Studium mit CF (Zeiteinteilung, Fehlstd, etc.)

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Studium mit CF (Zeiteinteilung, Fehlstd, etc.)

Beitragvon Julia am 15.11.2005, 23:31

Hallo!

Die Ann-Christin hat mich angesprochen, wie ich denn mein Studium mit der CF vereinbare.
Naja....und ich dachte.....das könnte man zum Thema machen. Vielleicht kann man ja Tipps weitergeben und auch bekommen!


Also....ich studiere nun seit ein paar Wochen. Und ehrlich gesagt.....momentan weiß ich selber noch nicht so genau wie ich das mit der Zeit, den Arztterminen, der Therapie usw. hinbekommen soll.

Ich war bei der Studienberatung und die meinte, ich solle nun erstmal von meiner CF-Ambulanz ein Attest/Gutachten holen, in dem steht, dass ich eventuell aufgrund von Arztterminen, Krankenhausaufenthalten oder auch akuten krankheitsbedingten Dingen den Sminaren oder Praktikas teils nicht nachkommen kann.
Problematisch ist ja bei dem Studium, dass jede Uni eine "Mindestanwesendheitszeit" für den Scheinerwerb vorschreibt.
Da meinte die Studienberaterin, das müsste ich mit dem zuständigen Dekan klären. Vielleicht gäbe es die Möglichkeit, dass man das Praktikum/Seminar über 2 Semester laufen lässt (wobei das natürlich eine Studienzeitverlängerung bedeutet).

Ein weiteres Problem ist....nun.....zur Pseudomonas-Bekämpfung kommt bei mir nur noch eine IV in Frage (die sich ja in den Semesterferien durchführen lassen würde), denn für eine Inha (mit Toby) habe ich einfach keine Zeit. Da fehlen dem Tag einfach ein paar Stunden.

Ein weiteres Problem.....durch tägliche Seminare/Vorlesungen/Praktika die sich bis in die Abendsstunden strecken habe ich im Moment keine Möglichkeit, meiner Krankengymnastik im Krankenhaus nachzukommen. Auch dies werd ich mit dem Dekan besprechen müssen, denn die Krankengymnastik ist nicht zu vernachlässigen.

Eigentlich stand für mich immer im Vordergrund: Gesundheit geht über Studium....!
Aber.....ehrlich gesagt....das ist praktisch nicht möglich!



Hat von euch jemand andere Erfahrungen gemacht?
Habt ihr Tipps wie man sein Studium mit der CF besser vereinbaren kann?


Grüßle
Julia
Julia
 

Beitragvon Ann am 16.11.2005, 08:36

Hallo Julia,

he, das find ich ja klasse :) Ich gestehe, ich bin ein bisschen erleichtert zu sehen, dass es Dir ähnlich wie mir geht. Ich dachte schon, ich wäre einfach zu blöd, alles unter einen Hut zu bringen... Anders als Du bin ich schon im 5. Semester. Ich habe mir damals vorgenommen, alles alleine zu schaffen und möglichst ohne Hilfe von irgendwelchen offiziellen Stellen. Mittlerweile sehe ich ein, dass es fast kaum zu bewältigen und ein ganzschöner Kraftakt ist.

Aber man lernt ja dazu. Anfang meines Studiums hatte ich noch die Illusion, die Regelstudienzeiten einhalten zu können. Ich überlege mir vor jedem Semester genau, wie ich meinen Stundenplan lege, fange zum Beispiel zwei Tage in der Woche nicht vor 10 Uhr an, damit ich vorher zur KG gehen kann. Einen Tag in der Woche halte ich mir grundsätzlich frei für irgendwelche Arzttermine, Job und Sport. Ich belege etwa 3/4 der Anzahl der SWS meiner Kommilitonen und fahre recht gut damit. Statt nach dem 4. mache ich meine Zwischenprüfung halt nun erst nach dem 5., das ist allerdings auch kein Problem, kratzt höchstens am Ego ;) Wie oft darfst Du in den Seminaren fehlen? Ich leider nur zweimal, dass ist nicht viel, wenn im Wintersemester der halbe Hörsaal schnupft und hustet ;( . Ein Prof hat mir mal ernsthaft vorgeschlagen, ich sollte doch nur im Sommersemester studieren, wenn ich im Winter öfter als zweimal fehlen müsste *hmpf* ...

Ach, was die Inhaliererei angeht muss ich ebenso wie Du auch Abstriche machen. Eigentlich muss ich viermal täglich inhalieren, es ist aber nicht wirklich umsetzbar wenn Du von 8 bis 16 Uhr an der Uni bist.

