Die Frage nach dem "danach"

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Beitragvon Bob am 06.01.2007, 14:45

mmh... also ich für mich sehe es auch so ! ich will die "schwere" zeit auch lieber alleine durchstehen. kann mir nicht vorstellen die ganzen leute die mich mögen, am bett stehen zu haben und mich "leiden" zu sehen. das würde mir mehr weh tun als meine eigenen schmerzen. ich hasse es ja schon wenn mich freunde besuchen wollen wenn ich "krank" bin. das mag ich schon garnicht ! habe auch schon paar diskussionen mit freunden hinter mir. wo ich mir dann anhören musste dass das ziemlich egoistisch wäre ! naja.. wenn ich einmal egoistisch in meinem leben sein darf, dann doch wohl wenn es dem ende nahe geht !

so sehe ich die ganze sache... es ist aber auch natürlich klar das das jeder seine eigene meinung hat !
Bob
 

Beitragvon Heischeisch am 07.01.2007, 02:18

Bob hat geschrieben:mmh... also ich für mich sehe es auch so ! ich will die "schwere" zeit auch lieber alleine durchstehen. kann mir nicht vorstellen die ganzen leute die mich mögen, am bett stehen zu haben und mich "leiden" zu sehen. das würde mir mehr weh tun als meine eigenen schmerzen. ich hasse es ja schon wenn mich freunde besuchen wollen wenn ich "krank" bin. das mag ich schon garnicht ! habe auch schon paar diskussionen mit freunden hinter mir. wo ich mir dann anhören musste dass das ziemlich egoistisch wäre ! naja.. wenn ich einmal egoistisch in meinem leben sein darf, dann doch wohl wenn es dem ende nahe geht !

so sehe ich die ganze sache... es ist aber auch natürlich klar das das jeder seine eigene meinung hat !

Hm, jaja, wir Männer wollen halt gern den Helden spielen. Da passt es nicht, wenn uns jemand "leiden" sieht... wir leiden halt lieber allein vor uns hin, da kommt unser Selbstbild wenigstens nicht zu schaden.
Was ich nur glaube, ist: wenn ich damit mehr als so paar Tage zu tun hätte, würde ich wahrscheinlich langsam doch denken: "ach, so paar liebe Menschen um mich herum wäre doch nicht soooo grundverkehrt..."
Wir haben manchmal tolle Vorstellungen darüber, aber wie es dann ist, wenn es wirklich um die Wurst geht, ist nochmal eine ganz andere Baustelle.
Umgekehrt geht es ja nicht darum, dass die Leute zu einem kommen, um einen beim Sterben zuzugucken, himmelherrgott! Die Menschen, mit denen wir zusammengelebt und -geliebt haben, wollen einfach bei uns sein, oder? Wollen wir das nicht auch?

Bob hat geschrieben:...kann mir nicht vorstellen die ganzen leute die mich mögen, am bett stehen zu haben und mich "leiden" zu sehen.

Dann lass sie am Bett sitzen *harhar*. Das ist immer, wenn man zu viele Filme über sowas gesehen hat... Tränenverwischte Gesichter, am Bett stehend... oh maaaannnn... wir leben im 21. Jahrhundert... da gibts noch paar mehr Möglichkeiten. Dass man auch mal gemeinsam weint über das, was geschieht, ist schon klar. Aber es geht einfach darum, dass man nicht einsam ist... und das gilt für denjenigen, der am Sterben ist wie für denjenigen, der auch Abschied von ihm nehmen muss.

Liebe Grüße
Roland
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Beitragvon engelchen am 07.01.2007, 10:07

Auf Grund der Neuen Nutzungsbedinungen sehe ich mich gezwungen meine Meinungen zu verschiedenen Themen zu löschen. Für ev. später aufkommende Fragen stehe ich dann nicht mehr zur Verfügung!

engelchen
Zuletzt geändert von engelchen am 13.03.2008, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
engelchen
 

Beitragvon Heischeisch am 07.01.2007, 10:23

engelchen hat geschrieben:aber: männer und nicht leiden wollen? hart sein wollen?? oh ha!!! #-o ich kenn da so jemanden der es förmlich liebt aufsehen zu ernten, mitleid zu ernten, wenn ihm auhc nur mal ein pfurz quer sitzt... oh was hasse ich sowas... man"n" hat nichts, und spielt den übelst kranken... *grrrr*

Ja, das ist ja wirklich komisch, hahaha... Aber Du hast Recht... Wenn ich einen Schnupfen habe, bitte ich meist um die Sterbesakramente *harhar*... (nagut, ich befinde mich da mittlerweile in der Phase leicht ätzender Selbstironie, entspannt die Atmosphäre übrigens ungemein!).
Frag' mich nicht, wie, aber wir Männer schaffen diesen Spagat spielend: Mimosen auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite die Helden, die sich auf einen einsamen Berg zurückziehen, um zu sterben... Nur damit unser Selbstbild, das wir auch den anderen suggerierten, nicht beschädigt wird. Aber wie gesagt, ich glaube, solche Bedürfnisse bröckeln dann nach paar Tagen, und ganz Anderes tritt in den Vordergrund.
Liebe Grüße
Roland
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Beitragvon ernesto am 07.01.2007, 22:25

Also wenn ich die Perspektive eines bald Hinterbliebenen einnehme, dann möchte ich schon da sein, in den letzten Stunden/Tagen...
und ebenso aus der Perspektive eines sterbenden.. ich hoffe doch sehr all die Menschen die mir viel/was bedeuten, nochmal zu sehen, nochmal mit ihnen zu sprechen...

So eine Zeit ist mit Sicherheit nicht einfach, aber wie eigentlich bei allen Dingen, ist es einfacher so etwas nicht allein durchzustehen!

lg ernesto
ernesto
 

Beitragvon engelchen am 08.01.2007, 23:47

Auf Grund der Neuen Nutzungsbedinungen sehe ich mich gezwungen meine Meinungen zu verschiedenen Themen zu löschen. Für ev. später aufkommende Fragen stehe ich dann nicht mehr zur Verfügung!

engelchen
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