Integrationskindergarten

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Vollständige Forumsregeln

Sollte aktive Sterbehilfe legalisiert werden?

Ja
9
29%
Nein
3
9%
Nur unter genau festgelegten Bedingungen
19
61%
 
Abstimmungen insgesamt : 31

Beitragvon Jens am 21.10.2005, 09:23

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 20:55, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon Esperanza am 21.10.2005, 11:36

Carmeli hat geschrieben:Hallo und hier noch ein paar Fragen an Euch, die Ihr der Sterbehilfe so großzügig zustimmt.

Zu welchem Zeitpunkt soll denn die Sterbehilfe einsetzen?

Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung?
Nach der ersten Pseudomonasbesiedlung?
Wenn es so weit ist, dass man Sauersoff benötigt?
Wenn man sich berenten lassen muss?
Oder zu dem Zeitpunkt wo man sich mit einer Maske beatmen lassen muss?
Oder zu dem Zeitpunkt, wo einem der Arzt sagt, "wir müssten Sie zur Transplantation anmelden"?

Wenn Ihr Euch für die Sterbehilfe entscheidet, dann müsst Ihr auch den Zeitpunkt festlegen.

Gruß Carmen


Ich denke, das ist leicht übertrieben. Wenn man die Diagnose erhält, gibt es keinen Grund zur Sterbehilfe, im Gegenteil, dann kann man mit der Therapie anfangen und der Zustand wird sich erstmal bessern. Ebenso kann man auch mit Pseudomonas noch ein lebenswertes Leben führen.

Weiterhin wüsste ich nicht, warum man unbedingt einen bestimmten Zeitpunkt festlegen muss. Das ist bei jedem Fall wieder eine individuelle, neue Entscheidung, man kann doch nicht sagen, wenn du diesen oder jenen Keim hast, dann muss Schluss sein. Für mich war eigentlich selbstverständlich, dass das vom jeweiligen Zustand und vom Willen des Patienten abhängt. Die einen wollen es bis zur letzten, vielleicht qualvollen Sekunde nutzen, die anderen gehen lieber gleich, wenn sie merken, dass es ihnen eh nur noch schlecht geht und so das Leben für sie nicht mehr lebenswert ist und derjenige keine Freude mehr daran hat. Sterbehilfe ist doch keine Pflicht. Wenn man sich dazu entscheidet, wird man das sicherlich nicht mal "einfach so" machen, sondern es sich grundlich überlegen. Wer es in Anspruch nehmen will, der sollte die Möglichkeit haben, wer es nicht möchte, bei dem bleibt eben alles so, wie es im Moment auch schon ist.

Und ich denke auch nicht, dass eine Transplantation Sterbehilfe ausschließt. Wenn z.B. das Organ abgestoßen wird und es einem wieder so schlecht geht wie eh und je, warum sollte man dann sein Leben nicht genauso beenden dürfen, wie man es mit seiner eigenen Lunge getan hätte?

Sterbehilfe sollte dann eingesetzt werden, wenn der Patient keine Hoffnung auf Besserung hat, selbst sein Leben als nicht mehr lebenswert bezeichnet und nicht mehr weiterleben möchte, weil es für ihn nur noch Quälerei bedeutet. Und diesen Zeitpunkt zu bestimmen, liegt im eigenen Ermessen von der betreffenden Person.
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Esperanza
 
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Beitragvon Carmeli am 21.10.2005, 18:29

Da möchte ich schon lieber mit klarem Verstand dem Tod ins Auge sehen.
Gruß
Jens[/quote]

Hallo Jens,

Leben und Sterben kann man nicht von einander trennen. Das hat nichts mit Düsternis zu tun. Das ist reine nüchterne Biologie.

