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Beitragvon ernesto am 13.06.2005, 14:11

Jess hat geschrieben:Ich glaube sobald man auch über einen gewissen Grad an Behinderung angekommen ist, ist man verpflichtet den Arbeitgeber darauf hin zu weisen, wegen eventuellen Gefahren.


Da bin ich mir nicht so sicher, meine was gelesen zu haben, das man durchaus das Recht hat, die Angaben nicht zu machen... kann aber nicht mit Sicherheit sagen, dass das Stimmt

Jess hat geschrieben:Es ist ja auch wichtig, dass wenn du mal mehr Fehltage hast Du einen RICHTIGEN Grund aufweisen kannst, zudem stehen Dir 5 Tage Sonderurlaub zu und noch zig andere Vorteile, die man nutzen sollte, wenn man ansonsten schon immer Steine in den Weg gelegt bekommt!


Meine Wort, nur Jess war schneller :wink:

lg Jörn
ernesto
 

Beitragvon Jess am 13.06.2005, 18:41

Ja ich meine auch mal sowas gelesen zu haben und dass man in gewisser Art und Weise auch verpflichtet ist dies zu sagen, wenn ein Notfall passiert, was ja leider immer schneller sein kann als man denkt. Vor allem wäre ich vorsichtig, denn was soll ein Chef oder Ausbilder sagen oder eher machen, wenn man ganz plötzlich Lungenbluten hat oder umkippt oder unterzuckert. wenn darüber keiner bescheid weiss kann es tödlich sein für einen selbst! =(

Richtig die paar Tage Sonderurlaub sind wirklich gut! Wenn man merkt ein Infekt ist im Anmarsch ab zum Urlaub und man kann ne IV vielleicht umgehen. Was das Inhalieren angeht, so konnte ich immer und überall ohne Probleme inhalieren. Soweit alle bescheid wussten haben sie sogar mit darauf geachtet *voll sweet* Zwar nicht in jeder durchlaufenden Abteilung, aber die die einen gern haben gucken drauf.

Ich denke mal Offenheit und Direktheit sowie Ehrlichkeit werden nie falsch sein am Arbeitsplatz. Zudem wissen andere welche Hilfsmasnahmen sie einleiten müssen und man ist nicht unbedingt im Nachteil! =)

Gruss
Jess
Jess
 

Beitragvon Daniel am 13.06.2005, 21:39

Jörn hat geschrieben:Aber, ist es möglich das dauerhaft zu verheimlichen, z.B. auch vor Kollegen?
Andererseits, eigendlich habe ich ja den Anspruch auf mehr Urlaub besseren Kündigungsschutz etc. auch schade darauf zu verzichten. So einen Urlaub zur Erhohlung, der spart ja ggf. einmal Kranksein?!


Nein, gegen vollkommene Verheimlichung bin ich auch. Ich halte es aber so, nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Fragt man mich nicht, erzähle ich auch nichts. In meinen bisherigen Bewerbungsgesprächen war Schwerbehinderung/Gesundheitszustand auch nie ein Thema. Rechtlich ist es wohl so, wenn dich dein potenzieller AG im Vorstellungsgespräch nach einer Behinderung fragt, solltest du darauf antworten. Von dir aus mußt du die Behinderung nur angeben, wenn abzusehen ist, dass du den angestrebten Beruf nicht ordnungsgemäß ausüben können wirst. Also solltest du im Steinbruch arbeiten wollen, solltest du die Behinderung wohl eher angeben :D

In der Personalabteilung habe ich dann die Behinderung auch immer angegeben, denn auf die 5 Tage Urlaub möchte ich auch nicht verzichten. Außerdem habe ich den Freibetrag auf meiner Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Kollegen gegenüber halte ich es so, nicht jeder muß alles wissen, meist erzähle ich nur von einer chronischen Stoffwechselerkrankung. Glücklicherweise ist mein Gesundheitszustand momentan auch noch so, dass ich nicht auf der Arbeit inhalieren muss.

Mehr Infos zur Angabe Schwerbehinderung/Erkrankung im Bewerbungsgesrpäch unter (Pdf):
http://www.muko.info/116.0.html

Gruß

Daniel
Daniel
 

Beitragvon Gast am 18.06.2005, 15:36

Ich glaube nicht, dass man die Schwerbehinderung unbedingt angeben muss. Nur wenn etwas passiert, musst du wahrscheinlich selbst zahlen.

