Warum immer diese Rückschläge?

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Warum immer diese Rückschläge?

Beitragvon *sandra* am 12.02.2007, 16:16

Habt Ihr dass auch manchmal, dass Ihr denkt warum gerade ich?

Heute war wieder mal so ein Tag. Seit Anfgang des Jahres arbeite ich wieder 30% im Geschäft. Und es macht Spass wieder etwas zu haben. Bis heute! Vor etwa 2 Jahren war ich noch Bürochefin da und habe den ganzen Laden alleine geschmissen und heute?? Klar dass ich nicht mehr Bürochefin sein kann, aber die Erfahrung habe ich doch gleich noch. Mir ist aufgefallen, dass einem immer mehr weggenommen wird. Zuerst die Kursorganisation, dann den Kundenkontakt und heute der Gipfel. Ich kann keine E-mails mehr empfangen... Das heisst ich sitze jeden Tag im Geschäft und bekomme Aufgaben, aber habe keinen eigenen Bereich mehr. Das macht mich traurig, und ich fühle mich total nicht gebraucht!

blödes gefühl....
*sandra*
 

Beitragvon *sandra* am 13.02.2007, 07:09

Hallo Yvie

Danke für deine Antwort. Es gibt einfach Tage, da kann ich nicht mehr und frage mich solche Sachen. Aber ich stehe immer wieder auf und kämpfe weiter. Genau so wie du.

Ich muss jetzt wieder ins Geschäft und mich weiterschlagen :lol:

liebe grüsse
sandra
*sandra*
 

Beitragvon Leona am 13.02.2007, 09:22

Liebe Sandra...

Das leben hat so viele seiten, da ist man im einen moment noch so glücklic denkt es kann einem nichts anhaben und dann-ja dann genau in solchen momenten wird alles kaputt gemacht- es ist sicher sehr schlimm für dich....du denkst du wirst nicht mehr gebraucht oder fühlst dich weniger wert weil du nun nicht mehr so kannst-ABER DAS IST NICHT SO! das musst du dir klar machen...jeder von uns hier ist so etwas besonderes, und ich finde es großartig, das du trotzdem weitermachst und nicht alles ganz hinschmeist weil es "nurnoch" 30 % sind..aber weißt du diese 30% sind dann die, in denen DU 100%gibst, weine nicht das es so wenig ist, sondern lache, du DAS MACHST...du bist doch immernoch ein teil von eurer firma, ein sehr wichtiger GANZ BESTIMMT..und wenn du schon nicht mehr manche sachen machst/machen kannst, dann denke daran, das man aber DICH braucht...
Ich weiß nich in wie weit du nun "abgeschottet" bist von den Kunden, aber wenn es dir besser damit ginge, vielleicht könntest du es irgendwie arrangieren, dass du "andere bereiche" übernimmst MIT kunden, die auch nicht so anstrengend sind oder so...hm, ich kenn mich da nich so aus :wink:
muss jetzt schnell los, aber ich schreibe heute mittag nochma, sorry wenns weng verwirrt is :P
Leona
 

Beitragvon AM am 13.02.2007, 11:50

Hallo Zusammen,
es ist alles nur darum schlimm,weil man zurück sieht. Man muss das JETZT sehen, das GLEICH und ein bisschen die Zukunft. Wenn man jung ist,ist das alles doppelt so schlimm, trotzdem muss man kämpfen.
Ich finde auch,man muss sich andere Bereiche suchen, die man machen kann. Man lernt nie aus. Oft sind Kolegen nur darum so "Hilfsbereit" , weil sie mit der Situation nicht umgehen können. Vielleicht hilf ein offenes Gespräch.
Ich selbst habe kein cf,aber meine Tochter. Ich finde ihr cf´ler seit stärker als alle Arbeitskolegen/ Schulfreunde zusammen. Zeigt es auch. Lasst Euch nicht wie rohe Eier behandeln.
Ich wünsche Euch viel Kraft und gute Zähne zum durchbeissen.Geniest das JETZT. Seit ich die Diagnose meiner Tochter kenne überlege ich mich immer öffters,ob dieses oder jenes wirklich so wichtig ist,das ich darunter leiden muss. Irgentwie sind viele Dinge nicht mehr so wichtig,dafür andere Dinge um so mehr.
Entschuldigung für diese Lehrmeister - Gedanken. Aber sie kommen aus dem Herzen.
Andrea
AM
 
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Beitragvon meldav am 13.02.2007, 12:12

Hallo, auch wenn ich sonst ein ziemlicher Optimist bin hab ich natürlich auch solche Tage in denen ich total frustriert bin. Z.B. wenn man gerade einen Infekt überstanden hat und dann kratzt schon wieder der Hals und alles fängt von vorne an - die Kondition, die man sich wieder aufgebaut hat ist wieder hin etc. Wenn ich mir ganz besonders leid tu´ dann denke ich auch Sachen wie, dass ich eigentlich doch nur Kosten verursache (ich weiß hört sich blöd an). Aber dann wird mir auch oft klar, dass die Arbeitswelt zwar auch ohne mich funktioniert (klar tut beruflicher Erfolg gut, aber es gibt wichtigeres), aber meine Familie und mein Mann z.B. würden mich ziemlich vermissen. Ich hol mir dann meine Anerkennung woanders, (z.B. mache ich angeblich die weltbeste Balsamico-Nudelsoße). Ich bekomme glücklicherweiße oft genug gezigt, wie wichtig und wertvoll ich für sie bin und das tut wahnsinnig gut. Und promt gewinnt der Optimist in mir wieder die Oberhand, denn es geht ja sowieso irgendwie weiter ... und ich habe selbst großen Einfluss darauf, ob ich die Zukunft traurig und voller Selbstzweifel oder glücklich verbringe. Da das Endresultat (abgesehen natürlich von der Therapie ;o)) dasselbe bleibt, entscheide ich mich für den angenehmeren Weg. So, das sind meine Gedanken dazu. Liebe aufbauende Grüße, Melanie
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Beitragvon meldav am 13.02.2007, 16:47

ich hab mich auch oft mit halber Lungenentzündung zur Arbeit geschleppt. Meine Mutter meinte immer, ich soll doch an mich denken, denn danken wird mir eh keiner - und musste feststellen, dass sie recht hatte (zumindest was mich betrifft).
Merke aber grad dass mein Beitrag gar nicht so zum Thema passt ... naja
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Beitragvon springmausi am 13.02.2007, 17:43

Aber die Huaotsache ist doch, dass man den Tag lebt, die Guten Stunden ausnutzt und aus den Schlechten Zeiten versucht das Beste daraus zu machen.

Denkt daran Kopf hoch!!! Auch wens schwer ist, irgenwann sieht man wie schön das Leben doch sein kann. :wink: :D :P
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Beitragvon meldav am 13.02.2007, 19:25

Hallo, ich bins schon wieder :o)

Habe gerade ein sehr gutes Zitat gefunden, das hier vielleicht ganz gut passt. Es ist von Winston Churchill und lautet:

Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.
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Beitragvon cookie834 am 15.02.2007, 23:19

es kommt immer drauf an was man macht, man kann anderen menschen auch zeigen das man stark ist und alles meistert und sich nicht unter kriegen lässt mir ging es vor 5 jahren total scheiße hatte ne lufu von knapp 40 und konnte keine 10 meter weit gehen und wer mich heute kennt kann sich das kaum vorstellen habe im durchschnitt ne lufu von 80% und ich finde jeder kann mehr aus seinem leben und für seine gesundheit tun egal was andere sagen, man darf sich nicht unterkriegen lassen und das habe ich auch nicht ich habe mir gesagt so nicht und ich habe es geschafft weil ich es wollte und ich find das ist ein vorbild ich habe nicht rum gejammert habe mich damit abgefunden und gekämpft. :lol: und ich wünschte mir das alle so wären das hat jetzt auch nix mit eigenlob zu tun nur ich kenne viele cfler die rum jammern und sich aufgeben und nichts für die gesundheit tun und sowas regt mich ein wenig auf weil die dann selber dran schuld sind an ihrem gesundheits zustand
cookie834
 

Beitragvon Eule am 16.02.2007, 09:58

cookie834 hat geschrieben:es kommt immer drauf an was man macht, man kann anderen menschen auch zeigen das man stark ist und alles meistert und sich nicht unter kriegen lässt mir ging es vor 5 jahren total scheiße hatte ne lufu von knapp 40 und konnte keine 10 meter weit gehen und wer mich heute kennt kann sich das kaum vorstellen habe im durchschnitt ne lufu von 80% und ich finde jeder kann mehr aus seinem leben und für seine gesundheit tun egal was andere sagen, man darf sich nicht unterkriegen lassen und das habe ich auch nicht ich habe mir gesagt so nicht und ich habe es geschafft weil ich es wollte und ich find das ist ein vorbild ich habe nicht rum gejammert habe mich damit abgefunden und gekämpft. :lol: und ich wünschte mir das alle so wären das hat jetzt auch nix mit eigenlob zu tun nur ich kenne viele cfler die rum jammern und sich aufgeben und nichts für die gesundheit tun und sowas regt mich ein wenig auf weil die dann selber dran schuld sind an ihrem gesundheits zustand


Hi cookie!
Also ich finds ja ganz toll das du ein kämpfer bist, aber ich muß mal sagen, das eben nicht jeder mensch gleich ist, und das man eben nicht immer die Kraft hat alleine wieder "hoch" zu kommen!
Ausserdem finde ich es schon komisch das man mit einer Lufu von 40% keine 10 meter gehen kann?!
Ausserdem schafft es eben nicht jeder cfler von 40% wieder auf 80% Lufu zu kommen!!
Niemand ist Schuld an seinem Gesundheitszustand, denn dazu gehören viele Faktoren!!!
Natürlich muß man sich mit seinem Gesundheitszustand abfinden, und auch kämpfen gehört dazu,denn das wissen wir als cfler wohl alle!
Aber ich glaube das es dir noch nicht schlecht genug ging, um andere als jammernde Cfler zu bezeichnen, denn das regt mich ein wenig auf!!!Sorry!

Lg eule
Eule
 

Beitragvon Eule am 16.02.2007, 12:33

Danke @ Yvie!!
Meine Lufu ist bei 22%, und natürlich ist es manchmal schwer, denn ich brauche auch Sauerstoff, und das gehen wird auch nicht leichter, aber dieser Beitrag von cookie..ne, das ist echt zuviel Bödsinn :shock: !!
Eule
 

Beitragvon *sandra* am 16.02.2007, 13:03

Hallo Eule und Yvie

Danke für Eure Kommentare für cookie834. Habe heute morgen den Eintrag gelesen und war ein wenig geschockt. Eigentlich wollte ich ja nicht jammern, sondern einfach mal meine Last von der Seele sprechen und ich musst auch nicht wie mich verhalten sollte.

Eigentlich bin ich auch eine Kämpfernatur, aber manchmal habe ich einfach auch keine Kraft mehr. Hoffe Ihr versteht dass....wollte auf keinen Fall jammern :(

Also meine Lufu ist im moment so um die 40% und ich gehe jeden spazieren mit den hunden. halt langsam aber es klappt.

liebe grüsse
*sandra*
 

Beitragvon cookie834 am 16.02.2007, 18:00

also jetzt noch mal an alle die sich über meinen text beschweren, aber es war halt so und ich kann nichts dran ändern tut mir leid habe eine schwere abpa wo man ziemlich schnell eng ist und dadurch ziemlich schnell schlecht luft bekommt werd das hat kennt das und die lufu ist da trotzdem noch relativ gut meine ige werte waren bei über 10000 jetzt sind sie bei 500 und das war nicht so toll, will ja nur sagen man soll sich nicht unterkriegen lassen. egal wie schwer man es hat immer nach vorne schauen und nicht sich hängen lassen und es ist egal ab wann man nicht mehr 10 meter weit gehen kann oder nicht? wenn man dazu zu schwach ist kann man das halt nicht und ich habe nicht den kopf in sand gesteckt und gesagt ich schaffe das nicht.
cookie834
 

Beitragvon aengeli am 16.02.2007, 19:40

Liebe Cookie
Ich denke halt auch das dein Beitrag etwas komisch war! Sandra hat ja nie gesagt sie kämpfe nicht. Aber ich finde halt es soll auch jeder mal sagen können es kotzt mich an diese sch*** CF!!! Und ich glaube dafür ist das Forum hier sicher sehr gut geeignet!
Mich kotzt die CF und allgemein meine Gesundheit im Moment auch sehr an. Das heisst aber nicht, das ich nicht kämpfe.
So in diesem Sinne auf in den Kampf! Auf gut Schweizerdeutsch!
Gring abä u secklä!!! Ausser Sandra und Anouk versteht das sicher niemand hier drin :lol:
Glg Patrizia
aengeli
 

Beitragvon Carmeli am 16.02.2007, 20:22

Hallo Ihr,

Zunächst einmal die Bitte, bleibt bei der Etikette.

Cookie hat doch nur seine Erfahrung beschrieben.

Es geht bei der Lungenfunktion nicht so sehr um die Prozente, sondern die Atemnot, die man dabei empfindet ist davon abhängig, wie schnell die Lufu abfällt.
Wenn jemand immer 80 oder sogar 90% Lufu hat und plötzlich durch eine Lungenentzündung oder durch eine Infektion mit einem Keim in kurzer Zeit auf 40% abfällt, dann ist das für ihn eine sehr goße körperliche Belastung und es kann durchaus sein, dass er dann kaum noch in der Lage zum Laufen ist. Hier kann die Lufu dann auch schnell wieder ansteigen und sich demzufolge wieder rasch verbessern.

Wenn man dagegen über einen Zeitraum von 10 bis 20 Jahren von 80% auf 40% abfällt, dann kann man mit dieser Lungefunktion meist auch noch arbeiten gehen und sogar Joggen ist mitunter noch drin. Der Organismus hatte entsprechend viel Zeit, sich an die schlechter werdende Lufu anzupassen. Bei diesem Verlauf wird es allerdings nicht möglich sein, die Lufu wieder auf 80% zu verbessern.

Lungenfunktionssprünge von 40 auf 70 kommen bei CF auch manchmal vor, wenn jemand noch nie eine richtige CF-Therapie mit Inhalation, Physiotherapie und Antibiotika durchgeführt hat und dann plötzlich mit solch einer intensiven Therapie beginnt.

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

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