Mal gucken, ob noch andere Lust haben sich zu beteiligen.... suche noch die Goldrandlösung, nach der alles dann kein Prob mehr ist...also, bitte melden ;)

LG Ann-Christin
Ann
 

Re: Studium mit CF (Zeiteinteilung, Fehlstd, etc.)

Beitragvon Jens am 16.11.2005, 11:36

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 20:59, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon Gast am 16.11.2005, 12:46

muss jens in vielen punkten recht geben
hab mich auch schon gefragt, warum du nicht in den pausen inhalieren kannst. mit dem neuen eflow, der wird euch doch sicher bewilligt werden. und da dauert das inhl. höchstens 5-10 min. funktioniert auch mit akku
und ihr habt doch soviel semester ferien.zumindest wir in ö. da wird das auch mit den iv auch kein problem sein
und ärzte sind abends auch da, oft bis halb 8 abends.
oder gleich in der früh, ab 7 uhr, und wennst mal erst um halb 9 in der uni bist, wird auch nicht gleich alles geschmissen werden, oder? musst du wirklich jeden tag von 8-16 uhr auf der uni sein? find ich etwas ungewöhnlich.
Gast
 

Beitragvon Gast am 16.11.2005, 17:48

Hallo ihr alle und ganz besonders Ann-Christin:-)

Ich kann absolut verstehen, dass ihr das Gefühl habt, Studium und Therapie unter einen Hut zu bekommen. Das geht mir auch so, obwohl ich im Vergleich zu vielen anderen noch sehr wenig Therpie mache. Ich glaube allerdings, dass sich zum Beispiel Zeit zum Inhalieren immer finden würde, wenn man es gaanz unbedingt wollte (was nun wirklich nicht im Mindesten ein Angriff sein soll, ich lasse es selbst oft genug sausen ;-)). Zu diesem Thema habe ich vor Kurzem gerade eine guten Tip bekommen, nämlich sich einfach mal einen Tagesplan zu machen und zu schauen, wo noch Lücken sind bzw. ob man die Abläufe irgendwie optimieren kann (ich weiß das klingt jetzt blöd, aber ich glaube ohne das kommt man irgendwann wirklich nicht mehr klar). Die Hauptprobleme beim Studium liegen für mich vor allem in den Fehlzeiten und der Anwesenheitspflicht und der Tatsache (die zumindest bei mir leider eine ist, ich weiß nicht, wie das bei euch aussieht), dass alle meine Versuche die Therapie zu optimieren (im Sinne von mehr zu machen) auf Kosten der sozialen Kontakte/Aktivitäten gehen, was ich extrem bescheuert finde. Ist das bei euch auch so? Wie man mit diesen Problemen weiß ich im Moment wirklich nicht wie man sie in den Griff bekommen soll. Und Jens, in was für einem "ultrafortschrittlichen" Laden studierst du denn;-) Ich habe vor dir noch nie von jemandem gehört, der an einer Uni ohne Anwesenheitspflicht studiert, und ich habe viele Freunde die studieren! Ich glaube, so einfach ist der Fall nicht, außerdem gibt es ja auch andere wichtige Faktoren, die die Wahl der Uni beeinflussen, ich wollte zum Beispiel unbedingt ans Meer, weils mir da einfach viel besser geht.
Zu den von euch schon angesprochenen Problemen habe ich noch eins hinzuzufügen: Könnt ihr euch eigentlich längere Zeit in der Bibliothek aufhalten? Ich nämlich nicht. Ich bekomme da in kürzester Zeit totale Hustenanfälle. Und jetzt hat unsere Bibliothekarin auch noch die Erlaubnis bekommen IN der Bibliothek zu rauchen, was ich absolut unmöglich finde, jedenfalls jetzt gehts gar nicht mehr, aber leider ist unsere Institutsbibliothek der einzige Ort im Institut, wo man sitzen und arbeiten kann, ganz abgesehen davon, dass man da einfach total oft was nachlesen muss (Präsenzbibliothek). Hat da irgendwer einen Tip für mich...?

Ich hoffe auch auf rege Beteiligung an diesem Thema, finde ich sehr interessant und ich glaub für die Goldrandlösung wären wir alle dankbar!

Viele liebe Grüße, Kathrin
Gast
 

Re: Studium mit CF (Zeiteinteilung, Fehlstd, etc.)

