Hilfe, eine Krise

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Hilfe, eine Krise

Beitragvon *sandra* am 16.09.2006, 16:45

Hallo,

Mir ist heute so gar nicht gut. Bin so richtig müde und schlapp. Und eigentlich auch richtig am Boden zerstört.

Brauche etwas Aufheiterung... sonst wird das ja nie besser......


grüsse
sandra
*sandra*
 

Beitragvon Bob am 16.09.2006, 16:51

Hi Sandra,


gibt es einen Grund warum du am Boden zerstört bist ? (Ausser müde und schlapp) ich bin gerade am Boden zerstört weil Bayern verloren hat :cry:

ich weiß männerkram....
Bob
 

Beitragvon Melanie am 16.09.2006, 20:51

Hallo Sandra!

Gibt es einem besonderen Grund das du am Boden zerstört bist? Wie ist da Wetter bei euch? Bist du Wetterfühlig?

Bei mir spielt das Wetter auch eine Rolle.

Liebe Grüsse

Melanie
Melanie
 

Beitragvon Bestinthealps am 16.09.2006, 21:38

hey sandra lies doch mal nen asterix in eurem dialekt, wenns sowas gibt. ich hab mir vorgestern den neuesten band gekauft, der in unserem dialekt übersetzt wurde (asterix auf südtirolerisch :wink: ). das ist zum wegschmeissen, konnte mich noch stunden nacher über bestimmte sachen totlachen. :lol:

und bob: ich fühle und trauere mit dir um unseren geliebten fcb!! :cry: :cry: :cry: :cry:
Bestinthealps
 

Beitragvon *sandra* am 17.09.2006, 09:03

Morgen alle zusammen

Eigentlich gibt es keinen wirklichen Grund, auf jedenfall keinen neuen...
Wahrscheindlich ist einfach alles etwas zuviel im Moment. Das es mir schlechter geht, ich nicht mehr arbeiten kann und ich glaube ich mache mir einfach zu viele schwarze Gedanken.

Sorry, das ich euch zu jammere. Werde mich bessern.....

liebe grüsse
sandra
*sandra*
 

Beitragvon nonadjustedalpha am 17.09.2006, 11:45

sandra25 hat geschrieben:Sorry, das ich euch zu jammere. Werde mich bessern.....

liebe grüsse
sandra


Bitte nicht! Das "Jammern dürfen" gehört zu den wichtigsten Errungenschaften dieses Forums, außerdem habe ich dich noch nie als "jammernd" wahrgenommen.
Im Gegenteil, ich kenne kaum wichtigere Beiträge als die deinen, weil sie etwas öffentlich machen, was dich sicherlich nicht als einzige betrifft und was gerne (mein Gefühl) unter Verschluss (auch zu Recht) gehalten wird.

Wie geht man mit all den negativen Gefühlen und Gedanken um, wenn Cf einem die Boden unter den Füßen wegzieht, wenn man seine Arbeit verliert, Freunde sich distanzieren, man den ganzen Tag müde und kaputt und sich einfach überfordert fühlt?

Ich bin an diesem Punkt ratlos, natürlich kennt man viele einfache Antworten, wie "keine negativen Gedanken machen", "auf die positiven Dinge im Leben konzentrieren", "schauen um wie viel schlechter es anderen Personen geht", "im Hier und Jetzt leben", "sich was gutes tun",etc...

Sind das Lösungen?

Danke Sandra!

Lg, ein nachdenklicher Johannes
nonadjustedalpha
 

Beitragvon Leona am 17.09.2006, 12:22

Hallo Sandra!

Ich kann mich Johannes nur anschließen( johannes, deine worte haben mich gerade aben echt bewegt)...es gibt keine Lösungen für diese Gefühle..sie sind einfach da und wir können dir klar nun tips geben, wie sie weggehen aber ob sie helfen ist fraglich.

ich weiß nur, das ich auch oft darüber nachhdenke, wie scheiße doch mein leben ist und womit ich das nur verdient habe...was mir immer hilft ist, darüber zu reden, ich denke wie dir, weil du dich ja an dieses forum gewendet hast...

