich konditionell nich grade positiv auf die gesundheit auswirkt… das größte problem wäre halt im winter… na ja, das studium dauert ja sowieso schon an für sich sehr lange und irgendwann will der herr ja auch mal ins berufsleben einsteigen;-) will kein dauerstudent sein^^
hab mich jetz aber damit abgefunden. das schrauben wird halt immer ein hobby bleiben.

EDIT: @jens: wehe das wird keine geile zeit :lol:

BeitragVerfasst: 03.09.2007, 19:04
von Carmeli
Hallo Johannes

Vielleicht helfen Dir ja meine Zeilen noch etwas weiter.
Ich habe nach der Schule (10. Klasse) eine Lehre als Bankkauffrau absolviert und kurze Zeit in dem Beruf gearbeitet und nebenbei auf der Abendschule Abitur gemacht. Eigentlich waren 2 Jahre fürs Abitur vorgesehen. Aber ich habe 3 Jahre benötigt. Das war Streß pur. Da ich nie ins Büro wollte, schmiß ich den Job und absolvierte dann eine 3jährige Ausbildung in der Krankenpflege. Insgesamt hatte ich somit 6 Jahre gearbeitet und somit Versicherungsbeiträge bezahlt.
Anschließend habe ich dann mein Studium aufgenommen. Und das Gute an der Sache war damals, dass ich sogar den Höchstsatz Bafög erhielt, da ich 6 Jahre zuvor berufstätig war und das Geld der Eltern spielte dann keine Rolle mehr. Ich habe dann 7 Jahre studiert (habe ein Jahr gesundheitsbedingt "ausgesetzt") und habe nun meinen Traumjob. :P

Wenn ich so zurück denke, dann würde ich, wenn es mir gut gehen würde, wieder erst einen richtigen Beruf lernen und ein paar Jahre arbeiten (optimal insgesamt 6 Jahre) und dann zum Studium gehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man dann auch schon den ein oder anderen Groschen gespart hat. :P

Je mehr Berufe man hat, desto besser ist das. Warum nicht erst das machen, was Dir Spaß macht und dann das Studium.

Liebe Grüße
Carmen

BeitragVerfasst: 03.09.2007, 21:15
von anna
hi joui - ich muss carmen recht geben. wenn die lehre eher zu deinem traumjob fuehrt - und du denkst du wirst das einigermassen hinkriegen, dann mach es. studieren kannst du zur not hinterher immer noch. die lehre ist keine verlorene zeit. wenn es nicht klappen sollte, dann hast du die gewissheit, es zumindest versucht zu haben. wenn es klappt, bingo.

du sagst, studium ist deine vernunft entscheidung und lehre waere das nicht? bist du dir sicher? warum sollte es nicht vernuenftig sein, sich fuer das zu entscheiden was einem wirklich freude bringt, wo man voll dahintersteht - und sich daher auch eher engagieren wird?

das leben ist so verdammt kurz...

wuensche dir die richtige entscheidung fuer dich!