DEPRESSIV??

Wenn Du nicht weißt, wie Du mit der Diagnose CF umgehen sollst oder Du das Gefühl hast, dass Dir alles über den Kopf wächst, dann kannst Du Dich hier mit anderen Betroffenen austauschen. Dieses Forum ist ausschließlich für Probleme psychologischer Art gedacht.
Forumsregeln
In unserem Forum respektieren wir die Meinungsfreiheit jedes einzelnen Menschen genau dann in vollem Umfang, wenn er sich in einem gepflegten, den anderen Mitgliedern gegenüber respektvollen Umgangston artikuliert. Beleidigungen, Bedrohungen und Bloßstellungen eines Mitglieds sind strikt untersagt. Zum respektvollen Umgang miteinander gehört ebenso, kein anderes Mitglied absichtlich zu täuschen. Dies gilt auch beim Verfassen von Privaten Nachrichten oder E-Mails über das Forum.

Dieses Forum dient dem Erfahrungs- und Informationsaustausch über die Erkrankung Mukoviszidose, daher werden Beiträge ohne einen solchen Bezug gelöscht.

Eigene Beiträge können bis zu 24 Stunden nach Veröffentlichung bearbeitet werden.

Darüber hinaus behält sich der Mukoviszidose e.V. als verantwortlicher Betreiber des Forums vor, einzelne Beiträge oder auch ganze Themen ohne Begründung zu löschen oder zu schließen.

Vollständige Forumsregeln

schon mal mitn teufel getanzt

ja
24
52%
nein
9
19%
bin gerade dabei und zwar discofox
8
17%
mit wem????
5
10%
 
Abstimmungen insgesamt : 46

Beitragvon stth/version19121981 am 11.12.2006, 23:10

ne weil die meisten pshychopillen blau sind is anscheinend so kennzeichnung

blau = das bedeutet spass

PS: ich hab matrix nie verstanden ;)
stth/version19121981
 

Beitragvon Heischeisch am 09.02.2007, 22:16

Yvie hat geschrieben:und ich sag euch allen! Egal wie scheisse dein Leben auch ist! Es geht immer weiter :D [.......] aber ich sag euch - wer einmal den Tod vor Augen hatte - wird sich so schnell nicht mehr unterkriegen lassen!!!!! :P

Hi Yvie,
schön, dass Du hier mitschreibst.
Da ich schon öfter gehört habe, dass Nahtoderfahrungen eine befreiende Wirkung haben, habe ich dazu mal eine Frage: kann man es sich so vorstellen, dass nach einer solchen Erfahrung das Leben nun als eine Art Nachspielzeit (salopp gesagt 'bonus time') angesehen wird? Ein Geschenk sozusagen? "Eigentlich wäre es schon vorbei, aber...!"?
Ich finde eine solche Einstellung fast beneidenswert! Aber sie ist natürlich auch hart erkämpft. Ich denke mal, dass ein Zahnarztbesuch leichter ist *lol*.
Ganz liebe Grüße
Roland
Benutzeravatar
Heischeisch
 
Beiträge: 938
Registriert: 13.02.2004, 20:57
Wohnort: Idstein/Ts.

Beitragvon Heischeisch am 09.02.2007, 22:21

stth/version19121981 hat geschrieben:PS: ich hab matrix nie verstanden ;)

Würde man ihn verstehen, wäre er öde...
Benutzeravatar
Heischeisch
 
Beiträge: 938
Registriert: 13.02.2004, 20:57
Wohnort: Idstein/Ts.

Beitragvon Heischeisch am 09.02.2007, 23:19

Yvie hat geschrieben:Hallo,
Ja Roland ich seh das schon so als Bonus Zeit die mir gegeben wurde! und ich kämpfe nun das diese Zeit sehr schön wird! Für mich und meine Familie! Ich geniesse mein Leben nun schon mehr als früher und nehme nicht mehr alles als Selbstverständlich hin! Denn das Leben ist ein Wunder und auch Geschenk welches man annehmen und LEBEN sollte

Gruss
Yvie

Danke! Das ist schön ausgedrückt! Schönes Wochenende!
Benutzeravatar
Heischeisch
 
Beiträge: 938
Registriert: 13.02.2004, 20:57
Wohnort: Idstein/Ts.