Wenn du vom Betrieb im Vorstellungsgespräch gefragt wirst, musst du rein rechtlich gesehen auch nicht antworten. Allerdings ist es anzuraten, denn sonst wird dich keiner einstellen, was ich auch verstehen kann. Abgesehen davon wird es auch schwer bis unmöglich werden, die CF bei der Einstellungsuntersuchung zu verheimlichen.

Ich habe gute Erfahungen damit gemacht, die Schwerbehinderung schon gleich bei der Bewerbung anzugeben. Nur einmal kam ein Anruf und es wurde genauer gefragt, was ich denn hätte. Habe alles gesagt und wurde trotzdem eingestellt. :)
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Beitragvon Esperanza am 18.06.2005, 15:37

Der Beitrag oben war von mir, hab vergessen, mich einzuloggen.
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Beitragvon Mandymaus am 19.06.2005, 14:25

hi leute.

ich bin am ende meines ersten jahres zur bürokauffrau in einem kooperativen modell. mache nebenbei ein praktikum in einer firma und die wissen dort auch von meiner cf.
wenn ich termine habe ist dies auch kein hindernis, wenn ich mal später komm, weil ich auf den bus angewiesen bin.
die behandeln mich als gesunde und das ist mir auch wichtig.
ich wollte eigentlich automobilkauffrau machen, aber dazu fehlt mir das abi.
na ja, kann mich ja danach nur umschulen lassen etc.

lg mandymaus
Mandymaus
 

Beitragvon DerMardin1979 am 20.06.2005, 07:21

Ich habe mich auch mal als Kinderkrankenpfleger beworben....was natürlich, durch unsere überaus umfangreiches Fachwissen :P, über sämtliche Medikamente und andere Krankheitsbilder (auch wenn wir nicht alles selbst hatten)...kein Wunder ist, wenn wir uns als das bewerben mit was wir unser halbes Leben verbringen.

Leider wurde ich auch abgelehnt, natürlich waren schon alles Stellen besetzt...aber jeder weiß woran es gescheitert ist :twisted:

Ne, verständlich ist es schon....vorallem geht die eigene Gesundheit vor und natürlich die der anderen.

Mal sehen....ich habe gehört, dass einige stellen als IT_Kaufleute in diesem KKH gesucht werden, vielleicht bewerbe ich mich mal und dann komme ich auf umwege doch noch dahin.
Naja....zwar net als das was ich eigentlich vorhatte, aber schwund ist immer :D .

MfG

Mardin
DerMardin1979
 

Beitragvon Ann am 20.06.2005, 13:57

Hey Ihr Lieben,

also ich hab da ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht... bei der Lufthansa hätte man mich direkt in den bilingualen Studiengang genommen, hätte ich nich die Bewerbungsfrist verschlampt. Mir wurde allerdings nahe gelegt mich direkt nächstes Jahr wieder zu melden. Als dann das Jahr rum war rief der Schwerbindertenbeauftragte von dort an und fragte, ob ich noch Interesse hätte.... auch so kanns laufen ;)

VG Ann-Christin
Ann
 

Beitragvon Hierro am 20.06.2005, 18:46

Auch ich habe neben meinen Studienerfahrungen, auch sehr gute Erfahrungen mit großen namhaften Firmen in Deutschland gemacht. Ich habe bei allen meinen Bewerbungen mit dem Abitur immer meine Krankheit angegeben. Von 10 Bewerbungen erhielt ich nur 2 Absagen. Bei zwei großen Firmen hätte ich sogar einen Ausbildungsvertrag bekommen, doch weil ich ein super tolles Angebot von BAYER hatte, habe ich die schon vorher abgelehnt. Wie gesagt, bei Bayer hatte ich trotz Angabe von CF einen unterschriebenen Ausbildungsvertrag für ein duales Studium zum Dipl. Wirtschaftsinformatiker. Ob man die Krankheit nun selber angeben will, muss jeder selber wissen. Ich habe bisher immer gute Erfahrungen damit gemacht.

Thomas aka Hierro
________________________________
meine Website, http://www.KarateWelt.com - über Studium, Sport und Mukoviszidose
Hierro
 

Beitragvon Jess am 21.06.2005, 20:34

Hallo Thomas,

wo bei Bayer hast du denn die Aubi gemacht?! Ich bin auch dort angenommen worden und empfand es auch eher als Vorteil CF zu haben *g* Nein im Ernst, dort habe ich gemerkt, dass einem keine Steine deswegen in den Weg gelegt wurden, nicht mal, wenn man in Abteilungszeiten zur IV musste! =)

LG
Jess
Jess
 

Beitragvon Hierro am 21.06.2005, 22:37

Ich habe bei Bayer meine Ausbildung nicht gemacht, ich habe dort nur einen Ausbildungsvertrag zu einem dualen Studium der Wirtschaftsinformatik bekommen.

Steine im Weg wegen der CF hatte ich dort nie, ich bin wie jeder andere behandelt worden. Was letztendlich der ausschlaggebende Punkt war, warum ich die Ausbildung dort nicht angenommen habe, lag daran, dass das Umfeld nicht so toll war (die Leute) und dass ich mich mehr und mehr für die Medizin interessiert habe.

Um noch einmal zur Frage zu kommen: Ich habe / hätte direkt in Leverkusen eine Ausbildung bekommen. Bereich bei Bayer: Informationstechnik oder ähnliches... da bin ich überfragt, ist auch schon fast 3 - 4 Jahre her.

Trotzdem muss ich sagen, dass ich keinerlei Schwierigkeiten hatte, dass ich CF mitangegeben habe.

Gruß Thomas
____________
www.KarateWelt.com - meine Homepage
Hierro
 

Beitragvon Kilian am 22.06.2005, 10:19

Hallo Thomas,

Hut ab! Ich habe mich mal ein bisschen auf deiner HP herumgesehen, mir ist dort aufgefallen, dass du den 1.dan hast! Bin beeindruckt...
Vor drei Jahren habe ich mit Karate (auch Shotokan) angefangen. (Im Moment komme ich leider nicht viel zum Training, da ich in der Schule ziemlich Stress habe) Deine Berichte habe ich als auch CF'ler mit grossem Interesse gelesen!

Gruss aus der Schweiz
Kilian
Kilian
 

Beitragvon Jess am 22.06.2005, 21:34

Hallo zusammen,

jetzt bin ich aber ein bissl stutzig geworden und habe mal eine Frage zum Eintrag von Mandymaus!

Sie schreibt ja dass sie eigentlich einen anderen Beruf erlernen wollte, diesen aber nicht einschlagen konnte, da ihr das Abi fehlt! Danach schreibt sie, dass sie danach ja einfach umschulen kann!

Geht das so einfach?? Ich meine, wenn ich doch vorher kein Abitur hatte, erlange ich dies doch auch nicht mit einer abgeschlossenen Ausbildung?! Dann könnte ja jeder mal einfach Anwalt werden und sich umschulen lassen *gg* na ein bisschen hochgegriffen das Beispiel, aber so ganz verstehe ich die Logik nicht die dahinter stecken soll *gg* Sorry...

Jess

:twisted: :roll:
Jess
 

Beitragvon DerMardin1979 am 24.06.2005, 12:21

wenn ich doch vorher kein Abitur hatte, erlange ich dies doch auch nicht mit einer abgeschlossenen Ausbildung


hi...doch das geht. Man kann sein Abi vielleicht nicht im direkten sinne damit nachholen. Mit manchen abgeschlossenen Ausbildungen, hat man teilweise einen besseren Abschluss, als vorher.
Ich weiß nur, dass man mit einer bestandenen Meisterprüfung eine Art von Abitur hat...keine Plan ob dieses Abitur genauso viel wiegt wie ein normal gemachtes Abitur....aber es ist halt möglich.

MfG

Mardin
DerMardin1979
 

Beitragvon HansDampf am 29.06.2005, 21:37

Hallo,
Ich habe auch studiert und werde nun auch wohl ne Doktorarbeit schreiben. Gerade die Zeit der Diplomarbeit fand ich sehr gut, da ich dort so die Zeit frei einteilen konnte. Nun arbeite ich und da sieht das nach nem 8-10 std Tag doch ganz anders aus. Werde demnaechst ins Ausland gehen und wie gesagt dort meine Doktorarbeit schreiben. Auf CF habe ich nie in Bewerbungsgespraechen hingewiesen, da dies eher privat Sache ist (solang die Taetigkeit voll durchgefuehrt werden kann)...

Gruesse
HansDampf
 

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