Die Frage nach dem "danach"

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Die Frage nach dem "danach"

Beitragvon Leona am 04.12.2006, 16:45

Hey ihr lieben=)

Hm, also ich befinde mich im moment in einer phase, in der ich über den tod nachdenke und mich damit auseinandersetzen WILL! und über den sinn des lebens an sich...muss ja auch irgendwann mal sein *g*
Ich hab vor kurzem den „angst-thread“ ( http://www.muko.info/forum/viewtopic.php?t=408 ) gelesen und das ganze hat mich ziemlich bewegt und mich eigentlich auch erst zu diesen gedankenansätzen gebracht...
Je länger ich über das leben und seinen sinn nachdenke, desto mehr wird mir bewußt, wie wertvoll das ganze ist und wie wunderbar und toll usw. und das das echt alles ein wahnsinns geschenk ist da man nutzen und genießen muß und das tue ich denke ich auch so gut es geht..aber dann kommen auch wieder diese ängste, wenn das alles aus ist was dann und dann denke ich mir mein gott das kann so schnell vorbei sein! Heute gehst dir noch gut und morgen? Was is da? Das kann so vrdammt schnell gehen! Vielleicht bin ich wegen dieser angst das jeden moment alles vorbei sein kann, so „erlebungs-Geil“ (wie meine mama immer sagt *lol*)
Klar, jeder mensch hat Ängste...ich habe meine bis jetzt immer so gut wie verdrängt, wobei ich aber ein seehr ängstlicher mensch bin! Eigentlich bin ich auch selten nachdenklich weil für mich immer so das wichtigste Spaß am leben ist und für andere bin ich auch immer „ die positive optimistin Leonie“ aber was für verdammte angst ich hab weiß so gut wie keiner und wenn dann nur wirklich enge freunde... ich hab wahnsinnige „angst“ vor dem „danach“... also was nach dem tod ist. Für mich wäre es nämlich das schlimmste, wenn ich danach nicht mehr wüsste wer ich war oder was ich erlebt habe, wer die menschen um mich herum waren die ich liebe usw. dieses „vergessen meiner existenz“ erschrickt mich total! das wäre einfach das schlimmste für mich, keine ahnung wieso... Auch wenn der zustand vielleicht einem schlaf ähneln würde, der völlig friedvoll wäre, fänd ich das schrecklich weil ich ja nichts mehr wüßte! Auch wenn ich ja gar nicht wüßte, das ich nichts weiß ( oder dieses „wissen“ vermisse“) ...weiß weng komplziert, sorry, hoffe ihr versteht was ich meine *g*
Naja auf jeden fall würde mich mal interessieren wie ihr das so seht oder wie ihr euch das ganze mit dem tod vorstellt und so weiter
(hoffe eure beiträge helfen mir beim auseinandersetzen damit *g* also schreibt nur sachen die mir gefallen! [-X nee scherz also schreibt was ihr denkt natürlich! :lol: )

Ganz liebe Grüße, Leonie
Leona
 

Beitragvon Bob am 04.12.2006, 17:16

So nun probiere ich mal seit langen wieder einen Sinnvollen Beitrag zu schreiben :wink:

Also ich denke diese Gedanken hat jeder von uns schon mindestens einmal gehabt ! Ich muss aber sagen, dass ich nicht vor dem DANACH sondern eher VORHER Angst habe. Ich bin kein gläubiger Mensch ! Ich glaube weder an Gott oder sonst noch was ! Wenn ich tot bin, dann ist es so. Ich mache mir keine Gedanken was nachher alles auf mich zukommt. Ich sehe das eher positiv ! Wenn ich tot bin und dannach kommt noch was, ok ist doch schön :wink: und wenn es nicht so sein sollte dann bekomme ich es ja eh nimma mit.

Was mich aber mehr beschäftigt ist, wie wird es kurz davor sein !? Unsere Krankheit hat nunmal leider den Verlauf das alles sehr sehr schnell gehen kann. Wie wird es sein wenn ich im Krankenhaus liege und mich dann mit dem Tot auseinander setzen muss ? Wie wird die Familie / Freunde darauf reagieren. Wie werden DIE das alles verarbeiten !? Ja davor habe ich viel mehr Angst ! Aber das liegt wohl in meiner Natur, dass ich mir um andere Menschen mehr Sorgen mache als um mich !

Mich würde aber es auchmal Interessieren wie die anderen so drüber denken ! Also Leonie, deine Gedanken sind nicht verkehrt und beschäftigen bestimmt auch viele andere hier !


Soviel von mir !


greetz da Bob
Bob
 

Beitragvon Esperanza am 04.12.2006, 17:27

Huhu!

Solche Gedanken kenne ich auch. Wenn man es verdrängt, macht man es nur noch schlimmer. :?

Ich denke, wenn man tot ist, ist da dasselbe wie vor der Geburt: nämlich nix. Mir sagt diese Vorstellung auch nicht gerade zu, aber ich glaube, es ist die realistischste, wenn man es mal nüchtern betrachtet. So Vorstellungen wie Wiedergeburt oder Engel, Himmel etc. kann ich irgendwie nichts abgewinnen, obgleich die Vorstellung sicherlich schön wäre. Aber ich bin numal Realist und mit übersinnlichem kann ich wenig anfangen...

Ich versuche halt mein Leben so zu gestalten, dass ich mich nicht fragen muss kurz bevor es zu Ende geht, wieso ich das und das nicht getan habe oder wieso ich mein Leben mit so viel sinnlosem verschwendet habe. Wenn es mal soweit ist, dann möchte ich sagen können, dass ich nichts anders gemacht hätte, auch wenn ich nochmal die Chance dazu bekommen würde. Bisher habe ich das im Großen und Ganzen recht gut hinbekommen und das ist irgendwie sehr beruhigend, falls es denn doch mal schneller soweit sein sollte als ich hoffe.

Grüße
Wolken waren da und
trotzdem schien die Sonne.
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Beitragvon Leona am 04.12.2006, 17:34

ja das geht vielen meiner freunde auch so, das sie sich da eher um die andern sorgen machen... ich weiß nicht, aber das beschäftigt mich garnicht so sehr...klar wird es schrecklich sein und ich werd bestimmt viel weinen weil ich ziemlich nah am wasser gebaut bin und sowieso immer schnell weine, aber es nicht so das ich davor "angst" habe :roll: vielleicht bin ich auch einfach ein rießiges egoisten-schwein :twisted: fand ich zwar eigentlich bis jetzt nicht so sehr, aber egal *g*)

vor dem tod an sich hab ich net ma so angst...ersticken fänd ich nur ziemlich scheiße.. :? :P

und wenn es nicht so sein sollte dann bekomme ich es ja eh nimma mit.


Ich denke, wenn man tot ist, ist da dasselbe wie vor der Geburt: nämlich nix.


aber das is doch schrecklich... :roll: :cry:


naja sorry das ich gleich schon wieder meinen senf dazugegeben habe.. werde euch jetzt erstmal schreiben lassen :wink:
Leona
 

Re: Die Frage nach dem "danach"

Beitragvon engelchen am 04.12.2006, 17:39

Auf Grund der Neuen Nutzungsbedinungen sehe ich mich gezwungen meine Meinungen zu verschiedenen Themen zu löschen. Für ev. später aufkommende Fragen stehe ich dann nicht mehr zur Verfügung!

engelchen
Zuletzt geändert von engelchen am 13.03.2008, 16:11, insgesamt 3-mal geändert.
engelchen
 

Beitragvon Bob am 04.12.2006, 17:46

Glaub mir Leonie... du darfst ruhig ein Egoistenschweinchen sein ! Am Ende musst du auf dich schauen ! Ich glaube viele von uns nehmen ihr Umwelt sehr genau wahr und vorallem achten sie sehr auf ihre Freunde ! Aber wenn es um´s Sterben geht, dann werd ich wohl auch am Ende egoistisch sein !?

Es wird mich zwar sehr traurig machen wie manche damit umgehen oder nicht umgehen. Aber auf einer gewissen Art und Weise werde ich mein Ding durchziehen.

Leonie du machst dir viele Gedanken drüber was is dannach !? Mmh, die Frage wird dir hier wohl keiner beantworten können. Das wirst du auf dich zukommen lassen müssen und es selber herraus finden. Aber bis es soweit ist solltest du noch sehr sehr viel Spass haben und dich nicht allzuoft mit dem Thema auseinandersetzten. Denn wenn es mal wirklich Bergab geht bleibt dir noch genügend Zeit sich mit solchen Themen auseinander zu setzten.
Bob
 

Beitragvon Sakura am 04.12.2006, 17:50

Hey Leonie,

also...das ist keine leichte Kost und insgesamt ein sehr schwieriges Thema.
Die Frage nach dem Sinn des Lebens...hat die schon mal jemand wirklich beantworten können? In dem Sinne sicherlich nicht, es gibt darauf keine Antwort die für Jedermann gilt, die muss jeder für sich individuell beantworten.
Der Sinn des Lebens ist doch im Großen und Ganzen, ein erfülltes und glückliches Leben zu haben und dafür ist jeder selbst verantworltich.
Wenn man an dem letzten Punkt steht im Leben und zurück blickt, und sagen kann: "Ich würde alles nochmal genauso machen", dann ist doch der Sinn des lebens 'halbwegs' gut erfüllt, denke ich.
Natürlich gibt es Sachen die man manchmal gerne Rückgängig machen möchte, aber im Endeffekt ist jede einzelne Erfahrung in unserem Leben wertvoll für dessen weiteren Verlauf und der persönlichen Entwicklung.

Der Tod ansich ist dann wieder eine andere Sache. Was kommt danach?
Das weiß keiner...man kann sich zwar auf die Erzählungen der Menschen beruhen, die einmal eine Nahtoderfahrung gemacht haben und berichten wie schön und friedlich das alles war, aber genau weiß niemand was danach ist.
Es gibt verschiedene Thesen: Entweder 1. man lebt gar nicht weiter, sondern nur als Erinnerung anderer Menschen, 2. man lebt weiter in Himmel oder Hölle oder 3. man wird dank unsterblicher Seele immer wieder geboren.
Eine Erinnerung an das Leben vor dem Tod, gibt es vielleicht in keiner dieser Thesen.
Was, wie du schon geschrieben hast, eigentlich nicht stört, da man sich ja in dem Fall auch nicht daran erinnern kann einmal ein Leben gehabt zu haben. Es wäre einfach weg...ich gebe zu, eine seltsame Vorstellung.
Ich weiß was du meinst und ich verstehe auch deine Sorgen.

Das beste ist wahrscheinlich zu versuchen, dich nicht groß auf das "danach" zu konzentrieren.
Und du könntest vielleicht, wenn dir die Vorstellung danach alles zu vergessen so eine Angst bereitet, versuchen für dich eine definition nach dem Tod MIT Erinnerung anzunehmen. Immerhin weiß niemand was wirklich danach ist, kann man es tatsächlich so leicht ausschließen, dass danach alles weg ist?
Vielleicht würde dir das helfen vor dem "danach" die Angst zu verlieren.

Auf jeden Fall denke ich, dass nach dem Tod nichts schlimmes geschieht, egal was wirklich kommt.

Und ich finde, dass du so wie du es tust: dein Leben in vollen Zügen zu genießen, jede Minute zu nutzen und versuchst soviel wie möglich zu erleben ganz richtig machst. Dann ist doch egal was danach kommt, denn du hast das allerbeste aus deinem Leben gemacht und das ist das wichtigste überhaupt.

Wichtig ist immer, wie man selbst mit allem umgeht. Und in Gedanken kann man für sich immer einen Weg versuchen zu finden, mit dem man gut leben kann ohne große Angst zu haben.

Und du hast schon den richtigen Ansatz gefunden: Nämlich über die Ängste zu reden, das hilft schon ungemein.

Liebe Grüße,
Tina
Sakura
 

Re: Die Frage nach dem "danach"

Beitragvon Esperanza am 04.12.2006, 17:55

engelchen hat geschrieben:bei einem freund ist eine nahestehende person gestorben, es war sehr traurig, aber man hat damit gerechnet, das es zu ende gehen könnte. vielleicht nutzt man das als vorteil, das alle menschen, die euch wirklich nahe stehen, wissen, das es zu ende gehen wird?


Gerade dieses "damit rechnen" finde ich so schrecklich... wenn man merkt, dass es langsam schlechter geht, man immer weniger machen kann und eigentlich nur noch drauf wartet.
Wenn ich die Wahl hätte, würde lieber von einer Sekunde auf die andere alles vorbei sein ohne große Vorwarnung und ewiges Dahinsiechen, meinetwegen auch dementsprechend früher. Für mich ist es mit das Schlimmste überhaupt, zu sehen, wie Angehörige mitleiden, wenn es mir schlecht geht. Dann soll's lieber ohne Vorankündigung mit einem mal vorbei sein und fertig is'es.

Grüße
Wolken waren da und
trotzdem schien die Sonne.
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Beitragvon Jess am 04.12.2006, 18:42

Hey Leona,

hmm Du greifst ein schwieriges Thema auf und wie bei vielen Dingen führt auch hier nicht nur ein Weg nach Rom! Keiner der lebt wird Dir diese Frage beantworten können. Da ich selbst fast einmal gestorben wäre, weiss ich dass man vor dem "Danach" keine Angst haben muss! Aber was letztlich passiert weiss ich auch nicht. Ich würde auch nicht behaupten dass es vielleicht nicht doch sowas wie Seelenwidergeburt geben kann, denn dafür gibt es widerrum zu viele Berichte über Menschen, die an einem Ort sind und glauben dort schon einmal gewesen zu sein obwohl das überhaupt nicht sein kann.

Es wird im Leben immer Dinge geben die wir uns nicht erklären können und ich glaube der Tod oder das was danach kommt gehört zu den Dingen die ein Mensch eben nicht herausfinden soll und das wurde doch schön in einem Film " FLatliners" gezeigt. Der Mensch soll nicht wissen was nach dem Tod passiert, denn er soll das Beste aus seinem Leben machen. Die Prüfung die er dort gestellt bekommt soll er in seinem Ermessen bestehen. Der eine so der andere so. Jede einzelen Erfahrung führt zu unserem Leben bei und lässt uns zu dem Menschen werden der wir sind. Egal ob negativ oder positiv. Wie ein sehr guter Freund von mir zu sagen pflegt, sollte man selbst aus den schmerzhaften Dingen das Gute herausfiltern und erkennen was diese uns lehren sollen!

Jeder hat seine eigenen Wertvorstellungen und ich glaube es ist gerade das was wir feststellen lernen sollen. Was für jeden einzelnen von uns wichtig ist, welche Werte wir an andere oder gar den Partner stellen wollen. Wir sind nicht dafür gemacht höheres zu besinnen. Wir sollen leben!!!

Natürlich kann ich verstehn, dass Du dich mit diesem Thema auseinander setzt. Wobei ich sagen muss, das mir diese Fragen schon im Kindesalter in den Sinn kamen und ich mit meinen Eltern darüber gesprochen habe. Der Tod ist ein Thema was in der Gesellschaft langsam zum Tabuthema wird, wie Engelchen schon schreibt, es ist traurig, weil es genauso dazu gehört wie das Leben ansich, wenn nicht sogar noch extremer, denn mit dem Tod beendet ein jeder sein Dasein!

Ich hab ja schonmal in einem anderen Thread erwähnt, dass ich es nicht verstehen kann, dass die Menschen erst wieder nett zueinander werden, wenn sie wissen der Gegenüber ist krank und könnte bald nicht mehr da sein, wieso klappt das nicht jeden Tag mit jedem Menschen? Kann man nicht jeden mit Respekt entgegen treten.. natürlich muss dieser uns ebenfalls mit solchem gegenüberstehen, von nichts kommt nichts, aber ich versteh einfach nicht dass die Menschen so berechnend sind.

Jeder sollte lernen egoistisch zu denken besonders unser einer, aber ich galube gerade wir, wissen wie schnell das Leben vorbei sein kann und daher treten wir den Menschen da draussen von Natur aus anders gegenüber... Whatever... Lebe und geniesse es... jede einzelne Sekunde und selbst wenn Deine Ma sowas von sich lässt, ist sie im Herzen froh, dass Du trotz der CF ein solch erfülltes Leben führen kannst! Denn zu unserer Geburt hörte sich das um einiges anders an *lächL*

Was du beschreibst, wie Du deinen Freunden gegenübertrittst oder wie die Leute dich sehen, dass kenn ich selbst.. immer locker drauf, lustig aber wie es in einem aussieht wissen die wenigsten und so soll es auch sein, warum soll ein jeder das innere Denken von dir kennen? Bewahre es Dir und lass es nur die wissen die es auch wirklich wert sind!!!!! Und die werden sich herausfiltern und wissen selbst wenn es mal nicht so rosig läuft, wie sie zu dir zu stehen haben....

Lieben Gruss
Jess
Jess
 

Beitragvon ernesto am 04.12.2006, 20:00

Also mein Umgang, mit dem „Danach“ ist momentan eher pragmatisch. Ich denke nicht, dass ich das was nach dem Tod ist beeinflussen kann, also komme was da wolle…
Das ist vielleicht nicht die volle Wahrheit. Ohne dass ich mich sehr damit beschäftigt habe, aber die Vorstellungen des Buddhismus finde ich ganz ansprechend. Auch wenn mich eine „einfache Wiedergeburt“, also ohne jeglichen Bezug zum vorherigen Leben auch sehr irritieren würde. *behaupt* -> Also wird man sich bestimmt an etwas erinnern können, alles andere macht doch keinen Sinn… :)
Früher habe ich mich immer gefragt, „Wie habe ich mich wohl gefühlt, als ich noch nicht geboren war?“ Soweit ich mich erinnern kann überhaupt nicht! Das wird mmn danach genauso sein, auch wenn ich es nicht weiß…
Vielleicht verdränge ich das Thema ein wenig, ich denke aber wenn dann in einem gesunden Ausmaß. Genau wie die Angst halte ich mir das Thema einfach nicht immer vor Augen, auch wenn es mir bewusst ist. Ich weiß aber auch, dass ich das in einer anderen Situation (z.B. kurz vor dem Tod) vielleicht völlig anders sehen werde… :?
Wenn das für dich gerade Thema ist, ist es gut, das anzugehen und darüber zu sprechen! Vielleicht hilft dir das, etwas „passendes“, einen Weg zu finden!?

lg ernesto
ernesto
 

Beitragvon aengeli am 04.12.2006, 22:07

Wollte eigentlich auch ein Beitrag dazu schreiben aber im Moment kann ich leider nicht. Bin ziemlich down.
Kann dich aber sehr sehr gut verstehen! Bin auch die lustige optimistische Patrizia aber niemand weiss wie ich mich im Moment wirklich fühle und ich glaube auch nicht, dass mich jemand meiner Kollegen verstehen können.
Glg Patrizia
aengeli
 

Beitragvon *sandra* am 05.12.2006, 11:13

also ich habe mich immer wieder mit diesem Thema auseinder gesetzt und bin fast daran zerbrochen. Ich bin mittlerweile so weit, alles intensiver zu erleben. Ich freue mich jeden Tag über jede Kleinigkeit. Meine grösste Angst war immer, dass ich sterbe und sagen muss" Hätte ich doch nur" oder dass ich etwas verpasst habe.

Ich habe eine ganz schöne Vorstellung was danach ist, es ist so das mich alle Freunde und Verwante die schon tot sind, abholen komme. Und ich alle wiedersehe. Kennt ihr die Regenbogen Brücke? Tiere die sterben gehen darüber und warten bis da Herrchen auch kommt, damit sie wieder vereint sind. Diese Vorstellung finde ich wunderschön.....

Und ich finder vorallem nicht zu viel darüber grübeln......

ganz liebe grüsse
sandra
*sandra*
 

Beitragvon Flow am 05.12.2006, 14:55

Mir spuken zu diesem Thema viele Gedanken im Kopf herum, allerdings bin ich kein Mann der großen Worte und schaffe es nun vermutlich nicht diese hier richtig in Worte zu fassen...

Ich für meinen Teil habe keine Angst vor dem Tod an sich... wieso auch? Er gehört dazu wie alles andere auch:

Antoine de Saint-Exupéry
Das, was dem Leben Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn.


Was danach ist kann ich nicht sagen, das kann keiner... Darum weigere ich mich auch meine ohnehin schon knappe Zeit mit Gedanken daran zu verschwenden WAS danach ist.

Ich habe nur vor genau einer Situation Angst: Nämlich wenn ich merke das ich sterben werde und noch das Gefühl habe etwas nicht erledigt zu haben, etwas noch nicht erlebt zu haben, oder eine Sache nicht vollendet zu haben. Ich hoffe ihr könnt so ca.verstehen wie ich das meine denn besser kann ichs net ausdrücken glaub ich...

Aso und ich denke nicht das mich die Leute vergessen werden :P

Also letztendlich leb ich einfach mein Leben und versuch so viel zu erleben wie möglich...

just my 2 cents
Flow
Flow
 

Beitragvon aengeli am 05.12.2006, 17:32

So vielleicht schaffe ich es heute etwas dazu zu sagen.
Ich hab mir in letzter Zeit sehr viele Gedanken gemacht und im Moment kommt einfach alles zusammen. Ich habe selber eigentlich auch keine Angst vor dem Tod ich denke auch, dass das schön werden wird. Vielleicht wartet ja mein von mir soo geliebter Grossvater auf mich!
Ich selber habe mehr Angst davor leiden zu müssen vor dem Tod! Eigentlich hab ich auch Angst davor vielleicht gehen zu müssen ohne alles gemacht zu haben was ich wollte.
Für mich ist eigentlich wichtiger, dass ich die Zeit die ich habe wirklich intensiv lebe. Ich denke es gibt viele Menschen die älter werden als wir, die aber nie richtig intensiv gelebt haben.
Glg Patrizia
aengeli
 

Re: Die Frage nach dem "danach"

Beitragvon Heischeisch am 05.12.2006, 22:27

Leona hat geschrieben:Für mich wäre es nämlich das schlimmste, wenn ich danach nicht mehr wüsste wer ich war oder was ich erlebt habe, wer die menschen um mich herum waren die ich liebe usw. dieses „vergessen meiner existenz“ erschrickt mich total! das wäre einfach das schlimmste für mich, keine ahnung wieso... Auch wenn der zustand vielleicht einem schlaf ähneln würde, der völlig friedvoll wäre, fänd ich das schrecklich weil ich ja nichts mehr wüßte! Auch wenn ich ja gar nicht wüßte, das ich nichts weiß ( oder dieses „wissen“ vermisse“)


Liebe Leonie,

vielleicht sollten wir unser Augenmerk auf die Tatsache richten, dass Du ja eine Angst beschreibst, die Du JETZT hast... insofern hat dir der Rat tatsächlich wenig nützen können, dass Du Dich nach dem Tod der fehlenden Erinnerung nicht erinnern kannst. Den Du weißt JETZT davon, und es macht Dir Angst. Du grenzt die Frage auch klar von der Angst vor dem Sterben ab und auch von der Frage der Sinnhaftigkeit unseres Lebens.

Ich will mal in eine andere Richtung verstärken (habe ich im dem Zitat oben herausgehoben), denn es geht Dir auch um die Erinnerung an andere (Menschen um Dich herum).

Eine aufmerksame Leserin dieses Forums hat mich nun darauf gebracht, dass Du noch vor wenigen Tagen von Deinem eigenen sehr kranken Vater berichtet hast...

Hmm, heute haben wir meinen Vater beerdigt :-(. Und als ich da vor seinem Sarg saß, ging mir u.a. wieder beruhigend durch den Kopf, dass ich mich in den letzten Jahren (gewarnt durch einen guten Freund, dem dieses Privileg der Aussöhnung mit seinem Vater verwehrt geblieben war) intensiv und sehr lange mit meinem Vater auseinandergesetzt hatte.

Vor Jahren noch hatte ich ein sehr angespanntes, konfliktträchtiges Verhältnis zu ihm gehabt, ihn manchmal wirklich sonstwohin gewünscht! Die Streitlust ging dabei sicherlich sehr von mir aus, von ihm her kam eher die Ignoranz, was das Ganze auch nicht besser machte...

Aber wir haben mit der Zeit unsere Positionen bestimmt und ich denke, jeder hat dem anderen auf seine Art vergeben: Damit meine ich: aus sich herausgegeben, was man als Hinderung des eigenen Lebens durch den anderen Menschen ansieht, als Trennung von sich, demjenigen und gleich noch von vielen anderen Menschen.

Achtung, Vergebung in diesem Wortgebrauch hat nichts mit "Verzeihung" oder "Entschuldigung" zu tun, welche für mich eher nutzlose Vokabeln einer rückwärtsgewandt schuldgeprägten spirituistischen Gesellschaft sind, jetzt- und vorwärtsgewandte Verantwortung kommt mir da zu kurz.
Weil wir gerade dabei sind, Vergebung ist eigentlich ein innerlicher Prozess, d.h. genau genommen ist dazu die Anwesenheit des Gegenübers, dem man vergibt, nicht erforderlich.

Aber es ist mehr als praktisch, wenn man während eines Vergebungsprozesses denjenigen "zur Hand hat", um z.B. zu sehen, ob man denn wirklich Vergeben hat, oder ob einem in Null-Komma-Nix wieder der Kamm anschwillt *gg*... Und es gibt einen Haufen weiterer guter Gründe, das zu Lebzeiten desjenigen zu unternehmen.

Deshalb an Dich die Frage, Leonie: kann es sein, dass Du mit deinem Vater mal wirklich einen starken Prozess beginnen solltest? Vielleicht verwechselst Du einfach die unausgesprochenen, ungeklärten Konflikte mit Deinem Vater (allgemein: mit Eltern; wer hat die Konflikte nicht? *lol*) mit der Angst vor dem "Vergessen nach dem Tod"?

Das ist natürlich ein Versuchsballon und mag für Dich nicht zutreffen. Dann muss ich weitergrübeln. :oops:

Liebe Grüße
Roland
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