Beitragvon Carmeli am 10.02.2007, 00:35

Yvie hat geschrieben:Hallo,
Egal wie scheisse dein Leben auch ist! Es geht immer weiter :gruss Yvie


Hallo Ihr

Man muss hier zwischen reaktiv depressiven Phasen entscheiden und zwischen einer echten krankhaften Depression.

Reaktiv depressive Phasen entstehen zum Beispiel nach schwerer Krankheit oder wenn man den Job verliert oder durch eine Prüfung fällt. Oft ist man nach einer Weile auch ohne Medikamente bzw. nur durch psychologische Unterstützung von Freunden, Familie, Arzt oder Psychologe in der Lage sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und so zu gestalten, dass es immer weiter geht.

Dagegen muss eine echte Depression (wie sie von stth/version19121981 beschrieben wird) medikamentös behandelt werden. Eine alleinige psychologische Therapie hilft diesen Betroffenen nicht weiter. Oftmals ist die Depression so schlimm, dass die Betroffenen auch Selbstmordgedanken haben, weil sie keinen Ausweg aus ihrer Situation finden oder erkennen.

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon nonadjustedalpha am 10.02.2007, 01:01

Hallo Carmen,

das habe ich im Studium n bissel anders gelernt. Bei dem Erfolg von Psychotherapie kommt es immer auf die Therapieschule an ;-).

Heutzutage werden bei Depression meistens Kombinationen an Psychotherapie und Medikamenten verordnet, da diese in KOmbination die größten Erfolgsraten haben. Für sich alleine genommen helfen sowohl Medikamente und kognitive Verhaltenstherapie (nicht etwa Psychoanalyse!) jeweils zwei drittel der Patienten. Allerdings hat sich gezeigt, dass Psychotherapie wesentlich nachhaltiger hilft als Medikamente.
Man konnte zeigen, dass bei erfolgreich therapierten Patienten der Serotoninhaushalt vollkommen sich normalisiert hatte ohne die Gabe von Medikamenten.

Bei einer bipolaren Störung trifft deine Aussage zu, was allerdings zeigt, dass eine manisch-depressive Störung fundamental etwas anderes ist als eine Major-Depression. Bei Manisch-Depressiven kann man gegen die Störung an sich nichts anderes machen als Medikamente und begleitende Psychotherapie für soziale Kompetenz oder so was...

Lg, Johannes
nonadjustedalpha
 

Beitragvon Carmeli am 10.02.2007, 18:25

nonadjustedalpha hat geschrieben:Hallo Carmen,

das habe ich im Studium n bissel anders gelernt. Bei dem Erfolg von Psychotherapie kommt es immer auf die Therapieschule an ;-).

Heutzutage werden bei Depression meistens Kombinationen an Psychotherapie und Medikamenten verordnet, da diese in KOmbination die größten Erfolgsraten haben. Für sich alleine genommen helfen sowohl Medikamente und kognitive Verhaltenstherapie (nicht etwa Psychoanalyse!) jeweils zwei drittel der Patienten. Allerdings hat sich gezeigt, dass Psychotherapie wesentlich nachhaltiger hilft als Medikamente.
Man konnte zeigen, dass bei erfolgreich therapierten Patienten der Serotoninhaushalt vollkommen sich normalisiert hatte ohne die Gabe von Medikamenten.

Bei einer bipolaren Störung trifft deine Aussage zu, was allerdings zeigt, dass eine manisch-depressive Störung fundamental etwas anderes ist als eine Major-Depression. Bei Manisch-Depressiven kann man gegen die Störung an sich nichts anderes machen als Medikamente und begleitende Psychotherapie für soziale Kompetenz oder so was...

Lg, Johannes


Hallo Johannes
Depression (als echte Krankheit, die eine Behandlung bedarf und medikamentös und psychologisch behandelt wird) und depressive Verstimmung, wie sie jeder von uns in seinem Leben kurze oder längere Zeit einmal erfahren wird, sind zwei unterschiedliche Dinge.

Das, was im Studium gelehrt wird, ist eben diese echte Depression und insofern sind unsere Erkenntnisse schon identisch.

Die wenigsten Leute, sogar bereits Kinder gehen bei einer kurz auftretenden depressiven Verstimmung zu Arzt. Viele unserer Mitbürger leiden unter solchen depressiven oder manischen Zuständen, ohne dass sie als krank angesehen werden. Oft äußert sich das dann aber in Unausgeglichenheit, schlechter Laune und Streit. Es gibt Leute, die früh nicht ansprechbar sind. Auch das kann man in eine Form depressiver Phase einordnen. Es gibt doch auch eine ganze Menge Menschen mit einer sehr depressiven und pessimistischen Grundstimmung. Diesen Menschen könnte man mit Psychotherapie vielleicht helfen. Medikamente brauchen die meist keine.