Ich weiß nicht, was Du für eine Vorstellung hast. Aber ein Mensch, der an starker Atemnot leidet, der ist oft auch in seinem Bewußtsein getrübt. Bei CF ist es, wie bei anderen schweren Atemwegserkrankungen so, dass der CO2 im Blut ansteigt, weil das CO2 nicht mehr abgeatmet werden kann. Wenn der CO2 (das Kohlendioxid) im Blut recht hoch ist, dann kommt es zur sogenannten CO2-Narkose. Die Umwelt nimmt man dann nicht mehr richtig wahr.
Auch wenn man am Leberversagen stirbt, ist man nicht mehr völlig klar. Das hängt mit den Stoffwecheselprodukten zusammen, die das Gehirn in seiner Funktion beeinträchtigen.

Ich denke, dass die Natur hier schon einen Schutzmechanismus für uns Menschen eingebaut hat.

Aber Jens, wer soll denn dann Deinem Leben ein Ende bereiten. Deine Frau oder Dein bester Freund. Dein Arzt soll es ja nicht sein, wenn ich Dich richtig verstehe.

Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Carmeli am 21.10.2005, 18:58

Auf die Zeilen von Esperanza (dünn geschrieben) möchte ich gezielt antworten (fett gedruckt)

Hallo Esperanza
Ich denke, das ist leicht übertrieben. Wenn man die Diagnose erhält, gibt es keinen Grund zur Sterbehilfe, im Gegenteil, dann kann man mit der Therapie anfangen und der Zustand wird sich erstmal bessern. Ebenso kann man auch mit Pseudomonas noch ein lebenswertes Leben führen.


Manche Betroffene sind durch die Diagnose CF so verzweifelt, dass sie ihr Leben nicht mehr lebenswert finden.

Weiterhin wüsste ich nicht, warum man unbedingt einen bestimmten Zeitpunkt festlegen muss.


Weil man es dann, wenn man es haben möchte, vielleicht nicht mehr entscheiden kann.

Das ist bei jedem Fall wieder eine individuelle, neue Entscheidung, man kann doch nicht sagen, wenn du diesen oder jenen Keim hast, dann muss Schluss sein.


Genau, Esperanza, Du bringst es auf den Punkt. Man kann nie sagen, jetzt ist es der Punkt wo ich sterben werden. Die meisten Menschen und Ärzte haben gerade bei CF große Hoffnung, dass es weiter geht. Und mitunter ist es gerade bei CF auch so, dass sich jemand von dem man denkt, jetzt ist es vorbei wieder aufrabbelt.

Wenn man aktive Sterbehilfe diskutiert, dann wird man sich irgendwann entscheiden müssen, wann es so weit ist.

Und ich denke auch nicht, dass eine Transplantation Sterbehilfe ausschließt.


Doch, das tut es. Mit der Entscheidung für aktive Sterbehilfe, werden lebensverlängernde Maßnahmen (invasive Beatmung usw.) abgelehnt.
In manchen Fällen (und das weiß man vorher ja nicht) wartet man auf einer Intensivstation auf sein neues Organ und ist vielleicht auch invasiv beatmet.


Wenn z.B. das Organ abgestoßen wird und es einem wieder so schlecht geht wie eh und je, warum sollte man dann sein Leben nicht genauso beenden dürfen, wie man es mit seiner eigenen Lunge getan hätte?


Klar kann man dann sein Leben akitv beenden. Aber durch aktive Sterbehilfe an diesem Punkt des Krankheitsverlaufes, würde dann durch Dich selbst eine weitere Transplantation ausgeschlossen werden.

Sterbehilfe sollte dann eingesetzt werden, wenn der Patient keine Hoffnung auf Besserung hat, selbst sein Leben als nicht mehr lebenswert bezeichnet und nicht mehr weiterleben möchte, weil es für ihn nur noch Quälerei bedeutet. Und diesen Zeitpunkt zu bestimmen, liegt im eigenen Ermessen von der betreffenden Person.
[/quote]

[b]Ja, da hast Du recht. Und hier ist die Kommunikation zwischen Patient, Arzt und Familienangehörigen wichtig. Es müssen dann Fragen beantwortet werden: Was machen wir noch an Therapie. Wollen wir überhaupt noch Therapie machen. Wie behandeln wir in diesem Fall die Luftnot und ggfl. die Schmerzen. All das ist sehr wichtig, wird aber von den meisten verdrängt.
Aber das hat nichts mit aktiver Sterbehilfe zu tun, sondern mit Sterbebegleitung.
Aktive Sterbehilfe und Sterbebegleitung sind zwei unterschiedliche Dinge.


Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Julia am 22.10.2005, 14:25

Hallo!

Also, ich bin für aktive Sterbehilfe. Natürlich sollte es nur unter bestimmten Bedingungen legal sein.
Aber wenn ich daran denke, wenn ich vielleicht mal im Bett vor mich hinvegetiere,.....also das möchte ich nicht. Wenn ich nur noch Schmerzen habe, oder kaum mehr Luft bekomme.....da möchte ich dann schon erlöst werden. Das ist doch kein würdiges Leben mehr!
Julia
 

Beitragvon Esperanza am 22.10.2005, 15:53

Hallo Carmen!

Also was Sterbehilfe gleich bei der Diagnose angeht, würde ich das eher als Selbstmord bezeichnen. Sterbehilfe bedeutet für mich, jemandem das Sterben zu erleichtern, wenn derjenige auch wirklich schon im Sterben liegt und gar nicht mehr an dem, was man allgemein als "Leben" bezeichnet, teilhaben kann. Kurzum nur noch daliegt und wartet, bis die Schmerzen oder andere Quälerein vorbei sind. Davon kann bei der Diagnose im Regealfall aber noch keine Rede sein.

Was den bestimmten Zeitpunkt angeht, hatte ich dich so verstanden, dass du erwartest, dass die Sterbehilfebefürworter einen konkreten Zeitpunkt, der allgemein gültig ist, nennen sollen. Und das geht natürlich nicht, weil jeder Schmerzen/Quälereien ganz anders empfinden und verträgt. Manche geben schneller auf und andere eben weniger schnell und deswegen muss das jeder wieder individuell für sich entscheiden.

Natürlich gibt es immer mal wieder auch Fälle, denen es schlecht geht, die sich aber wieder erholen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man merkt, wenn man an einem Punkt angekommen ist, wo Schluss ist und wo gar nichts mehr geht. Und ich bin der Meinung, wer an eben diesem Punkt angekommen ist, der sollte die Möglichkeit haben, zu sagen, dass es nicht mehr geht und es besser ist, wenn man dem ganzen ein Ende setzt.

Hm, mit dem Ablehnen der Transplantation kann ich mich immer noch nicht so ganz anfreunden. Man kann doch mal versuchen, ob eine Transplantation Besserung bringen würde, manchen geht es ja danach wieder richtig gut und dann ist auch nicht mehr an Sterbehilfe zu denken. Und so lange man noch eine Transplantation als Option hat, kann man sie doch nutzen. Erst wenn es wirklich aussichtlos ist, würde ich an Sterbehilfe denken und das ist es nicht, wenn man konkret die Möglichkeit einer Transplantation hat und auch nutzen kann.

Grüße,
Esperanza
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Beitragvon Carmeli am 22.10.2005, 17:06

Hallo Esperanza
Was Du meinst, ist nich "aktive Sterbehilfe" sondern gute Sterbebegleitung.

Wenn jemand von einem anderen erwartet, dass er ihn umbringen soll (und das ist aktive Sterbehilfe), dann muss der jenige doch auch den Zeitpunkt für sich festlegen.

Genau, und hier muss die Kommunikation zwischen Arzt, Patient und Angehörigen einsetzen, schau einmal ein paar Texte weiter oben.

Eine Transplantation ist im Prinzip eine Glückssache. Sich für eine Transplantation zu entscheiden, heißt, ggfl. das Leben bis zum Ende zu ertragen ohne, dass jemand einem eine Spritze gibt, nach der alles vorbei ist. Niemand kann versichern, dass es mit der Transplantation klappt. Ein Organ kommt nicht auf Bestellung. Ich weiß nicht, was Ihr für eine Vorstellung habt.
Aber ich denke einfach, dass Ihr wirklich "aktive Sterbehilfe" und "gute Sterbebegleitung" verwechselt. Ich denke, dass Ihr eigentlich eher letzteres wünscht.

Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Carmeli am 22.10.2005, 17:34

Julia hat geschrieben:Hallo!

Also, ich bin für aktive Sterbehilfe. Natürlich sollte es nur unter bestimmten Bedingungen legal sein.
Aber wenn ich daran denke, wenn ich vielleicht mal im Bett vor mich hinvegetiere,.....also das möchte ich nicht. Wenn ich nur noch Schmerzen habe, oder kaum mehr Luft bekomme.....da möchte ich dann schon erlöst werden. Das ist doch kein würdiges Leben mehr!


Hallo Julia

"legal unter bestimmten Bedingungen"? Wie soll das denn aussehen. Legal ist legal.

Was verstehst Du unter hinvegitieren? Wenn man als Kranker von seiner Umwelt gut gepflegt wird, wenn auch während des Sterbens gut für einen gesorgt wird und die gesamte Zeit jemand da ist und alle medizinisch machbaren Möglichkeiten (intensive Schmerztherapie, ggfl. Sedierung, Sauerstoff, Flüssigkeit geben, Fieber senken usw.) ausgeschöpft werden, dann ist es eigentlich kein Hinwegitieren sondern ein langsames Abschied nehmen.

Das Problem ist unsere Gesellschaft. Wir verdrängen den Tod aus unserem Leben. Die Sterbenden kommen ins Krankenhaus oder Pflegeheim und werden ab und zu einmal besucht. Ich denke, dass hierher auch die Ängste rühren, die zu dem Wunsch nach einer "aktiven Sterbehilfe" führen.

Gruß Carmen
Carmeli
 

Beitragvon Jens am 23.10.2005, 20:52

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon Esperanza am 24.10.2005, 10:55

Carmeli hat geschrieben:Hallo Esperanza
Was Du meinst, ist nich "aktive Sterbehilfe" sondern gute Sterbebegleitung.

Wenn jemand von einem anderen erwartet, dass er ihn umbringen soll (und das ist aktive Sterbehilfe), dann muss der jenige doch auch den Zeitpunkt für sich festlegen.

Genau, und hier muss die Kommunikation zwischen Arzt, Patient und Angehörigen einsetzen, schau einmal ein paar Texte weiter oben.

Eine Transplantation ist im Prinzip eine Glückssache. Sich für eine Transplantation zu entscheiden, heißt, ggfl. das Leben bis zum Ende zu ertragen ohne, dass jemand einem eine Spritze gibt, nach der alles vorbei ist. Niemand kann versichern, dass es mit der Transplantation klappt. Ein Organ kommt nicht auf Bestellung. Ich weiß nicht, was Ihr für eine Vorstellung habt.
Aber ich denke einfach, dass Ihr wirklich "aktive Sterbehilfe" und "gute Sterbebegleitung" verwechselt. Ich denke, dass Ihr eigentlich eher letzteres wünscht.

Gruß Carmen


Hallo du!

Nein, ich meine nicht Sterbebegleitung, sondern aktive Sterbehilfe. Sterbebegleitung ja, so lange man sich dazu entscheidet zu kämpfen und wenn man merkt, dass keine Besserung mehr eintreten wird und man aufgeben möchte, dann Sterbehilfe. Ob in Form von Pilchen oder was auch immer.

Und ich denke schon, dass ich in punkto Transplantation realistische Vorstellungen habe, ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass ein Organ auf Bestellung kommen sollte. Darum geht es auch gar nicht. Ich weiß auch nach wie vor nicht, warum sich für ein Organ zu entscheiden, bedeuten soll, dass man sein Leben bis zum Schluss ertragen muss. Wenn ich merke, dass es durch das neue Organ nicht besser wird, dann kann ich mein Leben genauso beenden.

Aber anscheind haben wir da komplett unterschiedliche Vorstellungen.

Viele Grüße,
Esperanza
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Beitragvon Jess am 24.10.2005, 11:51

Ich weiss, dass es in Holland so nen Verein gibt in den man eintreten kann und wenn man ein Jahr dabei ist und alles mit Papieren und Unterschriften festgelegt hat, bekommt man so ne Sterbehilfepille. Hab ich nämlich von Jahren mal mitbekommen als mein Opa da rein wollte!!!

Ich finde auch, dass auch mit einem neuen Organ vieles falsch laufen kann und wenn man dann noch mehr leidet als vorher würde ich schon der Gruppe angehören die zwar nie aufgibt, aber wenn wirklich nix mehr hilft dafür wäre das einem geholfen wird!

Gruss Jess
Jess
 

Beitragvon Gast am 24.10.2005, 13:42

Ich verfolge diese Diskussion sehr aufmerksam. Nun muss ich doch mal was dazu beisteuern.
Das ganze ist wohl etwas aus dem Ruder geraten.
Jens wollte wohl eigentlich nur wissen, wie man allgemein zu Sterbehilfe steht. Egal, ob mit CF oder sonstigen Krankheiten.
Manche machen daraus ein richtige Doktorarbeit. Ich finde es ja toll, dass es hier einige Personen gibt, die sich so wahnsinnig gut mit allem auskennen. Ist ja auch oft hilfreich. Aber hin und wieder gehts einem aufn Geist, das eine einfache Frage gleich so kritisch gesehen wird.
Sorry, aber das musste mal gesagt werden. Es hat halt jeder eine andere Meinung, egal zu welchem Thema. Ist ja auch gut, das belebt ja das Forum, aber...

Ach ja, ich bin für "aktive" Sterbehilfe. Ich habe meine Freundin 6 Monate leiden sehen. Sie hatte Leukämie und wenn Du sowas hautnah miterlebst, da kriegst Du so eine Wut, weil Du nichts dagegen machen kannst, und ihr nicht helfen kannst.
Gast
 

Beitragvon DerMardin1979 am 24.10.2005, 14:54

Aber hin und wieder gehts einem aufn Geist, das eine einfache Frage gleich so kritisch gesehen wird.


Wenn nicht alles kritisch gesehen werden würde, wo würden wir denn stehen?
Dann könnte jeder machen was er möchte, würde auch niemandem interessierten, wenn irgendetwas schlimmes passieren würde. Da ja eh Jeder seine eigene Ansicht hat und keiner würde es mit kritischen augen beobachten und dementsprechend dagegen handeln.

Tut mir leid für deine Freundin...aber es gibt halt auch Fälle indem "aktive Sterbehilfe" nicht eingesetzt werden sollte/muss.

Ich finde es ja toll, dass es hier einige Personen gibt, die sich so wahnsinnig gut mit allem auskennen.


Es ist immer besser sich auszukennen, als irgendein Scheiß von sich zu geben, wovon man eigentlich überhaupt keine Ahnung hat und es womöglich noch hier zum Besten zu gibt.

Ich habe fertisch :wink:

MfG

Mardin
DerMardin1979
 

Beitragvon Jens am 24.10.2005, 16:14

Zuletzt geändert von Jens am 13.03.2008, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.
Jens
 

Beitragvon Carmeli am 24.10.2005, 17:53

Hallo

In der Diskussion geht es nicht ums Umstimmen, sondern ums Nachdenken.

Ich fände es toll, wenn sich auch "Gast" einen Namen zulegen könnte.
Einfach Anstandshalber. Und Gast, wenn es Dir auf den Geist geht, über so eine interessante Frage zu philosophieren, dann solltest Du Dich vielleicht aus der Diskussion heraus halten.

Hallo Esperanza, ein neues Organ bekommt man doch nicht, wenn es einem gut, man bekommt es, wenn es einem sehr sehr schlecht geht, und wenn Du sagst, "Du möchtest nicht mehr", dann möchtest Du ja auch keine lebensverlängernden Maßnahmen mehr und der Weg zur Transplantation führt nun eben einmal über solche lebensverlängernden Maßnahmen. Und manche müssen eben bis zum "bitteren Schluss" auf ihr Organ warten.

Gruß Carmen
Carmeli
 

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