Beruf !?

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Beruf !?

Beitragvon Gast am 10.06.2005, 14:10

Hallo an alle CF´ler

Ich wüsste mal gerne welche Berufe Ihr alle so ausübt !? Mit CF ist es ja leider nicht gerade leicht eine Ausbildung, sprich den richtigen Beruf zu finden...
Gast
 

Beitragvon Esperanza am 10.06.2005, 15:03

Mache eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten.
Die Ausbildung findet in so ziemlich allen Bereichen des öffentlichen Dienstes statt. So arbeite ich z.B. beim Jugendamt, Sozialamt, Gesundheitsamt, Straßenverkehrsamt, Bauamt, Personalamt, Umweltamt usw.

Der Beruf eigent sich ganz gut, wenn man CF hat, nur im Außendienst ist es machmal anstrengend, wenn z.B. Leute im 5. Stock wohnen und kein Aufzug da ist. Ansonsten ist es sehr abwechlungsreich. :)
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Esperanza
 
Beiträge: 859
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Beitragvon Jess am 10.06.2005, 15:03

Hallo Gast,

also ich hab eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation gemacht. Das kann natürlich später durch Fortbildungen erweitert werden und bei Bayer zu arbeiten macht sich natürlich auf jedem Lebenslauf gut. Leider kann ich nicht mehr arbeiten, aber die Zeit die ich es konnte war schon sehr schön!

Mein Traumberuf war natürlich ein ganz anderer.... ich wollte zur Wasserschutzpolizei, aber den Sporttest hätte ich nie im Leben meistern können und somit musste man natürlich an einen Job anknüpfen, an dem man auch noch Chancen hat, wenn die Lunge oder sonst was nicht mehr so will wie man es gern hätte!

Lieben Gruss
Jess
Jess
 

Beitragvon simonschweer am 10.06.2005, 18:01

Hallo Gast,

ich habe Büroinformationselektroniker gelernt. Wobei das eigentlich ein Job ist, der nicht für CF'ler zu empfehlen ist: Lötdämpfe, Tonerstaub, Reinigungsmittel, schwere Werkzeugtaschen usw. Ich habe die Ausbildung in einem Berufsförderungswerk gemacht (was aber nur indirekt mit der CF zu tun hatte). Mir hat's super viel Spass gemacht und hab anschliessend auch ca. 1 Jahr in dem Beruf gearbeitet... aber wenn ich mich so zurückerinnere was doch ziemlich heftig für die Gesundheit so im Aussendienst von einem Kunden zum anderen und immer die 10kg Werzeugtasche in einer Hand und in der anderen Ersatzteilkartons :-)

Bin dann ins Büro gewechselt und arbeite jetzt bei einem Internetprovider im Backoffice (also im Prinzip Bürojob am PC).

Lieben Gruss
Simon (CF / 30 J.)
simonschweer
 

Studium

Beitragvon Hierro am 10.06.2005, 20:18

Hallo,

als Mukoviszidose-Betroffener ist es sicherlich nicht leicht, später eine passende Arbeit bzw. eine Ausbildung zu finden. Aber letztendlich sollte man sich genau überlegen, was einem selber auch Spaß macht. Das habe ich mir auch gesagt und habe, nachdem ich Abitur 2002 gemacht habe, auch überlegt, was ich jetzt mache. Eigentlich wollte ich immer Medizin studieren, aber ich habe mir immer selber gesagt, dass das Infektionsrisiko zu groß ist. Ich habe dann angefangen, Informatik zu studieren, habe es aber aufgrund von fehlendem Spaß und fehlender Motivation aufgeben. Was mache ich jetzt? Jetzt studiere ich das, was ich von Anfang an wollte. Seit 2004 studiere ich Medizin, speziell Zahnmedizin in Rostock, und bin auch froh, darüber das ich diese Wahl getroffen habe. Wenn es die Gesundheit mitmacht, dann sollte man immer versuchen, das zu lernen, was einem selber liegt bzw. auch Spaß macht, denn ansonsten hört man so oder so irgendwann einmal damit auf.

Naja mehr über mich und meinem Lauf des Studiums findet ihr auf meiner Website www.KarateWelt.com - Von Karate bis Zahnmedizin - die Homepage eines CF-Betroffenen
Schau mal drauf, vielleicht findest du das passende, was dich selber interessiert.