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Carmeli am 10.02.2007, 18:40

Yvie hat geschrieben:Hallo,
ich denke zwar schon das es mehrere Arten von depressionen gibt,aber so verschieden die auch sind,es gibt auch verschiedene Menschen! 8) Der eine nimmt alles auf eine leichte Schulter und lässt sich nicht unterbuttern! :twisted: Der andere ist ne Heulsuse und geht daran kapputt und braucht wirklich hilfe! :cry: ich schreib das extra mal so krass, bitte nicht falsch verstehen! :? und dann gibt es auch noch die Kämpfer,die zwar sehen das alles blöd ist und keinen Ausweg sehen,es aber dennoch versuchen! :wink: Was nützt es dich umzubringen??? Ist unsere Krankheit soooooo schlimm??? Was machen Leute die AIDS haben??? Natürlich sind die DOWN und beschissen dran! Aber auch die wollen Leben! WOLLEN WIR NICHT ALLE LEBEN??? Ich sag nicht das es einfach ist, aber es lohnt sich immer wieder,wenn man jeden Tag aufwachen und in das Gesicht seiner lächelden Familie und Freunde schaut!!!! Das ist viel mehr Wert als alles andere auf der ganzen Welt!!!

lieben gruss :P

Yvie


Hallo Yvie
Das ist richtig, was Du schreibst, aber jemand mit einer echten Depression (das ist eine eigenständige Krankheit) bedarf primär einer medikamentösen Therapie. Das ist eine echte Krankheit, ob mit CF oder ohne CF. Ohne diese Medikamente kann er auch nicht kämpfen und erkennt dann oft auch nicht, dass Selbstmord nicht der richtige Weg ist.
Wenn er mit Medikamenten richtig eingestellt ist, dann wird dieser Mensch auch keine Selbstmordgedanken mehr hegen.
Diese Betroffenen leiden oft sehr unter dieser Depression. Oft schämen sie sich auch, weil sie solche Selbsmordgedanken hatten. Einige leiden auch an Halluzinationen, so dass auch eine schizophrene Komponente besteht. Oft ziehen sich diese Menschen aus ihrer Umwelt zurück und vereinsamen. Und hier muss dann die Psychotherapie ansetzen.

Im Gegensatz zur depressiven Verstimmung, die im großen und ganzen durch den Lebensstil der Menschen beeinflussbar ist, kann die Krankheit "Depression" jeden treffen, so wie ein Husten oder eine Blinddarmentzündung. Sprich das Entstehen der meisten "richtigen" Krankheiten ist nicht vom Charakter des Menschen abhängig. Der Verlauf und die Therapie dann schon eher.

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon stth/version19121981 am 10.02.2007, 22:27

Yvie hat geschrieben:Was nützt es dich umzubringen??? Ist unsere Krankheit soooooo schlimm??? Was machen Leute die AIDS haben??? Natürlich sind die DOWN und beschissen dran! Aber auch die wollen Leben! WOLLEN WIR NICHT ALLE LEBEN??? Ich sag nicht das es einfach ist, aber es lohnt sich immer wieder,wenn man jeden Tag aufwachen und in das Gesicht seiner lächelden Familie und Freunde schaut!!!! Das ist viel mehr Wert als alles andere auf der ganzen Welt!!!


bei einer richtig patologische depression (also einer störung des serotininspiegel im körper) kannst du wirklich nur noch eingreifen indem du es mit medikamenten machst.

alles positive denken/oder umfeld wird dir da wenig helfen oder es sogar verschlimmern da du selber weist das du da an ein trugbild glaubst und dich klammerst.

deine wahrnehmung ist total gestört in so einer situation und man ist nicht mehr zurechnungsfähig und meist nach einer weile vollkommen in die situtation verfahren und sieht dann nichts anderes mehr als den "besten" weg des selbstmordes (denn wo nix mehr is gibs auch nix mehr zu erleiden).

man ist in der situation richtig gefangen und kann sich eigentlich daraus zu 99% nicht selber befreien.

