Studium mit CF (Zeiteinteilung, Fehlstd, etc.)

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Beitragvon Ann am 16.11.2005, 22:15

Hallo,

da habe ich es praktischer als Julia... meine KG liegt auf dem Weg zur Uni und mein Hausarzt ist zu Fuss 10 Minuten von der Uni weg... Unsere Ambulanz hat zweimal monatlich Feierabendsprechstunde nach 18 Uhr und sonst immer Freitags, da hab ich eh keine Uni. Aber schwierig ist es trotz allem...

lg und gute Nacht, Ann-Christin
Ann
 

Beitragvon Carmeli am 16.11.2005, 22:15

Hallo Julia,
Wenn ich es richtig verstehe, dann studierst Du Medizin oder?

Mal so als Tipp.
Viele CFler spülen ihren Port selbst. Manche machen das sogar während des stationären Aufenthalt selbstständig.

Lass es Dir doch zeigen, dann fällt schon einmal Stress weg.

Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Julia am 16.11.2005, 22:19

Carmeli hat geschrieben:Hallo Julia,
Wenn ich es richtig verstehe, dann studierst Du Medizin oder?

Mal so als Tipp.
Viele CFler spülen ihren Port selbst. Manche machen das sogar während des stationären Aufenthalt selbstständig.

Lass es Dir doch zeigen, dann fällt schon einmal Stress weg.

Gruß Carmen



Ja.........seit 3 Wochen studiere ich Medizin, nur so nebenbei bemerkt!

Ich wollte meinen Port auch selber spülen, aber die CF-Ambulanz hat mir das verboten und gemeint, das müsste alles gaaaaanz steril ablaufen, und das kann man selber nicht! Ich war ja schon froh dass mein Hausarzt sich bereit erklärte ihn zu spülen! Naja......und ich bin dann mal davon ausgegangen, das hat schon seine Richtigkeit was die mir da sagen!
Julia
 

Beitragvon Jess am 17.11.2005, 12:04

Hallo zusammen,

was den Port angeht, so muss ich Julia zustimmen. Mir wurde auch gesagt, dass dieser unter strengsten Hygienischen Massnahmen gereinigt werden müsse und auch so behandelt wird, wie ein rohes Ei, damit ja nichts passiert.

Gestern in Hannover wurde auch nochmal gesagt, dass ich ja darauf achten soll, dass alles vernünftig und gerecht abläuft und vor allem KEINE Blutabnahme darüber gemacht wird. Ich denke hier teilen sich sicherlich die meinungen, und mein einer Doc in der klinik hat so viel erfahrung dass ich mir auch von ihm dort blut abnehmen lasse, aber ich denke es hat schon Gründe warum es für Blutabnahmen ectr. geschultes Personal gibt und nicht jeder x beliebige möcht gern Student (um es mal beispielhaft darstellen zu können) an sich rumdoctort!

Mir wurde in den ganzen Jahren auch noch nie angeboten mir selbst eine Vigo zu legen oder mit Blut abzunehmen.. Schön, wenn es viele gibt, die dies gezeigt bekommen, aber ob das so richtig ist.... ich weiss nicht!

Gruss
Jess
Jess
 

Beitragvon Julia am 21.11.2005, 18:00

Zappo hat geschrieben:Hallo Julia,
ja mit dem Studium das ist so eine Sache, als ich angefangen habe hatte ich zwar grade eine schelchte Phase hinter mir, aber die ersten Jahre des Studiums verliefen trotzdem ziemlich ohne Beeinträchtigung. Wenn ich zu der Zeit ne Verschlechterung bemerkt habe, hatte ich die immer in wenigen Wochen mit Inhalationstheraapie und ein bissl Krankengymnastik wieder im Griff. Dazwischen hab ich dann auch Monate nur meine orale Medikation als Therapie gemacht. Sport ging auch gut und hat die KG ersetzt. Damals hätte ich es nie für möglich gehalten, Probleme zu bekommen das Studium abzuschließen.
Auch als es dann vor 2 Jahren anfing schlechter zu werden, die Lunge sich nicht mehr so schnell von Infekten erholte, die Obstruktion zunahm, war das alles kein Problem, mal ein Semster mehr und nicht alle Kurse besucht, aber ich hab das immer alles positiv gesehen.
Mittlerweile ist es dann noch schlechter geworden und ich hab jetzt ein Jahr gar nicht mehr studiert. dafür im letzten halben Jahr meine Therapie wieder sehr intensiviert um nun endlich fertig zu werden. Die Scheine hab ich auch sozusagen alle zusammen aber bei dem Gedanken an das PJ mit ganz normalen Arbeitszeiten und dann noch dem Chirurgieteil, der auch noch körperlich anstrengend ist, graut es mir.
Ich hoffe Du schaffst das Studium so schnell und gesund wie möglich. Aber verschwende keine Zeit aus Faulheit, wie ich das teilweise gemacht habe, den Zeiten trauer ich nun nach wo ich gekönnt hätte aber dann gesagt habe, das Jahr, das ich durch die Ausmusterung gewonnen habe kann ich ja nun länger studieren. Dann wär ich nun wahrscheinlich fertig und könnt mir auch ne Teilzeitstelle suchen...
Viele Grüße,
Christian



Hallo Christian!

Vielen Dank für deinen Beitrag....der hat mich doch auch berührt!!!
Ich hoffe es geht bei dir wieder aufwärts, sodass du dein Studium doch noch mit einem guten Abschluss beenden kannst!
Ich werde versuchen, das Beste aus meinem Studium und meiner Gesundheit zu machen!

Wünsch dir alles Gute!!!

Julia
Julia
 

Beitragvon Gast am 21.11.2005, 18:22

Hallo Christian,
da kann ich mit Dir fühlen. Ich habe damals auch gesundheitsbedingt ein Jahr Auszeit genommen und somit ein Jahr länger studiert.
Nach dem PJ habe ich dann auch noch einmal 2 Monate Verschnaufpause eingelegt. Die Zeit in der Chirurgie habe ich auch noch mit Grauen in Erinnerung. Da es im OP meist sehr warm war und man als PJler immer vor sein musste (Op-Tage von 7.00 bis 18.00 Uhr waren damals keine Seltenheit und dann kam ja noch die Stationsarbeit) hat es mich insbesondere in den ersten Wochen des öfteren bei einer OP kreislaufmäßig entschärft. Mit Cola und Salzstangen habe ich mich die letzen Wochen in der Chirurgie über Wasser gehalten.

Damals gab es ja noch die Hürte, des AIP. Es dauerte 18 Monate und dannach brauchte man eine Bescheinigung, dass man nicht aufgrund einer körperlichen oder psychischen Schwäche für den Arztberuf ungeeignet ist. Die AIP-Zeit habe ich damals mit 2 Wochen Fehlzeit durchgezogen.
Aber dannach kam der gesundheitliche Zusammenbruch. Bis ich gerafft habe, dass ich nicht unbegrenzt viel Zeit mit Diensten in der Klinik verbringen kann, kam noch das ein und andere Tief.
Jetzt funtkioniert es, aber ich musste lernen eben auch "nein" zu sagen.
2 Dienste im Monat (maximal 3) und dann so, dass ich am nächsten Tag nach Hause gehen kann. Und Überstunden nur, wenn es unbedingt sein muss. So läuft es eigentlich jetzt ganz gut ohne größere Fehlzeiten.

Gruß Carmen
Gast
 

Beitragvon Jens am 22.11.2005, 15:21

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon Carmeli am 22.11.2005, 17:26

Ist aber auch irgendwie merkwürdig, dass ausgerechnet "Dauerkranke" (ich weiss, dummes Wort) Arzt werden wollen.


Naja, wenn jeder Arzt eine chronische und unheilbare Krankheit hätte, dann wäre unsere Medizin heute vielleicht um ein Vielfaches besser und weiter.

Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Ann am 22.11.2005, 17:47

Hallo Jens,

also so merkwürdig finde ich das gar nicht, sondern im Gegenteil sehr gut nachvollziehbar. Ich wollte früher immer Krankenschwester werden, da der Beruf jedoch körperlich sehr anstrengend ist habe ich mich dagegen entschieden. Ich denke, dass "Dauerkranke" eine andere Einsicht in die Thematik haben und vielleicht auch ein bissl was anders machen wollen, als es heut der Fall ist und wie man es ev. selbst erlebt hat.

Liebe Grüsse, Ann-Christin
Ann
 

Beitragvon Julia am 22.11.2005, 19:08

Carmeli hat geschrieben:Naja, wenn jeder Arzt eine chronische und unheilbare Krankheit hätte, dann wäre unsere Medizin heute vielleicht um ein Vielfaches besser und weiter.

Gruß Carmen


*g* Das stimmt!

Hallo Jens!

Ich kann mir als Beruf nichts anderes vorstellen als im medizinischen Bereich zu arbeiten.
Warum gerade Arzt?!?! Nunja...ich hatte bis vor kurzem noch einen ganz tollen Arzt. Der geht so super mit Patienten um und das hat mich mächtig beeindruckt. Dass was der mir gegeben hat, das würde ich gerne weitergeben....deswegen möchte ich ein Medizinstudium versuchen.....ich denke auch...man lernt fürs Leben in diesem Studium.
Julia
 

Beitragvon Gast am 22.11.2005, 22:57

Ok, dann schreibe ich mal was provokantes. Wenn man mit einer Krankheit wie CF gesegnet ist und die Verlaufsform vielleicht auch nicht gerade die leichteste ist, dann sollte man sich doch überlegen, auch wenn Arzt sicherlich ein toller Beruf ist, ob man diesen Weg einschlagen sollte, bzw. ob ein Studium die richtige Entscheidung ist? Welchen Sinn macht es, ein zugegebenermaßen schwieriges und langwieriges Studium anzufangen, wenn man dann hinterher sowieso nicht in der Lage ist, den Beruf auszuüben, bzw. schon das Studium an sich nicht schafft? Ich denke da muss man sich gegenüber auch ehrlich sein und sich eingestehen, dass dies nicht die richtige Wahl für einen ist. Dazu gehört aber, dass man in der Lage ist, sich und seine Situation reflektieren zu können und dann die richtigen Schlüsse draus ziehen zu können. Auch wenn es hart klingt, aber man kann halt mit CF nicht alles machen, was man gerne würde!

Gruß
Daniel
27CF - BWLer
Gast
 

Beitragvon Heischeisch am 23.11.2005, 08:49

Hi, Du Provokateur :),

dazu vielleicht etwas Philosophie für den einfachen Hausgebrauch...

Das sich selbst gegebene Ziel (Lebenssinn) gibt die Richtung, und der Weg in diese Richtung ist dann das Ziel.

Der Weg ist bereits das Ziel (die Abfolge beliebig kleiner Zwischenziele)! Haben wir alle schon mal gehört, nicht?!

Das lässt sich auf jeden Einzelnen übertragen, ob mit oder ohne CF, das ist ohne Bedeutung. Die "veranschlagte Zeit" spielt keine Rolle, vielmehr ist ein weise gewähltes Ziel in zehn Leben nicht zu erreichen...

Liebe Grüße
Kai-Roland Heidenreich
Zuletzt geändert von Heischeisch am 23.11.2005, 10:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Jens am 23.11.2005, 09:58

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon Heischeisch am 23.11.2005, 10:14

Ja, äh, Jens, ich meinte natürlich Ziele, an die man glaubt :)

Carmen würde ich auch nicht so einschätzen, dass sie sich bereits am Lebensziel angekommen wähnt. Das wäre ja erschütternd!

Aber, ich bin gespannt, wie sie das sieht.

Vielleicht: "alles Käse"... :P

Liebe Grüße
Kai-Roland Heidenreich
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Beitragvon Ann am 23.11.2005, 10:44

Hallo Ihr Lieben,

das finde ich mal ein schönes Thema :) Ich studiere Literatur, um später einmal Journalistin zu werden. Ob das je was wird und ich in dem anstrengenden Beruf jemals vollzeit arbeiten kann, weiss keiner. ABER: eine normale Studentin könnte auch morgen vom Bus überfahren werden und es ist essig mit ihren Zielen ;) Mir gibt mein Ziel auch Kraft, die Therapie konsequent zu verfolgen etc. ...

Liebe Grüsse, Ann-Christin
Ann
 

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