Schöne Grüße

Thomas
Hierro
 

Beitragvon Gast am 10.06.2005, 21:23

Hallo,

ich habe nach dem Abi 3 Jahre die Beamtenfachhochschule besucht und bin seither Beamtin. Das hat natürlich den Vorteil, dass man nicht gleich mit einer Kündigung rechnen muss, wenn man öfters krank ist. Zudem gibts ziemlich viele verschiedene Bereiche, in denen man arbeiten kann.

Uli,42
Gast
 

Beitragvon Christian am 12.06.2005, 15:17

Anonymous hat geschrieben:Hallo,

ich habe nach dem Abi 3 Jahre die Beamtenfachhochschule besucht und bin seither Beamtin. Das hat natürlich den Vorteil, dass man nicht gleich mit einer Kündigung rechnen muss, wenn man öfters krank ist. Zudem gibts ziemlich viele verschiedene Bereiche, in denen man arbeiten kann.

Uli,42


Hi Uli,
da hab ich doch mal ne Frage zu...
Als Beamtin musst Du dich ja privat versichern oder!?
Nehmen die dir nicht tierisch viel Kohle ab???
Ich bin auch im ÖD, aber Angestellter. Hab auch schon mal über Beamtenlaufbahn nachgedacht und da kam mir halt die Frage.
Christian
 

Beitragvon Ayso am 12.06.2005, 20:52

Hallo
Mein Traumberuf war eigentlich Kinderkrankenschwester, aber das durfte ich leider wegen cf nicht ausüben.Dann habe ich mich zur Kinderpflegerin entschieden weil ich Kinder sehr mag.Den Beruf konnte ich ohne Probleme ausüben.Das Problem war, nach der Ausbildung war ich fast 3 Jahre arbeitslos.Weil man indem Beruf sowieso schlechte Chancen hat, eine Stelle zu kriegen und mit cf war das doppelt so schwer.Keiner hat sich getraut eine cf lerin einzustellen, :cry: . Nach 3 jahren hat sich endlich jemand getraut. :lol: Jetzt arbeite ich in einer Kindertagesstätte, ohne Probleme und die Arbeit mit den Kindern macht mir sehr viel Spass! :D
Ayso
 

Beitragvon Gast am 12.06.2005, 23:31

Hallo Christian,

ich bin "freiwillig versichert" bei der AOK, die Kosten sind vom Bruttoeinkommen abhängig.

Uli
Gast
 

Beitragvon Gast am 13.06.2005, 10:58

Hallo ,

wie sieht es bei euch mit Studium und CF aus?
Ich habe lzwar letzte Woche meine Diplomarbeit abgegeben (*auf ein gutes Ergebnis hoff*) aber einfach fand ich das Ganze nicht. Im Studium selbst ließ sich das alles noch irgendwie hinkriegen. Die Diplomarbeit an sich fand ich aber recht schwierig (in punkto CF). Über Monate fast nur zu Hause sitzten und schreiben. Klar, das geht Gesunden auch so. Über die Zeit hat sich bei mir das weniger an Bewegung aber schon deutlich gemacht. Zum Ende hin, so die letzten 5 Wochen hatte ich dann das Gefühl: CF oder Diplom. Na, ganz so schlimm war das auch nicht aber ich hab die Therapie nur noch sehr eingeschränkt gemacht. Nicht das ich vorher ein Vorbild in Sachen Therapie gewesen wäre, aber wenn es wichtig wird, mache ich normalerweise auch mehr.
Jetzt bin ich zur "Strafe" in der Klinik zur IV. Solange mit der IV wieder alles so ist wie vor dem Diplom, kann man das ja auch mal ruhig auf sich nehmen. Überlege nur, ob ich mir nicht ein wenig Dauerhaft damit geschadet habe?!

So oder so werde ich mich jetzt wohl bewerben. Dazu auch noch eine Frage, wie habt ihr das bei der Bewerbung gemacht? Die CF diekt angegeben, auch wegen Schwerbehinderung etc. oder das Ganze gar verschwiegen?

lg Jörn
Gast
 

Beitragvon ernesto am 13.06.2005, 11:00

Huch, hatte vergessen mich einzuloggen. lg
ernesto
 

Beitragvon DerMardin1979 am 13.06.2005, 11:10

Also...ich möchte auch mal was dazu schreiben.
Im normalen Fall sind die Mukos (die ich kenne) eigentlich durchgehend im Büro tätig.
Ich ebenfalls...ich bin Informatikkaufmann und arbeite bei der Stadt Duisburg.
Vorher habe ich eine Ausbildung als Bürokaufmann angefangen, welche ich allerdings abgebrochen hatte, weil der Beruf mir 1. keinen Spaß gemacht hat und 2. gab es keine Übernahmemöglichkeiten.
Daraufhin hatte ich mich über eine Stellenanzeige hier (Stadt-Duisburg)beworben, wo ich jetzt auch Arbeite.

MfG

Mardin
DerMardin1979
 

Beitragvon Daniel am 13.06.2005, 12:33

Anonymous hat geschrieben:So oder so werde ich mich jetzt wohl bewerben. Dazu auch noch eine Frage, wie habt ihr das bei der Bewerbung gemacht? Die CF diekt angegeben, auch wegen Schwerbehinderung etc. oder das Ganze gar verschwiegen?
lg Jörn


Hallo Jörn,

was hast du denn studiert?

Ich habe diesen Bewerbungshindernislauf bereits mehrfach erfolgreich hinter mich gebracht. Ich habe es immer so gehalten, dass ich weder die CF, noch eine Schwerbehinderung angegeben habe. Ich denke wenn man einigermaßen fit ist, aber immer gleich auf die Krankheit hinweist, vergibt man sich gute Chancen, einen Job zu bekommen, auch ohne Krankheit schon schwer genug. Bin bis jetzt auch noch nie nach Erkrankungen oder Behinderungen in einem Bewerbungsgespräch gefragt wurden. Aber muß natürlich jeder selber wissen, wie er es handhabt.

Habe nach dem Abitur eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht und danach berufsbegleitend (Abendstudium) BWL an einer Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie studiert. Ab Herbst 05 mache ich ein BWL-Aufbaustudium an einer Fachhochschule - wiederum berufsbegleitend. Achso, ich arbeite als Berater im Existenzgründerbereich.

Viel Erfolg bei deinen Bewerbungen!

Gruß
Daniel
Daniel
 

Beitragvon Jess am 13.06.2005, 13:55

Hallo zusammen,

also ich habe damals bei meinen Bewerbungsschreiben die CF und Diabethis mit angegeben. Ich glaube sobald man auch über einen gewissen Grad an Behinderung angekommen ist, ist man verpflichtet den Arbeitgeber darauf hin zu weisen, wegen eventuellen Gefahren. Ich fand es auch besser dies anzugeben, klar kamen auch viele Absagen aber bei Grossfirmen wie z.B. Bayer war es von Vorteil, denn diese Betriebe unterstüzen gerne Leute die es schwer haben in anderen Firmen etwas zu bekommen oder zu erreichen, da sie wissen, dass unser einer viel im Kopf hat +g+ Ich bin auch in der ganzen Zeit nicht auf Missfallen der Ausbildungsleiter gestossen, eher im Gegenteil!

Klar gibt es immer ein paar Idioten die mit doofen Sprüchen kommen, aber das ist ja nun mal überall so und glaubts mir, die bekommen eh alle das was sie verdienen, das konnte ich in den letzten Jahren so gut nachvollziehen und beobachten *wahre Wonne* :twisted:

Es ist ja auch wichtig, dass wenn du mal mehr Fehltage hast Du einen RICHTIGEN Grund aufweisen kannst, zudem stehen Dir 5 Tage Sonderurlaub zu und noch zig andere Vorteile, die man nutzen sollte, wenn man ansonsten schon immer Steine in den Weg gelegt bekommt!

Lieben Gruss
Jess
Jess
 

Beitragvon ernesto am 13.06.2005, 14:06

Hallo Daniel,

erst mal danke! :)
Ich studiere Dipl. Sozialarbeit an einer FH. Hab jetzt noch ein Kolloquium vor mir, danach Anerkennungsjahr oder direkt ne Stelle, das ist im Moment noch in der Schwebe (Umstellung der Studienordnung)

Was die Bewerbungen angeht, bin ich mir noch unschlüssig. Bei jemande der davon keine Ahnung hat könnte ich vielleicht als "Gesund" durchgehen und damit vielleicht meine Chancen erhöhen.
Aber, ist es möglich das dauerhaft zu verheimlichen, z.B. auch vor Kollegen?
Andererseits, eigendlich habe ich ja den Anspruch auf mehr Urlaub besseren Kündigungsschutz etc. auch schade darauf zu verzichten. So einen Urlaub zur Erhohlung, der spart ja ggf. einmal Kranksein?! 8)

Prima währe ja ein etwas felxibler Arbeitgeber, Inhalieren am Schreibtisch vielleicht sogar IV bei der Arbeit (Baxter lässt grüßen). Oder Arbeit von zu Hause aus per PC, Gleitzeit usw. *träum*

lg Jörn
ernesto
 

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