jede entscheidung ist eine qual und jeder tag einer zuviel in so einer zeit
stth/version19121981
 

Beitragvon stth/version19121981 am 11.02.2007, 10:09

Yvie hat geschrieben:Depressionen denk ich haben immer einen hintergrund!und daran sollte man arbeiten! Von mir aus auch mit Psychologen und Medis (wovon ich aber nicht weiss wie das gehn soll) aber wenn einer nix dagengen tut find ich das unverantworlich seinen MitMenschen Gegenüber!
Yvie


na ich will ja nich sagen das du keine ahnung hat aber wie willst du daran arbeiten, das unterbewustsein läst sich nich so leicht austricksen genausowenig wie deine psychosomatik.

wenn die beiden erst einmal spinnen dann, wirds echt schwer.

nur ma als beispiel ich hatt beim beginn meiner depri eine weiterbildung in mediendesign begonnen und war mit meiner freundin zusammen gezogen was ja eigentlich positve dinge sind aber mein "inner-ich" wuste es irgendwie "besser".
da kannst du machen was du willst, da fährst du erstma schön gefühlsachterbahn, aber aussteigen is nich.
dann kammen die bunten pillen und es wurde langsam besser was aber immer noch 2 jahre gedauert hatt

sowas kommt immer von hinten angeschlichen und springt dir dann mitten ins gesicht.

was ich aber nich ausschliess, is das manche typen anfälliger dafür sind als andere aber erwischen kanns zu 100% jeden.
----------------------------------------------------------------------------------
und zu den medikamenten, eine richtig biologisch gestörte depression lässt sich nur noch mit medikamenten + pshyschologische unterstützung behandeln da dein hormonspiegel total überdreht is.
thema serotoninaufnahmehemmer.
----------------------------------------------------------------------------------
und zum thema sexualverbrecher, is zwar auch ein psychologische störung hatt aber mit depression nun mal garnix zutun
stth/version19121981
 

Beitragvon Carmeli am 11.02.2007, 10:40

Yvie hat geschrieben:Hallo,
ssth/version19121981, Carmeli,

ich muss sagen,das ich mich mit der Seite der Medalie noch nicht angefreundet habe


Hallo Yvie
Ich versuche, dir das Ganze noch einmal zu erklären. Am Beispiel Husten und Lungenentzündung. Vielleicht verstehst Du es dann besser.

Jeder Mensch verschluckt sich in seinem Leben einmal und reagiert darauf mit Husten. Diesem Husten kann man mit Verhaltensregeln (nicht sprechen beim Essen und langsam trinken und Essen) vorbeugen.
Diese Art des Hustens entspricht in etwa einer depressiven Störung, wie man sie zum Beispiel erlebt, wenn der Freund oder die Freundin einen sitzen gelassen hat oder man in der Schule eine schlechte Note erhalten hat.
Beide vergehen ohne Medikamente und intensive Physiotherapie bzw. Psychotherapie von selbst wieder.

Manche Menschen bekommen eine Lungenentzündung (Pneumonie) und haben deshalb Husten. Sie brauchen unbedingt Medikamente. Allein mit Physiotherapie kann man diese nicht behandeln. Aber die Physiotherapie kann den Verlauf unterstützen. Eine Änderung der Verhaltensweise wird die Pneumonie nur selten verhindern. Oft sind diese Menschen so luftnötig, dass sie auch keine aktive Physiotherapie durchführen können und müssen passiv behandelt werden.
Dieser Lungenentzündung entspricht die "richtige Depression". Auch hier benötigt man Medikamente um die Rezeptoren und Transmitter wieder richtig funktinieren zu lassen. Erst dann kann man mit Psychotherapie unterstützen.

Depressionen denk ich haben immer einen hintergrund!und daran sollte man arbeiten! Von mir aus auch mit Psychologen und Medis (wovon ich aber nicht weiss wie das gehn soll) aber wenn einer nix dagengen tut find ich das unverantworlich seinen MitMenschen Gegenüber!


Menschen mit einer echten Depression sind nicht in der Lage selbst etwas zu tun, sondern diese Menschen brauchen primär richtige ärztliche Hilfe.