Beitragvon Ann am 16.11.2005, 19:43

He,

die Resonanz ist ja toll :)


Hallo Jens,

Jens hat geschrieben:
Dem ist definitiv nicht so! Man sollte sich besser vor dem Studium darüber informieren, in welchen "ultrakonservativen" Unis es sowas überhaupt noch gibt. Bei uns in Oldenburg legt man für den Scheinerwerb eine Prüfung ab. Woher das Wissen dafür kommt, ob aus der Vorlesung oder sonst wo her, ist dabei völlig unerheblich :wink:

Es ist ja toll, dass Du an den Studienort deiner Wahl ziehen konntest, nur weil dort keine Anwesenheitspflicht vorherrscht ;-) Wie Kathrin jedoch schon schrieb, hat nicht jeder diesen Luxus. Mir war auch wichtig, dass ich meinen Job behalten konnte, um mein Studium wenigstens teilzufinanzieren, wenn ich schon kein Bafög bekomme. Jetzt schreibst Du sicher, dass man auch überall anders einen Job kriegen kann... aber das ist gar nicht so leicht, schon gar nicht wenn Sachen wie Kellnern etc von vornerein wegfallen wegen der CF.

Das dauert ca. 10 min. Musst Du denn 18 mal am Tag inhalieren?


Also ich inhaliere viermal am Tag.. Selbst wenn ich mit dem eflow inhalieren würde bräuchte ich dafür mit Reinigung (die Membran muss innerhalb der nächsten vier Stunden gereinigt werden) 25 Minuten. Wenn ich deshalb nach Hause fahre kommen auch noch 20 Minuten pro Strecke dazu. Nenn mich wenig selbstbewusst, aber da ich schon wegen der Husterei und meiner Figur genügend blöd angeglotzt werde, brauch ich das mit dem öffentlich inhalieren in der Uni net auch noch. Habe erst heute wieder gemerkt, auf wieviel Unverständnis man stoßen kann.


Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht, denn zu viel Stress schadet eurer Gesundheit. Umgekehrt läßt sich sich mit besserem körperlichem Wohlbefinden viel leichter studieren.


Ich habe schon wenig Stunden, wenn ich die Pläne meiner Kommilitonen sehe. Ich habe aber auch nicht behauptet, dass ich jeden Tag von 8 bis 16 Uhr an der Uni bin, aber so Tage gibt es durchaus. Und an diesen Tagen klappt es halt auch net so super mit Therapien etc ;)

Was studiert ihr eigentlich, dass ihr den ganzen Tag an der Uni sein müsst?


Literaturwissenschaften :-)

Liebe Grüsse, Ann-Christin

@ Kathrin: kenn ich...darum arbeite ich da auch nimmer ;(
Ann
 

Beitragvon Ann am 16.11.2005, 19:52

Hallo Gast,

Anonymous hat geschrieben:muss jens in vielen punkten recht geben
hab mich auch schon gefragt, warum du nicht in den pausen inhalieren kannst.


siehe oben

und wennst mal erst um halb 9 in der uni bist, wird auch nicht gleich alles geschmissen werden, oder? musst du wirklich jeden tag von 8-16 uhr auf der uni sein? find ich etwas ungewöhnlich.


Nun, bei Vorlesungen mag es ja egal sein, wann man einmarschiert, aber bei Seminaren, die leider (oder zum Glück) zeitmäßig überwiegen, ist es durchaus ein Problem wenn man zuspät kommt. Bei vielen Seminaren gilt: ist der Kurs schon zehn Minuten im Gang, muss man draussen bleiben. Davon mal abgesehen finde ich persönlich es auch reichlich unhöflich.

Viele Grüsse, Ann-Christin

@ Kathrin: wegen der Raucherei in der eurer Bib würd ich Theater machen.. kann ja net sein sowas.....
Ann
 

Re: Studium mit CF (Zeiteinteilung, Fehlstd, etc.)

Beitragvon Julia am 16.11.2005, 20:11

Jens hat geschrieben:

Dem ist definitiv nicht so! Man sollte sich besser vor dem Studium darüber informieren, in welchen "ultrakonservativen" Unis es sowas überhaupt noch gibt. Bei uns in Oldenburg legt man für den Scheinerwerb eine Prüfung ab. Woher das Wissen dafür kommt, ob aus der Vorlesung oder sonst wo her, ist dabei völlig unerheblich


Tja....in der Ulmer Uni ist das nicht so. Ich darf höchstens einmal im Seminar fehlen. Beim 2mal gibts den Schein nicht! Und da bekommt man de Schein für Physik, Chemie, Anatomie, usw nunmal NUR wenn man beim Seminar/Praktikum nicht öfters als 1mal gefehlt hat. Noch zu erwähnen wäre vielleicht, dass die Seminare und Praktika auf die Vorlesungen aufbauen, sodass es fast nicht möglich ist, die Vorlesungen sausen zu lassen!