aber wir alle müssen unser leben etwas schneller leben als andere und deshalb denke ich mir oft, stell dir ma vor, leonie, dich gäbs gar net und du hättest nie diese schöne Welt kennengelernt mit so viel neuem...das wär doch schrecklich! ich seh meine krankheit dann nicht mehr als eine Strafe sondern wenn ich länger drüber nachdenke als Geschenk denn so wie wir die welt sehen und was wir aushalten müssen um lebenswert leben zu können und dennoch unser leben leben ist doch ein geschenk....klingt vielleicht bescheuert aber glaubt ihr irgendjemand gesundes versteht wie kostbar das alles ist...manchmal kommt es mir vor als gäbe es da nur probleme wie mein nagellack splittert ab oder keine ahnung...kann das eigentlich garnet richtig erklären und sorry das ich dich vielleicht voll verwirr mit meiner ansicht aber ich glaub lachen und glücklich leben mit unserer "last" ist die beste Medizin!!!!

gerne kannst du dich an mich wenden, wenn du mal jemanden zum reden brauchst...mir gehts nämlich so, das ich von mir aus sehr schlecht über meine gesundheitlche siuation mit meine freunden reden kann...

LG und vergess nie wie wertvoll DU bist!und denk nicht das es sich nicht lohnt zu lachen(das denk ich immer in krisen) denn es gibt menschen, die ohne dein lachen nicht leben können...

Leonie
Leona
 

Beitragvon meldav am 17.09.2006, 12:31

Hey Sandra, ich weiß ungefähr wies dir geht. Habe ab und zu solche Phasen, in denen ich mir ein bisschen selber lied tu´. Klar, versuche ich mir auch Sachen zu sagen (wie schon von Johannes erwähnt), dass es zwar viele gibt, denen es besser geht, aber auch sehr sehr viele, denen es schlechter geht. Ein Trost ist das natürlich nicht wirklich. Ich versuche dann an positive Sachen zu denken, zum Beispiel was für tolle Menschen ich kenne und dass ich denen auch noch was bedeute. Und dass ich, abgesehen von diesem blöden Delta508-Gen (?!) doch sonst eigentlich recht gut geraten bin ;o)
Aber natürlich ist es blöd, wenn man immer schlapp ist und müde, keine Energie hat und am liebsten schlafen will. Ich hab das jetzt grad hinter mir, aber siehe da - seit etwa einer Woche geht es täglich mehr bergauf. Ich merk das immer, wenn ich mich im Auto lauthals beim Singen ertappe. Ich wünsch dir, dass es dir auch bald wieder besser geht! Ganz liebe Grüße und Kopf hoch!
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Beitragvon ernesto am 17.09.2006, 13:16

nonadjustedalpha hat geschrieben:
sandra25 hat geschrieben:Werde mich bessern.....

Bitte nicht!
...

...
Sind das Lösungen?


Da schließ ich mich Leona an und Johannes stimme ich in allem zu, was er geschrieben hat! Und um es nocheinmal ander auszudrücken:

Ich denke Lösungen im eigentlichen Sinn gibt es für unser Problem (noch) nicht. Wir können nur lernen/versuchen damit umzugehen...

Sich an das Positive zu halten ist eine Möglichkeit, mit anderen Reden (schreiben) um den ganzen Frust mal "löszuwerden" eine (wesentliche!) andere.

lg Jörn
ernesto
 

Beitragvon Esperanza am 17.09.2006, 13:48

Leona hat geschrieben:ich seh meine krankheit dann nicht mehr als eine Strafe sondern wenn ich länger drüber nachdenke als Geschenk denn so wie wir die welt sehen und was wir aushalten müssen um lebenswert leben zu können und dennoch unser leben leben ist doch ein geschenk....

klingt vielleicht bescheuert aber glaubt ihr irgendjemand gesundes versteht wie kostbar das alles ist...manchmal kommt es mir vor als gäbe es da nur probleme wie mein nagellack splittert ab oder keine ahnung...


Hi Leona!

Genau das denke ich mir auch manchmal. Ich glaube "unsereins" hat eine ganz andere Stellung zum Leben und weiß es viel mehr zu schätzen.

Ich habe mal ein Buch gelesen, wo jemand den Krebs als größtes Geschenk in seinem Leben bezeichnet hat. Solche Aussagen sind im ersten Moment unverständlich, aber irgendwo haben sie auch etwas Wahres. Denn wer solche Erfahrungen gemacht hat, der lebt sein leben oft viel intensiver, weiß wie wertvoll es ist und dass es alles andere als selbstverständlich ist. Und eine solche Einstellung kann man für kein Geld der Welt kaufen.

