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Beitragvon Anika am 30.06.2005, 22:16

Ich habe eine vollzeitschulische Ausbildung gemacht und bin nun Bürokauffrau mit Fachhochschulreife und seit 14 Tagen arbeitslos.
Anika
 
Beiträge: 145
Registriert: 09.01.2005, 00:13

Beitragvon Gast am 02.07.2005, 00:41

ich habe ganz normal studiert - englisch(mit iv therapien im studentenwohnheim) und habe danach drei jahre an einer uni in taiwan gearbeitet. bin momentan in spanien und gerade dabei nach deutschland zurueckzukehren (wegen der medizinischen versorgung). ich kann thomas nur zustimmen. wenn du etwas wirklich machen moechtest, bild dir selber deine meinung. das heisst nicht, dass du dich ueber deinen gesundheitszustand hinwegsetzen sollst - aber du alleine weisst am besten, was du dir zumuten kannst. informiere dich genau und entscheide dann. immerhin ist es dein leben - und auch ohne cf ist das leben zu kurz um es sich von anderen bestimmen zu lassen.
viel glueck bei deiner entscheidung
Gast
 

Beitragvon cr am 09.07.2005, 12:58

Hallo Gast, Hallo Jörn

Also ich habe zunächst Wirtschaftskaufmann gelernt, wollte ich aber nie machen und war hier auch nicht glücklich. Habe dann noch kurz in diesem Beruf gearbeitet und nebenbei das Abitur gemacht. Dann folgte eine Ausbildung (3 Jahre) in der Krankenpflege mit dem Ziel Krankenschwester. Dann habe ich Medizin studiert und mache momentan meine Facharztausbildung in der Inneren Medizin.

Ob man eine Stelle bekommt oder nicht, ist in erster Linie von der Qualifikation (Noten) und dem Engagement abhängig. Der Gesundheitszustand spielt eine große Rolle. Und sicherlich sind Studium, Job ect. zum Teil auch anstrengend. Aber diese Strapazen lassen sich dann leichter ertragen, wenn man etwas tut, was einen ausfüllt und richtig Spaß macht. Man ist dann bestrebt fit zu bleiben.

Im Rahmen der Bewerbung gebe ich beim Bewerbungsschreiben den GdB nur an, wenn in der Stellenausschreibung steht, dass Schwerbeschädigte bei gleicher Eignung beforzugt eingestellt werden. Sonst gebe ich es nicht an. Dass ich CF habe, schreibe ich icht hinein. Dazu ist man auch nicht verpflichtet. Wenn im Vorstellungsgespräch gefragt wird, dann erwähne ich es offen und ehrlich ohne dem ganzen etwas Besonderes beizumessen. So wie es eben ist.

Wenn man die Vergünstigungen (Steuerfreibetrag, Zusatzurlaub, besonderen Kündigungsschutz) nicht haben möchte, braucht man eine Schwerbehinderung nicht anzugeben.
In der Regel findet vor Einstellung eine betriebsärztliche Untersuchung statt. Und hier solllte man es nicht verheimlichen. Denn es gibt in fast jedem Beruf Tätigkeiten, die mehr oder weniger ungünstig bei CF sind.

Gruß Carmen
cr
 

Beitragvon Tweety am 09.07.2005, 22:06

Hallo, will auch mal was dazu schreiben...
Meine Schwester ist jetzt in der 9. Klasse und da geht es ja nun áuch bald los mit den Bewerbungen. Deshalb habe ich eure Beiträge alle durchgelesen und scheinbar habt ihr (fast) alle einen Bürojob, oder?!?
Das will meine Schwester nun gar nicht.
Erst wollte sie Pferdewirtin werden oder Hundetrainer oder etwas in der Richtung. Das hat sie aber mittlerweile verworfen und will nun Kosmetikerin werden.
Was haltet ihr davon?

Liebe Grüße
Wenke
Tweety
 

Beitragvon Gast am 09.07.2005, 22:20

Hallo,
kommt drauf an, würde ich sagen. Wenn man viel hustet, womit mit steigendem Alter auf jeden Fall zu rechnen ist, tut man sich in einem Bürojob sicher leichter.
Wenn ich daran denke, dass schon die Leute im Bus/U-Bahn von einem abrücken, sobald man zu husten anfängt, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich wohlhabende, ältere Damen, die sich eine Kosmetikerin leisten können, bei ihrer teuer bezahlten Gesichtsbehandlung unbedingt anhusten lassen wollen...
Ich wollte früher eigentlich auch keinen Bürojob, bin aber dann Beamtin geworden und habe jetzt über 20 Jahre in einem Job mit viel Publikumsverkehr gearbeitet, was immer interessant geblieben und nie langweilig geworden ist.

Uli,43
Gast
 

Beitragvon anna am 09.07.2005, 22:33

sicherlich sollte deine schwester in ihren berufswunsch mit einbeziehen, dass sich muko veraendert und mit den jahren mehr platz im leben einfordert. aber andererseits soll man ja in seinem gewaehlten beruf auch einigermassen gluecklich werden. wenn sie als kosmetikerin keine probleme mit den ganzen daempfen hat (mir wird manchmal beim frisuer die lunge ziemlich eng)...
ich denke, man hat als kosmetikerin irgendwann eh seine stammkunden die einen kennen und denen das husten nichts ausmacht (man muss den damen ja nicht in gesicht husten :wink: )
ich arbeite momentan als lehrerin und alle meine studenten wissen bescheid und gehen ziemlich locker damit um. habe sogar meine iv teilweise im unterricht abgewickelt. die maenner haben sich fuer die technik interessiert und die frauen wollten eher wissen obs nicht weh tut mit der nadel :-)

naja, vielleicht will sie ja naechste woche auch etwas anderes werden als kosmetikerin? am besten waere, sie macht sich eine liste mit ihren berufswuenschen und versucht, bei den top drei mal ein praktikum zu machen. da kann sie den beruf auf mukotauglichkeit fuer sich ueberpruefen und ueberhaupt herausfinden, ob ihr der beruf wirklich so gut wie erwartet gefaellt. jedenfalls wuerde ich meine wuensche nicht gleich aufgeben weil es nicht mukotauglich ist. das muss jeder mit sich und seinem gesundheitszustand ausmachen. und wenn es irgendwann schlimmer wird, kann man sicher auch wechseln.
anna
 

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