Du kannst die echte Depression auch als einen "Knochenbruch" des Gehirns betrachten.
Stell Dir vor Du brichst Dir beim Skifahren ein Bein. Dann kannst Du nicht mehr laufen und brauchst einen Arzt. Aber nach der Erstbehandlung (heute meist OP) liegt vieles an Dir, wie gut Du dannach wieder laufen kannst.

ich kann mich da nicht so weit aus dem Fenster lehnen! ich war auch soweit mir meine Schläuche zu ziehen,weil ich dachte WARUM ICH!!! Aber jeder normale Mensch der Verstand hat und überlegt weiss doch wofür!!!!


Was Du erlebt hast, ist wieder etwas anderes, als eine Depression. Viele Menschen, die auf Intensivsation beatmet werden müssen durchleben eine Art "Durchgangssyndrom", sprich eine Phase der geistigen Verwirrung. Auch diese Menschen bedürfen in erster Linie Hilfe von außen.

Aber ich glaube das man sich da nun ewig und 3 Tage Streiten und Diskutieren kann!!! Ein glück sind wir alle verschieden und haben alle ene andere Meinung zum Thema!!!!


Es geht bei der Depression nicht um eine Meinung oder einen Streit, sondern um medizinische Fakten, die Du in jedem Lehrbuch der Psychiatrie nachlesen kannst.

ich weiss nicht wie man Depressionen werten kann,weil Vergewaltiger plädieren dann auch darauf und werden dann frei gesprochen,weil se ne schlechte Kindheit hatten!!!! (ist jetzt ziemlich weit hergeholt,aber...)Yvie


Oh, das ist wieder etwas ganz anderes. Jemand mit Depression gefärdet selten andere sondern meist nur sich selbst.

Wie gesagt, man darf die Depression nicht mit einer depressiven Verstimmung verwechseln. Das ist wie Mond und Sonne.

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon stth/version19121981 am 11.02.2007, 10:49

nett erklärt, kann man renomeepunkte vergeben???
stth/version19121981
 

Beitragvon nonadjustedalpha am 11.02.2007, 12:56

@ stth/version19121981:

Na, klar ist bei Depression der Serotoninhaushalt gestört, übrigens auch Noradrenalinhaushalt. Das ist alles nicht so einfach, aber es konnte gezeigt werden, dass auch PSychotherapie den Hormonhaushalt, bzw. neurotransmitterhaushalt, alleine wieder einrenken kann ohne die Gabe von Medikamenten bei einer unipolaren Major-Depression. Eine Depression ist ja keine neuropsychologische Erkrankung wie Parkinson, wo bestimmte Neurone im Mittelhirn degenerieren.

@Carmen: Natürlich muss man eine depressive Verstimmung von einer ausgewachsenen Depression unterscheiden, das ist mir schon klar. Ich weiß nicht so ganz, ob du damit recht hast, wenn du sagst, das ist wie Sonne und Mond.
Denn wenn du dir die Diagnosekriterien für eine Major-Depression im DSM-IV-TR anschaust, wird eine depressive Episode dann diagnostiziert, wenn eine depressive VErstimmung (die zugegeben ziemlich heftig sein muss) vorliegt, die ein gewisses Zeitkriterium erfüllt. Es ist nur so, dass die meisten depressiven Verstimmungen sich von alleine regulieren. WEnn diese Regulation nicht erfolgt, kann aus einer depressiven Verstimmung natürlich eine ausgewachsene Depression werden, der andere Fall ist allerdings die Regel.
Es gibt auch noch das Störungsbild der Dysthymie (um das ganze noch komplizierter zu machen), einer Form der abgeminderten Depression (trifft es nicht ganz), die aber chronisch über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr an der Hälfte der Tage auftritt.
Natürlich hast du recht, dass wenn die Depression ausgewachsen ist, ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe benötigt wird und dass das qualitativ etwas ganz anderes ist als eine depressive Verstimmung.

Lg, Johannes
nonadjustedalpha
 

Beitragvon Carmeli am 11.02.2007, 13:15

@Carmen: Natürlich muss man eine depressive Verstimmung von einer ausgewachsenen Depression unterscheiden, das ist mir schon klar. Ich weiß nicht so ganz, ob du damit recht hast, wenn du sagst, das ist wie Sonne und Mond.


Hallo Johannes

Du kannst es Yvie sehr gern mit Deinen Worten erklären. :P

Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon stth/version19121981 am 11.02.2007, 13:48

@nonadjustedalpha

1:0 für dich ;)
stth/version19121981
 

VorherigeNächste

Zurück zu Psychosoziales

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast