Trauerfall

Wenn Du nicht weißt, wie Du mit der Diagnose CF umgehen sollst oder Du das Gefühl hast, dass Dir alles über den Kopf wächst, dann kannst Du Dich hier mit anderen Betroffenen austauschen. Dieses Forum ist ausschließlich für Probleme psychologischer Art gedacht.
Forumsregeln
In unserem Forum respektieren wir die Meinungsfreiheit jedes einzelnen Menschen genau dann in vollem Umfang, wenn er sich in einem gepflegten, den anderen Mitgliedern gegenüber respektvollen Umgangston artikuliert. Beleidigungen, Bedrohungen und Bloßstellungen eines Mitglieds sind strikt untersagt. Zum respektvollen Umgang miteinander gehört ebenso, kein anderes Mitglied absichtlich zu täuschen. Dies gilt auch beim Verfassen von Privaten Nachrichten oder E-Mails über das Forum.

Dieses Forum dient dem Erfahrungs- und Informationsaustausch über die Erkrankung Mukoviszidose, daher werden Beiträge ohne einen solchen Bezug gelöscht.

Eigene Beiträge können bis zu 24 Stunden nach Veröffentlichung bearbeitet werden.

Darüber hinaus behält sich der Mukoviszidose e.V. als verantwortlicher Betreiber des Forums vor, einzelne Beiträge oder auch ganze Themen ohne Begründung zu löschen oder zu schließen.

Vollständige Forumsregeln

Trauerfall

Beitragvon Mukoline am 21.11.2006, 23:27

Hallo !!!
mein Name ist Nina und ich habe CF, bin 16 Jahre alt und habe schon einige Schicksalsschläge hinter mir, heute wieder einen meine Tante ist

gestorben. Sie litt an Krebs. Bald ist wieder der Todestag meiner Freundin
die mit 16 an CF gestorben ist. Mich würde es interessieren, wie andere

mit solch Schlägen umgehen, wie man es am besten bewältigen kann.
Mukoline
 

Beitragvon claudia am 22.11.2006, 09:13

Hallo Mukoline,

ich kenne das sehr gut. Habe auch schon zwei Freundinnen mit CF verloren, eine 16 und die andere 17 Jahre alt.
Als die erste starb war das sehr schlimm für mich, weil es mir vor Augen geführt hat, wie es mit mir mal zu Ende gehen könnte. Ich hab mir auch Vorwürfe gemacht, warum es sie erwischt hat und warum es mir noch so gut geht. (Wir kannten uns von klein auf und uns gings immer so ziemlich gleich gut.) Ich denke noch sehr oft an sie!
Ich habe noch andere Freunde mit CF, denen es im Moment auch nicht so gut geht und hoffe, dass sie mir noch länger erhalten bleiben. Es ist wirklich schrecklich anzusehen, wenn ein Mensch unter dieser Krankheit so leiden muss, noch dazu wenn man weiß, dass das selbe auf einen selber zukommen kann.
claudia
 

Beitragvon Petra8015 am 22.11.2006, 09:34

Hallo Nina,
das tut mir sehr leid mit Deiner Tante und Freundin.
Bei mir ist vor 2 Jahren mein bester Freund tödlich verunglückt bei einem Autounfall und genau vor 1 Jahr ist meine Mutter verstorben.
Das ist alles nicht leicht zu bewältigen und jeder verarbeitet solche Schicksalsschläge anders. Ein Geheimrezept kann ich Dir leider nicht verraten. Es ist für mich nach wie vor schwer, ohne meine Mutter leben zu müssen. Aber ich kann es nicht ändern. Mein einziger Trost ist, sie musste nicht leiden, sie ist einfach im Schlaf von uns gegangen und ich war bei ihr, als es soweit war.
An dem Ort, wo Deine Freundin, Tante und auch meine Mutter jetzt sind, geht es ihnen gut und sie haben keine Schmerzen mehr. Vielleicht hilft Dir das ein wenig.
Liebe Grüße
Petra
Petra8015
 
Beiträge: 48
Registriert: 11.09.2006, 13:10
Wohnort: München

Beitragvon Leona am 22.11.2006, 10:27

hallo nina!

erstmal tut mir das sehr leid mit deiner tante und freundin...

ich habe so etwas schlimmes zwar noch nie erleben müssen und ich denke auch, ich kann dir da leider nicht richtig helfen, aber ich wills trotzdem probieren=)

mein papa hängt auch am sauerstoff, hat aber kein cf, und hat wahrscheinlich höchstens noch 2 jahre zu leben...ehrlich gesagt verdräng ichs im moment noch, aber ich habe schon jetzt so wahnsinnig angst ihn zu verlieren...

ich stell mir das echt verdammt schlimm vor, zu sehen wie die freundin an der gleichen krankheit stirbt...

ich denke man darf nie seine eigenen träume und ziele verlieren oder aufgeben... die person, die gestorben ist wollte das sicher net! und wie es ja so schön heißt, leben sie alle in unseren herzen weiter! und ich bin der meinung das dieser satz sehr viel wahrheit beinhaltet...

man weiß net wieso, wann, wo man stirbt...jeder kann morgen vom auto überrollt werden oder sie welt kann untergehen, also sollte man echt jeden tag genießen weils manchmal so verdammt schnell gehen kann!

rede doch vielleicht mal mit deinen freunden oder deiner familie darüber, was dich bedrückt, oder wenn du vielleicht mit jemand "gleichgesinnten" ( :D ) reden willst, kannst du dich auch gern bei mir melden (icq oder msn siehe unten)

sorry, wenn ich dir net wirklich weiterhelfen konnte...

Liebe Grüße und viel Kraft

Leonie (17,CF)
Leona
 

Beitragvon Libelle am 22.11.2006, 10:35

hallo mukoline.

ich weiß wie schlimm das für dich ist! meine zwillingsschwester starb als wir 10jahre alt waren, sie hatte auch krebs, und kurz darauf starb mein kleiner cousin (9) und das war und ist noch immer sehr schwer für mich, aber... naja... sie werden immer in meinem herzen sein!

ich habe mal einen spruch gehört, ich schreib ihn dir mal auf. also:

Zuerst dachte ich, es sei ein Abschied,
für immer,
doch dann fühlte ich deine Seele in
meinem Herzen,
und ich war froh.

ja irgendwie gefällt mir dieser spruch und er gibt mir auch kraft!

Ganz Liebe Grüße!

Belle
Libelle
 

Beitragvon Jess am 22.11.2006, 13:53

Hallo Nina,

es ist schrecklich wenn man in so jungen Jahren schon so oft mit dem Tod konfrontiert werden muss. Jedoch denke ich das wir alle als CFler dem Tod Tag täglich gegenüberstehen müssen, in einer gewissen Art und Weise. Jeder macht dies eben anders.

Es ist schlimm, wenn auch die beste Freundin CF hat und früher gehen muss als man selbst. Ich hatte auch mal eine gute Bekannte mit CF. Als ich zur IV ins KH musste, wurde sie gerade entlassen. Nach meinen zwei Wochen, wurde sie wieder eingeliefert und ich dachte der Tod persönlich stünde vor mir, so schlecht hat die Kleine ausgesehen und ich hatte nicht unrecht mit meiner Vermutung, sie hat es leider nicht überlebt und ich hatte eine solche Wut im Bauch... habe mich gefragt, warum sie und nicht ich, jedoch denke ich, dass es nun mal so bestimmt ist.

Jeder Mensch hat nur ein Leben und mit diesem sollte er sorgsam umgehen und jede einzelne Sekunde geniessen, egal ob sie voller Trauer, wie zur Zeit bei Dir oder eben voller Freude ist. All das gehört zum Dasein dazu. Mir ist in den Jahren aufgefallen, dass Menschen die krank sind ganz andere Sichtweisen haben, ich schliesse mich da sicherlich mehr als mit ein, und wir geniessen alles auf eine ganz bestimmte Art, was gesunde nicht nachvollziehn können, es sei denn sie haben selbst mal einen Schicksalsschlag zu verkraften. Dann spüren sie wir kurz das Leben an sich sein kann.... Wie genau Du jetzt mit Deiner Trauer umgehen kannst, wird Dir keiner sagen können. Versuche jedoch über deinen Schmerz zu sprechen oder schreibe es auf... verarbeite ihn und lasse Dich selbst nicht zu sehr davon beeinflussen, Klar das ist leichter gesagt als getan, aber Du musst auch an DICH denken und auch solche Dinge, wie extreme Trauer können sich negativ auf den Körper auswirken!

Versuche Deinen Alltag so gewohnt wie möglich auszuführen, lenke dich jedoch erstmal richtig ab.. unternehm was... Natürlich sollst Du die Trauer auf jeden Fall zulassen, aber lasse sie nicht Dein Leben bestimmen!

Liebe Grüsse
Jess
Jess
 

Re: Trauerfall

Beitragvon Carmeli am 22.11.2006, 19:12

Mukoline hat geschrieben:Hallo !!!
mein Name ist Nina und ich habe CF, bin 16 Jahre alt und habe schon einige Schicksalsschläge hinter mir, heute wieder einen meine Tante ist

gestorben. Sie litt an Krebs. Bald ist wieder der Todestag meiner Freundin
die mit 16 an CF gestorben ist. Mich würde es interessieren, wie andere

mit solch Schlägen umgehen, wie man es am besten bewältigen kann.


Hallo Mukoline
Ich kann sehr gut verstehen, was Du gerade fühlst. Vor 1,5 Jahren ist meine Mutti an Leukämie verstorben.
Mir hat zum einen die Philosophie des Buddhismus dabei sehr geholfen. Auch habe ich für meine Mutti eine kleine Gedenkecke errichtet. Da stehen Fotos und kleine Dinge, die sie gern gemocht hat. Dadurch hat man immer das Gefühl, dass sie nahe ist und ich kann sie damit auch ehren. Zu Feiertagen stelle ich Blumen hinzu.
Vielleicht würde es Dir ja auch helfen, wenn Du Deiner Tante bzw. Deiner Freundin einen Brief schreibst und diesen auf den Friedhof mitnimmst.
Das Wichtigste ist, dass Du mit Deinen Freunden und Deinen Angehörigen über Deine Gefühle sprichst.
Der Tod ist für die Hinterbliebenen immer eine schlimme Zeit . Aber jeder muss diesen Weg im Leben gehen.

Ich wünsche Dir viel Kraft.

Liebe Grüße
Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Mukoline am 22.11.2006, 21:33

Hallo !!!
Ich bedanke mich für eure Antworten und hoffe, das diese Seite weiter
geführt wird.

Ich werde eure Ratschläge versuchen umzusetzen, vielen Dank.
Ich kann manche CF´ler nicht ganz verstehen, die sich mit dem Thema

Tod und Beerdigung nicht befassen können. Ich rede gerne darüber und befasse mich damit, weil es mir hilft mit der Angst vor dem Tod fertig zu werden.

Was denkt ihr darüber? Wie steht ihr zu dem Thema?
Mukoline
 

Beitragvon evilein001 am 23.11.2006, 09:17

Guten Morgen!

Kann Euch auch sehr gut verstehn. Mein Vater is vor ca. 7 Jahren gestorben, wegen Krebs. Die Ärtze haben net vorher gewusst was er hat. :evil: Da bin i eigentlich immer nu stink sauer!!! Weil da hätt alles anders werden können. Naja es is halt passiert und da kann man leida nix machen.

Ich hab noch keine Freunde mit CF. Aber des muss schlimm sein, dass man ein guten Freund zum Grab tragt.
Wenn ma so überlegt, hat ers schön. Hat endlich das ganze leiden hinter sich gebracht.

Wie ich über Tod denke, eigentlich dawei noch nicht viel.
Meine Mam hat ma früher gesagt, dass meine Lebenserwartung net lang ist. Deswegen hab ich mich damit abgefunden das ich mein Leben mit vollen genüße Lebe und versuchen alles anzuschaun was geht. Solange des Geld reicht. :D Ich mag auch vielleicht ein Kind auf die Weltsetzen, solange mein Freund nicht denn Überträger hat.
Dawei gehts mir noch gut, aber man weiß das es schnnell anders werden kann.

LG Eva-Maria

P.S. Meine Rechtschreibung und Grammatik sehr schlecht!
evilein001
 

Beitragvon Timba am 05.12.2006, 14:31

Hallo Mukoline

Mir hat der folgende Text, den ich einmal gefunden habe, sehr gut geholfen:

Tot ist überhaupt nichts;
ich glitt lediglich über in den nächsten Raum.
Ich bin ich, und ihr seid ihr.
Warum sollte ich aus dem Sinn sein,
nur weil ich aus dem Blick bin?
Was auch immer wir füreinander waren,
sind wir auch jetzt noch.
Spielt, lächelt, denkt an mich.
Leben bedeutet auch jetzt all das, was es auch sonst bedeutet hat.
Es hat sich nichts verändert,
ich warte auf euch, irgendwo sehr nah bei euch.
Alles ist gut.

Von
Annette von Droste-Hülshoff

Die Holländer sagen in diesen Fällen anstelle von "Beileid" oder sowas immer "sterkte", was soviel wie "Kraft, Stärke" heißt. Und das ist doch ein viel schönerer Wunsch als das blöde "mein Beileid" bei uns.

Sterkte!
LG
Timba
Timba
 


Zurück zu Psychosoziales

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste