Studium mit CF (Zeiteinteilung, Fehlstd, etc.)

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Beitragvon Julia am 07.12.2005, 19:44

Anonymous hat geschrieben:Weihnachtseinkäufe, Weihnachtsmarkt zählen für viele Menschen als sogenannter Eu-Streß, das heißt positiver Streß.


Echt? Boh........dann läuft bei mir irgendwas schief! Ich fürchte Weihnachtseinkäufe und Weihnachtsmärkte.
Ich wusste nicht dass das ein positiver Stress sein kann.
Bei mir ist das definitiv Disstress!!!!
Julia
 

Beitragvon nummerneunnichteingeloggt am 07.12.2005, 20:30

ich habs vor ein paar tagen erst gehört. weihnachtdrumherum kann das immunsystem schwächen. genau wie hochzeiten.
ich würde vermuten, dass einkaufen ganz allgemein die infektanfälligkeit bei männern erhöhen kann!

also liebe damen: möglicherweise schadet ihr unserer gesundheit, wenn ihr uns zum einkaufen gehen zwingt. das ist, wenn es denn so ist, nicht weniger verantwortlungslos wie einen mitmenschen zum passivraucher zu machen!


das mit eu- und distress hatte ich mal in der achten klasse. die tatsache, dass eine bestimmte aktivität für den einen eustress ist, hilft dem menschen für den es distress ist ja auch nicht sooo wirklich weiter.

in der eile weihnachtsverkäufe nachzuholen dürfte für die meisten distress bedeuten. auch, wenn sie es nicht wahrhaben wollen. der zeitpunkt des einkaufes lässt vermuten, dass der schenkende nicht so wirklich weiß, was der beschenkte haben möchte, was ihm gefällt, welches geschenk anlass wäre eine zwischenmenschliche beziehung nachhaltig zu trüben. das ist stress! dazu kommen immer noch weitere probleme wie die preisproblematik. zu billig? zu teuer? außerdem herrscht eine latente angst. der schenkende kann die wissen, ob ein geschenk anderer schenkender an den beschenkten sehr viel besser ankommt. das können riesensorgen sein. dazu kommen dann noch andere faktoren wie überfüllte kaufhäuser, parkplatzsuche, die möglichkeit das ein geschenk, welches einem sowieso erst vor drei minuten einfiel, nicht problemlos verfügbar ist oder man auch einfach mal eine mehr oder weniger wichtige person vergisst.

nicht zu vergessen ist, dass die perspektive, die kommenden tage zb mit den lieben schwiegereltern oder der ganzen netten familie zu verbringen alles andere als prickelnd ist! dabei handelt es sich beim weihnachtseinkauf ja nur um die tolle aussicht. wenn die dann alle wirklich noch kommen gehts mit dem stress erst richtig los.

dies alles ist nicht mit einem gemütlichen spaziergang über den weihnachtsmarkt vergleichbar.
nummerneunnichteingeloggt
 

Beitragvon nummerneunnichteingeloggt am 07.12.2005, 20:36

ergänzung: natürlich ist die perspektive die feiertage mit den lieben schwiegereltern oder familie verbringen zu müssen nicht für alle nicht prickelnd.
nummerneunnichteingeloggt
 

Beitragvon inga am 24.01.2006, 21:43

hi leute!
ich habe ein bisschen euer geschreibe verfolgt...
ich bin das gefühl nicht losgeworden, und sehe es auch immer wieder in der gesellschaft, dass sich kranke menschen, in diesem fall mukos, nicht zuletzt sich auf ihrer krankheit ausruhen, sie gar als entschuldigung vorschieben, um sich vor sich selbst zu rechtfertigen.
ich selbst habe cf und bin der meinung, dass alles,aber wirklich alles einfach an der organisation liegt!
wenn man als abiturient und cf- kranker nicht in der lage ist, sein leben zu organisieren, d.h. nicht dem tag die schuld zu geben, er hätte zu wenig stunden o.ä., dann sollte man sich sehr wohl überlegen, ein studium wie medizin, jura,usw. anzustreben.ich kann dieses gejammer nicht mehr hören, und wäre am liebsten kommentarlos offline gegangen, aber wollte noch einen beitrag niederschreiben, der je knapper die zeit im alltag wird, von immer größerer bedeutung wird. man muss, wie eine person vor mir hier auch schon erwähnt hat, priortäten setzten, nicht nur im studium( ist ist einfach fakt, dass man immer, auch als medizin student vorlesungen sausen lassen kann) und ich rede nicht nur von priritäten die das studium angegehen, sondern auch im leben. ich will das nur als tipp sagen, überlegt auch genau, mit wem ihr zeit verbringt, was bringt euch weiter, wer sind eure wirklcihen freunde, wer verschwendet eigentlich eure zeit?
mit einer gewissen planung und diesen prioritäten lässt sich alles unter einen hut kriegen, auch wenn es mehr oder weniger stressig werden kann, aber dann weiß man, wofür man sich den stress einheimst!
ich studiere tiermedizin, es ist genauso zeitaufwendig wie medizin, habe ein pferd und plane es täglich mit ein, eine beste freundin, auf die ich mich immer verlassen kann, und einen freund, der sich damit abfinden musste, dass man wenig zeit für ihn hat. na und? diejenigen, die das mitmachen, auf die kann man was setzen. vielleicht habe ich ja eine gewisse motivation vermittelt, ich möchte nur sagen, dass man alles hinbekommt, es kommt einfach drauf an, wie sehr man es will!!!!!
inga
 

Beitragvon Gast am 24.01.2006, 21:58

Hallo Inga

CF und Tiermedizin. Hat Dir davon keiner abgeraten? :P Ist ja erstaunlich.

Gruß Carmen
Gast
 

Beitragvon Julia am 01.04.2006, 14:55

inga hat geschrieben:hi leute!
ich habe ein bisschen euer geschreibe verfolgt...
ich bin das gefühl nicht losgeworden, und sehe es auch immer wieder in der gesellschaft, dass sich kranke menschen, in diesem fall mukos, nicht zuletzt sich auf ihrer krankheit ausruhen...



Vielleicht hast du auch einfach eine leichtere Form als manch einer hier und somit das "Glück" nicht allzuviel Therapie machen zu müssen.
Schonmal daran gedacht?

LG
Julia
Julia
 

Beitragvon Ralf "The Axe" am 01.04.2006, 17:03

salü kollegas,

also auch auf die gefahr hin mich mal wieder unbeliebt zu machen muss ich da doch bissi widersprechen oder wenigstens relativieren.
es gibt wirklich faule menschen die echt gar nix machen und auch zu nix zu bewegen sind keine frage aber,
es gibt auch kerngesunde die stinkend faul sind, das mal zu aller erst von daher versteh ich die kritik gegen "kranke" nicht wirklich und will das auch so nicht stehen lassen.
und ich bin sicher es wird auch andersrum ein schuh draus, es gibt im verhältniss gesehen bestimmt viel mehr die gern noch so fit und gut drauf währen was zu machen und was zu schaffen es aber wirklich nicht können.
ich sag nicht das es wirklich auch jammerlappen gibt, ich kenn selber eine aber eben, ich bin sicher viel mehr würden sonst was drum geben mehr machen zu können als halt tatsächlich geht.

aus deinem schreiben kann man schon drauf schliessen das es dir relativ gut geht, das freut mich auch aber ich find die vorstellung von
"alles ist möglich wenn man es nur wirklich will" und dergleichen sprüche manchmal doch etwas zu romantisiert, ist ja schön wenn man dran glaubt und wenns klappt aber es geht halt doch nicht immer alles.

das ist keine kritik ! wirklich nicht aber das schicksal anderer verläuft vielleicht nicht ganz so gut wie das deinige von daher sollt man nicht einfach sowas in den raum werfen und die halt echt so drauf sind über die brauch man sich ja nicht aufregen, lass die halt ihr leben verpennen und nix machen, ist ja deren problem und ausserdem wie gesagt bin ich überzeugt, die zahl derer die so drauf sind ist verschwindend gering.

nur falls jetzt einer denkt, ha ! das ist bestimmt auch so einer der den lieben langen tag aufm sofa rumgammelt und aufs nächste wochenende wartet - falsch ;-)
nur gleich mal vorweg gesagt
Ralf "The Axe"
 

Beitragvon Jess am 01.04.2006, 19:12

Hallo Spike,

du sprichst mir aus der Seele! Den Beitrag fand ich auch ein wenig sehr unfair! Ich würde wenn ich könnte so viel draussen abhängen, aber was nit geht geht nicht und es einfach überzustraphazieren ist auch nicht Sinn und Zweck, denn damit kann man auch mehr kaputt machen als heile! *g*

Zudem finde ich sollte einfach mal daran gedacht werden, dass jeder andere Ziele für sein Leben hat. Andere Perspektiven oder gar eine andere Erziehung. Ich weiss, das ich so mit den Menschen umgehe, wie ich es gleichermassen erfahren möchte. Demnach würde ich mich von meinem Freund nicht auf die "Warterbank" packen lassen, aber wer das mag, der soll es machen! Widerrum wiederspricht es sich aber denn somit vergeudet der jenige auch seine gute Zeit die er mit einer Person die gleichermassen Zeit aufwenden kann eventuell "gemeinsam" verbringen koennte! Wie man sieht, könnte ein jeder aus einer Aussage das NEGATIVE herausfiltern und es dem Schreiber auf die Nase binden!

Von daher jeder Jeck ist anders und jeder hat eine andere Meinung. Keiner muss sie teilen aber akzeptieren könnte ein Versuch sein!

Lieben Gruß und schönes WE
Jess
Jess
 

Beitragvon Ibu-Junkie am 03.04.2006, 10:55

Hallo,
interessante Diskussion: Sinn des Lebens, Ziele verfolgen etc.
Ich arbeite seit nunmehr 3 1/2 Jahren vollzeitig als Arzt in einer kardiologischen Abteilung. Die Arbeit macht mir Freude, sie ist ein ganz wichtiger Teil meines Lebens. Arbeit ist Therapie. Man könnte sagen, ich bin glücklich. Und das liegt u.a. daran, daß ich Ziele gesetzt habe und sie auch erreichen durfte. Wie viele Ziele habe ich kurz davor als unerreichbar angesehen- und habe sie zu vollster Zufriedenheit erreicht. Vor dem 2. Staatsexamen ging es mir sehr schlecht- und es hat trotzdem geklappt. Ich habe geglaubt, das PJ nicht zu überstehen- und es hat ohne Fehlzeiten geklappt. Es graute mir vor dem AiP- und es hat geklappt. Ich habe mit laufendem Baxtersystem Visite gemacht, habe 5-6 Dienste im Monat geschoben. Wenn ich behaupten würde, das sei alles ein "Klacks" gewesen, müßte ich lügen- aber eins habe ich gelernt. Mache immer einen Schritt nach dem andern. Im Leben gehen Türen auf, du gehst durch und gehst weiter. Und es gibt Zeiten, da gehen Türen zu und andere Wege tun sich auf. Ich gehe voller Vertrauen in die Zukunft, weil ich weiß, daß derselbe Gott, der mich bis hierher geführt hat, mich auch weiter führen wird. Das ist meine Hoffnung. Wie es weitergeht, weiß ich nicht- aber dieses Vetrauen habe ich gelernt.
Herzlichen Gruß,
Johannes
Ibu-Junkie
 

Beitragvon syrius am 05.04.2006, 17:31

wieso bezeichnet nummerneun in seinem beitrag depressionen, ängste und zwänge als problemchen???

wenn damit eine bagatellisierung der genannten erkrankungen gemeint ist, dann geht mir aber die hutschnur hoch :evil:

überhaupt ist mir hier schon öfter aufgefallen, dass einige die meinung vertreten nur ihre eigene erkrankung bedürfe der aufmerksamkeit!
syrius
 

Beitragvon Kathrin nicht eungeloggt am 05.04.2006, 18:38

Hallo Syrius,
glaubst du wirklich, dass man Depressionen, Ängste und Zwänge bagatellisiert wenn man Psychologiestudent ist? Ich glaube nicht, dass das im Sinne einer Bagatellisierung gemeint war. Ich verstehe deine Aufregung, das geht mir auch immer so bei solchen (ernsthaften) Bemerkungen, aber ich glaube in diesem Fall ist die Aufregung nicht nötig. Er schreibt doch direkt vorher "behandlungsbedürftig".
Oder verstehe ich dich da falsch, nummerneun? Dann korrigier mich bitte ;-).

Liebe Grüße, Kathrin
Kathrin nicht eungeloggt
 

Beitragvon Katinka am 05.04.2006, 21:17

Hallo,
ja, da müssen wir wohl ihn selber fagen...ich habe das als leicht sarkastische Äußerung verstanden, ich gebe auch manchmal solche von mir, ohne dass ich das meine, was ich da sage. Nur, wenn ich das sage, dann erkennt man die wahre Bedeutung am Tonfall, was hier ja nun schwierig ist. Ich studiere übrigens auch Psychologie, und ich glaube dass die aller aller meisten Studenten psychische Krankheiten sehr ernst nehmen. Allerdings muss man natürlich auch in der Lage sein, soviel Abstand zu halten, dass einen das, was man da zu sehen bekommt an "Problemchen", nicht völlig fertig macht, was vielleicht sich auch in solchen Äußerungen widerspiegelt? Nur eine Hypothese.

Quote: "und das cfler ihre krankheit wirklich meist schlimmer beurteilen als jede psychische erkrankung ist mir auch schon öfter aufgefallen. und ich finde grade kranke menschen sollten viel mehr respekt vor jedem anderen leiden haben als gesunde"

Du, das ist ein schweres Thema. Ich muss zugeben, ich habe das auch schon manchmal gedacht, und mich nachher selber darüber geärgert, dass ich es gedacht habe. Ich habe mich da vorhin bewusst nicht zu geäußert, weil mir das Thema einfach zu heiß ist und ich finde, dass die Gefahr besteht, viele CFler mit solchen Aussagen sehr zu verletzen. Ich stimme dir völlig zu, dass gerade wir CFler Respekt vor dem Leiden anderer haben sollten, und das beinhaltet bei mir ganz ausdrücklich auch psychische Leiden. Da hast du absolut recht. Wenn eine solche Tendenz besteht, wie du geschrieben hast, dann ist die interessante Frage doch: wo kommt sie her? Bestimmt nicht aus Bosheit. Vielleicht eher daraus, dass man selber überfordert ist mit allem? Gerade dann sind solche Ausagen besonders gefährich. Ich will dir hier mitnichten das Recht absprechen, solche Beobachtungen zu schreiben, ich will nur begründen, warum ich mich zu dem Thema nicht äußern möchte und möchte darauf aufmerksam machen, das das ein sehr komplexer Bereich ist, bei man meiner meinung nach sehr vorsichtig sein muss, nicht vorschnell und einseitig etwas zu schließen aus irgendwelchem Verhalten. Aber es ist auf jeden Fall ein interessantes Thema (besonders für Psychologen ;-)).
Ich hoffe, du (ihr) habt verstanden, was ich sagen möchte...

Liebe Grüße, Kathrin
Katinka
 
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Beitragvon Heischeisch am 05.04.2006, 22:41

Liebe Kathrin,
ich glaube schon, die Diskussion kann man mit Behutsamkeit durchführen. Vieles ist möglich, wenn nicht in Angriff und Verteidigung gedacht wird.

Also, ich erinnere mich nur zu gut an meine ersten Schritte in eMaillisten und auf dieses Forum, es ist ja nur wenige Jahre her. Zunächst habe ich ja viel gelesen, wie es wohl jeder tun wird. Und von vornherein ist mir aufgefallen, dass es nicht nur keinen ausgeprägten Hang zu Wehleidigkeit unter Menschen mit CF und auch ihren Angehörigen gibt. Ich selbst, hier ganz typischer Mann, kann über eine Erkältung wahrscheinlich viel ausgeprägter "leiden", als z.B. eine junge Frau, die ich sehr gut kenne und schätze, die gerade auf die Transplantations-U-Liste 'berufen' wird und wohl ihre Klinik bis zur Transplantation nicht mehr verlassen kann.
Ich habe sie noch niemals klagen hören aber sie spielt auch keine Heldin, sie inszeniert da einfach gar nichts. Im Gegenteil, sie versteht die Kunst intuitiv, aus den widrigsten Umständen noch einen Gewinn zu ziehen. Das gibt ihr, so glaube ich und lerne daraus, die notwendige Kraft. Sie leidet eigentlich fast niemals (ich habe genau darauf geachtet) unter ihrer Situation, die objektiv gar nicht einfach ist.

Der gleichen Person kann die Hutschnur hochgehen, wenn andere ins "Leiden" verfallen (ob wg. CF oder etwas anderem, nicht wegen meiner Erkältungen, ein Glück, Humor hat sie auch, ein Zufall?!).
Ich sehe jedenfalls auch nicht, dass Menschen mit CF eine besondere Pflicht besäßen, auf die "Leiden" anderer einzugehen. Warum eigentlich mehr als andere? Warum andere weniger?

Ich habe das Wort "Leiden" nicht getauscht, also gutes Deutsch geopfert, weil ich auch grundsätzlich (fernab meiner Erkältungen, Kalauer!) der Meinung bin, das "Leiden" die Entscheidung des Einzelnen ist. Diese Entscheidung kann sehr schwach machen und daher wiederum das "Leiden" vergrößern.
Wie immer kann und darf man dieses Denkprinzip nicht uferlos ausdeuten, universalisieren. Wenn jemand vielleicht kaum mehr Luft bekommt oder sich sonst extrem schlecht fühl, ist es schlicht unverschämt zu sagen, "befreie Dich geistig vom Leiden"...

Trotzdem kann man vielleicht manchmal (in besseren Zeiten) kleine Schritte gehen, wenn man
1. sich von der Opferrolle in die Schöpferrolle gedanklich umwandelt (ein Versuch könnte es wert sein)
2. um eine andere, mir sehr sympathische Terminologie zu nehmen, das innere Kind an die Hand nimmt.

Liebe Grüße
Kai-Roland Heidenreich
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Beitragvon Gast am 10.04.2006, 16:04

Was bitte ist das "innere Kind"? Ist es "in jedem manne steckt ein Kind, das will spielen?"
Sich selbst befreien, sich an die Hand nehmen...
Kann es sein, lieber Kai, daß Du noch nie bis zum Hals in der Sch... gesteckt hast, so daß dir die Puste ausging und die Lichter verlöschen? Dann schreit das erstickende Leben in dir nach Erlösung, nach Hilfe. Und die kommt in einer solch dramatischen Situation in den allerwenigsten Fällen von Dir selbst.
Gast
 

Beitragvon Heischeisch am 10.04.2006, 16:36

Darauf war ich bereits eingegangen... denn nichts mehr hasse ich als Dogmen ;-)

Zum inneren Kind (ein Bild, nicht das schlechteste) habe ich zwei Lesevorschläge (wie gesagt für "bessere" Zeiten):
1. "Aussöhnung mit dem innereren Kind" von Erika J. Chopich und Margaret Paul
2. "Auf der Suche nach dem verlorenem Glück" von Jean Liedloff

Auch recht inspirierend, wenn auch aus einem anderen Blickwinkel ist die "Anleitung zum Unglücklichsein" von Paul Watzlawick.

Liebe Grüße
Kai-Roland Heidenreich
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