Grüße
Zuletzt geändert von Esperanza am 17.09.2006, 13:56, insgesamt 1-mal geändert.
Wolken waren da und
trotzdem schien die Sonne.
(Thomas Trescher)
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Beitragvon Leona am 17.09.2006, 13:52

@Esperanza:Danke, du hast mir aus der Seel gesprochen, was ich nicht richtig in Worte fassen konnte :wink:
Leona
 

Beitragvon Bestinthealps am 17.09.2006, 15:38

ich glaube, dass es wichtig ist, ziele zu stecken, die man erreichen will aber auch kann. es nützt doch nix wenn man sagt, ich möchte in 10 jahren dies und jenes erreicht haben, wo ich doch gar nicht weiss, ob ich es jemals erreichen werde.

die ziele sollten möglichst nah (1, 2 jahre oder so...) aber auch erreichbar sein. und das streben dahin gibt einem doch genug kraft und motivation für einen selbst. auch wenn diese ziele für einen "normalen" menschen blöd klingen, für dich selbst aber können sie sehr viel bedeuten. weil du sie eben erreicht hast und stolz auf dich sein kannst. und darauf kannst du aufbauen und neue ziele vorgeben. und du wirst sehen, das hilft dir in momenten, wo du vielleicht am boden bist und keinen sinn mehr siehst. da kann man sich dann das bisher erreichte vor augen halten und mit neuem mut weitermachen.

so gehts mir jedenfalls, denn auch ich hab ab und zu mal so schlechte phasen - wer kennt das nicht. und das wichtigste bei alldem: sei du selbst und verlier nicht den humor und dein lachen. denn durch dein lachen kannst du viele menschen in deiner nähe auch wieder aufbauen, ohne dass du es merkst. und das kann einen schon wieder stolz machen.
Bestinthealps
 

Beitragvon *sandra* am 17.09.2006, 16:34

Vielen Dank für eure lieben Worte. Ihr versteht mich wenigstens voll und ganz. Es ist schwierig mit "Gesunden" über ein solches Thema zu sprechen, da sie einfach andere Probleme haben.

Ich habe mir immer gesagt, sandra lebe und mache dass was du möchtest. Ich habe mir Ziele gesetzt und habe viel erreicht. Habe 2 Hunde, wohne mit meinem Freund in einer Wohnung, kann Auto fahren und habe einen Job. Aber irgendwie habe ich Angst das alles wieder zerfällt und ich immer mehr Stücken an der von mir so hart erkämpften Freiheit zu verlieren. Das ist ja auch passiert und ich weiss es wird weiter passieren.
Ich sehe das so wir alle kämpfen für jeden Tag, aber irgendwann mag man nicht mehr kämpfen und ist total enttäuscht. So geht es mir. Ich fühle mich nicht mehr gebraucht. Und das macht mir zur Zeit etwas Angst.

Ich hoffe es geht vorbei, und ich werde wieder aufwachen und weiter kämpfen........
@ Leona komme gerne auf dein Angebot zurück, habe nicht viele Menschen mir denen ich offen darüber reden kann.
Danke vielmals, ihr seid alle super...
liebe grüsse
sandra
*sandra*
 

Beitragvon Tese am 17.09.2006, 17:55

Hallo Leute!
Ich kann mich Leona da auch nur anschließen.Ich seh meine Krankheit als Chance und würde sie nicht mehr hergeben wollen,auch wenn sich das doof anhört.Vielleicht würde ich darüber anders denken,wenn es mir sehr schlecht ginge,aber bisher bin ich noch nicht an dem Punkt angekommen,an dem ich mit jemand anderem tauschen hätte wollen...

Lg Tese
Tese
 

Beitragvon Heischeisch am 18.09.2006, 11:20

Liebe Sandra,

Du hast schon gesehen, Du bist nicht allein. Da ich mal wieder um eine halbwegs verständliche Wiedergabe meiner Gedanken dazu ringe und außerdem wahrscheinlich eh schon für Dich wahrscheinlich viel hilfreichere Gedanken bis jetzt bereits dabei waren, habe ich erstmal nur meine Signatur geändert :-)

Liebe Grüße
Roland
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