Jens hat geschrieben:
Musst Du denn 18 mal am Tag inhalieren?
Klingt jetzt vielleicht alles ein wenig bissig, aber man muss sich mit CF wirklich keine Sorgen wegen eines Studiums machen. Was studiert ihr eigentlich, dass ihr den ganzen Tag an der Uni sein müsst?

Gruß Jens


Nein...ich muss nicht 18mal am Tag inhalieren, aber meine Toby-Inha beansprucht 40 Minuten mit Spray für Bronchialerweiterung, 10min warten, dann erst zur BEfeuchtung inhalieren und dann noch Toby inhalieren. Vielleicht ist dir nun klarer warum das so viel Zeit beansprucht.

Nun....ich studiere Medizin und vielleicht hast du ja mal von anderen Studenten mitbekommen dass das total Zeitintensiv ist. Ich komme von Mo.-Do. erst gegen 17.30 aus der Uni (teils noch später). Und dann muss ich noch knapp ne 3/4 Std. heim (Bus und Zug).


Was die Semesterferien angeht........tja.....blöd dass man während den Semesterferien ein 3monatiges Pflegepraktikum abhalten muss.........und das bis zum 3. Semester! Tja.....und nun......wie soll ich denn da ne IV machen?!?!?!
Nix da mit vielen Semesterferien!
Julia
 

Beitragvon Jess am 16.11.2005, 20:58

Hallo Ihr Gelehrten +g+

Ich selbst studiere zwar nicht und wollte das auch nicht, was ja jetzt ganz gut ist, da ich so Rente beziehn kann *lach* aber ich kann mir gut vorstellen, wie es da zugeht. Viele meiner Freunde /innen studieren und ich möchte ehrlich gesagt nicht mit ihnen tauschen. Alleine die Hausarbeiten.. aber das ist ja ein anderes Thema...

Was das Inhalieren und so angeht so kann ich das schon verstehen. Wenn man es nicht unbedingt muss, macht man es halt nicht, weil so schon genügend doof glotzen weil man husten muss! Ich fand die Blicke auf der Arbeit, von Leuten die nicht wussten was Sache ist auch sehr angenehm, denn die glotzen gleich. Mitlerweile bin ich so auf das Inhalieren angewiesen, dass mir die Blicke schei** egal sind, aber ich denke mal man kann es mit sich selbst vertreten und muss selbst wissen was man machen möchte!

Ich denke wenn die Zeit kommt und die süßen Mädels hier auch merken es geht nit ohne, dann werden sie es machen!

Was das Rauchen angeht in der Biblio.. Kathrin... tret denen mal gehörig in den Allerwertesten und frage warum selbst in grossen Firmen Raucherzimmer vorhanden sind. Unverschämtheit sowas.. Du MUSST Dir die Infos da holen und dafür ist so nen Raum in einer Uni ja wohl auch da... also MECKERN.. *lach*

Ihr macht das schon und Oldenburg scheint ja echt ne geile Uni zu haben. ich kenn das auch nur von Pflichtanwesenheiten ectr.

Gruss
Jess
Jess
 

Beitragvon Julia am 16.11.2005, 21:08

Jess hat geschrieben:Ich denke wenn die Zeit kommt und die süßen Mädels hier auch merken es geht nit ohne, dann werden sie es machen!



Inhalieren tu ich ja. Nur eben nicht in der Uni und keine Toby-Inha. Aber meine 15-20Min. zur Inha bringe ich schon auf! Das ist ja klar!
Julia
 

Beitragvon Carmeli am 16.11.2005, 22:25

Hallo Ihr,

Also ich habe Medizin studiert (ist eines der stressigsten Studiengänge).

Und ich kann nur sage, soviel Zeit insbesondere Freizeit, wie man während des Studiums hat, hat man nie wieder im Leben (es sei denn man ist Rentner).

Wie war das damals bei mir? Früh, nachmittag und abends inhalieren. 6.30 Uhr Frühstück, dann mit dem Rad zur UNI. Nachmittag zurück, Freizeit, Praktika, am Abend kochen. Lesen, Party ect. Ein Jahr länger als die Studienregelzeit, nebenbei Promotion geschrieben.

Mit dem Stadtwechsel kam auch ein kompletter Arztwechsel hinzu. Die Ärzte habe ich so gewählt, dass ich auf dem Weg zwichen UNI und Wohnung schnell mal vorbei fahren konnte.

Also es ist alles eine Sache der Organisation. Überlegt Euch einmal ganz genau, wieviel Zeit ihr WIRKLICH für die Therapie benötigt.
Schreibt mal alles auf (Therapie, Schlafen, UNI, Praktika, Essen) und ihr werdet sehen, da fallen bestimmt 4 Stunden Freizeit täglich an.
Und 4 x 5 macht 20 Stunden Freizeit. Das heißt, dass man fast 3 Tage die Woche frei hat (Samstag, Sonntag ist ja keine UNI-Veranstaltung).
Und ein 1/4jährlicher Arztbesuch ist beim Studium ja doch kein Problem.
Ebenfalls die i.V.-Therapie nicht.

Also genießt diese Zeit, wenn Ihr dann einen Job habt, dann wird es kompliziert.
Und ob man zu jeder Vorlesung gehen muss. Ich war es nicht. Man muss eben auch hier Prioritäten setzten.
Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Julia am 16.11.2005, 22:52

Carmeli hat geschrieben:Hallo Ihr,

Also ich habe Medizin studiert (ist eines der stressigsten Studiengänge).




Tja...........wenns doch nur so einfach wäre!!!!
Allerdings ist das Medizinstudium vor 2 Jahren "etwas" überarbeitet worden. Ist jetzt mehr Klinikbezogen und somit gibts noch zusätzlich zu den normalen Vorlesungen und Praktika massig Seminare!
Meine Untersuchungen habe ich ja auch immer alle in Ulm (zumindest Sono, OGT, Röntgen, Ambulanz,...) aber da gibts dann halt noch das Krankenhaus in dem ich meine KG habe und Hausarzt (und noch andere Ärzte) die halt nicht dort sind, sondern bei meinem Elternhaus.
Ein weiteres Problem: Ich habe Freitag Nachmittag frei. Aber......ich kriege in der Uniklinik Freitag Nachmittag keine Termine weil die da keine Sprechstunden haben! BLÖD!
Julia
 

Beitragvon Julia am 16.11.2005, 22:54

Carmeli hat geschrieben:
Und ob man zu jeder Vorlesung gehen muss. Ich war es nicht. Man muss eben auch hier Prioritäten setzten.
Gruß Carmen


Leider bin ich nicht die Art von Mensch, der alles zugeflogen kommt und gleich alles kann wenn man es sich durchliest! Ich muss das schon "erklärt" bekommen,....und da sind die Vorlesungen für mich sehr wichtig!!!!
Julia
 

Beitragvon Carmeli am 16.11.2005, 23:03

Hallo Julia
Die Änderung des Studiums ist mir bekannt. Wir hatten auch viele Praktika und Seminare. Es ist jetzt nur anders verteilt. Das Gesamtlernpensum bleibt das Gleiche. Man muss für sich ein System finden. Wenn man das als Student nicht hinbekommt, dann wird das nach dem Studium im Job gleich gar nichts.

Wie oft gehst Du denn zum Arzt? Was machst Du beim Hausarzt. Wenn es Dir schlecht geht, dann gehst Du doch sicherlich eh in die CF-Ambulanz.

Also man muss entscheiden, was ist wirklich wichtig. Mit dem Hausarzt kann man telefonieren, und via Post verkehren.

Naja, und ob man sich dem Stress aussetzt, die Physio in einem anderen Ort zu haben, muss man sich überlegen.

Man muss versuchen es so zu organisieren, dass man es vor Ort hat. Kurze Wege mit wenig Zeitaufwand. Und viel mit Telefon, Mail usw. machen.

Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Julia am 16.11.2005, 23:09

Carmeli hat geschrieben:Hallo Julia...


Hallo Carmen!

Ich bin eigentlich alle paar Wochen mal beim Hausarzt. Bin ziemlich anfällig was Infekte usw. betrifft. Außerdem spült der mir alle 4 Wochen meinen Port.

Zur CF-Ambulanz geh ich nur zu Kontrollen, alle 10 Wochen etwa und wenn wirklich irgendwas akutes ist, dass sich auf dei CF zurückführen lässt. Außerdem gibts da aus "Kostengründen und aufgrund der Sturheit des Direx" nur noch einen Arzt für alle Patienten....und um nen Termin zu bekommen muss man mind. 2 Monate vorher anrufen!

Ähm,....KG lässt sich nicht am Studienort durchführen weil die total ausgelastet sind was die Kapazität angeht und nicht mehr Therapeuten zur Verfügung stehen (da versucht man schon lange dran zu drehen, die stellen sich stur). Ich bin ja froh dass ich überhaupt nen Platz bei ner Muko-spezialisierten-KG habe!
Julia
 

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